20 Jahre PlayStation – M!emoiren: unsere Erlebnisse der ersten 10 Jahre

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Zeit für etwas Nostalgie: Heute erzählen Euch die M!-Redakteure, was sie in der ersten PlayStation-Dekade so alles erlebt haben und was ihnen im Zusammenhang mit Sonys Hardware und den Spielen dazu besonders im Gedächtnis geblieben ist.

Oliver Schultes

Nach dem Super Nintendo holte ich mir zuerst Segas Saturn ins Haus – weil ich unbedingt Arcade-Umsetzungen von Daytona USAVirtua Fighter und Sega Rally in der Studentenbude erleben wollte. Bekanntlich neigte sich das Erfolgs- und ­Spielependel schnell in Richtung PlayStation, doch ich redete mir den Saturn noch einige Zeit schön ­- mit Argumenten wie ”Ja, aber Tomb Raider erscheint in Deutschland einen Monat früher für Segas 32-Bitter” und ”So schlimm sind die Fliegengitter-Transparenzen nun auch wieder nicht”. Doch 1997 brachen die Dämme: Das gesparte Geld aus Praxissemester und Studentenjob wurde in eine PlayStation (und ein N64) inves­tiert, die fortan heiß lief. Gran TurismoResident Evil 2Parasite EveR-Type DeltaOddworld: Abe’s OddyseeMetal Gear SolidWipEout 2097Silent HillMedal of Honor: Underground – hach, so viele wunderbare Spiele, intensive Erinnerungen und verdaddelte Stunden (an dieser Stelle noch mal einen Dank an Rene, der besser mit Original-Spielen sortiert war als die meisten Fachhändler – was ich schamlos für Ausleihmarathons ausnutzte). Student müsste man noch mal sein!

Die Spiele des Jahres 2014 – Platz 11 – Trials Fusion

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Die Motivationskünstler von RedLynx erschaffen einen weiteren Geschicklichkeits-Knaller mit Top-Lernkurve; nur der Vorgänger war noch besser.

Matthias Schmid meint: Leider schwächer als Trials Evolution. Ich bin mir nicht 100%ig sicher, ob es dezente Abnützungserscheinungen des Spielprinzips sind oder ob das Streckendesign in Evolution einfach einen Tick besser war. Fakt ist aber, dass ich mit dem immer noch sehr guten Trials Fusion weniger Spaß hatte als mit Trials HD und Trials Evolution. Die Steuerung ist sicher nicht schuld, denn die war im neuesten Teil sogar noch einen Tick feiner; auch das völlig überflüssige Tricksystem ist nicht schuld – das hab’ ich einfach ausgeblendet. Dennoch ist auch Fusion ein Spielspaßknaller mit vorbildlicher Lernkurve und dem unvergleichlich grandiosen Gefühl, wenn man eine schwere Stelle im 200. Anlauf schafft.

Oliver Schultes meint: Über das Sci-Fi-Szenario lässt sich trefflich streiten – ich finde es weder besonders schlimm noch irgendwie bemerkenswert. Bei Trials geht es ja aber eh um etwas anderes: die Verschmelzung von Geist, Körper und Controller, um die teils (auf den ersten Blick) wunderbar absurden Geschicklichkeitskurse mit Bestzeit zu meistern. Und in dieser Disziplin ist Trials Fusion eine Bank. Die Steuerung – perfekt! Die Kurse – überraschen und motivieren immer wieder zu einer Runde! Das Glücksgefühl nach einer geschafften Strecke – unbeschreiblich! Im Geschicklichkeits-Genre kann Trials immer noch keiner das Wasser reichen.

Ulrich Steppberger meint: Zu Fusion muss ich wohl sagen, dass mein Interesse daran nicht inzwischen mehr allzu groß ist – hätte mir das vorher jemand prophezeit, ich hätte ihn wahrscheinlich ausgelacht. Aber das “geerdetere” Evolution und selbst der Mobil-Ableger Fusion (trotz auf Dauer dann doch ziemlich lästiger Free-to-Play-Elemente) haben für mich irgendwie mehr Charme. Irgendwie schade.

Kenneth Burgess meint: Der Arcade-Titel von 2009 hat es mit Fusion endlich zum ersten Retail-Ableger gebracht – und das zu Recht! Rekorde brechen, Strecken entwerfen und sich über die letzten 2 Meter ärgern, die bis zum nächsten Rekord in der Rangliste fehlen. Trials Fusion vereint alle Stärken der Vorgänger und sieht auf den aktuellen Konsolen dazu auch noch top aus! Das perfekte Spiel für zwischendurch, um danach einfach mal kurz eine Nachricht mit “Hab deinen Rekord gebrochen, du n00b“ an den besten Kumpel zu schicken.

Zum Test geht es hier.

Japan-Charts vom 15. bis 21. Dezember 2014

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Diese Spiele haben sich in Japan vergangene Woche am besten verkauft:

  1. [3DS] Yokai Watch 2: Shinuchi (Level-5, 12/14/14) – 532,724 (1,776,895)
  2. [3DS] Pokemon Omega Ruby / Alpha Sapphire (Pokemon, 11/21/14) – 167,534 (2,118,015)
  3. [3DS] Final Fantasy Explorers (Square Enix, 12/18/14) – 161,197 (NEU)
  4. [Wii U] Super Smash Bros. for Wii U (Nintendo, 12/06/14) – 78,927 (385,460)
  5. [3DS] Super Smash Bros. for Nintendo 3DS (Nintendo, 09/13/14) – 74,226 (1,910,078)
  6. [PS3] Gundam Breaker 2 (Bandai Namco, 12/18/14) – 66,532 (NEU)
  7. [PSV] Gundam Breaker 2 (Bandai Namco, 12/18/14) – 57,188 (NEU)
  8. [3DS] Yokai Watch 2: Ganso / Honke (Level-5, 07/10/14) – 39,223 (2,997,335)
  9. [3DS] Monster Hunter 4 Ultimate (Capcom, 10/11/14) – 38,681 (2,293,954)
  10. [Wii U] Mario Kart 8 (Nintendo, 05/29/14) – 34,331 (813,139)
  11. [PSV] Hyperdimension Neptunia Re;Birth 3: V Century (Compile Heart, 12/18/14) – 26,313 (NEU)
  12. [3DS] 12-Sai. Honto no Kimochi (Happinet, 12/18/14) – 23,026 (NEU)
  13. [Wii U] Captain Toad: Treasure Tracker (Nintendo, 11/13/14) – 20,376 (100,886)
  14. [PS4] Grand Theft Auto V (Rockstar Games, 12/11/14) – 20,130 (101,789)
  15. [3DS] Sumikko Gurashi Koko ga Ochitsukun Desu (Nihon Colombia, 11/20/14) – 19,848 (55,901)
  16. [PS3] Godzilla (Bandai Namco, 12/18/14) – 19,777 (NEU)
  17. [3DS] Aikatsu! 365-Hi no Idol Days (Bandai Namco, 12/04/14) – 19,064 (68,238)
  18. [3DS] Animal Crossing: New Leaf (Nintendo, 11/08/12) – 17,190 (3,847,566)
  19. [PS3] Shining Resonance (Sega, 12/11/14) – 16,384 (83,667)
  20. [3DS] Attack on Titan: The Last Wings of Mankind CHAIN (Spike Chunsoft, 12/04/14) – 12,377 (44,100)

Und diese Konsolen gingen über den Ladentisch:

  1. New 3DS XL – 108,235 (83,041)
  2. New 3DS – 46,815 (34,676)
  3. Wii U – 38,314 (27,334)
  4. PS Vita – 32,834 (24,039)
  5. PS4 – 30,951 (68,041)
  6. 3DS XL – 27,469 (24,475)
  7. 3DS – 13,832 (14,911)
  8. PS3 – 9,956 (7,803)
  9. PS Vita TV – 963 (974)
  10. Xbox One – 893 (724)
  11. Xbox 360 – 129 (102)
  12. PSP – 6 (8)

Die Spiele des Jahres 2014 – Platz 12 – Destiny

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Der Online-Koop-Shooter spaltet die Spielergemeinde in enttäuschte Storyliebhaber und eifrige Material-Sammler.

Tobias Kujawa meint: Meine Hassliebe 2014. Wundervolle Optik, schnörkellos gute Steuerung, tolle Schauplätze und vor allem im Koop ein Spaß – für etwa 20 Stunden. Dann ist die ohnehin magere Kampagne durchgespielt und der Charakter auf Level 20. Und dann beginnt der Hass-Teil: Ewiges Grinding nach Auflevel-Material, die immer gleichen Quests und Strikes und Hoffen auf rare und exotische Beute. Für die beiden Raids habe ich noch dazu weder die Zeit noch genügend motivierte Kollegen, daher bleibt mir anscheinend das Spannendste am Spiel verborgen. So habe ich mir das Verweilen im Destiny-Universum nicht vorgestellt.

Sascha Göddenhoff meint: Und der Preis für das meiste verschenkte Potenzial 2014 geht an … Destiny. Gut zwei Monate lang habe ich geschossen, gesammelt und gelevelt wie verrückt. Doch bereits nach dem Ende der Kampagne machte sich Ernüchterung breit, weil Abwechslung zwischen Erde, Mars, Mond und Venus keinen Platz zu haben scheint. Ich spiele und spiele, doch nennenswerte Fortschritte mache ich nicht. Das repetitive Sammeln von Vorhut-Marken, Rohstoffen und des (gehassten) Aszendenten-Materials zieht meinem Spaß am Spiel den Zahn. Dabei wäre es kein Problem, Destiny mit kleinen, aber frischen Aufgaben zu füttern. Grafik, Sound, Steuerung und Koop-Spiel sind spitze, jedoch lässt das Spiel beim Ablauf zahllose Chancen liegen und verdonnert Spieler zum Grinding in Endlossschleife. Selbst der Raid verkam nach anfänglicher Herausforderung zur Beute-Höhle. Fairerweise muss ich sagen, dass Destiny ein dickes Gesamtpaket schnürt: Nach 20 Stunden Kampagne gibt es grundsätzlich weitere Anreize, monatelang weiter zu spielen. Allerdings nur für Leute, denen ständige Wiederholung und geringer Charakter-Aufstieg nichts ausmacht – ich gehöre nicht dazu. Ach, es ist so schade…

Phlipp Frey meint: Im Vorfeld in den Himmel gelobt, waren die Meinungen im Nachhinein eher gespalten. Auch ich sitze gewissermaßen zwischen zwei Stühlen: einerseits bin ich enttäuscht davon, dass von der groß angekündigten Story mit ihren Geheimnissen und Wendungen (bisher) kaum etwas zu sehen war. Trotzdem schafft es Destiny, mich mit seinen Shooter-Mechaniken und Rollenspiel-Elementen über dutzende Stunden in seiner wunderschönen Spielwelt zu fesseln. Die Suche nach neuen und besseren Waffen treibt an, ob allein oder mit Freunden. Schlussendlich ist Destiny für mich ein tolles Spiel, dessen Potenzial aber nur an der Oberfläche kratzt.

Kenneth Burgess meint: Mehr als ein Jahr wurde gehyped, was das Zeug hält und als es dann kam, war die Begeisterung auf dem Höhepunkt. Einen sauberen Start und eine vielköpfige Community waren zwei große Pluspunkte, die Destiny zu Beginn hatte. 100 Spielstunden habe ich in das Teil reingesteckt, aber dann war die Luft endgültig raus – immer gleiches Missionsdesign, zu wenig Erfolgsgefühl in Sachen Loot und eine langweilige Geschichte ließen den Spielspaß bei mir rapide sinken. Auch die erste Erweiterung brachte bisher zu wenig Neuerungen mit sich. Da bleibt es fraglich, ob sich die MMO-artige Sucht bei mir noch einmal bemerkbar machen wird…

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Die Spiele des Jahres 2014 – Platz 13 – Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney

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Das Zusammentreffen von Knobel-Professor und Star-Verteidiger erweist sich als rundum gelungene Kollaboration.

Ulrich Steppberger meint: Meine Erwartungen waren hoch und sie wurden beinahe auf ganzer Linie erfüllt – Professor Layton vs. Phoenix Wright kommt der Bezeichnung “Das Beste aus zwei Welten” erfreulich nahe. Die letzten Auftritte des Rätsel-Gentlemans ließen es für mein Empfinden etwas an erzählerischem Schwung vermissen, während der Staranwalt selbst beim jüngsten Solo altbekannten Macken nicht gänzlich ablegen konnte,beim Zusammentreffen weichen aber diese Schwächen: Die Geschichte ist flott und lebt von den unterschiedlichen Charakteren, die Rätsel und vor allem die Prozesse bleiben dank sinnvoller Hilfsfunktionen von potenziellen Hängern und Sackgassen verschont. Weil ein weiteres Mal auch der Umfang stimmt, hat mich das Abenteuer rundum überzeugt. Genau für solche Spiele ist der 3DS einfach gemacht. Lustiges Detail am Rande übrigens: Im Westen hatten wir in diesem Fall als Europäer die Nase vorne, in den USA erschien der Titel erst deutlich später…

Thomas Nickel meint: Crossovers gibt es in der Welt der Spiele schon lange, meist trafen sich aber die prominenten Haudegen einschlägiger Kampfspiel-Marken. Kniffliger wird es da schon, wenn sich die Protagonisten eher knobellastiger Abenteuer über den Weg laufen. Und in dieser Hinsicht kann es wohl keiner mit Phoenix Wright und Professor Layton aufnehmen. Wer ist cleverer? Wer ist der größere Gentleman?

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Nintendo eShop – neu am 25. Dezember 2014

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Wii U:

  • The Amazing Spider-Man 2 – 59,99 Euro
  • Transformers: Rise of the Dark Spark – 59,99 Euro
  • Spy Chameleon – 4,99 Euro
  • Duck Hunt (NES) – 4,99 Euro
  • Kuru Kuru Kururin (GBA) – 6,99 Euro
  • Mario Party Advance (GBA) – 6,99 Euro
  • Mega Man Zero (GBA) – 6,99 Euro

3DS:

  • The Amazing Spider-Man 2 – 39,99 Euro
  • Transformers: Rise of the Dark Spark – 39,99 Euro
  • Teenage Mutant Ninja Turtles – 39,99 Euro
  • Teenage Mutant Ninja Turtles: Danger of the Ooze – 39,99 Euro
  • Brutus & Futée – 6,99 Euro
  • Puzzlebox Setup – 2,99 Euro
  • Best of Mahjong – 1,99 Euro
  • Best of Solitarie – 1,99 Euro

Die Spiele des Jahres 2014 – Platz 14 – Wolfenstein: The New Order

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Hervorragender und auf Next-Gen sauber laufender Solo-Ego-Shooter mit Old-School-Mechaniken, tollem Design und fiesen Feinden.

Tobias Kujawa meint: Überraschend, brachial, witzig, einfallsreich – Wolfenstein TNO hat mir so richtig Bock gemacht und mich an gute alte Ego-Shooter-Tage denken lassen. Das Waffenarsenal erfüllt jeden Wunsch, die Charaktere sind mir ausnahmsweise nicht egal und die Fokussierung auf den Storymodus begrüße ich – besser als Ressourcen auf einen lieblosen Mehrspieler-Part zu verschwenden. Sollte man meines Erachtens 2014 eher gespielt haben als CoD.

Philipp Frey meint: So wenig ich von Wolfenstein: The New Order erwartet habe, so sehr wurde ich weggeblasen. Die Story mit seinen vielseitigen Charakteren ist großartig erzählt und die Schauplätze eine willkommene Abwechslung zu restlichen Genrevertretern. Die brutale Atmosphäre, gespickt mit humorvollen Einlagen und fetten Waffen – ganz klar mein Shooter-Highlight 2014.

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20 Jahre PlayStation – Entwickler-Legenden

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Mit dem Erfolg der PlayStation gerade zu Anfangszeiten sind einige Entwickler und Publisher besonders eng verknüpft – hier stellen wir drei der Wichtigsten für Euch genauer vor.

Psygnosis

Fast ein halbes Jahr bevor die PlayStation offiziell angekündigt wird, übernimmt die Konzern-Filiale Sony Electronic Publishing im Mai 1993 den im englischen Liverpool beheimateten Spiele-Publisher und -Entwickler Psygnosis. Der hat bei der 16-Bit-Gemeinde wegen seiner grafisch aufwendigen und üppig ausgestatteten Spiele (Shadow of the BeastAgony) einen hervorragenden Ruf und gehört spätestens seit der Veröffentlichung des DMA Design-Knoblers Lemmings zur ersten Liga in Europa. Auch die Arbeit an frühen CD-Konsolentiteln wie Microcosm und Novastorm weckt das Interesse Sonys: ”Psygnosis hat eine einmalige technologische Expertise, welche die Kreativität der Entwickler stimuliert und die Spielerfahrung aufwertet”, kommentiert der SEP-Chef Olaf Olafsson offiziell die Übernahme. Ab 1995 wird der Spielewelt klar, wie wertvoll der Deal für Sony ist: Die Sci-Fi-Raserei WipEout fasziniert beim Europastart der PlayStation, die G-Police– und Colony Wars-Serien bieten in den Folgejahren großartige futuristische Action, Bizarre Creations machen für Psygnosis zwei gelungene Formel 1-Titel, Reflections liefern die Bestseller-Marke Destruction Derby. Ende der 1990er wird Psygnosis als Marke abgewickelt, lebt aber bis Mitte 2012 als Studio Liverpool weiter, das sich um die WipEout– und Formel 1-Serien kümmert.

Die Spiele des Jahres 2014 – Platz 15 – LittleBigPlanet 3

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Neuer Entwickler, noch mehr Kreativität: Mit drei frischen Jute-Helden und sinnvollen Editor-Erweiterungen begeistert das Jump’n’Run erneut.

Tobias Kujawa meint: Ich war skeptisch, ob Sumo Digital das Erbe von Media Molecule schultern kann. LBP3 zeigt, sie können! Oddsock, Toggle und Swoop bringen frischen Wind in das ultrakreative Jump’n’Run, Sackboys Power-ups machen Laune und die Herausforderungslevels halten mich nach der (viel zu kurzen) Story bei Laune. Schön auch, dass das Spielen von Community-Levels superflott geht. Nur der Kreativ-Modus bleibt für mich nach wie vor ein Buch mit sieben Siegeln, allerdings hat Sumo Digital hier mit erklärenden Levels ebenfalls nachgebessert.

Emily Schuhmann meint: Müsste ich mich zwischen allen Hüpf’n’Renn-Spielereihen entscheiden, würde ich fraglos immer bei LittleBigPlanet bleiben. Auch im dritten Teil begeistern mich die Level mit einzigartiger Optik, skurrilem Soundtrack und abwechslungsreichen Mechaniken. Besonders einer der drei neuen Charaktere, der Vierbeiner Oddsock, hat es mir angetan und dank des Kreativmodus wird er von mir noch einiges zu tun bekommen. Ich werde noch lange Zeit Spaß an diesem Spiel haben, soviel ist sicher!

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Die Spiele des Jahres 2014 – Platz 16 – South Park: Der Stab der Wahrheit

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Vielleicht das lustigste Spiel des Jahres: Serienkenner erleben ein gut gemachtes, simples Rollenspiel gepaart mit dem brillanten Humor der Vorlage.

Matthias Schmid meint: Trotz der ärgerlichen Europa-Zensur (bei den Analsonden-Szenen) und der zusätzlichen deutschen Gängelung (bei den Nazi-Feinden) hatte ich mächtig viel Spaß mit dem Stab der Wahrheit. Das Kampfsystem hat immer gut funktioniert und hat einige sehr geile Special Moves parat; auch wenn viele Fights zu leicht und vor allem im letzten Spieldrittel mitunter zu lang ausfielen, wurde mir nie langweilig.  Außerdem wusste ich ja, dass nach jedem Kampf, hinter jeder Ecke und unter jedem Stein ein guter South Park-Gag wartet. Für jemand, der alle Folgen der brillanten Zeichentrick-Satire kennt, sind die zahllosen Insider-Gags und Anspielungen schon ziemlich geil. Trotzdem kommt das Spiel in puncto Humor nicht an die allerbesten Serienepisoden heran – für den Sonderpreis “Lustigstes Spiel 2015” reicht es trotzdem locker!

Kenneth Burgess meint: Zocker, welche die Serie NICHT kennen, müssen das Spiel nicht zwingend unter die Lupe nehmen, aber Serien-Fans haben mit diesem Titel eine würdige Videospiel-Hommage an den TV-Kult erleben dürfen. Gefühlt alle Charaktere, Orte und Insider-Witze aus knapp 18 Jahren South Park haben ihren Weg in das Spiel gefunden und sorgen permanent für niedriges Niveau und krampfhafte Lachanfälle.

Philipp Frey meint: Was die South Park-Schöpfer Matt Stone und Trey Parker hier geschaffen haben ist eher eine interaktive Episode mit Rollenspiel-Elementen – und das ist absolut als Kompliment zu verstehen. Das Spiel besitzt genau denselben derben Humor wie das Serienvorbild. Als Rollenspiel kränkelt Der Stab der Wahrheit zwar etwas an seinem sehr simplen und einseitigen Fähigkeitsbaum, doch wenn man als “Sir Douchebag” mit all den bekannten Charakteren gegen Rotschöpfe und Zombienazis kämpft ist das eh unwichtig.

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