Assassin’s Creed IV: Black Flag – im Test (PS3/PS4/360)

46
Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:, ,
Erhältlich für:, , ,
USK:
Erschienen in:

Piraten-Bande

Noch vor einem Jahr machte es für so manchen Spieler den Anschein, als ob sich Ubisoft mit seinen jährlichen Assassin’s Creed-Fortsetzungen übernommen haben könnte: Teil 3 hob sich zwar von der “Ezio-Trilogie” durch eine neue Ausrichtung ab, konnte aber die bereits vorher zu erkennenden Ermüdungserscheinungen nur bedingt ausmerzen – zuviel fühlte sich weiterhin an wie immer, viele frische Aspekte schöpften ihr Potenzial nur arg begrenzt aus und der neue Held Connor hatte mit einem erkennbaren Charisma-Defizit zu kämpfen. Was nicht heißen soll, dass Assassin’s Creed III ein schlechtes Spiel gewesen wäre – aber eben auch nicht das, was sich viele von einer “Nummer-Fortsetzung” erhofft hatten.

Deshalb war die Skepsis groß, als mit Assassin’s Creed IV: Black Flag eilends schon die nächste ‘richtige’ Episode angekündigt wurde – doch um es gleich vorweg zu nehmen: Ubisoft hat tatsächlich das Ruder herumgerissen und seiner Vorzeige-Serie in Black Flag den besten Teil seit langem (oder sogar überhaupt) spendiert.

Denn das Abenteuer, auf das Ihr mit Edward Kenway (dem Opa von Connor) geht, fühlt sich einfach frisch und wie aus einem Guss an. Es setzt sein reizvolles Piraten-Szenario so gelungen in Szene, dass Jack Sparrow grün vor Neid wird und verleiht bislang weitgehend vernachlässigten Aspekten des Assassinen-Lebens neue Bedeutung – das Gesamterlebnis ist weit mehr als nur die Summe seiner Teile.

Das beginnt bereits mit der fokussierten Geschichte: Zwar werden auch bei Black Flag historische Fakten und Charaktere mit eingeflochten, schließlich tummelten sich in der piratenverseuchten Karibik des frühen 18. Jahrhunderts allerlei schillernde Gestalten. Vor allem erlebt Ihr aber die Story von Edward Kenway, der für sich selbst gesehen ein interessanter Antiheld und nicht nur der nächste Handlanger im Kampf zwischen Templern und Assassinen ist – diese spielen natürlich eine Rolle, doch unnötiger Mythos-Ballast bleibt über weite Strecken der rund 20 Stunden langen Handlung außen vor.

Währen dieser Zeit besucht Ihr zahlreiche interessante Schauplätze und schippert über die Meere, die spürbar sehenswerter ausfielen als beim Vorgänger – mehr dazu auf den folgenden Seiten.

Piraten-Bande Seefahrten Landgänge Die Gegenwart
Multiplayer-Modus Technik-Analyse Die PS4-Version Meinung

Seefahrten

Zum Piraten-Dasein gehört es natürlich, dass Edward mit seinem Schiff und seiner Crew in See sticht – und das nicht zu knapp. Während bei Assassin’s Creed III die feuchten Ausflüge nur eine Nebenrolle spielten und sich deren Potenzial lediglich den Zockern wirklich erschloss, die abseits der Story ihre Zeit damit verbrachten, nehmen sie bei Black Flag einen erwartungsgemäß großen Teil ein.

Spielerisch wurde das gelungene Grundgerüst des Vorgängers weitgehend beibehalten und ausgebaut: Wieder steht Ihr am Steuer Eures Schiffs, reist über weitläufige Gewässer und lasst Euch auf Gefechte mit anderen ein. Je nach Blickrichtung könnt Ihr verschiedene Attacken ausführen – seitlich sind Kanonensalven angesagt, hinten werft Ihr Fässer mit Sprengstoff ab, nach vorne feuert man z.B. Kettengeschosse ab. Dabei ist es überaus wichtig, sich günstig zu positionieren, schließlich wollt Ihr einerseits die ideale Schussposition einnehmen, andererseits aber wenig Angriffsfläche bieten.

Durch die Größe und Trägheit Eures Schiffs steigt der Nervenkitzel und hektische Aktionen bringen wenig: Ohne eine Prise Taktik und Voraussicht landet Ihr schnell auf dem Meeresgrund. Genauso wichtig ist es, sich frühzeitig um das Aufrüstung zu kümmern – Assassin’s Creed IV weist Euch vor schwierigen Teilmissionen sogar explizit darauf hin, wenn Eure “Jackdaw” getaufte Schaluppe etwas schwach auf der Brust ist. Anders als bei so manchem Vorgänger schwimmt Ihr aber nicht in Geld und müsst zudem die nötigen Rohstoffe parat haben, um z.B. den Rumpf zu stärken oder durchschlagskräftigere Kanonen nutzen zu können. Holz, Metall und Stoff bekommt Ihr jedoch großteils nur durch das Kapern von Transportschiffen…

So gehören die meist spannenden Schiffskämpfe zur Tagesordnung und werden nicht langweilig, wenn sie auch gelegentlich für etwas Frust sorgen können: Hin und wieder werdet Ihr z.B. an Orten in Gefechte verwickelt, die das Navigieren schwer machen, weil plötzlich eine Barriere (“dieses Gebiet ist in dieser Erinnerung noch nicht verfügbar”) auftaucht. Oder ein Fort auf einer nahe gelegenen Insel nimmt Euch unversehens unter Beschuss. Solche Situationen sind jedoch eher die Ausnahme als die Regel.

Auch abseits von Duellen gibt es auf hoher See viel zu erleben: Erobert die eben erwähnten Forts, trotz auftauchenden Killerwellen, sucht auf kleinen Inseln nach Schätzen und Geheimnissen, jagt große Meeresbewohner wie Haie und Wale mit der Harpune oder taucht im späteren Verlauf sogar zu Schiffswracks ab – und wer einmal besuchte Orte schneller erreichen will, der freut sich über die erstmals wirklich wie gedacht funktionierende Schnellreise-Funktion.

Piraten-Bande Seefahrten Landgänge Die Gegenwart
Multiplayer-Modus
Technik-Analyse Die PS4-Version Meinung

Landgänge

Die Landeinsätze bekamen ebenfalls eine sinnvolle Überarbeitung verpasst: So fallen die erkundbaren Gebiete von Inseln über Dschungelbereiche bis hin zu den drei größeren Städten (neben Havanna und Nassau geht’s auch nach Kingston) abwechslungsreicher aus als bei den meisten Vorgängern und laden vor allem im Vergleich zu Teil 3 wieder mehr zu flotteren und interessanteren Klettereinlagen ein. Gelegentlich erinnern diese Kraxeleien sogar etwas an Tomb Raider oder Uncharted, allerdings bleibt die Steuerung simpel – wie gehabt kommt Ihr mit gedrückter Schultertaste überall gut hin und müsst keine großen Joypad-Akrobaten sein. Trotzdem fühlt sich die Hatz über Häuserdächer und durch Gassen in den überschaubar dimensionierten Siedlungen geschmeidiger an als zuletzt.

Gekämpft wird ebenfalls, hier entpuppt sich Assassin’s Creed IV als etwas anspruchsvoller als seine Vorgänger. Das liegt nicht zuletzt an den Gegnern, die weniger dumm agieren und sowohl Massen- als auch Positionsvorteile gelegentlich nutzen: Werdet Ihr von mehreren Feinden umringt, warten die nicht mehr kreuzbrav darauf, nacheinander abgefertigt zu werden, sondern greifen auch mal bereits an, während Ihr noch ein vorheriges Opfer perforiert – wer nicht rechzeitig blockt, kassiert mehr Treffer, als er denkt. Und hat ein Kontrahent eine Schusswaffe, bringt er die nun schneller zum Einsatz. Zudem wurden die bislang als übermächtiges Allheilmittel tauglichen Konter leicht entschärft: Einige Gegnertypen zeigen sich von Edwards entsprechenden Attacken gar gänzlich unberührt und müssen erst aus der Deckung gelockt werden, bevor Ihr sie pieksen könnt.

Generell fallen Kämpfe trotzdem nur begrenzt anspruchsvoll aus, deshalb trifft es sich gut, dass ein anderer Aspekt deutlich aufgewertet wurde: In Black Flag spielt Steath erstmals eine gewichtige Rolle! So manche Mission führt Euch in von Feinden besetzte Sperrgebiete, in denen Ihr unbemerkt bleiben solltet. Auch sonst lohnt es sich meist, möglichst wenig Aufmerksamkeit zu erregen. Dazu nutzt Ihr die altbekannten Strohballen ebenso wie dichteres Gebüsch, durch das Ihr schleicht. Per Pfiff werden einzelne Feinde angelockt und dann lautlos ausgeschaltet. Nach einigen Stunden Spielzeit besitzt Ihr zudem eine immens praktische Blasrohrwaffe, mit deren Pfeilen Ihr Bösewichte einschlummern lasst oder sie gegen ihre Kollegen aufwiegelt. Zwar reicht dieser Stealth-Aspekt kaum an das Niveau etwa der Splinter Cell-Spiele heran, bringt aber eine äußert willkommene frische Note in die landbasierten Einsätze.

Dass es außerdem wieder jede Menge Objekte aufzuspüren gibt und ein paar Rätseleinlagen wie auch Nebenmissionen nicht fehlen dürfen (die man kurioserweise teils schon findet, bevor sie im Rahmen der Handlung erläutert werden), liegt auf der Hand: Dabei macht es Euch Black Flag nun etwas leichter, da die meisten Gegenstände auf dem Radar verzeichnet werden, sobald Ihr einen Aussichtspunkt aktiviert habt – löblich, denn das Einsammeln der Objekte war doch schon immer spaßiger als das mühsame Auffinden davon.

Piraten-Bande Seefahrten Landgänge Die Gegenwart
Multiplayer-Modus
Technik-Analyse Die PS4-Version Meinung

Die Gegenwart

Wie es sich für ein Assassin’s Creed gehört, tummelt Ihr Euch nicht nur in der Vergangenheit: Da macht Black Flag keine Ausnahme, weshalb Ihr zwischendurch auch in der realen heutigen Welt unterwegs seid. Wenig überraschend schlüpft Ihr diesmal nicht in die Haut von Desmond Miles – wen Ihr eigentlich verkörpert, ist eins der größeren Rätsel in Teil 4.

Aus der Ego-Sicht stapft Ihr durch das Hauptquartier von Abstergo Entertainment, einem Ableger der Templer-Organisation, der sich um die Spieleentwicklung kümmert. Als Sachbearbeiter ist es Eure Aufgabe, aus der Kenway-Ahnenlinie die Erlebnisse von Edward für ein neues Spiel nachzuerleben. Wieso das überhaupt möglich ist und zahlreiche Hintergrundinfos zu Abstergo, Assassinen, Templer und mehr erfahrt Ihr in den eingestreuten Gegenwartseinlagen mal eingebettet in kurze Missionen, mal durch das Hacken diverser Computer.

Dieser neue Ansatz hebt sich angenehm vom oft eher unergiebigen Rumgerenne der Vorgänger ab und ist zudem so angelegt, dass die Pflichtaufgaben schnell erledigen könnt (und somit nur am historischen Abenteuer Interessierte nicht lange aufgehalten werden), aber auch reichlich Gelegenheit habt, zusätzliche Infos aufzuschnappen. Wer sich damit beschäftigen will, findet erstaunlich aufwändige und umfangreiche Videos, Texteinträge und mehr, die gerade Fans der gesamten Reihe glücklich machen dürften. Auch wird dabei klar, dass sich Ubisoft durchaus selbst etwas auf die Schippen nehmen kann.

Dass die Geschehnisse bei Abstergo Entertainment die Rahmenhandlung der Assassin’s Creed-Serie weiter vorantreiben, dürfte kaum überraschen. So werden einige offene gebliebene Fragen von Teil 3 zufriedenstellend geklärt, aber ebenso viele neue aufgeworfen und überwiegend nicht beantwortet – dieses alte Serienübel bleibt uns somit erhalten. Das gilt auch für die Edward-Kenway-Story, denn auch die verliert am Ende etwas an Fahrt und hört eher unspektakulär auf, statt auf einen echten Schlusshöhepunkt hinzusteuern, wiewohl der Epilog durchaus gelungen ist.

Piraten-Bande Seefahrten Landgänge Die Gegenwart
Multiplayer-Modus
Technik-Analyse Die PS4-Version Meinung

Multiplayer-Modus

Auch Black Flag spendierte Ubisoft einen umfangreichen Mehrspieler-Teil, der auf der Xbox 360 die zweite DVD belebt und direkt von dort gestartet werden kann. Wie üblich ist das Geschehen online komplette separat vom der Solo-Kampagne, durch fleißiges Aufleveln gibt es aber allerlei Bonus-Materiel und Infos freizuschalten, die Euch hinter die Kulissen von Abstergo blicken lassen – zwar müsst Ihr ordentlich Zeit dafür investieren, doch interessant ist das allemal.

Bis zu acht Spieler beharken sich in etablierten Spielmodi wie “Wanted” oder “Deathmatch”, kooperativ betätigt Ihr Euch wie bei Teil 3 im “Wolfpack” zu. Auf acht frischen Maps geht es zur Sache, viele kleine Detailverbesserungen und neue Elemente sorgen für dynamische und unterhaltsame Runden. Nur auf eine Sache müsst Ihr verzichten, die ist dafür groß: An Online-Seeschlachten hat sich Ubisoft leider (noch?) nicht herangetraut.

Doch das lässt sich verschmerzen, denn der Rest passt einfach: So sorgen frische Teilaufgaben beim Wolfpack wie das Verteidigen von Schatzkisten oder der Zwang, erst Medizin aufzusammeln, bevor Ihr „infizierte“ Gegner erledigen könnt, für mehr Abwechslung – ein kompakter Story-Modus führt Euch gelungen in die Details ein. Im „Gamelab“ wiederum könnt Ihr zahllose Parameter der normalen Match-Arten nach Euren eigenen Vorstellungen anpassen. Soll’s z.B. eine Runde sein, in der nur Schusswaffen benutzt werden können? Das geht ebenso leicht wie das Abschalten oder Aktivieren fast aller anderen Hilfsmittel oder Einschränkungen. Ebenfalls überarbeitet wurden die Tutorials (so könnt Ihr etwa zu jedem einzelnen Perk ein sinnvolles Kurzvideo betrachten) und die Bildschirmanzeigen, mit denen das Suchen eines Ziels und die Einschätzung der Attentats-Effektivität jetzt komfortabler ausfallen-

Die zu Beginn acht karibischen Szenarios sind überwiegend farbenfroh und ebenso weitläufig wie mit Versteck- oder Auflauermöglichkeiten gespickt. Die Orientierung fällt leicht und es gibt an allen Ecken und Enden etwas zu sehen. Besonders gefiel uns zudem, dass sich im Verlauf einer Runde auch das Wetter ändern kann und etwa strahlender Sonnenschein grau-düsteren Regenschauern weicht.

Fazit also: Der Mehrspieler-Aspekt von Black Flag setzt zwar mehr auf durchdachte Weiterentwicklung statt revolutionärer neuer Ideen, macht damit seine Sache aber tadellos – mehr Spaß hat das besonders für kurze Runden zwischendurch geeignete Online-Meucheln bisher noch nicht gemacht.

Piraten-Bande Seefahrten Landgänge Die Gegenwart
Multiplayer-Modus
Technik-Analyse Die PS4-Version Meinung

Technik-Analyse

Wer von einem Assassin’s Creed auf der noch aktuellen Konsolen-Generation ein durchgehend stabile Bildrate mit 30 Bildern pro Sekunde erwartet, hat auch diesmal vergebens darauf gehofft – negativ auf den Spielfluss wirken sich die Ruckler jedoch höchst selten aus. Auch sich im Hintergrund beim Näherkommen aufbauende Objekte kennen Serienfans, das hat sich bei Black Flag nicht geändert

Visuell wird derweil etwas mehr geboten als beim Vorgänger, wenn sich auch die Weiterentwicklung in Grenzen hält: Die Städte überzeugen mit sehenswertem Design und sind mit viel Leben erfüllt, die Dschungellandschaften gefallen mit überzeugender Vegetation und auf hoher See fallen die überzeugende Wasserphysik und schicke Beleuchtungseffekte angenehm ins Auge. Die Animation der Charaktere lässt wenig zu wünschen übrig, auch die Mimik gerade bei Edward und seinen Piratenkumpanen ist rundum gelungen. Zwangsläufig fällt dagegen nicht jede Textur messerscharf, was aber selten offensichtlich ins Auge sticht – sowohl auf PS3 als auch Xbox 360 gehört Black Flag zu den sehenswerteren Spielen (was die PS4-Version genau drauf hat, lest Ihr auf der nächsten Seite).

Auch die Soundkulisse überzeugt mit knackigen Soundeffekten, dynamischem Surround-Einsatz (besonders auf See) und passender musikalischer Untermalung – ein Lob gibt’s besonders für die Vielzahl an Piratengesängen, die Eure Crew auf den Reisen anstimmt. Die deutsche Tonspur wurde unverkennbar von Profis eingesprochen, etwas irritierend wirkt nur, dass in Städten Passanten und Einwohner überwiegend nur englisch parlieren, sofern sie nicht direkt mit Euch interagieren.

Optisch und akustisch fallen PS3- und Xbox-360-Fassung praktisch identisch aus, mehr Einfluss auf die Kaufentscheidung dürften also andere Aspekte haben: Auf der Sony-Hardware werden 5,5 GB Daten zwangsweise installiert, dafür findet das Spiel auf einer Blu-ray Platz, während Microsoft-Freibeuter zwei Scheiben behalten (für Solo-Kampagne und Multiplayer). Dazu kommt ein Exklusivitätsdeal zwischen Sony und Ubisoft, der Käufern der PS3- und PS4-Fassung 60 exklusive Spielminuten beinhaltet – dabei handelt es sich um ein storymäßig eigenständiges Missions-Trio mit Aveline, der Heldin aus dem Vita-Ableger Assassin’s Creed III: Liberation.

Piraten-Bande Seefahrten Landgänge Die Gegenwart
Multiplayer-Modus
Technik-Analyse Die PS4-Version Meinung

Die PS4-Version

Next-Gen-Testpremiere: Als erstes Spiel der kommenden Konsolen-Generation konnten wir bzw. unser Vertrauensmann Stefan Stöckmann die PS4-Fassung von Assassin’s Creed IV ausführlich vor Ort bei Ubisoft unter die Lupe nehmen und auch eigene Screenshots anfertigen. Diese findet Ihr unter diesem Link, sind seine Eindrücke vom Piraten-Abenteuer auf Sonys neuer Hardware sind wie folgt:

Beinahe acht Jahre ist es her, dass ich mit der aus der Videothek geliehenen Xbox 360 und dem Spiel Fight Night Round 3 aufgeregt ins Wohnzimmer meiner Eltern gelaufen bin, unter den erzürnten Blicken meines Vaters ohne eine Erklärung die Konsole angeschlossen, das Spiel eingelegt und gesagt habe: “Schaut euch das mal an, das sieht aus wie eine Live-Übertragung. Das ist die Zukunft der Videospiele.”

Würde ich dieses Schauspiel in diesem Jahr mit Assassin’s Creed IV: Black Flag für Sonys PlayStation 4 wiederholen, würden meine Eltern vermutlich antworten, dass das Gezeigte genau so aussieht wie der Kram, den ich in den vergangenen acht Jahren gespielt habe. Und obwohl meine Elten das Thema Videospiele nach Mario Kart 64 für sich abgehakt haben, hätten sie mit dieser Aussage Recht – zumindest fast.

Denn auf den ersten Blick unterscheidet sich die PlayStation 4-Fassung des Assassinen-Abenteuers optisch nicht wirklich von den Versionen für die aktuelle Konsolengeneration.

Bei genauerer Betrachtung entdeckt das geübte Auge allerdings hier und da ein paar schärfere Texturen, knackigere Farben und dezent stimmungsvollere Licht- und Schattenspiele. Auch die Ladezeiten fallen einen Tick kürzer und die Bildrate leicht höher aus. Das sind allerdings Details, mit denen Ihr weder Eure Eltern noch Euren Freundeskreis beeindrucken könnt – Next-Gen stellt man sichdefinitiv anders vor.

Auch die Eigenheiten von Sonys neuem Eingabegerät kommen kaum zum Tragen: Mit dem integrierten Touchpad ruft Ihr lediglich Informationen oder die Karte auf, die Ihr anschließend mit Hilfe Eurer Finger verkleinern oder vergrößern könnt. Auf konventionelle Art funktioniert dies allerdings weitaus komfortabler.

Kantenflimmern, das gerade im Vergleich mit den Fassungen für die aktuelle Konsolengeneration negativ auffällt, und Pop-Ups, über die sich auch PS3- oder Xbox 360-Freibeuter ärgern, untermauern den Eindruck, dass das Haupt-Augenmerk bei der Entwicklung des Titels immer noch auf der aktuellen Konsolengeneration lag.

Bei aller Kritik darf man allerdings nicht vergessen, dass Black Flag bereits auf PS3 und Xbox 360 hervorragend aussieht und gerade durch seine stimmige Kulisse eine ungemein dichte Atmosphäre schafft. Zukünftige PS4- oder One-Besitzer müssen sich also nicht grämen, wenn sie bereites jetzt zu einer Fassung für die aktuelle Konsolengeneration greifen sollten, denn einen spürbaren Mehrwert bieten die “Next-Gen“-Fassungen (da es auf der Xbox One wohl kaum anders aussehen dürfte) nicht.

Piraten-Bande Seefahrten Landgänge Die Gegenwart
Multiplayer-Modus
Technik-Analyse Die PS4-Version Meinung

Ulrich Steppberger meint: Ich zähle mich zu den Leuten, die Zweifel hatten, ob Ubisoft mit Assassin’s Creed nochmal die Kurve kriegt – zu sehr ging mir nach Teil 3 die Lust daran verloren. Umso mehr freue ich mich, dass die Befürchtungen grundlos waren: Black Flag kommt mit seiner frischen Ausrichtung und dem Piraten-Fokus tatsächlich wieder nahe an das Niveau heran, das Ezios Debüt (also Assassin’s Creed II) hatte: Die Gewichtung aus Landeinsätzen und viel Seefahrt – wobei mir die manchmal doch etwas viel wurde – passt und der stärkere Fokus auf Schleich-Einsätze erweist als besonders gelungen. Auch den „Ego-Trips“ in der Gegenwart konnte ich viel Unterhaltung abgewinnen. Edward Kenway samt Crew und Kumpane sind zudem Charaktere, mit denen ich im Gegensatz zu Connor und seiner Sippe gerne auch mehr Zeit verbracht habe. Einen Rüffel gibt’s nur dafür, dass der Schluss wieder mal eher mau geriet und ein paar Funktionen unnötig an eine Online-Anbindnung geknüpft wurden. Letzteres macht aber eine Vielzahl an interessanten optionalen Tätigkeiten wieder wett. Kurzum: Assassin’s Creed IV: Black Flag ist hochkarätige Unterhaltung, die man nicht missen sollte – darauf ein dreifaches Arrr!

Stefan Stöckmann meint: Black Flag teilt sich in meinen Augen in diesem Jahr – gemeinsam mit DmC: Devil May Cry – den Thron des besten Spiel des Jahres, von dem es auch bestimmt nicht mehr von einem spitzohrigen Bub und erst recht nicht von einem in die Jahre gekommenen Klempner verdrängt wird. Und das liegt nicht an der erneut geschmeidigen Spielbarkeit. Es liegt nicht an der Detailfülle, mit der es Ubisoft erneut gelungen ist, eine durchweg atmosphärisch dichte und glaubhafte Welt auf den Bildschirm zu bringen. Es liegt nicht an den unzähligen Beschäftigungsmöglichkeiten, die mir die Karibik bietet, und dem damit einhergehenden abwechslungsreichen Missionsdesign. Es liegt auch nicht an der abermals gelungenen Vermengung von Realität und Fiktion, bei der Ubisoft diesmal sogar noch einen Schritt weiter geht, als in den Vorgängern. Es liegt nicht an der abermals geschickt eingearbeiteten Gesellschaftskritik, die sich nicht selten zwischen den Zeilen versteckt. Verantwortlich für meine überschwänglich lobenden Worte ist eine Tatsache, die ich in den bisherigen Assassin’s Creed-Ablegern vermisst habe: Black Flag bietet mir zahlreiche Momente, an die ich mich gerne erinnern werde und die bereits jetzt einen festen Platz in meinem Spieler-Herz haben. Teils erarbeite ich mir diese Momente selbst, wenn ich mit der Jackdaw nur knapp als Sieger aus einer Schlacht hervorgegangen bin, ich anschließend bei Vollmond über das nebelverhangene Karibische Meer schippere und meine Crew “Drunken Sailor“ anstimmt. Und ja, kurz bevor der Abspann über den Bildschirm lief, hatte ich (so abgedroschen es klingen mag) Gänsehaut. Und jedem, der sich für irische Volkslieder (oder wahlweise die TV-Serie The Walking Dead) erwärmen kann, wird es ähnlich ergehen – Piraten-Ehrenwort.

Piraten-Bande Seefahrten Landgänge Die Gegenwart
Multiplayer-Modus
Technik-Analyse PS4-Check Meinung

+ Seefahrten und -schlachten jetzt integral und mitreißend
+ Städte sind wieder kletterfreundlicher gestaltet
+ endlich spielt Schleichen mal eine nennenswerte Rolle
+ Edward ist ein wesentlich interessanterer Charakter als sein Enkel Connor
+ die Karibik gibt einen feinen Spielplatz für das Abenteuer ab
+ jede Menge Tätigkeiten, die geschickt eingeflochten sind
+ Gegenwarts-Einlagen bieten viel Futter für Fans der Rahmenhandlung
+ Multiplayer erneut sehr unterhaltsam

– Schiffskämpfe können manchmal hakelig sein
– wie so oft bleibt das Ende flach und viele Fragen offen
– manche Rohstoffe für Aufrüstung mit unverhältnismäßig viel Beschaffungsaufwand

Piraten-Bande Seefahrten Landgänge Die Gegenwart
Multiplayer-Modus
Technik-Analyse PS4-Check Meinung

NULL

Singleplayer88
Multiplayer
Grafik
Sound

The Walking Dead: Season 2 wird morgen enthüllt

12

“Keep that hair short…” #TheWalkingDead Season Two pic.twitter.com/zkdzoBCsqE

— Telltale Games (@telltalegames) October 28, 2013

Die erste Staffel des episodenhaft aufgebauten The Walking Dead war ein großer Erfolg – zurecht, konnte sich dass Adventure von Telltale Games, dass den Fokus auf die Erzählung legte, doch angenehm von der üblichen Zombie-Action-Kost absetzen.

Nun kündigte Telltale über Twitter die Fortsetzung der Serie an: Morgen Mittag PST (bei uns um 20:00 Uhr) werden die Entwickler Details wie unterstützte Plattformen, Erscheinungstermin und Story preisgeben; Laut VG247 ist bis dato nur bekannt, dass Clementine zurückkehren wird. Speicherstände der ersten Staffel und dem DLC soll man übernehmen können.

In diesem Sinne: “Keep that hair short…”

NBA 2K14 – Next-Gen-Versionen mit verbessertem NBA Today

0

Erick Boenisch, Produzent bei Visual Concepts, hat mit Polygon über die Versionsunterschiede von NBA 2K14 gesprochen. Dabei hob er hervor, dass die Next-Gen-Fassungen des Sportspiels auch über ein verbessertes “NBA Today” verfügen werden.

Grund dafür sei laut Boenisch ein weitaus regerer Informationsaustausch über das Netzwerk der Konsole bzw. der Abgleich mit aktuellen NBA-Daten. So könnte man etwa während einer echten Partie ein Spiel beginnen und bekomme dann in der Halbzeit die realen Zwischenergebnisse in den anderen Hallen angezeigt.

UK-Charts vom 21. bis 27. Oktober 2013

7

Diese Spiele wurden auf der Insel in der vergangenen Woche am meisten gekauft:

  1. Batman: Arkham Origins (360) – NEU
  2. Batman: Arkham Origins (PS3) – NEU
  3. Grand Theft Auto V (360)
  4. FIFA 14 (360)
  5. Grand Theft Auto V (PS3)
  6. FIFA 14 (PS3)
  7. Pokémon X (3DS)
  8. Pokémon Y (3DS)
  9. Minecraft: Xbox 360 Edition (360)
  10. Moshi Monsters: Katsuma Unleashed (DS)
  11. Lego Der Herr der Ringe (DS)
  12. Skylanders SWAP Force (360)
  13. Just Dance 2014 (Wii)
  14. Skylanders SWAP Force (Wii)
  15. Beyond: Two Souls (PS3)
  16. The Sims: Into the Future (PC) – NEU
  17. Skylanders SWAP Force (PS3)
  18. Animal Crossing: New Leaf  (3DS)
  19. F1 2013 (360)
  20. The Last of Us (PS3)
  21. Disney Infinity (360)
  22. Batman: Arkham Origins Blackgate (PSV) – NEU
  23. Max Payne 3 (360)
  24. F1 2013 (PS3)
  25. Killzone: Mercenary (PSV)

Flashback: 10 Jahre MAN!AC DVD – Die Anfänge

8

Wie die Zeit vergeht: In der MAN!AC 12/03 legten wir erstmals eine DVD bei – Anlass war das zehnjährige Jubiläum von Deutschlands langlebigstem Videospiel-Magazin (also uns).

Wer dieses epochale Werk damals verpasst hat und/oder seine DVD nicht mehr findet, für den haben wir jetzt Abhilfe geschaffen: Alle Videos der historischen Dokumentation “10 Jahre MAN!AC” sowie ein paar weitere Extras werden im Lauf der nächsten Tage auf MANIAC.de veröffentlicht – viel Spaß beim Zusehen!

Pokémon X & Y – Japanverkäufe stark abgeflacht

18

Daten von Media Create, übersetzt von Siliconera, belegen, dass die Japanverkäufe von Pokémon X & Y in der zweiten Woche stark abgeflacht sind. Demnach sank die Anzahl der durchverkauften Exemplare um satte 75 Prozent auf “nur” noch 473.000 abgesetzte Spiele.

Allerdings sollte bedacht werden, dass auch bei Pokémon Black & White die Verkaufszahlen in der zweiten Woche um 70 Prozent fielen. Da die installierte Hardwarebasis an 3DS-Konsolen im Vergleich zu der DS-Anzahl im Jahr 2010 deutlich geringer ist, sind die vier Millionen Einheiten von Pokémon X & Y aber natürlich immer noch sehr beeindruckend zu lesen.

Final Fantasy XIV: A Realm Reborn – im Test (PS3)

14
Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:,
USK:
Erschienen in:

Operation gelungen, dem Patienten geht es gut und er macht kolossal viel Spaß. Dem Team um Naoki Yoshida ist tatsächlich ein Kunststück geglückt: Anstatt das 2010 auf PC gefloppte Final Fantasy XIV für ein paar Jahre ins Free-to-Play-Ghetto zu schicken und ihm dann irgendwann den Gnadenschuss zu verpassen, nahmen sich der MMO-Experte und sein Team eine Menge Zeit für eine Überarbeitung. Sie entkernten das halbfertig ausgelieferte Online-Abenteuer und bauten auf dessen Figuren und Welt ein neues Spiel auf – ein Spiel, das nicht nur als gelungenes MMORPG, sondern vor allem als vollwertiges Final Fantasy überzeugt. Aber all das kann PS3-Spielern egal sein, wurden sie ja nie mit der ersten Version konfrontiert – Konsoleros erleben den riesigen Kontinent Eorzea zum ersten Mal und dürfen sich auf ein gewaltiges Abenteuer gefasst machen.

Fünf Jahre ist es her, seit sich der mächtige Bahamut aus dem künstlichen Mond Dalamud befreite und halb Eorzea in Schutt und Asche legte. Das einfallende Garlameld-Imperium legt seine Invasionspläne vorerst auf Eis und die bunt gemischte Bevölkerung von Eorzea macht sich an den langwierigen Neuaufbau. Als unbedarfter Abenteurer kommt Ihr in einem der drei Stadtstaaten an. In den weiten Wäldern von Gridania tummeln sich Waldläufer, Pikeniere und Druiden. Rund um die Hafenmetropole Limsa Lominsa erlernen Marodeure sowie Thaumaturgen ihre Kunst und in der prächtigen Wüstenstadt Ul’dah beginnt Ihr, wenn Ihr Euch für eine Karriere als Gladiator, Faustkämpfer oder Hermetiker entscheidet. Wobei kaum eine Karriere-Entscheidung permanent ist: Rasse, Geschlecht und Aussehen legt Ihr zwar vor Spielbeginn fest, habt Ihr aber Level 10 erreicht, dürft Ihr in jede beliebige andere Klasse wechseln und sie erlernen. Das ist wichtig, denn nur vielseitige Helden haben später Zugriff auf mächtige Berufe wie Barde oder Paladin. Und die verschiedenen Handwerksdisziplinen solltet Ihr auch nicht vernachlässigen: Ein wenig Talent in Sachen Tischlerei, Schmiedekunst oder Lederhandwerk hat noch keinem Helden geschadet.

Die Pad-Steuerung funktioniert wie geschmiert: Ihr kontrolliert Figur und Kamera mit den beiden Analogsticks, per Steuerkreuz schaltet Ihr Mitspieler, Gegner, NPCs und Objekte durch und per Halten von L2 oder R2 aktiviert Ihr die frei belegbaren Befehls-Felder. Im Vergleich zu den meisten Offline-Rollenspielen werden für viele Aktionen zwar ein paar mehr Kommandos benötigt und wer sinnvoll mit seinen Mitspielern kommunizieren will, der sollte auf jeden Fall eine Bluetooth-Tastatur anschließen. Aber Fakt ist: Final Fantasy XIV spielt sich mit dem Pad sauber und flüssig. Das liegt auch daran, dass viele Steuerungs-Feinheiten frei von Euch eingestellt werden dürfen. So kann es beispielsweise bei hektischen FATE-Events helfen, wenn Ihr mit einem bestimmten Befehl nur Gegner anwählen könnt, anstatt Euch erst durch die Horden von Mitspielern zu schalten. Und der kluge Spieler wählt seine Einstellungen so, dass er im Kampf nicht mehr permanent eine der hinteren Schultertasten halten muss. Die Gewöhnungsphase dauert zwar ein oder zwei Stündchen länger als bei den meisten Offline-Kollegen, aber danach steuert sich Final Fantasy XIV tadellos – eine reife Leistung bei einem Spiel, das ursprünglich für die PC-Kombi Maus und Tastatur ausgelegt war.

Als modernes MMORPG lässt sich Final Fantasy XIV: A Realm Reborn über weite Strecken problemlos alleine genießen. In der Gruppe ist es oft etwas leichter und gerade gemeinsam mit befreundeten Mitspielern macht es mehr Spaß, aber wer hier ein klassisches Solo-Abenteuer erleben will, der kann das tun. Allerdings kommen auch notorische Einzelgänger nicht umhin, im Verlauf der Handlung mit anderen Spielern zu kooperieren: Die storytechnisch zentralen Dungeon-Ausflüge und manch ein Bosskampf sind nur mehrköpfigen Partys zugänglich. Je nach Rolle habt Ihr die schnell beisammen: Heiler und Tanks sind sehr begehrt und haben innerhalb kürzester Zeit eine Gruppe wer sich dagegen der klassischen Rolle des Damage-Dealers verschreibt, der muss ein wenig warten – aber nach 20 bis 30 Minuten kommt auch er unter. Wartepausen sind im Übrigen kein Problem: Dank des nützlichen Duty-Finders müsst Ihr nicht die ganze Zeit dumm vorm Dungeon-Eingang herumstehen. Registriert Euch und spielt weiter – ist die Gruppe beisammen, werdet Ihr automatisch in finstere Mausoleen oder verlassene Minen teleportiert. Dann herrscht Gruppendynamik: Der Tank zieht die Aufmerksamkeit der Gegner auf sich, die Angreifer richten dicken Schaden an und der Heiler flickt die Verwundeten zusammen. Teamwork ist Trumpf – vor allem bei den Bossen, denen Ihr nur mit der richtigen Taktik beikommt.

Thomas Nickel meint: Final Fantasy XIV ist ein rundum gelungenes Online-Rollenspiel, das sich nicht vor etablierten PC-Kollegen verstecken muss. Square Enix hat eine überzeugende, oft wunderschön anzusehende Welt geschaffen und bevölkert. Es gibt stets etwas zu tun und dank der schieren Größe Eorzeas sind der Entdeckerfreude kaum Grenzen gesetzt. Die Grafik mag auf PS3 manchmal grob wirken, aufgrund toller Wettereffekte und herausragendem Art-Design erwischt Ihr Euch aber immer wieder, wie Ihr einfach mal einen Moment verweilt, um einen Sonnenuntergang zu genießen. Und: A Realm Reborn überzeugt auch als eigenständige Final Fantasy-Episode. Die Story lässt sich mehr Zeit als die eines Offline-Abenteuers, versetzt Euch jedoch gekonnt in die Rolle eines auserwählten Helden – da stört es nicht, dass Ihr Euch Euren Server mit ein paar Tausend Leuten teilt. Für eine solch formidable Mischung aus routiniertem Konsolen-MMORPG und klassischem Final Fantasy zahle ich gern eine monatliche Gebühr.

  • 5 Rassen und 8 Klassen stehen zur Wahl
  • riesige Welt lädt zum Erforschen ein
  • Duty-Finder hilft bei Mitspieler-Suche
  • durchdachte Pad-Steuerung
  • kostet monatlich 11 bis 13 Euro

Nach ein paar Stunden Einspielzeit fühlt Ihr Euch in Eorzea wie zu Hause und wollt die Fantasy-Rollenspiel-Welt gar nicht mehr verlassen.

Singleplayer87
Multiplayer
Grafik
Sound

Hideo Baba: Darum wird nicht jeder Tales-Teil für den Westen lokalisiert

4

Hideo Baba, Produzent der Tales-Reihe, hat nun in einem Gespräch mit Siliconera erklärt, warum nicht automatisch jeder Serienteil für den Westen lokalisiert wird. Grund dafür sei die zu kleine Größe des Teams, was ein solches Vorhaben unmöglich mache.

Deshalb suche man immer die wichtigen Teile der Serie für eine Lokalisierung aus. Dies seien erstmal die Hauptepisoden, wie etwa Tales of Xillia oder Remake- bzw. All-Star-Titel. Damit ist aber leider auch klar, dass ein Release von Tales of Hearts R oder Tales of Innocence R bei uns in ganz weite Ferne gerückt sein dürfte.

Die nächsten Teile der Reihe, die es auch zu uns schaffen, sind Tales of Symphonia Chronicles (Ende Februar 2014) und Tales of Xillia 2 (irgendwann danach).

Neue Spiele der Woche: 28. Oktober bis 3. November 2013

11

Jede Woche buhlen neue Videospiele um die Gunst der Käufer – in dieser Übersicht wollen wir Euch kompakt und komfortabel nach Systemen sortiert zeigen, was gerade neu in die Läden kommt und spätestens Freitags überall zu haben sein sollte.

Dabei gilt: Irrtümer und kurzfristige Verschiebungen lassen sich nicht ausschließen, wir bemühen uns aber, das Sortiment möglichst korrekt aufzulisten. Außerdem beschränken wir uns in der Regel (Ausnahmen kann’s also geben) auf die regulären Fassungen von neuen Spielen, die als physikalische Datenträger und offiziell hierzulande erhältlich sind.

Diese Woche erscheint…

…für PlayStation 3:

  • Assassin’s Creed IV: Black Flag  (Ubisoft)
  • Battlefield 4 (Electronic Arts)
  • WWE 2K14 (Take-Two)

…für Xbox 360:

  • Assassin’s Creed IV: Black Flag  (Ubisoft)
  • Battlefield 4 (Electronic Arts)
  • WWE 2K14 (Take-Two)

…für Nintendo Wii:

  • Monster High: 13 Wünsche (Namco-Bandai)

…für Nintendo Wii U:

  • Monster High: 13 Wünsche (Namco-Bandai)

…für Nintendo DS:

  • Monster High: 13 Wünsche (Namco-Bandai)

…für Nintendo 3DS:

  • Batman: Arkham Origins Blackgate (Warner)
  • Monster High: 13 Wünsche (Namco-Bandai)

Xbox One: HD-Platzbedarf der ersten Spiele enthüllt

104

Woher genau obiges Foto stammt, das im Internet die Runde macht, können wir nicht klären. Ein guter Tipp wäre aber wohl eine Station der “Area One”-Tour, mit der Microsoft gerade durch die USA zieht und Spieler zum Probieren der XBox-One-Spiele animieren will.

Dem Anschein nach kann man dort auch schon die mehr oder weniger fertigen Verpackungen inklusive glaubwürdigen Rückseiten-Texte ansehen, was uns neben einigen PR-Sätzen (die Ihr übrigens in den Fotos unten in der Galerie besser entziffern könnte) auch die Betriebsvoraussetzungen für die drei Xbox-One-exklusiven Titel Dead Rising 3, Ryse: Son of Rome und Forza Motorsport 5 beschert.

Demnach belegen die Zombie-Schnetzelei und der Sim-Raser nach Installation “bis zu 35 GB”, das Gladiatorenspektakel belegt sogar “bis zu 47 GB” auf der Festplatte – und DLC ist da wohl nicht mit berücksichtigt.

Da nicht davon auszugehen ist, dass künftige Spiele wesentlich platzsparender ausfallen dürften, scheint klar: Allzu viele Titel finden nicht gleichzeitig auf der 500-GB-HD der Xbox One Platz (und bei der PS4 wird’s wahrscheinlich nicht anders aussehen).

Vielzocker müssen sich also (vorerst zumindest) darauf einstellen, Daten aufzuspielen und zu löschen, da Microsoft es diesmal nicht erlaubt, eine größere Festplatte einzusetzen und laut einem Podcast von Major Nelson Anfang September die Option, Spiele auf einer externen USB-HD zu installieren, erst später nachgereicht wird.

Neueste Beiträge

FIFA 12 – im Klassik-Test (PS3 / 360)

Seite 1 Die FIFA-Serie hat sich mittlerweile an der Spitze der Fußballsimulationstabelle festgesetzt. Da gehen die Entwickler natürlich kein hohes Risiko ein (etwa mit neuen...

Fruit Ninja Kinect – im Klassik-Test (360)

Für das Downloadspiel-Debüt von Kinect hat sich Microsoft einen prominenten Namen ausgesucht: Fruit Ninja ist ein Dauer­brenner auf iPhone und iPad. Am simplen Konzept...

Radiant Silvergun – im Klassik-Test (360)

Wenn das Logo ’Treasure Video Games’ über den Schirm flimmert, hat das doppelte Aussage­kraft: Erstens erwartet Euch ­aller Wahrscheinlichkeit nach ein brillantes Actionfeuerwerk –...

Spelunker HD – im Klassik-Test (PS3)

Das famose Demon’s Souls hat es gezeigt: Knüppelharte Spiele finden auch heute noch ihre Freunde. Deshalb sei eins gleich klargestellt: Wer sich auf Spelunker...

Dynasty Warriors 3: Complete Edition Remastered – im Test (PS5)

Seite 1 Ob es eine glückliche ­Fügung oder eine nachträgliche Korrektur war? Eigentlich hätte diese ­Neuauflage bereits im Frühjahr erscheinen sollen, doch nun kommt sie...