Ryse: Son of Rome

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Letzte Woche äußerte sich die Kotaku sehr kritisch gegenüber Ryse: Son of Rome von Crytek. Das Xbox One-exklusive Spiel der deutschen Entwickler kürte man zum “frustrierendsten Spiel der E3”, weil es -frustrierenderweise- erst gar keinen Frust aufkommen lässt.

Das klingt erstmal paradox, doch der Reihe nach: Stein des Anstoßes sind die Quick-Time-Events (die Crytek allerdings nicht so nennt), die ein wichtiger Bestandteil der zahlreichen Kämpfe sind, die im Spiel ausgefochten werden. Nähert sich beispielsweise ein Kampf seinem Ende zu, beginnt eine Zeitlupendarstellung und ein “QTE” ist nötig, um den Gegner ins Jenseits zu schicken. Überraschenderweise, so stellte Kotaku fest, gelingt die Tötung jedoch auch, wenn man den falschen Knopf drückt – selbst wenn man gar keinen Knopf drückt.

Gelingt der QTE hingegen, erhält man mehr Erfahrungspunkte oder Geld – doch auch wenn’s daneben geht, wird man mit einer der “über 100” Tötungs-Animationen belohnt. Insofern haben die Quick-Time-Events also gar keine “echte” Wirkung; das Spiel läuft weiter. Der Sinn der Sache sei, so Crytek, dass der Titel “nicht frustrieren soll” und man auch ohne viel Übung ein kinoreifes Erlebnis bekommt.

Crytek beschwichtigte: Laut VG247 bestätigte man zwar, dass “neue Spieler in der Lage sind, dass Spiel zu genießen und erstaunlich aussehende Exekutionen auszuführen, indem man Kombinationen drückt“, aber“dass man die volle Tiefe des Kampfsystems nur erleben kann, wenn die Exekutionen mit dem richtigen Timing ausgeführt werden“. Anspruchsvoller wird’s dann im schwersten Modus, verspricht Crytek. Dort wird nicht mehr angezeigt, welche Knöpfe man drücken muss – vielmehr muss man sich diese merken und dann anhand der Körperbewegungen seines Gegners einschätzen, welche Kombination passt.

Was haltet Ihr von Cryteks QTE-Strategie?

Columns for Carrots #07

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Hier kommen wir auch an den ersten kritischen Punkt, und das sind nicht die paar Leute, die sich regelmäßig Spiele importieren. Gut 1,4 Millionen Amerikaner sind in den US-Streitkräften sowie bei der US-Küstenwache beschäftigt, ein beträchtlicher Teil davon in der Zielgruppe der 18-35 jährigen. Diese kleine, unwichtige Zielgruppe enthält heutzutage eine beträchtliche Anzahl Videospieler. Eben jene Spieler sind gern oder auch ungern mal Monate weg von zu Hause, auf einem Schiff, auf einem europäischen Stützpunkt, in Kuwait oder auch in Afghanistan. Die tollen, neuen Features der Xbox One sorgen nun dafür, dass diese Spieler, die bisher vorzugsweise mit MS-Produkten gespielt haben, u.a. weil LAN mit der 360 so einfach war, eventuell im Auslandsdienst gar nicht mehr spielen können, zumindest mit der Xbox One. Kuwait, ein Küstenwacheschiff oder auch osteuropäische Länder haben kein Xbox Live, spielen unmöglich. In Ländern, die Xbox Live bieten könnte der Geographiecheck es ebenso leicht machen, nicht zu spielen.

Zurück zur kleinen und noch unwichtigeren Gruppe der Importspielkäufer. Uncut aus England? Das könnte bald Geschichte sein. Uncut aus Österreich ebenso. Ach, du wolltest Halo 5 gerne auf Englisch spielen? Wir packen aber nur deutsche Sprache auf die Disc, erlauben dir nicht, ein Importspiel zu spielen und überhaupt bist du total doof. Das ist natürlich eine kleine Horrorvision, leider aber denkbar. Zumindest der Geographiecheck steht derzeit nämlich im englischen Preorder Disclaimer.

DRM, Accountbindung, das letzte große Thema. Im Prinzip lässt sich das ganz einfach darauf zusammenfassen, dass für Discspiele zukünftig die gleichen Einschränkungen gelten wie für Downloads. Kaufe ich da noch ein Spiel oder Nutzungsrechte? Natürlich soll ich da auch Vorteile haben. Ich darf teilen. Mit „Familienmitgliedern“ oder mit einem Freund. Ich darf unter Umständen sogar, samt Rechteübertragungsprozedere, ein Spiel verkaufen. Oh, und ich muss keine Discs mehr wechseln.

Dumm nur, dass diese Rechte auch beliebig eingeschränkt werden können. Eine DRM-freie Disc kann ich immer verleihen und verkaufen, wie ich will und die Spieledisc wechseln, das tut doch wirklich nicht weh.

So richtig gut verkauft hat Microsoft davon nichts, das meiste sogar extrem schlecht. So schlecht, dass über Spiele kaum gesprochen wird. Dabei hätte Microsoft in diesem Punkt durchaus einiges zu bieten.

Welche Auswirkungen das Gesamtpaket auf die Verkaufszahlen wirklich haben wird, das lässt sich schlecht sagen. Sicher ist, dass die Startphase für Microsoft so nicht einfacher wird. Das gilt insbesondere in Europa, wo man von den TV- und Streamingangeboten ohnehin nicht viel hat. Das könnte aber auch für den Heimatmarkt gelten, ausgerechnet die kleine Tatsache, dass Sonys neue Konsole sich viel besser für Militärangehörige eignet könnte da einiges bewirken.

Viele der derzeitigen Nachteile könnten in wenigen Jahren aber völlig hinfällig sein. Immer mehr Spieler kaufen, leider, digital statt Disc. Und da ist Microsofts System sogar halbwegs kundenfreundlich. Immer mehr Spiele könnten eine permanente Internetverbindung voraussetzen, sei es, weil die Cloud genutzt wird, weil es keinen klassischen Offlinesingleplayer mehr gibt oder aus anderen Gründen. Diese Entwicklung gilt für die Playstation 4 ebenso wie für die Xbox One. Sony zwingt sie den Kunden aber nicht so auf.

Electronic Arts

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Bekanntlich hat sich Electronic Arts für die nächste Zeit dazu entschieden, auf Wii U keine neue Spiele mehr anzubieten – ganz zu ist die Türe aber nicht.

Im Gespräch mit Joystiq stellt EA-Label-Präsident Frank Gibeau die Situation klar: “Die einzige Art, wie sie (Nintendo) die Situation reparieren können, ist der Verkauf von mehr Kisten (also Konsolen). Wir sind eine rational handelnde Firma und gehen dorthin, wo sich das Publikum befindet und wir Geld verdienen können.”

Man habe bisher vier Spiele für Wii U veröffentlicht, zuletzt Need for Speed: Most Wanted, das auch keine schlampige Portierung gewesen sei (stimmt, wie auch unser Test aufzeigt), aber sich einfach nicht befriedigend verkaufen würde, weil es zu wenig Konsolen in den Haushalten gäbe.

Von Nintendo gibt es als Reaktion darauf die optimistische Stellungnahme, dass man zuversichtlich wäre, mit den eigenen kommenden Titeln auch den Absatz der Konsole anzukurbeln.

UK-Charts

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Diese Spiele wurden auf der Insel in der vergangenen Woche am meisten gekauft:

  1. The Last of Us (PS3)
  2. Animal Crossing: New Leaf (3DS)
  3. Luigi’s Mansion 2 (3DS)
  4. Donkey Kong Country Returns 3D (3DS)
  5. GRID 2 (360)
  6. Tomb Raider (360)
  7. GRID 2 (PS3)
  8. Tomb Raider (PS3)
  9. Injustice: Götter unter uns (360)
  10. Dead Island: Riptide (360)
  11. Far Cry 3 (360)
  12. Lego City Undercover: The Chase Begins (3DS)
  13. The Elder Scrolls V: Skyrim – Legendary Edition (360)
  14. God of War: Ascension (PS3)
  15. Assassin’s Creed III (360)
  16. FIFA 13 (360)
  17. Far Cry 3 (PS3)
  18. Call of Duty: Black Ops II (360)
  19. Injustice: Götter unter uns (PS3)
  20. Football Manager 2013 (PC)
  21. Rugy Challenge 2: Lions Tour Edition (360)
  22. Rugy Challenge 2: Lions Tour Edition (PS3)
  23. Assassin’s Creed III (PS3)
  24. Grand Theft Auto IV (360)
  25. BioShock Infinite (360)

Major Nelson

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Microsofts Larry Hryb, vielen besser bekannt unter seinem Pseudonym Major Nelson, äußerte sich in einem Interview mit Reddit Games auf der E3 unter anderem über die Möglichkeiten des HDMI-In-Anschlusses der Xbox One. Darüber kann etwa eine Xbox 360 mit ihrer Nachfolgerin verbunden werden. “Absolut, man kann hinten (an der Xbox One) eine Xbox 360 anschließen – das war eine meine ersten Fragen, als ich von dem (HDMI-In) Feature gehört habe.” Auf die Nachfrage, warum genau man dies tun solle, gab Hryb keine konkrete Antwort – es würde aber “große Möglichkeiten” offenbaren.

Allerdings werde man auch eine Kabel- oder Set-Top-Box mit der Xbox One verbinden können, so der Major weiter. Auf diese Weise sei der Nutzer in der Lage, beispielsweise aus dem gerade laufenden TV-Programm mittels Spiel-Einladung direkt in das Game einzusteigen. Im Anschluss daran könne der Spieler dann problemlos zur Fernsehsendung zurückkehren.

Sunset Overdrive

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Sunset Overdrive, der auf der E3 enthüllte Open-World-Shooter im Comic-Look, soll exklusiv für die Xbox One erscheinen.

Das ist schon etwas überraschend – schließlich haben die Entwickler von Insomniac Games (die übrigens eine enge Partnerschaft zu Naughty Dog pflegen) einige exklusive Serien für die PlayStation-Familie entwickelt, wie beispielsweise Ratchet & Clank und Resistance. CEO und Gründer Ted Price erklärte auf der Firmen-Website, warum es nicht für die PlayStation 4 erscheint:

Anfänglich habe man noch gezögert, doch Microsoft konnte sie überzeugen, die Lager zu wechseln. Zum einen gewähre die Xbox One einen “kontinuierlichen Zwei-Wege-Dialog” mit der Community, zum anderen erlaubt der Microsoft-Kosmos “schnellere Produktionszyklen”, so dass zeitnah neue Updates für Waffen oder Charaktere geliefert werden können.

Das heißt aber nicht, dass man der PlayStation endgültig den Rücken gekehrt hat; aber als Independent-Entwickler sei man Stolz darauf, sich seine Plattform aussuchen zu können.

Ein Erscheinungstermin für Sunset Overdrive ist noch nicht bekannt.

Xbox One

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Eigentlich wird Pastebin zum schnellen Veröffentlichen und Verlinken von Texten genutzt, praktisch für Programmcode oder beim Chat. Doch man kann’s auch dazu nutzen, anonym vertrauliche Infos weiterzugeben – beispielsweise über die Xbox One.

Eben dieses tat ein (angeblicher) Microsoft-Ingenieur. Er plauderte über die DRM-Strategien von Microsoft, die er folgendermaßen zusammenfasst: Digitale Verkäufe sind die Zukunft – und hierfür soll die Xbox One quasi Steam im Konsolenformat werden:

“> Das Ziel ist es, digitale Downloads voran zu bringen, aber Gamestop, Walmart, Target und Amazon sind verdammt tief in der Branche verwurzelt. Sie haben viel Macht, und die Verschiebung [zum Digitalen] muss schrittweise laufen. Langfristiges Ziel ist ein Steam für Konsolen. […] Wer immer an dem festhalten will, was er schon hat, soll bei den aktuellen Konsolen bleiben, oder der PS4. Wir versuchen, die Industrie nach vorne in Richtung digitalen Vertrieb zu bewegen … es ist ein steiniger Weg … “

Wichtiges Ziel: Den Gebrauchtspielemarkt eindämmen – zugunsten der Entwickler:

“>Jeder beklagt sich darüber, wie GameStop sie bei der Inzahlungname fickt, immer 5 Dollar für ihre gebrauchten Spiele. Wir wollen versuchen, einen Weg zu finden, um Geld aus GameStop herauszuholen und es dafür in Entwickler zu investieren und vielleicht werden Spiele dann günstiger, doch alle fluchen über MS. Nun, wenn Ihr den Scheiß von Gamestop wollt, spielt PS4.“

Microsoft hat diese Ziele allerdings schlecht präsentiert, erklärte er:

“> Die Sache ist die, dass wir die Geschichte schlecht verkauft haben. Der springende Punkt bei der Umstellung von Disc auf Cloud-basiertes DRM ist die Vermeidung von Disc-Swapping, zerkratzten CDs, Discs zu Freunden bringen (verleihen?), [Gebraucht-]Verkäufe zu einem scheiß Wert, von dem nichts zurück geht an die Entwickler und die hohen Kosten von Spielen zu killen. Wenn man erreichen will, dass Spiele billiger als 59.99 werden, muss man irgendwie gebrauchte Spiele begrenzen. Das Modell von Steam ist verbunden mit der begrenzten Nutzung von Gebraucht-Spielen.”

Ob der Verfasser wirklich Microsoft-Ingenieur ist, sei aber dahingestellt – insofern ist’s wieder nur ein Gerücht.

Den kompletten Text könnt Ihr bei Pastebin nachlesen.



Dead or Alive 5 Ultimate

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Das Teilnehmerfeld von Dead or Alive 5 Ultimate wächst stetig und so langsam dürfte das Luxus-Update auch für Käufer der Erstauflage interessant werden. Neben den bisher bekannten Neuzugangen wie z.B. Momiji und Ein wurden jetzt auch das Comeback von Kraftprotz Leon und das Prügel-Debüt von Ninja Gaiden-Blondine Rachel bestätigt – die seht Ihr zusammen mit ihren kollegen oben in Aktion und unten in der Galerie noch mal in Nahaufnahme.

Wer mit ihr so richtig draufhauen will, der hat ab Anfang September die Gelegenheit dazu.

Remember Me – im Test (PS3)

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Spiel:
Publisher:
Developer:
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Getestet für:
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Erschienen in:

Erinnert Ihr Euch an Euer erstes Date? Einen Streit mit einem Kumpel? Einen Autounfall, den Ihr nur knapp überlebt habt? Was wäre, wenn Ihr diese Erinnerungen austauschen, kaufen und verkaufen könntet? Schlechte Zeiten für immer aus dem Gedächtnis verbannen – das klingt toll. Doch solch eine Technologie hat auch Nachteile, wie Ihr in Remember Me feststellt.

Im Jahr 2084 ist der Hype um Apple und den iPod längst abgeklungen. Stattdessen verfügt jeder, der etwas auf sich hält, über ein Sensen-Implantat der Firma Memorize. Das Gerät speichert und katalogisiert Erinnerungen, die somit übertragen, gelöscht und nachempfunden werden können. Der nächste Schritt nach Facebook, seine Gedankenwelt öffentlich zu teilen. Dass sich der Charakter über Erinnerungen und Erlebnisse formt und unser Handeln davon beeinflusst wird, darum geht es im Erstlingswerk der französischen Entwickler Dontnod Entertainment.

Ihr schlüpft in die Rolle von Nilin. Sie macht sich die neue Technologie zunutze: Sie kann in die Sensens anderer Menschen einbrechen und ihre Erinnerungen nicht nur stehlen, sondern sogar verändern. Mit diesen Fähigkeiten ist sie der Firma und der Regierung ein Dorn im Auge. Sie wird geschnappt und in ein Gefängnis gesteckt, in dem man den Insassen alle Erinnerungen raubt, bis sie buchstäblich nichts mehr wissen und sich an nichts mehr erinnern. Nilin entkommt der finalen Behandlung nur knapp, ihr fehlen aber trotzdem große Teile ihrer Vergangenheit. Geleitet vom mysteriösen Hacker Edge macht sie sich auf die Suche nach ihrem Gedächtnis und daran, Memorize zu Fall zu bringen.

Konventionelle Schusswaffen sind 2084 nicht mehr im Umlauf. Warum sollte man jemanden körperlich verletzen, wenn man direkt auf sein Hirn Einfluss nehmen kann? Um sich durch die verschiedenen Bezirke von Paris und die Hochsicherheitstrakte von Memorize zu kämpfen, bleiben der agilen Dame damit nur ihre Hände und Füße.

Das Kampfsystem setzt auf Combos und Attacken mit unterschiedlicher Wirkung. Die ”Impressons” genannten Angriffe machen hohen Schaden, bringen Euch etwas Lebensenergie, verringern die Abklingzeit der ”S-Pressen” genannten Spezialattacken oder verstärken als Verkettungselemente den Effekt des vorangegangenen Moves. Durch Erfahrungspunkte kauft Ihr immer mehr dieser Attacken und setzt sie im Kombo-Lab in vorgefertigte Abfolgen ein. Was am Anfang noch als beliebiges Gimmick erscheint, wird später elementar. Beherrscht Ihr die Combos und das Ausweichen nicht und reagiert auf spezifische Feinde nicht mit passenden Angriffen, ist bereits auf der mittleren Schwierigkeitsstufe ab dem zweiten Spieldrittel Feierabend. Einige Feinde verursachen schon bei bloßer Berührung Schaden, entsprechend müsst Ihr mit dem Heil-Impresson angreifen. Für andere braucht Ihr zwingend Spezialattacken, um etwa eine Schockwelle auszulösen, die unsichtbare Gegner sichtbar macht. Da diese Fähigkeiten nach Gebrauch lange wieder aufladen müssen, helft Ihr hier mit den Regenerations-Impressons nach. Roboter verlangen ganz andere Taktiken, sind sie doch gegen Schläge immun. Hier setzt Ihr den Spammer ein, der Ladungen verschießt, welche die künstlichen Intelligenzen überlasten. So entwickeln sich später fordernde und intensive Kämpfe, die darunter leiden, dass es weder eine Zielaufschaltung noch eine vernünftige Kameraführung gibt. So schaut Ihr öfter gegen Wände und in Nilins Gesicht statt auf die nahenden Schergen.

Prügelt Ihr Euch mal nicht mit massigen Enforcern, zombieartigen Leapern und fiesen Robotern, wandert Ihr mit dem Gears of War-Finger am Ohr durch die überaus detaillierten Schauplätze oder meistert Kletterpassagen, die fast nie fordern und eher Abwechslung als Herausforderung sind. Das größte Manko ist hier die Steuerung. Nilin präzise laufen und springen zu lassen, ist dank der trägen Kontrollen und der langsamen Kamera schier unmöglich. Oft springt Ihr in einen Abgrund oder rennt in den Überwachungsradius einer Drohne, weil die Dame beim leichten Antippen des Analogsticks einen Riesenschritt macht oder eben gar nicht reagiert.

Zum Glück wird aber in den friedlichen Momenten nicht nur gesprungen, sondern auch ein wenig gerätselt. Mit Nilins Datenhandschuh aktiviert Ihr Schalter, bewegt Objekte und übertragt Strom. Besonders gegen Ende offenbaren sich ein paar interessante Puzzles, in denen Ihr Knöpfe aus der Entfernung durch Fenster hindurch drücken müsst oder in den Erinnerungen von Wächtern nach Eselsbrücken für das Öffnen bestimmter Schlösser sucht. Apropos suchen: Überall in den linearen Levels verteilt findet Ihr Hinweistafeln, welche die Standorte von Sammelobjekten zeigen. Damit erweitert Ihr Euren Gesundheitsbalken und die verfügbaren Energieeinheiten für Nilins Spezialattacken. Wer sich nicht auf die Suche macht, hat in den späteren Kämpfen deutlich mehr Probleme als aufgepowerte Sammlernaturen.

Egal, ob Ihr durch einen Pariser Slum streunt, die neondurchzogenen Appartements der Bessergestellten durchwühlt oder das Hightech-Gefängnis La Bastille erkundet – überall erfreut sich das Auge an schicken Texturen und Kleinigkeiten. Androiden putzen den Boden oder spielen Klavier, an den Geschäften klappen beim Vorbeigehen Menükarten auf, Graffiti ziert die Wände und hier und da lugt ein historisches Wahrzeichen von Paris um die Ecke. Löblich: Stellt Ihr im Spiel die Sprache um, passen sich umgehend alle Texte in der Spielwelt an. Auch während der Kämpfe macht der Look von Remember Me Spaß: Bildfehler verdeutlichen feindliche Treffer und einen niedrigen Gesundheitsstatus, S-Pressen-Spezialfähigkeiten werden gut in Szene gesetzt.

Sowohl die deutschen als auch die englischen Sprecher überzeugen, der Soundtrack untermalt die Prügeleien gemäß Eurer Leistung. Erfolgreiche Combos werden mit treibender Musik belohnt, werdet Ihr getroffen, verstummt das Orchester wieder.

Unsere Testversion hatte auf beiden Systemen mit starken Rucklern und hallender Sprachausgabe in einigen Zwischensequenzen zu kämpfen. Räumen die Entwickler diese Probleme bis zum Release aus, solltet Ihr bei der Steuerung ein Auge zudrücken und zugreifen!

Tobias Kujawa meint: Bravo Dontnod, mit Remember Me ist der Einstand in die Spielebranche gelungen! Die Liebe zum Detail lässt mir an vielen Schauplätzen glatt die Augen übergehen, das Thema der Geschichte interessiert mich brennend und die Kämpfe erfordern sehr bald eine Menge Taktik und Rhythmus. Auch die Erinnerungs-Remixe gefallen, es gibt davon allerdings viel zu wenige! Wenn Nilin sich jetzt abseits der Kämpfe auch grazil und gut kontrollierbar bewegen würde, wäre ich vollends zufrieden. Aber leider hat die Dame den Wendekreis eines Lastwagens, springt gerne mal daneben und eckt häufig an irgendwelchen herumstehenden Objekten an. Hier wäre dringend noch Feinschliff nötig gewesen! Und auch mehr Inhalt hätte nicht geschadet. Statt der ständigen Prügeleien hätte ich lieber noch mehr Rätsel gelöst oder die Gegend etwas freier erkundet.

  • spannender Plot rund um Erinnerungen, ihre Vermarktung und ihren Missbrauch
  • erst simple, später fordernde Kämpfe im Stil von ”Batman: Arkham City”
  • New Game+ nach erstem Durchgang

Gutes Cyber-Abenteuer mit anspruchsvollen Kämpfen, belanglosen Klettereinlagen und Schwächen in der Steuerung. Dafür ist die Spielwelt toll!

Singleplayer81
Multiplayer
Grafik
Sound

The Legend of Zelda

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Der Aufschrei unter Zelda-Fans war seinerzeit groß, als auf der E3 2002 erstmals der comicartige Grafikstil von The Legend of Zelda: The Wind Waker enthüllt wurde – war das Spiel doch auf der Spacework 2000 noch im erwachsenen Look dahergekommen. Wenn man das aktuelle Interview von Produzent Eiji Aonuma mit Nintendo Life richtig interpretiert, könnte uns beim nächsten Serienableger für Wii U eine ähnliche Überraschung erwarten.

Demnach werde der Grafikstil im Vergleich zu früheren Versionen “neu” sein. Die Serie habe schließlich immer durch Einzigartigkeit geglänzt, sei es bei Gameplay oder Präsentation. Grafisch werde es am Ende diesmal weder ultrarealistisch noch ein Cartoon-Look sein.

Kurz zuvor waren mögliche DLC-Pläne für das Action-Adventure bekanntgeworden, was ebenfalls ein Novum für die Reihe wäre.

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