Die Spiele des Jahres 2013 – Platz 2 – The Last of Us

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Oliver Schultes meint: Mein Spiel des Jahres. Punkt. Inszenierung, Geschichte, Spielmechanik, Grafik, Sound – die Summe der hervorragenden Einzelteile ist grandioses, mitreißendes Emotionskino zum Selberspielen. Das Endzeit-Action-Abenteuer steht für mich erzählerisch auf einer Stufe mit BioShock, Half-Life 2 und Journey – mit einem Ende, das einen verdattert schlucken und beim Bedenken der Konsequenzen schaudern lässt. “Was würde ich in Joels Situation machen?”, habe ich mich wiederholt gefragt. The Last of Us war weit über das reine Spielerlebnis hinaus für lange Zeit Gesprächs- und Diskussionsthema – so muss es sein!

Tobias Kujawa meint: Ich liebe Bücher zum Thema Postapokalypse und The Last of Us lässt mich in einem mitspielen. Naughty Dog serviert hier einen echten Story- und Schauplatzkracher mit interessanten Charakteren, malerischer Kulisse, vielen Wendungen und einer harten Abschluss-Moral. Auch die Spielmechanik mit ihrem Mix aus schleichen, Ressourcen sammeln und offenen Auseinandersetzungen  gefiel mir ausgesprochen gut. The Last of Us ist definitiv etwas besonderes und mein persönliches Spiel des Jahres.

Matthias Schmid meint: Zum Glück hat The Last of Us diese zweite Spielhälfte. Denn nach sechs Stunden dachte ich immer noch: “Was zur Hölle findet jedermann daran so geil?”. Die Geschichte beginnt vorhersehbar, die ersten Settings wirken beliebt. Die wenigen Ballereien zu Beginn sind hakeliger als z.B. in Tomb Raider, daneben gibt’s alle paar Minuten ein Würgemanöver, an dessen Animation ich mich schnell satt gesehen hab. Ach ja: Joel ist ein Arschloch, Ellie ein doofes Gör. Diese Meinung hatte ich rasch und das Spiel gab sich kaum Mühe, das zu ändern. Warum ich letzten Endes aber doch meinen Spaß mit dem Titel hatte: Weil die Geschichte in besagter zweiter Spielhälfte anzieht, weil sich die Szenarien nie wiederholen und merklich besser werden (z.B. Schneelevel) und weil im späteren Spielverlauf mehr geschossen als gewürgt wird. Denn für ein echtes Schleichspiel ist mir The Last of Us zu wenig variabel, Sam oder Snake haben zig mal mehr Gimmicks und Manöver am Start, die perfektes Spielen möglich und lohnenswert machen. Großartig an The Last of Us sind übrigens die Gesichter und Haare der Protagonisten. Das Ende des Spiels war in Ordnung, doch auch hier hat Naughty Dog meines Empfindens nach die offensichtlichste Ausfahrt genommen.

Zum Test geht es hier.

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link82
3. Januar 2014 9:02

gutes Spiel mit solidem Gameplay und top Präsentation… Platz 2 ist für mich persönlich aber zu hoch, da hab ich einige deutlich (insbesondere in Punkto Gameplay und Liebe zum Detail) bessere Titel in diesem Jahr gezockt… Top 15 wäre es bei mir aberedit:ist, wie auch die vorherigen Posts hier haben klar werden lassen, immer auch eine Sache wie man was für sich gewichtet… ich persönlich stehe nicht so auf “”filmische”” Spiele wo die tollen Cutscenes mit seichtem 08/15-Gameplay zusammengehalten werden… imo sollte Naughty Dog Filme machen, da wären sie super, gerade Uncharted wäre sicherlich besser als Indiana Jones IV 😉

SxyxS
1. Januar 2014 18:26

Wenn man dem Namen nach geht ist Platz 2 für ein Spiel mit dem Titel The LAST of us ziemlich gut.deshalb heisst es auch nicht the first of them.

FoxMulder
1. Januar 2014 13:19

The last of us ist mein spiel des jahres!!!

Vreen
1. Januar 2014 4:07

Was für ein gesülze hier. Man man man…

Ullus
31. Dezember 2013 18:19

@ ninboxstation: Vor allen Dingen ist Last of Us frei von Kitsch, was ich sehr lobenswert finde !Auch deshalb wirken die Charaktere so authentisch, plausibel und auch nahbar.Besser geht es eigentlich kaum noch mehr…..

31. Dezember 2013 18:10

[quote=Ullus]

Deine Aussage bezüglich der angeblich “”schwachen”” Charaktere kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen !

[/quote]kann ich auch nicht nachvollzien, finde die Charas gehören zu den realistischsten und mitreissenden des Jahres… (bzw. überhaupt…, nebst die von ua. Bioware Games, TWD und RDR, aber zt. noch eine Tick “”realer”” irgendwie, ua. danke der “”perfekte”” Engl Synchros und super echte Grafik/Mimmick. ….)

Ullus
31. Dezember 2013 16:56

[quote=Satus]

Wie GTA V das Spiel des Jahres hier total überhyped und überschätzt.

In diesem Fall schwache Charaktere und inkonsequentes Schleich und Baller Gameplay.

[/quote]@ Satus: Hmmmm, dann hast du wahrscheinlich ein ganz anderes “”Last of Us”” als die Meisten von uns gespielt……Deine Aussage bezüglich der angeblich “”schwachen”” Charaktere kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen !

Lagann
31. Dezember 2013 15:33

Ohne Umschweife das Spiel, dass ich dieses Jahr am längsten gezockt habe und immer noch tu.

31. Dezember 2013 15:32

[quote=Pariah]

Eine Sache, den Hype, den es um das Spiel gab, nicht zu mögen. Oder eine zu große Erwartungshaltung zu haben, die dann vllt enttäuscht wurde. Aber dem Spiel seine objektiven Qualitäten in Sachen Technik, Atmosphäre, Spannung (in höheren Schwieigkeitsgraden) und Niveau der Erzählung abzusprechen? Da muss man schon eher hohl und ziemlich stumpf unterwegs sein. Das Spiel setzt in Sachen Produktionsqualität Maßstäbe, die sonst höchstens noch Nintendo und Rockstar einhalten können. Punkt.

[/quote]das sehe ich sehr ähnlich…(selbst wenn nach Games wie ZombiU, Metro, Dishonored 100% Stealth (v. hard) und TWD bzw. es ist zt. in gewissen Bereichen nicht mehr ganz so firsch , setzt aber doch Massstäbe in andere Bereichen, … und nicht nur “”Grafik”” mässig…, nebst, dass die Clicker einfach einmalig sind…)und ich würde mich (viel) mehr auf ein TLoU2 freuen, als auf ein U4….

Tom Breiter
31. Dezember 2013 15:06

Sehr schönes Spiel und toller Multiplayer!Ich fand aber auch Lost klasse 😉

HajimenoIppo-09
31. Dezember 2013 14:43

unglaublich!! als ich das spiel in all seiner pracht gespielt habe, konnte ich nicht fassen, dass es ein spiel ist. das spiel mag von der inszenierung sehr brutal und blutig sein aber niemals plakativ. desweiteren ist die geschichte nicht nur gut erzählt, es wirkt auch sehr glaubhaft und erwachsen. genau das gegenteil von einem resident evil 6. auch die zwischenmenschlichen beziehungen sind einfach nur gelungen. joel, der noch aus der zeit vor der pandemie kommt sowie ellie, die nur diese zeit kennt. daraus ergeben sich zwangsläufig interessante konversationen und beziehungen. die graphische presentation wirkt so schön und iwie lebendig, einfach ein traum was naughty dog zelebriert hat. ich kanns kaum erwarten den nachfolger auf der ps4 spielen zu können. respekt und verdient auf den 2platz.

WPC Darth Vader
31. Dezember 2013 14:15

Bis dato das beste Spiel was ich gespielt habe, Generationsübergreifend!

Pariah
31. Dezember 2013 11:18

Fühlt sich wohl jemand angesprochen. Naja, wenn du meinst. Das Gameplay. Ja, hab schon bessere 3rd Person Stealth/Action gespielt. Aber nur geringfügig bessere. Und dann kaum in der optischen Qualität. Und nie in einer ähnlich dichten Storyline. Ich meine, das Game ist kein Splinter Cell oder Resi. Es macht seine eigene Sache mit eigenem Timing und Mut zur eigenen Vision. Eine neue IP in der erwachsenen Form und mit so hohem Budget auf den Markt zu bringen, das muss Sony mal wer nachmachen. Die meisten großen Publisher scheuten in den letzten Jahren so ein Risiko. Mit der neuen Gen scheint sich das aber ein wenig zu ändern. Bleibe Optimist, auch 2014. Guten Rutsch allen M!-Freunden, by the way!!

DerSebomat
31. Dezember 2013 11:10

[quote=Pariah] Aber dem Spiel seine objektiven Qualitäten in Sachen Technik, Atmosphäre, Spannung (in höheren Schwieigkeitsgraden) und Niveau der Erzählung abzusprechen? Da muss man schon eher hohl und ziemlich stumpf unterwegs sein.[/quote]Die objektiven Qualitäten hat ja auch niemand hier abgesprochen, also ich zumindest nicht. Nur einige Spieler stören sich halt einfach an dem Fakt, dass zu viel Wert auf Story und Geschichte gelegt wird und dabei das Gameplay vernachlässigt wird. Kann sein, dass da hohle und stumpfe Menschen vielleicht was anderes rausgelesen haben.

Pariah
31. Dezember 2013 10:33

Eine Sache, den Hype, den es um das Spiel gab, nicht zu mögen. Oder eine zu große Erwartungshaltung zu haben, die dann vllt enttäuscht wurde. Aber dem Spiel seine objektiven Qualitäten in Sachen Technik, Atmosphäre, Spannung (in höheren Schwieigkeitsgraden) und Niveau der Erzählung abzusprechen? Da muss man schon eher hohl und ziemlich stumpf unterwegs sein. Das Spiel setzt in Sachen Produktionsqualität Maßstäbe, die sonst höchstens noch Nintendo und Rockstar einhalten können. Punkt.

Kanonengiesser
31. Dezember 2013 10:08

Nee, mein Reinfall des Jahres! Irgendwann kurz nach der Hälfte wieder ins Regal gewandert! :

Satus
30. Dezember 2013 22:08

Wie GTA V das Spiel des Jahres hier total überhyped und überschätzt. In diesem Fall schwache Charaktere und inkonsequentes Schleich und Baller Gameplay.

Ullus
30. Dezember 2013 22:02

Jawohl ! Ich bin wohl zu einfach gestrickt und auf die männlichen Verhaltensmuster zu stark konditioniert !Alles was ich mit Tetris in Verbindung bringe sind immer noch Klötze ! 😉

ChrisKong
30. Dezember 2013 21:40

Ich seh schon, Tetris ist viel zu komplex für dich. Würde dich überfordern. Dafür müsstest du dich voll und ganz darauf einlassen. Ich meine der Subtext dieses Spiels entspräche einem Krieg und Frieden Roman, nur nicht so oberflächlich wie dieser 😀

Ullus
30. Dezember 2013 21:36

@ Kong: Hmmm, jetzt hab ich eigentlich mal gedacht einen guten Gag abgeliefert zu haben ! 😉

ChrisKong
30. Dezember 2013 21:31

Nein, hat mehr was mit dem Aufkommen des Kommunismus, des Bolschewismus, etc. zu tun. Dem Technik-Wettrennen der Russen und Amerikaner, Glasnost, solchen Dingen halt. Würde zu weit führen, aber dagegen wirkt dein Last of Us wie ein 3Groschen-Roman.

donkiekung
30. Dezember 2013 21:28

Absolut verdient. Ein Spitzentitel, der auf jeden Fall auf’s Treppchen gehört.

Ullus
30. Dezember 2013 21:26

Den, daß Männer Klötze lieben ? 🙂

ChrisKong
30. Dezember 2013 21:22

Ich bin der Mann, der den tieferen Sinn in Tetris entdeckt hat, also wem erzählst du das? 🙂

Ullus
30. Dezember 2013 21:14

@ Kong: Alles klar Kong !Übrigens ich mag Journey überhaupt nicht, viel zu spirituell und mystisch sowie monoton angehaucht. Damit kann man mich jagen ! Du kennst ja die Thematik mit dem philosophischen Fokus, sie lässt sich auf jedes Produkt mit künstle

Ullus
30. Dezember 2013 21:07

Sebomat: Akzeptiert ! Vollkommen legitim, der eine mag es und der andere nicht !Zwei Kleinigkeiten noch: Es gibt aber noch ein paar Beispiele die wesentlich weniger Spiel als Last of Us bieten, z.b Xenosaga auf der PS2 und das aktuelle Beyond ! Im Vergleich zu früher haben Spiele etwas sehr Wichtiges gelernt, nämlich eine Geschichte zu erzählen, auch die Ego Shooter ! Ein Muss, wie ich finde, ohne Zwischensequenzen ist dies halt immens schwierig zu vermitteln !Schau mal demnächst in deinen Jump and Run Thread, bereite gerade ein nettes Review vor , das könnte dir gefallen ! 😉

ChrisKong
30. Dezember 2013 21:03

@Black Kaindar Dann nennen wir es halt Beiwerk. Der Begriff Blendwerk rührt daher, dass er eben für den Versuch steht, von gewissen Umständen (ich nenns jetzt mal nicht Mängel) abzulenken. Wie gesagt, leicht zu beeindrucken bin ich was diesen Aspekt angeh

DerSebomat
30. Dezember 2013 20:52

[quote=Ullus]

Sebomat: Nintendo ist und bleibt ein Traditionalist, auch von der Firmenphilosophie her. Sie gehen wenig Risiken ein und bleiben auf bekanntem Kurs bezüglich ihrer bekannter Marken ! Damit gehen sie zwar auf finanziell auf Nummer sicher, aber es fehlt der Willen zur Weiterentwicklung, finde ich. Sony traut sich einfach mehr.

[/quote]Wenn Spiele immer mehr zu Filmen werden, ist das für mich keine Weiterentwicklung. Im Gegenteil: das ist für mich ein Rückschritt. Das Gameplay bleibt auf der Strecke. Die zahlende Kundschaft scheints ja auch so zu wollen.Dass Nintendo auch manchmal auf der Stelle rumtritt und recycelt, mag ich nicht abstreiten, aber unterm Strich fühlen sich die Spiele noch immer nach dem an, was sie sein sollten: nach Spielen.Um nochmal klar zu stellen: Ich habe LoU [i]nicht[/i] durchgezockt, aber die ersten 2 – 3 Stunden haben mich äußerst abgeschreckt. Viel mit spielen war da halt nicht, bzw. man wurde ständig durch (epische, philosophische, packende??) Zwischensequenzen unterbrochen. Das gefiel mir nicht.

captain carot
30. Dezember 2013 20:40

Ich weiß nicht genau warum, aber es lässt mich irgendwie völlig kalt. Keine Kritik am Spiel, aber es reizt mich rigendwie so gar nicht. Dabei kann ich nichtmal sagen, warum.

Ullus
30. Dezember 2013 20:40

Sebomat: Nintendo ist und bleibt ein Traditionalist, auch von der Firmenphilosophie her. Sie gehen wenig Risiken ein und bleiben auf bekanntem Kurs bezüglich ihrer bekannter Marken ! Damit gehen sie zwar auf finanziell auf Nummer sicher, aber es fehlt der Willen zur Weiterentwicklung, finde ich. Sony traut sich einfach mehr.So sehr ich Retrospiele auch mag, sie sind für mich nicht mehr zeitgemäß. Früher hatte ich mehr Spass daran. Entweder bin ich zu verwöhnt, zu anspruchsvoll oder zu anspruchslos geworden !Aber andererseits bin ich damit aufgewachsen und schätze sie gerade deshalb auch !Ich kann mich gerade nicht entscheiden !