Deep Silver

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Deep Silver-Boss Geoff Mulligan strotzt zurzeit vor Selbstbewusstsein:

“Ich glaube tatsächlich, dass wir viel besser sind als die Activisions, EAs und Ubisofts dieser Welt. Die Leute sagen: ‘Was sagst du da? Die werden auf drei Milliarden Dollar geschätzt.’ Ich sage, der Unterschied liegt darin, dass wir Geld verdienen.”

Koch Media, die Muttergesellschaft des Spieleherstellers, kaufte Anfang des Jahre aus der Konkursmasse von THQ für 22,3 Millionen Dollar das Entwicklerstudio Volition einschließlich der Markenrechte an Saints Row, sowie THQs Rechte an Metro: Last Light für 5,8 Millionen Dollar. Doch wie sich der COO gegenüber GameInformer (via Videogamer) äußerte, heißt das nicht, dass man sich jetzt auch wie ein großer Publisher fühlt: “Was uns von einem Triple-A-Publisher unterscheidet, ist, dass ich nicht wirklich den Wunsch habe, ein Triple-A-Publisher zu sein”, erklärte Mulligan.

Nach dem -auch für Deep Silver- überraschenden Erfolg von Dead Island im Jahr 2011 geht es aufwärts für den Publisher mit Firmensitz in Planegg bei München, doch zu den Großen will man nicht gehören – denn nach Mulligans Meinung ist deren Zeit vorbei:

“Ich glaube fest daran, dass man eine riesige Organisation nicht mehr benötigt”, erzählt er. “Das ist es, was den Tod so vieler Publisher verursacht hat. In dem Moment, in dem man keinen riesigen Triple-A-Hit gelandet hat, fressen dich die Betriebskosten bei lebendigem Leibe auf.”

Deep Silver und Koch Media sind von der Rechtsform her eine GmbH – und das ist ein Vorteil, denn im Gegensatz zu großen Aktiengesellschaften, kann hier der Firmenleitung niemand reinreden: “Wir sind ein Publisher, der in diesem schwierigen und sich rasch entwickelnden Markt die Guerilla-Taktik nutzen kann. Wir bewegen uns schnell und wir müssen uns vor keinem öffentlichen Vorstand verantworten.”

Sind Eurer Meinung nach auch die Tage der großen Publisher gezählt?


Japan-Charts

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Diese Spiele haben sich in Japan vergangene Woche am besten verkauft:

  1. [3DS] Luigi’s Mansion: Dark Moon (Nintendo, 03/21/13) – 68,423 (459,413)
  2. [3DS] Animal Crossing: New Leaf (Nintendo, 11/08/12) – 49,140 (3,025,368)
  3. [PS3] One Piece: Pirate Warriors 2 (Namco Bandai, 03/21/13) – 26,878 (367,959)
  4. [PS3] Pro Yakyuu Spirits 2013 (Konami, 03/21/13) – 15,411 (141,665)
  5. [PSP] Pro Yakyuu Spirits 2013 (Konami, 03/21/13) – 14,086 (117,839)
  6. [3DS] Dragon Ball Heroes: Ultimate Mission (02/28/13) – 11,674 (151,881)
  7. [Wii] Taiko Drum Master Wii Super Wonderful Edition (Namco Bandai, 11/29/12) – 11,533 (442,322)
  8. [PSV] Muramasa Rebirth (Marvelous AQL, 03/28/13) – 11,135 (56,795)
  9. [PSP] Fate/Extra CCC (Marvelous AQL, 03/28/13) – 11,128 (84,011)
  10. [Wii U] Game & Wario (Nintendo, 03/28/13) – 11,064 (33,555)
  11. [PSP] Sword Art Online: Infinity Moment (Namco Bandai, 03/14/13) – 10,611 (180,009)
  12. [Wii U] Dragon Quest X: Rise of the Five Tribes Online (Square Enix, 03/30/13) – 9,900 (43,202)
  13. [PS3] Kingdom Hearts HD 1.5 Remix (Square Enix, 03/14/13) – 9,801 (183,176)
  14. [3DS] New Super Mario Bros. 2 (Nintendo, 07/28/12) – 9,669 (1,990,057)
  15. [PS3] Ninja Gaiden 3: Razor’s Edge (04/04/13) – 9,659 (NEU)
  16. [PSV] One Piece: Pirate Warriors 2 (Namco Bandai, 03/21/13) – 8,085 (85,579)
  17. [PSP] Dungeon Travelers 2: Ouritsu Tokoshan to Mamono no Fuuin (Aquaplus, 03/28/13) – 7,566 (39,305)
  18. [PSV] Soul Sacrifice (SCEJ, 03/07/13) – 7,032 (155,614)
  19. [3DS] Mario Kart 7 (Nintendo, 12/01/11) – 6,923 (2,020,351)
  20. [3DS] Professor Layton and the Azran Legacies (Level-5, 02/28/13) – 6,389 (199,246)

Und diese Konsolen gingen letzte Woche über die Tresen:

  1. 3DS XL – 34,180 (38,442)
  2. 3DS – 22,684 (28,538)
  3. PS Vita – 19,328 (31,795)
  4. PS3 – 16,807 (19,069)
  5. Wii U – 14,783 (22,829)
  6. PSP – 8,876 (12,594)
  7. Wii – 1,718 (1,858)
  8. Xbox 360 – 536 (598)

Xbox 720

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Und weiter geht’s mit Gerüchten rund um Microsofts nächste Konsole: The Verge will erfahren haben, dass Cryteks Ryse nun zum Start-Titel für die Xbox 720 umgepolt wird und einer von vier besonders wichtigen Kandidaten im Debüt-Sortiment zählen soll. Die anderen wären ein Zombie-Spiel, ein Forza mit besonders lebensechter Optik sowie ein familienfreundliches Spiel Stil im Pixar-Stil mit Kinect-Nutzung, das irgendwie auf einer Insel angsiedelt ist (klingt spannend).

Auch sonst sollen zum Start noch viel mehr Spiele auftauchen, wobei die Unterstützung von Third-Party-Seite aus besonders bei den Ego-Shootern groß ist – wie überraschend.

Und auch Xbox Live soll aufpoliert werden sowie von MS-Punkte zu echter Währung wechseln, was niemanden verblüffen dürfte.

Prey

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Laut Gamespot hat sich Bethesdas Mutterkonzern Zenimax die Markenrechte in Bezug auf den Ego-Shooter Prey verlängern lassen. Die Rechte umfassten die drei Bereiche TV-Serien und Online-Spiele, Magazine und Comics sowie Filme, neben diversen anderen Dingen.

Natürlich: wenn die Rechte auslaufen, müssen sie verlängert werden – sofern man weiteres mit der Marke plant. Zenimax erwarb die Rechte an Prey im Jahr 2009, der Ego-Shooter selbst kam bereits 2006 auf den Markt. Seitdem wartet man auf den Nachfolger Prey 2, der sich in Entwicklung bei den Human Head Studios befand. Bethesda erklärte aber vor einem Jahr, dass die Entwicklung an dem Projekt “keine zufriedenstellenden Fortschritte“ gezeigt habe.

Der aktuelle Status von Prey 2 ist unbekannt. Fans schöpften natürlich Hoffnung nach der IP-Verlängerung, dass der Shooter nicht gecancelt wurde. Bethesda versprach laut VG247, bald mehr über die kommenden Spiele zu verraten.

Xbox 720

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In der letzten Woche sorgte Adam Orth, Creative-Director bei den Microsoft-Studios, für einigen Unmut in der Spielergemeinde, als er via Twitter den mutmaßlichen Online-Zwang bei der nächsten Xbox-Generation recht vehement verteidigte: “Jedes Gerät ist heutzutage “always on”. Das ist die Welt in der wir leben. #dealwithit [kommdamitklar].” (wir berichteten hier)

Laut GameInformer hatte dies für Orth Konsequenzen – offenbar arbeitet er nicht mehr bei Microsoft. Ob der Fortgang gezwungen oder freiwillig geschah, ist nicht bekannt. Microsoft entschuldigte sich öffentlich für seine Kommentare:

“Wir entschuldigen uns für die unangemessenen Bemerkungen, die ein Mitarbeiter gestern auf Twitter äußerte. Diese Person ist kein Sprecher für Microsoft und seine persönlichen Ansichten spiegeln nicht den kundenorientierten Ansatz, den wir bei unseren Produkte haben oder wie wir direkt mit unseren treuen Kunden kommunizieren. Es tut uns sehr leid, wenn dies jemanden beleidigt hat; weiterhin haben wir keine Ankündigungen über unsere Produkt-Planung gemacht und geben keinen weiteren Kommentar zu diesem Thema.“

PlayStation 4

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Shuhei Yoshida, Präsident der Sony Worldwide-Studios, erklärte, das Unternehmen will nicht nur Ego-Shooter für die neue Konsole bieten, weshalb man auch demonstrativ Mark Cernys Knack als erstes Spiel auf der Präsentation zeigte.

“Das war Absicht”, sagte Yoshida gegenüber Edge. “Marks Idee war:’Wie wäre es mit einem Crash Bandicoot für die PS4?’ als er  das Konzept von Knack vorschlug. Wir würden es hassen, wenn alle PS4-Spiele nur Ego-Shooter oder Action-Adventures wären, oder alle sehr fotorealistisch aussehen würden, wie die typischen Big-Budget-Blockbuster-Spiele.”

Yoshida betonte nochmal, dass bei der PlayStation 4 nicht die Hardware im Vordergrund der Entwicklung stand, sondern die Software: “Wenn man sich die fünf wichtigsten Prinzipien zur Gestaltung der PlayStation4 anschaut, hat eigentlich keine von ihnen mit der Hardware zu tun.”

Nintendo-eShop-Update

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Wii U:

  • The Croods: Prehistoric Party! – 44,99 Euro

Und laut dem Entwickler Gaijin Games sollte Runner2 (mutmaßlich 14,99 Euro) erhältlich sein, bei Nintendo dagegen weiß man offiziell von nichts… am Abend nach dem eShop-Update wissen wir hoffentlich mehr.

3DS:

  • The Croods: Prehistoric Party! – 34,99 Euro
    Cats and Dogs 3D: Pets at play – 29,99 Euro

DSi:

  • Clash of Elementalists – 5 Euro

Monster Hunter 3 Ultimate

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Wie Joystiq vermeldet, wird der bereits länger angekündigte Patch für Monster Hunter 3 Ultimate bei uns ab dem 16. April erhältlich sein. Dann steht überregionalen Partien, also etwa gegen Spieler aus Japan oder den USA, nichts mehr im Weg. Außerdem kann nach der Installation auch ausschließlich per GamePad auf Monsterjagd gegangen werden.

Monster Hunter 3 Ultimate war am 22. März für 3DS und Wii U veröffentlicht worden. Einige 3DS-Feaures wurden danach ebenfalls per Patch ergänzt.

Tomb Raider – im Test (PS3)

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Erschienen in:

Mit 21 Jahren hat man noch Träume: Deshalb macht sich ein junges, unschuldiges Mädel auf den Weg zur ersten Forschungsreise, um ein sagenumwobenes Königreich in der Japanischen See zu finden. Natürlich geht schief, was schiefgehen kann: Das Expeditionsschiff sinkt vor einer düsteren Insel, die unfreiwillige Heldin wird von der Gruppe getrennt und auf dem Eiland scheint Unheimliches vor sich zu gehen…

Mit dieser Einleitung beginnt Tomb Raider, das noch dazu durch den Verzicht auf eine Nummerierung (es wäre nach offizieller Zählung der neunte ”richtige” Teil) oder Untertitel unterstreicht: Hier wird für die sicherlich prominenteste weibliche Hauptfigur der letzten 20 Jahre ein Neubeginn durchgezogen. Die erklärten Ziele: eine spielerische Neupositionierung des Abenteuers für moderne Geschmäcker und mehr Tiefe für Lara Croft, indem ihr Wandel vom unerfahrenen Jungspund zur ”Überlebenden” im Mittelpunkt steht.

Praktisch wirken sich diese Vorhaben leicht überspitzt wie folgt aus: In Tomb Raider wird deutlich mehr und intensiver geballert als je zuvor, Lara schwankt je nach Situation zwischen wimmerndem Bambi und Rambos Cousine und die USK-18-Freigabe ist angesichts satter Gewaltspitzen keine Überraschung. Wer mit den eher auf Kletterakrobatik ausgelegten Originalen groß wurde, mag angesichts dieser verkürzten Darstellung die Hände überm Kopf zusammenschlagen. Doch so schlimm ist es nicht – im Gegenteil: Crystal Dynamics hat den Spagat zwischen neuzeitlichen Konventionen und traditionellen Tomb Raider-Stärken so gut hinbekommen, dass Lara Croft fit für die Gegenwart ist.

Als Inspiration wurden offensichtlich Genre-Konkurrenten wie Uncharted mit PS3-Sonnyboy Nathan Drake sorgfältig unter die Lupe genommen, denn Parallelen kann Tomb Raider kaum verleugnen: Bei Feuergefechten ist Lara mit Über-der-Schulter-Sicht, Zielkreuz und schnellem Zeigefinger bei der Sache, in Kletter- und Geschicklichkeitspassagen bricht regelmäßig der Boden unter ihr weg oder jede Menge andere Unpässlichkeiten machen ihr das Leben schwer. Auch andere Elemente lassen auf prominente Einflüsse schließen: Der per Knopfdruck aufrufbare ”Überlebensinstinkt”, der das Bild mit einem Filter überdeckt und wichtige Objekte oder Stellen markiert, hat seinerzeit schon Batman bei seinen Arkham-Ausflügen gute Dienste geleistet. Und Kraxeleien an rauen Steinwänden beherrscht Kratos ähnlich gut.

Mehrspieler-Modus

Durch originelle Konzepte will Tomb Raider also nicht punkten, dafür mit Inszenierung und Geschichte: Der mysteriöse Inselschauplatz geriet sehenswert und wartet für den so begrenzten Spielraum mit angenehm variantenreichen Schauplätzen auf. Dabei wechseln sich weitläufigere Regionen, die auch mal zum Erforschen und der Suche nach zahlreichen Geheimgegenständen einladen, mit räumlich begrenzten Schlauch-Sektionen ab, wobei Letztere oft mit dynamischen Renn- und Kletterelementen verknüpft werden. An den Umgebungstexturen und der Detailverliebtheit lässt sich ebenso wenig aussetzen wie der sehr gut animierten Heldin. Die Bildrate bricht gerade in weitläufigen Szenarien schon mal ein, störend wirkt sich das aber kaum aus. Kurios wirken lediglich Laras magische Hosentaschen, in denen just die großen Ausrüstungsgegenstände verschwinden: Während Kletterhaken und Funkgerät stets am Gürtel hängen, trägt sie am Rücken immer nur das Meuchelgerät wie Bogen oder Schrotflinte, mit dem sie zuletzt die Feinde entsorgte.

Nach und nach erweitert sich das Portfolio praktischer Hilfsmittel und Waffen, damit einher geht der Wandel der Heldin vom Opfer zum Täter. Zu Beginn gelingt es der Autorin Rhianna Pratchett noch sehr gut, Laras Unschuld einzufangen, im Verlauf der Story wirken die Stimmungsschwankungen zunehmend abrupt: In zahlreichen Action-Sequenzen, bei denen mit Blut und Nahkampf-Finishern nicht gespart wird, agiert Lara Croft wie eine eiskalte Profi-Killerin (jedoch ohne pseudolustige Sätzchen von sich zu geben), um beim nächsten Story-Schnipsel wieder als junges Mädchen über dies oder das zu trauern. Arg störend ist diese Diskrepanz jedoch nicht, zumal die deutsche Synchronisation mit Nora Tschirner ordentlich ausfällt.

Um noch einmal zum Knackpunkt zu kommen: In Tomb Raider wird mehrheitlich geballert – dynamische Gefechte sind die Regel, zumal passives Verschanzen hinter Deckungen effektiv von aggressiven Gegnern mit Brandpfeilen oder Molotowcocktails ausgehebelt wird.

Darüber haben die Entwickler aber die anderen Aspekte nicht vernachlässigt: Dynamische Reaktionsaufgaben (mit erfreulich wenig QTE-Einlagen) und Klettereien spielen eine zweite, aber trotzdem wichtige Geige. Gerade wer sich abseits der Hauptstory etwas Zeit nimmt, wird mit einer zusätzlichen Portion an Erkundung und Rätseln belohnt. Letztere verbergen sich in einigen kurzen, aber knackigen ”geheimen Grabmälern” und setzen zum Teil viel Koordinationsvermögen voraus – nächstes Mal bitte mehr davon.

Mehrspieler-Modus

Zum ersten Mal bietet ein Tomb Raider auch einen Mehrspieler-Modus, der bei Eidos Montreal entstand: Statt aber wie etwa Uncharted auch Koop-Missionen anzubieten oder die Story mit weiteren Infohäppchen auszuschmücken (wie es bei Assassin’s Creed die Regel ist), wird auf separate, geradlinige Standard-Actionkost gesetzt. In vier Spielmodi (Team- und Solo-Deathmatch sowie zwei Aufgaben-basierte Varianten) duellieren sich Schiffbrüchige und Inselvolk, maximal acht Spieler finden in einem Match Platz. Nur fünf Maps ist ziemlich wenig, die überzeugen dafür mit abwechslungsreicher Optik und durchdachter Architektur, die viel Spielraum für Hinterhalte und eine ordentliche Menge an aktivierbaren Fallen wie tödliche Stacheln oder Stolperdrähte bieten. Wie es heutzutage üblich ist, erballert Ihr Erfahrungspunkte und schaltet stetig mehr Waffen, Fähigkeiten und Perks frei. Anders als Lara im Solo-Abenteuer könnt Ihr nicht alle Waffenarten auf einmal mitschleppen (aber nach Ableben wechseln), dafür sind gezieltes Ducken hinter Schutzwänden und kurze Zwischensprints möglich. So erweist sich das Geschehen als kompetent gemachte Multiplayer-Ballerei mit viel Tempo, weshalb Anfänger tendenziell häufiger ins Gras beißen. Jedoch wird nichts geboten, was andere Titel nicht schon besser hinbekommen hätten. So bleibt letztlich eine latent überflüssige Dreingabe, die aber immerhin jedermann nutzen kann: Auf einen Online-Pass verzichtete Square Enix wohlweislich.

Mehrspieler-Modus

Ulrich Steppberger meint: Auch wenn ich mir für ein neues Tomb Raider mehr Klettern und weniger Ballern gewünscht hätte: Was mit Laras Comeback abgeliefert wurde, unterhielt mich bis zum letzten Moment sehr gut. Natürlich sieht Uncharted bunter aus und hat das Konzept bereits mehrfach vorgelebt, doch mir schmeckt die Mischung aus Action und Erforschen hier persönlich etwas besser: Zwar sorgen die Feuergefechte hin und wieder mit Gegnerflut für Stress, doch dann wartet stets eine schicke Klettereinlage oder Erkundungspassage, auch wenn die meist eher linear ausfallen. Grafisch macht die Insel mit schicken Texturen und vielen Details eine feine Figur, über Laras absurde Bambi-/Rambo-Dualität und die Logiklücken kann ich letztlich hinwegsehen. Unterm Strich schickt Crystal Dynamics seine Forscherin auf eine mitreißende Reise, bei der ich gerne dabei war – so kann es weitergehen, am besten aber mit einer Prise mehr Rätsel.

Tobias Kujawa meint: Liebe Lara, leider weißt du mit deinen 21 Jahren anscheinend noch nicht, was du sein willst. Einerseits heulst du mir in den Zwischensequenzen ständig was vor, andererseits weißt du genau, wie man Tiere ausweidet, in höchsten Höhen furchtlos ohne Seil kraxelt und Bösewichte in Nah- und Fernkampf brutal im Dutzend um die Ecke bringt. Die Geschichte, die du erzählst, ist bereits nach einer Stunde vorhersehbar, deine sinnlosen Sammelaufgaben interessieren mich nicht und warum ich in Schatztruhen uralter Gräber Upgrades für moderne Waffen finde, musst du mir auch mal erklären. Gut unterhalten hast du mich mit optionalen Denksportaufgaben, knackigen Shootouts und aggressiven Feinden. Wenn ich wählen müsste, würde ich das zweite Abenteuer deines Kollegen Nathan Drake aber aufgrund von mehr optischer Abwechslung vorziehen.

  • Fokus liegt auf Gefechten
  • Klettereinlagen nicht besonders anspruchsvoll, aber gelungen
  • Insel-Szenario mit genug Abwechslung
  • RPG-Aspekte nicht zu aufdringlich

Mehrspieler-Modus Meinung

Die actionlastige Neuausrichtung mag nicht jedem schmecken, trotzdem ist Laras Abenteuer ein rundum gelungener Neustart.

Singleplayer85
Multiplayer
Grafik
Sound

Rayman Legends

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Als die Veröffentlichung von Rayman Legends auf Herbst verschoben und gleichzeitig die Veröffentlichung für mehrere Plattformen bekannt wurde, war der Aufschrei in der Videospielwelt groß. Dass dies auch seine positiven Seiten hatte, erklärte nun dessen Schöpfer Michel Ancel im britischen ONM.

So sei der Titel inzwischen um 30 Levels und neue Endgegner ergänzt worden. Man habe also nicht nur ein wenig Feintuning betrieben. Auf die damalige Kontroverse um die spätere Veröffentlichung angesprochen, erklärte Ancel, dass es eine harte Zeit für das Team gewesen sei und man nicht mit einer derart heftigen Reaktion mancher Spieler gerechnet habe.

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