Atari

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Am 21. Januar 2013 meldete Atari Inc. in den USA die Insolvenz an – und markierte damit den vorläufigen Schlusspunkt der Traditionsmarke, die in ihrer wechselvollen Geschichte als Videospielpionier zuletzt nur noch ein bloßer Name war.

Doch bekanntlich lässt sich auch mit Namen Geld machen – und das war auch das Einzige, was die Aktionäre interessierte, kritisierte Nolan Bushnell im Interview mit VG247: “Im Grunde […] wurde Atari durch eine Reihe von Aktionären missbraucht, die eigentlich nur an den Lizenzeinnahmen durch die Marke interessiert waren, aber nicht wirklich am Spiele-Business“, fluchte der Atari-Gründer.

Bushnell verließ das Unternehmen zwar schon 1979, 2010 holte man ihn aber wieder zurück in den Aufsichtsrat – als Berater. Doch die neue Besitzerin der Marke, Infogrames S.A., die sich 2009 in Atari S.A. umbenannte, wollte nicht wirklich seine Rat: “[…] ich war ein Jahr im Vorstand, aber es war klar, dass alles nur Augenwischerei war; es ging nicht um Inhalte, man hat gar nicht versucht, etwas Einzigartiges und Interessantes zu machen.”

10 Millionen Dollar an Lizenzgebühren nahm Atari jedes Jahr ein – allein durch T-Shirts oder Gadgets, erklärte Bushnell. Aber man schröpfte nur den Namen, oder wie er es formulierte: ” […] es war, als hätte man die Gans getötet, die goldene Eier legt.”

Letztendlich verwaltete man also nur die Vergangenheit und unternahm nicht den Versuch, die Firma in die Gegenwart zu bringen. Doch Bushnell gab sich kämpferisch: “Es stellte sich heraus, dass es schwer sein wird, eine Marke wie Atari ganz zu töten.“


Michael Pachter

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Das (Ex-) Xbox-Boss Don Mattrick zu Zynga wechselte, hatte selbst ihn überrascht: Michael Pachter.

Der Wedbush-Morgan-Analyst hielt ihn nämlich für den bisher aussichtsreichsten Kandidaten für den immer noch vakanten Posten als CEO bei Electronic Arts – zumal der Spiele-Riese finanziell sehr viel gesünder dasteht als der angeschlagenen Social-Games-Produzent Zynga. Letzterer hat ein gutes Management allerdings auch nötiger und Pachter glaubt, dass Mattrick “die Firma fast sofort wieder profitabel” machen könnte.

Das wirft Electronic Arts jedoch im CEO-Monopoly “zurück auf Feld Eins” , wie Pachter sich ausdrückte. Allerdings verfügt man dort auch  intern über Top-Kandidaten, beruhigte er die Investoren laut GamesIndustry: COO Peter Moore oder EVP Frank Gibeau sind für Pachter “beide fähig, Electronic Arts zu führen”.

Cyberpunk 2077

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Bis zur Fertigstellung von Cyberpunk 2077 wird Entwickler CD Projekt noch etwas Zeit brauchen (2015 ist geplant) – doch die erste Waffen-Replik zum Spiel gibt’s bereits:

Mehr als 3 Wochen werkelte Volpin Props, so erfährt man auf seiner Website, an der “Militech Crusher”, die ihren ersten Auftritt im Trailer zum Spiel hatte. Es gibt zwar erst ein Exemplar, dass CD Projekt auf Messen zeigt – doch ihr Schöpfer fertigte schon Silikon-Formen für zukünftige Aufträge an…

Chaos Rings

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Ganz taufrisch ist das ursprünglich für iOS- und Android-Geräte entwickelte Rollenspiel Chaos Rings zwar nicht mehr, aber es konnte sich sehen lassen – deshalb ist es eine gute Nachricht, dass Square Enix das in Zusammenarbeit mit den Wild Arms-Machern Media Vision entstandene Epos demnächst auch Vita-Spielern zugänglichen machen wird.

Zwar handelt es sich dabei “nur” um eine PlayStation-Mobile-Fassung, doch die wird speziell für Sonys Taschenspieler optimiert. Als Preis und Termin sind laut Gematsu ca. 8 Euro bzw. Ende Juli im Gespräch – bislang gilt das jedoch nur für Japan, doch nachdem die iOS- und Android-Versionen auch im Westen veröffentlicht wurden, sind wir für das Vita-Chaos Rings recht optimistisch.

Thomas Was Alone – im Test (PS3)

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Spiel:
Publisher:
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Getestet für:
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USK:
Erschienen in:

Thomas ist kein Klempner, kein Igel, kein Space Marine, kein Anti-Terror-Soldat – er ist nur ein rotes Rechteck. Und er muss – zusammen mit John, dem gelben Stab, Claire, dem blauen Quadrat sowie weiteren, geometrischen Jungs und Mädels – 100 verpuzzelte Jump’n’Run-Levels meistern. Wobei die blockige Charakterriege natürlich nicht durch die Levels rennt, sondern (mangels vorhandener Füßchen) eher rutscht…

Um eine Stage erfolgreich zu absolvieren, müssen alle ”Charaktere” zu ihren Zielorten gelangen. Diese werden durch weiß umrandete Silhouetten markiert (siehe Bild) und liegen oft an ziemlich verzwickten Stellen. Zum Glück hat die Heldenschar, deren Zahl munter zwischen 1 und 8 schwankt, höchst unterschiedliche Fähigkeiten: Die blaue Claire kann schwimmen, der gelbe John hoch hüpfen, die pinke Laura fungiert als Trampolin, die violette Sarah beherrscht Doppelsprünge und der grüne James klebt an der Decke. Der Clou liegt in der Kombination: Ihr benutzt die anderen Figuren als Plattformen, Schwimmhilfen oder Packesel. Damit auch wirklich jeder bunte Block an sein Ziel kommt, ist mitunter eifriges Nachdenken und Ausprobieren angesagt – manche Stage meistert Ihr in unter 60 Sekunden, andere beschäftigen Euch schon mal über 5 Minuten.

Die minimalistisch inszenierte Plattform-Knobelei punktet nebenbei mit einer drolligen Geschichte: Die Figuren fühlen sich überfordert, hegen untereinander Vorbehalte, hadern mit ihrem Schicksal und werden im Verlauf des bedächtigen Abenteuers schon mal zu Helden…

Matthias Schmid meint: Während des ersten Spieldrittels wollte der Funke nicht überspringen: Ich sah das Potenzial, hatte aber kaum Spaß beim Lösen der Probleme, vor die mich das Leveldesign stellte. Auch an die Steuerung muss man sich gewöhnen – die blockigen Boys und Girls reagieren für meinen Geschmack zu spät auf Sprungkommandos. Doch mit zunehmender Charakterzahl (z.B. James, der von oben nach unten hopst) und damit immer komplexeren Lösungswegen hat mich Thomas Was Alone regelrecht fasziniert. In den letzten 30 Levels kommen sogar Farbfelder hinzu, mit denen Ihr graue Blöcke einfärben und ihnen somit immer wieder andere Fähigkeiten einimpfen könnt – toll! Ein weiteres Plus ist die sympathische Heldengeschichte, nur deren Ende war mir zu abrupt.

Knobellastiges Jump‘n‘Run in liebenswert-minimalistischer Kulisse.

Singleplayer8
Multiplayer
Grafik
Sound

Xbox-Live-Marktplatz-Update

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Mit Scourge: Outbreak (800 MS-Punkte) versucht ein weiterer squad-basierter Third-Person-Shooter sein Glück, der etwas an den Multiplayer-Aspekt von Mass Effect 3 erinnert – na dann:

Am Freitag erscheint mit Capsized der zweite von drei “Indie Pub”-Titel von Namco-Bandai, der als “rasantes 2D-Action-Jump’n’Run mit handzeichneter Grafik” beschrieben wird. Habt Ihr noch nie von gehört? Dann geht’s Euch so wie uns…

Und beim deal der Woche gibt’s einen Stapel reduzierter DLCs für Borderlands 2.

Beyond Good & Evil 2

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Einige hatten schon auf der E3 mit einer Präsentation von Beyond Good & Evil 2 gerechnet, doch dem war bekanntlich nicht so. Nun hat sich immerhin der Schöpfer Michel Ancel gegenüber Gamereactor zu dem Für und Wider einer Current-Gen-Version des Titels geäußert.

Ancel sieht eine solche als “schmerzhaft, aber möglich”, da theoretisch jedes Spiel für jede Konsole umgesetzt werden könnte. Manchmal müsse man aber seine Energie eben nicht so sehr der Optimierung widmen und lieber abwarten

Mit den neuen Konsolen in greifbarer Nähe versuche man nun, diese zu verstehen und ihre Power optimal zu nutzen. Er hoffe, dass sich dadurch sehr bald positive Dinge für das Projekt ergäben.

Journey

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Wann und wie wir vom nächsten Projekt von Jenova Chen und thatgamecompany das erste Mal etwas zu sehen kriegen werden, steht in den Sternen. Derweil hat sich der spirituelle Vater vom PS3-Download-Unikat Journey mit FamilyGamerTV im Rahmen einer Retrospektive über sein letztes Werk unterhalten (das Gespräch könnt Ihr oben anschauen) und dabei so manch interessante Aussage getätigt.

Demnach ist Journey nun endlich an dem Punkt angekommen, an dem seine Schöpfer die ersten Honorare dafür erhalten, nachdem bis Ende 2012 erst einmal die Entwicklungskosten gedeckt werden mussten. Wie Chen erklärt, verkauft sich das Spiel bis heute stetig weiter, weshalb er besonders gespannt sei, was in diesem Quartal damit passieren werden.

Damit gibt es ein spätes Happy-End, da thatgamecompany bekanntlich während der sich lange hinziehenden Entwicklung so gut wie pleite war (mehr dazu hier) und nur durch Sonys Zuwendungen eine Fertigstellung von Journey ermöglicht wurde.

YouTube

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Internet-Riese Google analysierte die Sehgewohnheiten von Spielern auf Youtube – oder genauer gesagt: Videos mit spielebezogenen Inhalten. Vor allem geschah das aus Marketing-Gesichtspunkten, schließlich stellt die Spielergemeinde einen nicht unbeträchtlichen Besucher-Anteil der Video-Plattform dar.

Dabei zeigte sich beispielsweise, dass Spieler auf Selbstgemachtes stehen: 47% der Videos, die spielerelevante Inhalte hatten, wurden von den Nutzern selbst angefertigt. Walkthroughs, Machinimas und Tutorials waren damit fast ebenso beliebt wie offizielle, von Spiele-Herstellern generierte Inhalte wie Trailer, die 50% Anteil an spielebezogenen YouTube-Videos hatten.

Was auch zeigt: Spieler sind nicht bloß Video-Konsumenten, sondern werden auch gern selbst aktiv. Allerdings verbrachten sie auch mehr Zeit auf dem Video-Portal – von 2011 auf 2012 rund doppelt so viel. Google hingegen interessierte sich (natürlich) mehr für die Zusammenhänge von gezeigten Videos und Spiele-Verkäufen…

Das komplette Papier könnt Ihr hier einsehen.

IZYs Minis – Mass Effect 2 & 3

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Ex-Maniac Ingo Zaborowski (IZY) spielt durch. Und fasst kurz zusammen, was er am Ende über die Spiele denkt. Grafik, Technik, Sound, Gameplay, Wertung – sind nebensächlich, Spoiler möglich. Hier erfahrt ihr nichts über das Spiel. Oder alles, was ihr wissen müsst.

Diesmal – weil’s gut passt – mit einem Doppel-Feature!

Mass Effect 2 (PS3)

„Action-lastiges RPG vom Reisen durch die Galaxie, dem Umbringen von jedem, den man trifft, Aliens flachlegen und Memory spielen. Nach langsamem Beginn extrem atmosphärisch und gefangen nehmend. Beweist, dass das Ganze manchmal doch größer ist, als die Summe seiner nicht ganz so perfekten Einzelteile. Unglaublich viele Fehler im Detail, aber trotzdem großartig.“

M! Test Mass Effect 2 (360)
M! Test Mass Effect 2 (PS3)

Mass Effect 3 (PS3)

„Action-‘RPG’: alles abballern und Entscheidungen, Entscheidungen, Entscheidungen. Das Rollenspiel wurde fast bis zur Nichtexistenz reduziert. Zumindest wird’s aber toll präsentiert. Zum Finale hin zieht es sich immer mehr, und ich mochte es immer weniger. Und dann das ‘Ende’ – Hmm, Anti-Höhepunkt. Ist nach wie vor ein gutes Spiel, aber man fühlt sich etwas enttäuscht. Achja, 11 Vollabstürze auf der PS3. Danke, Bioware.“

M! Test Mass Effect 3 (PS3/360)
M! Test Mass Effect 3 Special Edition (Wii U)

Frühere IZYs Minis:
Tomb Raider (PS3)

IZYs Minis erscheinen jeden Mittwoch auf MANIAC.de!

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