Statt der Handlung des neuen Star Trek-Films Into Darkness erzählt Digital Extremes (The Darkness II, Unreal Tournament-Reihe) Third-Person-Shooter eine eigene Geschichte. Vulkanische Wissenschaftler entwickeln nach der Zerstörung ihres Planeten einen Apparat, um mit Neo-Vulkan eine neue Heimat zu erschaffen. Doch durch einen Riss im Raum kommen die Gorn, echsenartige Krieger, deren Anführer die Tochter des Forschungsleiters samt Maschine entführt. Mario und Luigi… ähm… Kirk und Spock machen sich auf zur Rettung.
Als Koop-Shooter konzipiert, schießen sich die beiden spielerisch quasi identischen Sternenflottenoffiziere durch Raumstationen, verschanzen sich hinter Deckungen und manipulieren per Trikorder Schalter (Koop-Erlebnis!) und Drohnen oder sorgen mit entsprechendem Upgrade bei Feinden für Ladehemmungen. Genretypisch sind stets hüfthohe Deckungen in Reichweite, hinter denen sich unsere beiden Helden verstecken, vereinzelt lässt der Trikorder neue aus dem Boden fahren. Variation erfährt das außerordentlich monotone und spannungsarme Geballer durch kurze Raumausflüge, die nicht selten in frustrierende Trial&Error-Erlebnisse ausarten, weil entweder unklar ist, was zu tun ist, oder aber, weil unser Duo auf unerklärliche Weise stirbt.
Nicht minder enttäuschend als die spielerisch uninspirierte, oftmals fehlerbehaftete Umsetzung sind die abrupt endende Geschichte mitten im Bosskampf sowie die ideologische Vergewaltigung dessen, wofür Star Trek steht: die Erforschung, Achtung und Bewahrung allen empfindungsfähigen Lebens. Doch kaum entdeckt Kirk in der Gorn-Heimat eine neue Lebensform, soll Spock alle Wesen töten das geht gar nicht!
Zu guter Letzt enttäuscht auch die Präsentation mit oft mauer Grafik und Bugs, den Waffen fehlt es an Wumms und den Gorn an verschiedenen Trefferzonen oder Taktik. Häufige Ladepausen vor allem in der ersten Hälfte vernichten jegliche Dramaturgie. mh
Michael Herde meint: Manche Schauplätze sind ganz ansehnlich, davon abgesehen ist Star Trek ein Totalausfall. Die Gegner-KI ist saudumm, die des Partners sabotiert Schleicheinlagen durch aggressives Vorgehen und heilt mich manchmal einfach nicht. Macht nichts, ich stehe ja auch von alleine wieder auf!? Bugs verhindern das Öffnen eines Bonusraums, lassen Feinde durch Deckung laufen oder sorgen für unerklärliche Tode. Der Splitscreen-Modus ist deutlich verlangsamt und nach einer Spielpause nur über Umwege zu erreichen. Das Upgrade-System bleibt überflüssig, nur das Aufleveln des Phasers lohnt sich. Doch immerhin gibt es so etwas zu lachen. Wenn dagegen alles funktioniert, ist das Spieldesign stinklangweilig trotz netter Ansätze wie dem gegenseitigen Teleportieren in einem Außenbereich.
- englische Original-Sprecher
- Handlung zwischen den beiden Kinofilmen angesiedelt
- wählt vor Spielstart zwischen Mr. Spock und James Kirk
Mustergültiger Lizenzschrott, der sich bei Vorbildern wie Mass Effect und Gears of War orientiert, bestenfalls aber nur langweilt.
| Singleplayer |  | 36 |
| Multiplayer |  |
| Grafik |  |
| Sound |  |