Ulrich Steppberger meint: Hätte mir jemand gesagt, dass Rockstar alle seine großspurigen Versprechungen bei Grand Theft Auto V tatsächlich in dieser Qualität einhalten würde – ich glaube, ich hätte ihn ausgelacht. Aber tatsächlich ist das wahrhaftige epische Mammutwerk für mich ein Meilenstein, der den haushohen Erwartungen in nahezu allen Belangen gerecht wird. Selten konnte mich ein Open-World-Spiel so von Anfang bis Ende fesseln und die Lust wecken, hinterher noch zahllose Stunden mit Nebenbeschäftigen zu vergeuden. Das Antihelden-Trio ist famos in Szene gesetzt, die Spielwelt mit schrägen Details und sehenswerten Regionen vollgestopft. Noch dazu hat Rockstar North diesmal darauf geachtet, dass alles so zugänglich wird wie noch nie – seit Red Dead Redemption habe ich nichts mehr vergleichbares erlebt. Auf ein paar unnötige Kontroversen-Anheizer wie die Folterszene hätte man ruhig verzichten können und natürlich merkt man dem Spiel an, dass es für die in die Jahre gekommene Hardware fast eine Nummer zu groß ist. Aber dem Erlebnis hat s nicht geschadet – trotzdem wird es Zeit für die Ankündigung der Next-Gen-Fassungen.
Denis Kuckmann meint: Das wurde aber auch Zeit! Die Grand Theft Auto-Serie ist in Sachen Spielbarkeit in der Gegenwart angekommen: Endlich gibts eine zeitgemäße Fahrzeug-Steuerung, endlich lässt es sich krampffrei ballern, endlich überzeugt GTA nicht mehr nur durch Quantität, sondern auch durch Qualität. Seien es die Autorennen, das Fallschirmspringen oder die teils herrlich verrückten Mehrspieler-Modi – alles funktioniert und macht Spaß. Klar, auch GTA V reicht in keiner Disziplin an die Besten des jeweiligen Genres heran, die Mischung war in dieser Qualität bislang jedoch unerreicht. Selbst nach über 70 Spielstunden habe ich längst nicht alles gesehen und erlebt, was die riesige, liebevoll gestaltete Welt hergibt. Und dann gibts ja noch den Online-Modus! Der macht mir zwar nur zusammen mit Freunden Spaß, dann aber so richtig. GTA V ist völlig zu Recht das Spiel des Jahres – und im Zweifel sogar das Beste bis dato.
Oliver Schultes meint: Wie jedes Grand Theft Auto vorher habe ich Teil 5 begonnen – und irgendwann nach ein paar Stunden erst mal liegen gelassen, um mich mit anderen Spielen zu beschäftigen. Das ist weder der Optik (toll, aber unsauber-ruckelig), noch den Charakteren und ihren Geschichten (das Trio bietet eine Menge erzählenswerten Stoff) oder der Spielmechanik (spielt sich besser als Teil 4 für mein Gefühl) anzulasten. Es liegt einfach an dem Konzept an sich: Ab einem gewissen Zeitpunkt ist die Welt so riesig, dass ich fast schon in Panik gerate, nie alles sehen zu werden – und ich es deswegen gleich bleiben lasse. Klar, ein irrationaler Gedanke und eine selbst verschuldete Handlungsweise. Aber vielleicht bieten die spielerisch dürftigen Monate Januar und Februar eine gute Gelegenheit, wieder in die extrem faszinierende Grand Theft Auto V-Welt einzutauchen. Verdient hätte sie es auf alle Fälle!
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