Fire Emblem: Awakening

21

Für dieses Feature ist die Fire Emblem-Reihe bekannt: der Permatod. Wer im Spiel nicht achtsam über seine Charaktere wacht, kann diese für immer verlieren und muss sich neue Mitstreiter suchen.

Diese “Kleinigkeit” kann durchaus zu erhöhten Adrenalinaustößen führen – doch was Serienfans zu schätzen wissen, scheint Neulinge eher abzuschrecken. Grund genug für die Verantwortlichen beim Entwickler Intelligent Systems, über einen “Casual”-Modus nachzudenken, der das permanente Ableben unterbindet, um so auch größere Käuferschichten zu erreichen.

Doch Intelligent Systems tat sich nicht leicht damit, ihre “heilige Kuh” zu schlachten – das belegt ein (unterhaltsames) Interview auf der Fire Emblem-Website: Während Director Kouhei Maeda für den Casual-Modus votierte, war Genki Yokotas (Nintendo) erster Gedanke: “Niemals!”, ebenso dachte auch Projekt-Manager Masahiro Higuchi. Auch Art-Director Toshiyuki Kusakihara war zuerst gegen die Abschaffung des Permatods : “Das ist kein Fire-Emblem mehr” , erklärte er – mittlerweile ist er geläutert und spielt gar nur noch im Casual-Modus.

Doch hartgesottene Fans brauchen nicht um den Permatod fürchten – Fire Emblem: Awakening bietet nach wie vor einen Klassik-Modus. Das 3DS-exklusive Rollenspiel erscheint am 19. April in Europa.

LucasArts

55

Es kam, wie es viele haben kommen sehen: Disney hat LucasArts, die traditionsreiche Spieleschmiede des Lucasfilm-Imperiums, geschlossen.

Im offiziellen Statement dazu heißt es: “Nachdem der Begutachtung unserer Stellung im Spielemarkt haben wir beschossen, LucasArts von einem internen Entwicklungen hin zu einem Lizenzierungsmodell zu verändern. Dadurch wird das Risiko der Firma minimiert und eine breitere Ausrichtung an qualitativen Star-Wars-Spielen erzielt. Aus diesem Grund gab es Entlassungen innerhalb der Organisation. Wir haben unglaublich viel Wertschätzungen und Stolz für alle, die unsere neuen Titel mitentwickelt haben.”

Bedeutet im Klartext: Alle Entwickler wurden gefeuert und derzeit in der Mache befindliche Titel wie Star Wars 1313 in die Tonne gekloppt. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass ein Spiel mit diesem Namen nicht doch irgendwann erscheint, dann aber als externe Auftragsentwicklung.

Ob das Aus gegenwärtig ein großer Verlust für die Spielewelt ist, darüber ließe sich wohl streiten: Außer den Lego-Titeln gab es eigentlich seit langem kein nennenswertes LucasArts-Spiel mehr, Kinect Star Wars war eben ein Kinect-Spiel und dsd PC-MMO The Old Republic entstand bereits außer Haus – traurig ist’s angesichts der glorreichen Vergangenheit des Entwicklers aber dann doch…

Xbox 360

52

In Japan hat die Xbox 360 einen schweren Stand: In der Woche vom 18. bis 24. März (siehe Japan-Charts) verkaufte sich die Microsoft-Konsole beispielsweise nur 610 Mal und belegte damit erneut den letzten Platz – schon lange liegt diese in Japan wie Blei in den Regalen. Ihre ärgste Konkurrentin, die PlayStation 3, kam in der gleichen Woche immerhin -am Ende dieser Konsolengeneration- noch auf über 20.000 Einheiten, ganz zu schweigen von den formidablen Verkaufszahlen für den 3DS.

Doch woran liegt’s? Denn im Westen verkauft sich die Konsole sehr gut. Megamen-Schöpfer Keiji Inafune wagte nun einen Erklärungsversuch: “Einer der Gründe ist wahrscheinlich, dass die PlayStation in Japan eine einheimische Marke ist; als Japaner, denke ich, ist es nur natürlich, dass man sich inländischen Erzeugnissen näher fühlt oder mehr angesprochen wird, und bei mir selbt ist das auch so”, erklärte er gegenüber IGN. “Wenn Sie zwei Artikel mit ähnlichen Merkmalen vor sich haben, und einer ist aus dem eigenen Land und der andere aus dem Ausland, ist es leicht, sich für den aus ihrem eigenen Land zu entscheiden.”

Square Enix

7

Nachdem bekannt wurde, dass der bisherige Präsident von Square Enix, Yoichi Wada, seinen Posten wegen der großen Verluste der Firma im Juni abgeben wird (wir berichteten hier), war schon vorhersehbar, dass er nicht der einzige sein wird:

“Wir können bestätigen, dass im Square Enix-Büro in Los Angeles eine Reihe von Positionen im Rahmen der vergangene Woche angekündigten Restrukturierung beseitigt wurden”, erklärte der Hersteller gestern gegenüber Joystiq.

Die genaue Zahl der Entlassungen wurde nicht publik, ebensowenig, welche Positionen genau betroffen waren. Bekannt ist lediglich, dass die betroffene Niederlassung vor allem mit der Verwaltung von MMOs in Nordamerika betraut war.

Deadpool

15

Hire & Fire – für Activision ist dies eine gängige Geschäftspraxis, die auch ein ganzes Entwicklerteam treffen kann.

Nachdem die Entwicklung des Lizenzspiels um die Superhelden-Plaudertasche Deadpool beendet ist, entlässt Publisher Activision das zuständige Entwicklerteam der High Moon Studios. Gegenüber Kotaku erklärte Activision, dass etwa 40 Mitarbeiter weltweit entlassen wurden – die Website schätzt, dass diese einen Großteil der Mannschaft hinter dem Titel bildeten. Den betroffenen Mitarbeitern will der Publisher immerhin beratend zur Seite stehen.

Deadpool soll mutmaßlich im Sommer für PlayStation 3 und Xbox 360 erscheinen, auf einen genaueren Termin warten wir noch.


Square Enix

39

Im Juni wird er seine Stellung als neuer Präsident des Spieleherstellers Square Enix antreten: Yosuke Matsuda ist der Nachfolger von Yoichi Suda, welcher die Verantwortung für die “außergewöhnlichen Verluste” der Firma übernahm (oder übernehmen musste) und seinen Spitzen-Posten abgab.

Der neue Mann muss jetzt untersuchen, warum Square Enix trotz hochwertiger Marken wie Tomb Raider und Hitman: Absolution und deren -relativ gesehen- guter Verkäufe (doch nicht gut genug für Square Enix: wir berichteten hier) trotzdem weiterhin rote Zahlen schreibt.

Konkrete Maßnahmen konnte er natürlich noch nicht nennen, erstmal steht jetzt einen umfangreiche Bestandsaufnahme an. Doch die Richtung, die er einzuschlagen gedenkt, kündigte er bereits an – und diese steht im Gegensatz zu der, die sein Vorgänger einschlug: “Ich möchte grundlegend überarbeiten, was bei unserem Unternehmen funktioniert und was nicht, und dann alle unsere Ressourcen darauf ausrichten, was uns erfolgreich macht – und gründlich ‘auspressen’, was nicht“, erklärte er (übersetzt von Siliconera).

Das klingt nach einem Paradigmenwechsel beim Traditionshersteller – denn angesichts dieser Aussage lässt sich erahnen, wo er den Rotstift ansetzen will: Denn die Sparte, die bei Square Enix nicht läuft, ist ausgerechnet die der renommierten Top-Titel wie beispielsweise Final Fantasy; dafür verkaufen sich besonders Spiele für den einheimischen Mobil- und Social-Sektor sehr gut.

Vorgänger Yoichi Wada sah das noch etwas anders: Auf der Tokyo Game Show 2011 erklärte er (VG247 v. 16.09.’11), dass neue Geschäftsfelder wie der mobile Markt nicht zwangsläufig den “alten” Markt der traditionellen Spiel “auspressen” müssen – sie böten viel mehr neue Möglichkeiten. Noch im Dezember letzten Jahres ging er davon aus, dass Square Enix “mindestens zwei Jahre” keine Gewinne mit den “traditionellen” Konsolentiteln erwirtschaften würde (siehe VG247 v. 18.12.’13) – trotzdem wollte er diesen die Treue halten.

Yoichi Wada wird übrigens weiterhin bei Square Enix bleiben – in einer nicht genauer bestimmten Position will er quasi “Buße” tun und
will “seine Schulden an der Firma abbezahlen”.



Stealth Bastard

3

Wie dem europäischen PS Blog zu entnehmen ist, wird mit Stealth Bastard im Sommer ein Stealth-Puzzle-Platformer für PS3 und PlayStation Vita erscheinen. In diesem müsst Ihr in bester Hüpfspielmanier aus einem Klonlabor entkommen.

Geboten werden dabei 80 Levels in acht Welten, ein konstant ansteigender Schwierigkeitsgrad, viele freischaltbare Gadgets, Leaderboards für Speedrun-Fans und sogar ein Editor ist mit an Bord.

Persona 4 Golden – im Test (PSV)

25
Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

Man sollte meinen, auf dem Land herrsche tote Hose. Doch kaum seid Ihr in der verschlafenen Kleinstadt Inaba angekommen, überschlagen sich die Ereignisse: Eine mysteriöse Mordserie stürzt das japanische Nest ins Chaos und nur Ihr und Eure neuen Freunde habt eine Ahnung, was wirklich hinter den grausigen Taten steckt. Denn durch Zufall entdeckt Ihr, dass sich hinter der Fernseh-Mattscheibe eine andere Welt befindet, in der all jene, die dort gegen ihren Willen hineingeraten, mit den dunkelsten Aspekten ihrer Persönlichkeit konfrontiert werden. Da es Euch aber gelingt, diesem Schicksal zu entgehen, versucht Ihr nun weitere Todesfälle zu verhindern und den Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Dabei helfen Euch vor allem Eure ”Personas” – physikalische Manifestationen Eures eigentlichen Ichs, die Euch mit mächtigen Attacken im rundenbasierten Kampf beistehen.

So einfach habt Ihr es aber nicht: Als Schüler könnt Ihr nicht einfach nach Belieben die TV-Welt erforschen, auch der Alltag will gemeistert werden. Der besteht aus Schulbesuch, Prüfungen, Nebenjobs und einem wachsenden Freundeskreis – all das gilt es, bei Eurer Zeitplanung zu berücksichtigen. Zum Glück sind die sozialen Aspekte keine ärgerliche Last, sondern eine große Hilfe bei Euren Trips durch die TV-Welt: Je stärker die Bindungen zu Euren Mitmenschen, desto mächtigere Personas könnt Ihr fusionieren.

In den 3D-Szenen ist Persona 4 Golden mit einfachen Charaktermodellen und unspektakulären Texturen nicht allzu weit vom sauberen PS2-Original entfernt, nutzt aber das breitere Format des Vita-Bildschirms. Die hohe Auflösung kommt vor allem bei Charakterporträts, Textkästen und Menüs zum Tragen: Die bestechen mit stilvollem Design und machen die durchschnittlichen Polygon-Szenarien und Figuren locker wett.

Zwar basiert Golden technisch wie inhaltlich auf der PS2-Vorlage von 2008, für die Konvertierung wurde aber ordentlich am ohnehin stabilen Fundament des Klassikers gefeilt – etliche neue Elemente kamen hinzu. Am auffälligsten: Es gibt weitere Events, zwei zusätzliche soziale Kontakte, neue Personas und auch frische Outfits für Eure Figuren. Außerdem könnt Ihr jetzt Gemüse anbauen, um Vorräte für die Dungeon-Touren zu gewinnen. Ist Eure Vita mit dem Internet verbunden, warten noch mehr Neuerungen: Geratet Ihr tief in den Labyrinthen in Schwierigkeiten, könnt Ihr online einen Hilferuf an andere Spieler senden. Außerdem erfahrt Ihr ähnlich wie bei Catherine auf der PS3, wie sich andere Spieler bei zentralen Entscheidungen verhalten haben.

Thomas Nickel meint: Man mag kaum glauben, dass Persona 4 schon gute vier Jahre auf dem Buckel hat – auch ohne die zahllosen Verbesserungen der Vita-Konvertierung ist es immer noch ein Referenz-Abenteuer. Das ungewöhnliche Setting, die komplexen Figuren und vor allem das durchdachte Räderwerk aus Schulalltag, dem Pflegen sozialer Kontakte, Dungeon-Ausflügen und Persona-Fusionen sorgen dafür, dass Ihr über 60 Stunden stets motiviert und beschäftigt seid – auch wenn die ersten Spielstunden eher zäh daherkommen. Persona 4 ist die perfekte Ergänzung zu Ni no Kuni: Wo dieses die glorreiche Vergangenheit der J-RPGs feiert, zeigt das Atlus-Abenteuer eindrucksvoll, was sich heute alles aus dem klassischen Genre herausholen lässt. Für Rollenspieler ist Persona 4 Golden Grund genug, sich eine Vita zuzulegen.

  • gewaltiger Umfang
  • mehr Inhalt als auf PS2
  • tolle Mischung aus Rollenspiel und Alltags-Simulation

Erstklassige Umsetzung des kreativen Rollenspiel-Monsters – ”Persona 4” ist lang, komplex und unglaublich unterhaltsam.

Singleplayer90
Multiplayer
Grafik
Sound

Million Arthur

3

In Japan ist Million Arthur seit seinem Release im April 2012 ein Hit für dortige Smartphones. Wie Siliconera vermeldet, wird der Titel am 11. April auch in den USA für die PlayStation Vita zum Download angeboten.

Dabei wird das Grundgerüst gratis sein, wogegen Ihr für besondere Items extra löhnen müsst. Hoffen wir, dass der Kartenprügler zeitnah auch bei uns dazu beiträgt, dass Square Enix erfolgreich sein finanzielles Tal durchschreitet.

Ragnarok Odyssey Ace

0

Erst vor wenigen Wochen erschien Ragnarok Odyssey endlich auch in unseren Gefilden (allerdings nur als Download), da vermeldet Gematsu heute, dass mit Ragnarok Odyssey Ace bald in Japan eine Neuauflage davon auf den Markt kommt. Im Gegensatz zum Original wird auch die PS3 mit einer Veröffentlichung beglückt.

Enthalten sein wird eine Storyerweiterung, die nach dem eigentlichen Ende angesiedelt ist, sämtliche DLCs sind ebenfalls bereits mit an Bord. Als Erscheinungstermin ist der 11. Juli vorgesehen. Ob der Titel auch bei uns veröffentlicht wird, ist noch nicht bekannt.

Neueste Beiträge

Bild von PlayStation 5 und Controller

PlayStation 5 – aktuelle Absatzzahlen

Sony hat in seinem jüngsten Finanzbericht auch die aktuellen Absatzzahlen der PS5 verraten. Demnach wurden im vergangenen Quartal, das am 30. September endete, weltweit...

Toy Soldiers: Cold War – im Klassik-Test (360)

Die Fortsetzung der quirligen Mischung aus Tower Defense und Actionspiel verzichtet auf Experimente und setzt auf viele Detailverbesserungen sowie ein launiges Szenario, das sich...

The Legend of Zelda: Ocarina of Time – Technik-Analyse zur Neuauflage

https://www.youtube.com/watch?v=j5sfIbuCOqI Die Kollegen von Digital Foundry haben sich bereits ausführlich mit der technischen Seite des Remakes von The Legend of Zelda: Ocarina of Time beschäftigt....

God of War Laufey – auf Mai 2027 verschoben

So wirklich schockierend kommt die Nachricht nicht, erschien der ursprüngliche Termin (16. Februar 2027) doch von Anfang an sehr optimistisch respektive überraschend früh: God...

Trails in the Sky 2nd Chapter – im Test (PS5 / Switch / Switch...

Seite 1 Ein gutes Jahr nach dem ersten Remake-Kapitel geht das Abenteuer um die junge Bracerin Estelle Bright weiter: Ursprünglich erschien Trails in the Sky...