Dishonored: Die Maske des Zorns – im Test (PS3)

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Explosionen und militärische Befehle erschallen, Rauch steigt aus zerschossenen Gebäuden auf und Soldaten ducken sich hinter Panzern in Deckung. Ihr ladet Eure Waffe durch, schaut weder nach links noch nach rechts, stürmt nach vorne und feuert kurze Salven auf hervorlugende Russen, Nazis oder Araber ab. Bewegt Euch, sonst nimmt die Gegnerflut kein Ende! Eure Kameraden helfen tatkräftig mit und mähen Dutzende von Feinden nieder. Die nächste Zwischensequenz startet, Jets ziehen über den Himmel, die amerikanische Flagge weht im Wind, alles wird gut. Typisch Call of Duty.
Ihr nähert Euch im Schutze der Nacht per Boot der Stadtkulisse von Dunwall. Als der Nachen den Sandstrand berührt, erinnert Fährmann Samuel nochmals: Schalte den Oberaufseher aus, egal wie! Kurz darauf seid Ihr auf Euch allein gestellt. Eine kleine Markierung zeigt die Entfernung zum Ziel, ansonsten herrscht Ruhe. Ihr zieht Euch zunächst auf einen Turm zurück und beobachtet die Lage. Soldaten patrouillieren auf den Straßen, halten an Scheinwerfern und elektrischen Durchgangssperren Wache oder werfen Pestopfer in einen vor Anker liegenden Kahn. Noch ahnt niemand, dass Ihr unterwegs seid. Wenn Ihr wollt und geschickt seid, bleibt das auch so, immerhin verfügt Ihr über übernatürliche Fähigkeiten! Teleportiert Euch von Hausdach zu Hausdach, belauscht Wächter und findet so mehr über die Gewohnheiten Eures Opfers heraus und schleicht unbemerkt bis zu seinem Standort. Dann heißt es töten. Oder auch nicht. Die Entscheidung liegt wie bei allem anderen ganz bei Euch. Typisch Dishonored.

Die Maske des Zorns verlangt, was moderne Schlauch-Spiele verbieten: Kreativität, Geduld und den Willen, die Grenzen des Spiels auszuloten. In Zeiten ausschweifender Tutorials, Richtungspfeile und Spielhilfen mag das für viele Gamer ungewohnt sein, es lohnt sich aber, die Stützräder in der Garage zu lassen und endlich mal auf eigenen Füßen zu stehen! Sicherlich könnt Ihr die wendungsreiche Geschichte um den racheerfüllten Leibwächter Corvo Attano in rund zehn Stunden auf blutigem Pfad in offenen Gemetzeln schnurstracks erledigen. Dann erfreut Ihr Euch an fordernden Klingenduellen und auch in Deutschland ungeschnittenen Gewaltexzessen, findet mit dem eingeschränkten Feindeskader und wenig unterschiedlichen Waffen aber keine richtige Erfüllung. Die bleibt Fans von Laissez-faire-Klassikern wie Dark Project und Deus Ex und generell Spielern vorbehalten, die gerne minutenlang im Schatten verharren und Fußwege achtloser Soldaten ausspähen, zu Umwegen bereit sind und sich nicht scheuen, zu planen, bevor sie agieren. Belohnt werdet Ihr dafür mit unglaublich spannenden Missionen, vielen kleinen Szenarien abseits der eigentlichen Story und dem Gefühl, wirklich selbstständig agiert zu haben, statt nur dem Willen der Entwickler zu folgen.

Die geben in Dishonored nur Rahmenbedingungen vor: Ihr werdet Zeuge, wie die Kaiserin der pestgebeutelten viktorianischen Stadt Dunwall einem Attentat zum Opfer fällt. Ihr werdet von den machtgierigen Hintermännern zum Sündenbock erklärt. Doch eine kleine Gruppe kaisertreuer Männer ermöglicht vor der Hinrichtung Eure Flucht. Und siehe da, Auftraggeber müssen nicht immer gesichtslose Kommandanten in Tarnanzügen sein: In Eurem Hauptquartier in einem britisch angehauchten Pub erwarten Euch der schmierige Lord Pendleton, der nachdenkliche knorrige Admiral Havelock und der intellektuelle, bisweilen hochnäsige Ingenieur Piero, der den Damen gerne durch’s Schlüsselloch beim Baden zusieht. Von ihnen werdet Ihr zwischen den Missionen mit Aufträgen und Ausrüstung versorgt, ehe Euch Samuel ins Zielgebiet schippert.

Corvo kann nicht nur sehr gut mit Klinge, Armbrust (mit verschiedenen Munitionstypen) und Pistole umgehen, er erhält früh im Spiel auch übernatürliche Fähigkeiten, deren Zusammenspiel den eigentlichen Reiz von Dishonored ausmacht. Durch Runen, die in den Levels verteilt sind und mit Hilfe eines schlagenden Herzens geortet werden, schaltet Ihr bis zu sechs Zauberkräfte mit jeweils einer Ausbaustufe frei. Die Teleportationsfähigkeit bekommt Ihr auf jeden Fall und werdet Sie höchstwahrscheinlich andauernd nutzen. Damit huscht Ihr blitzschnell an Wachen vorbei und erklimmt Wege außerhalb ihrer Reichweite. Besonders in hektischen Fluchtsituationen spinnt aber manchmal die sehr sensible Zielsteuerung und weigert sich, Euch auf höher gelegene Vorsprünge zu teleportieren.

Über den Rest bestimmt Ihr selbst, die Auswahl fällt schwer: Mit ”Nachtsicht” erkennt Ihr Feinde und ihre Blickrichtung hinter massiven Wänden, durch die zweite Stufe seht Ihr auch Sicherheitssysteme und Stromleitungen. Mit ”Windstoߔ sendet Ihr eine kräftige Böe aus, die Menschen umwirft und Holzbarrikaden zerschmettert. Ausgebaut wird die Kraft des Windes tödlich für jeden, der von ihm erfasst wird. Mit ”Tödlicher Schwarm” klettert eine Horde gefräßiger Ratten aus dem Boden, die Feinde ablenkt und herumliegende Leichen frisst, ehe sie von neugierigen Soldatenkollegen gefunden werden. Aufgerüstet wird der Schwarm größer und gefährlicher. ”Zeit verlangsamen” lässt wortwörtlich das Geschehen um Euch herum in Zeitlupe ablaufen, damit Ihr Blitztürmen und Wachen entkommen könnt. Auf Stufe 2 steht die Welt um Euch herum sogar still, damit Ihr allerlei Schabernack vorbereiten könnt. ”Beherrschung” lässt Euch schließlich Dunwall aus anderen Augen sehen, aus der Perspektive von Fischen, Ratten und Hunden. In diese schlüpft Ihr hinein und huscht so unbemerkt über bewachtes Gebiet oder nutzt verborgene Pfade unter Wasser oder durch Mauerspalten.

Investiert Ihr ins Upgrade, übernehmt Ihr fortan auch Menschen und spaziert temporär als Wache, Tallboy-Stelzenläufer oder sogar als Euer Opfer umher. Kämpfen könnt Ihr im geliehenen Körper nicht, dafür aber ohne Aufsehen durch gesichertes Gebiet gehen. Außerdem gibt es zusätzlich zu den Kräften noch vier Verbesserungen, die zum Beispiel Eure Gesundheit steigern oder heimlich umgebrachte Feinde sofort in Asche verwandeln, und Knochenartefakte, die bestimmte Boni gewähren (siehe Kasten). Wer fleißig Runen sammelt, kann sich alle Fähigkeiten zunutze machen, ansonsten wählt Ihr am besten aus dem Portfolio aus, was zu Eurem Spielstil passt. Im Spiel kontrolliert Ihr per Auswahlrad, welche Kraft oder Waffe Ihr zusätzlich zum Messer gerade nutzen wollt. Seid aber vorsichtig, wenn Ihr mitten in Gefechten in dieses Menü wechselt, die Zeit bleibt dann nämlich nicht stehen, sondern läuft nur langsamer!

So toll Eure Kräfte einzeln funktionieren, so hervorragend lassen sie sich kombinieren. Haltet zum Beispiel die Zeit an, beschwört einen Rattenschwarm, bindet einem der Nager eine Springmine auf den Rücken, übernehmt sie, steuert sie in eine Gruppe Feinde, lasst die Zeit weiterlaufen und schaut Euch das rötliche Ergebnis an. Ähnlich effektiv aber unkomplizierter ist die Kombination aus ”Zeit anhalten” und ”Beherrschung”. Damit lasst Ihr wütende Wachen Selbstmord begehen, indem Ihr sie vor ihre eigenen Kugeln steuert.

Die weitläufigen Levels bieten Pfade für jede mögliche Fähigkeitenkombination und sind wahre Spielplätze für kreative Gamer. Wer sich auf die Suche begibt, findet abseits der Missionsziele begehbare Wohnungen mit Runen, Knochenartefakten und Munition, kleine Nebenhandlungen wie einen Mann, der durch den Besitz einer Rune wahnsinnig wurde und seinen Bruder ermordete, sowie den einen oder anderen Charakter, der Euch nützliche Informationen für Euer Vorankommen in der Kampagne vermittelt. Helft Ihr beispielsweise einer Frau, die von zwei Wachen in einer Nebenstraße belästigt wird, verrät sie Euch die Zahlenkombination für einen Safe im Haus eines Kunsthändlers. Durch diese Kleinigkeiten laden die einzelnen Missionen zu immer neuen Versuchen ein. Es könnte ja in der nächsten Ecke noch Begebenheiten, Gegenstände und Notizen geben, die Ihr beim ersten Durchlauf verpasst habt. So belohnt Dishonored neugierige Spieler, statt sie mit leeren Räumen und unüberwindbaren hüfthohen Zäunen auf den Haupthandlungspfad zu zwingen.

Spielerisch zählt Dishonored in diesem Jahr also zu den Highlights, doch wie sieht es auf der technischen Seite aus? Durchweg gut ist das Speichersystem. Lade- und Speicherzeiten halten sich in Grenzen und Ihr dürft jederzeit Euren Fortschritt zwischenspeichern und genau an diesem Punkt fortfahren. Spieler, die in einem Durchgang kein einziges Mal entdeckt werden oder komplett ohne Kills auskommen wollen, können also in typischer PC-Quicksave-Manier alle paar Meter speichern und gegebenenfalls neu laden, ohne zu viel Zeit zu verlieren.

In der oberen Grafikliga spielt Die Maske des Zorns sicherlich nicht mit. Tearing gibt es auf beiden Konsolen, dazu sind viele Texturen matschig und die Animationen der Charaktere etwas steif. Doch das Gesamtbild fügt sich harmonisch zu einem faszinierenden Ergebnis zusammen. Dunwall erscheint mit seinen grauen Arbeiterbezirken, dekadenten Villen und schmierig-grünen Armutsvierteln gerade auch durch die wuchtige Architektur und die unscharfen Texturen wie ein Ölgemälde aus der Zeit der Industrialisierung, vor allem, wenn Ihr zu Missionsbeginn auf die Stadt zufahrt. Die grobschlächtigen Bewohner mit ihren breiten Rücken, riesigen Händen und kantigen, ausdrucksstarken Gesichtern erinnern wohltuend an BioShock und zeigen dem Realitätswahn, der heutzutage bei Ego-Spielen herrscht, die kalte Schulter. Zu den Intelligenzbestien gehören Eure Widersacher nicht. Sie reagieren auf Sichtkontakt und Geräusche, gehen nach Entdeckungen aber recht schnell wieder vom Alarm- in den Normalzustand über. Gelegentlich gibt es KI-Aussetzer, dann stehen Wachen nutzlos in der Gegend herum oder zielen mit ihren Pistolen in die falsche Richtung. Alles in allem gibt es aber keine gravierenden Bugs im Stile von Fallout: New Vegas und Skyrim. Die sehr guten deutschen Sprecher (der englische Originalton ist auf der USK-Scheibe nicht vertreten!) kennt man durch die Bank als Synchronsprecher mehr oder minder bekannter Schauspieler. Unter anderem hört Ihr die deutschen Stimmen von Kevin Spacey, Benicio Del Toro, Ryan Reynolds und Gerard Butler. Corvo selbst ist stummer Beobachter. Der Soundtrack bleibt wie er unauffällig und beschränkt sich auf wenige situationsbedingte Einspieler.

Insgesamt übertrifft die spielerische Klasse von Dishonored die wenigen technischen Unzulänglichkeiten bei weitem. Die Maske des Zorns gehört heutzutage zu den wenigen Spielen, welche Experimentierfreudigkeit fordern und belohnen. Grips und Einfallsreichtum entscheiden hier über den Spielspaß, nicht ein möglichst flinker Zeigefinger. Ein absoluter Pflichtkauf!

Tobias Kujawa meint: Sorry, Max Payne, Dishonored stößt dich von meinem persönlichen ”Spiel des Jahres”-Thron. Als Fan von Games wie Deus Ex und Dark Project bin ich einfach dankbar für den unfassbar vielseitigen Spielplatz Dunwall, den die Leute von den Arkane Studios mit sichtlich viel Liebe zum Detail aus dem Boden gestampft haben. Neue Marken ziehen heute nicht mehr? Von wegen! Das intelligente Spieldesign und die vielen Lösungswege ziehe ich jedem glattgebügelten jährlichen Shooter vor. Mag sein, dass man Corvos Abenteuer ziemlich schnell beenden kann oder irgendwann mit nur ein oder zwei Fähigkeiten überall durchkommt. Dann hat man meiner Meinung nach aber nicht das ganze Ausmaß des Spiels begriffen. Wenn man will, kann man jede Mission auf unzählige Arten angehen. Wer sich dann selbst beschneidet und nur auf seine Klinge oder die Teleportfähigkeit setzt, verpasst viel. Für die Story an sich gibt es von mir zwar keinen Preis, dafür ist sie zu vorhersehbar. Doch sie reicht aus, um mich nicht nur zum Weitermachen zu bewegen, sondern auch, um mit allen möglichen Charakteren zu sprechen und selbst in den unwichtigsten In-Game-Büchern zu schmökern. Denn die Welt von Dishonored mag nicht blank poliert sein, doch sie fasziniert mich und hat im Gegensatz zu vielen Hochglanzspielen einen ganz eigenen Charme.

Matthias Schmid meint: Mich erinnert Dishonored in vielerlei Hinsicht an den Bethesda-Kollegen Rage – und das habe ich trotz anfänglicher Begeisterung nie durchgespielt. Ich finde die Welt von Dishonored hochgradig interessant und das Design superstimmig. Auch die von meinen Kollegen gepriesene Vielfalt der Lösungswege ist eine tolle Sache hinzu kommen starke deutsche Sprecher und eine durchdachte Steuerung, die trotz großer Aktionsvielfalt übersichtlich ist. Allerdings fühlt sich das Schleichen bei weitem nicht so gut an wie bei den Third-Person-Kollegen Metal Gear Solid oder Splinter Cell: Vielerorts habe ich das Gefühl, dass ich nur aufgrund zahlloser Kriechgänge und Kletteroptionen erfolgreich schleiche – für wirklich cooles Stealth-Feeling fehlen mir Übersicht, Karte und Radar. Schön hingegen sind die zahlreichen Nebenquests, die kantigen Charakterköpfe und die vielen Hintergrundinfos in Büchern.

Sascha Göddenhoff meint: Wow, Dishonored hat mich wirklich begeistert! Anfangs war ich ein wenig skeptisch, denn das technische Grundgerüst erschien mir doch etwas holprig. Aber schon nach kurzer Einspielzeit hatte mich der Titel gepackt. Die Atmosphäre profitiert sogar von der etwas schwachen Optik, denn das schmutzige und rohe Setting wird so einfach prima eingefangen. Noch besser finde ich das spielerische Grundgerüst: Mir werden bei der Erfüllung meiner Aufträge kaum Grenzen gesetzt. Ich kann mich schleichend über Laternen und Dächer bewegen und dabei jedem Feind aus dem Weg gehen. Andererseits darf ich aber auch jederzeit metzeln, Ratten auf meine Gegner hetzen sowie stark inszenierte Nahkampf-Kills anbringen – Dishonored lässt mir im Gegensatz zu den meisten anderen Spielen den Raum, meinen eigenen Stil zu entwickeln. Dazu gesellen sich wunderbar skurrile Charaktere wie die Lumpengräfin, mit denen ich ebenfalls auf unterschiedlichste Art und Weise interagieren kann. Ich schließe mich bezüglich des Umgangs mit dem Spiel übrigens Tobias’ Meinung an: Wer nur metzelt, verkennt das famose Level- und Spieldesign. Dafür bietet die Welt von Dishonored einfach zu vielgestaltige Möglichkeiten. Wollt Ihr wieder ein wenig Frische in Euer Gamerleben bringen, müsst Ihr Dishonored einfach spielen!

  • 6 ausbaubare übernatürliche Fähigkeiten
  • völlig eigenständig lösbare Sandbox-Missionen
  • technisch mäßige, aber stilistisch tolle Grafik
  • Missionen und Ende unterscheiden sich je nach Spielstil
  • auch in Deutschland ungeschnitten
  • kein englischer Ton in der USK-Version

Ein Fest für freiheitsliebende Spieler. ”Dishonored” verhilft dem altehrwürdigen Schleich-Genre zu neuem Glanz.

Singleplayer90
Multiplayer
Grafik
Sound

Final Fantasy Type-0

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Hajime Tabata, Director von Final Fantasy Type-0, bestätigte, dass Square Enix weiterhin den Plan hat, dass Spiel im Westen zu veröffentlichen – sofern“sich eine Möglichkeit ergibt”.

Bereits vor einem Jahr erschien das Spiel, dass dem “Fabula Nova Crystallis”-Universum von Final Fantasy XIII und dessen Nachfolgern angehört, jedoch eine ganz eigenständige Geschichte erzählt, exklusiv für die PSP in Japan. Seitdem war auch eine lokalisierte Fassung für den Westen im Gespräch – und Tabata erklärte gegenüber Gamespot, dass Fans die Hoffnung nicht aufgeben sollten: “Wir würden den Titel gerne zu den Fans in Nord Amerika und Europa bringen; falls sich eine überzeugende Möglichkeit ergibt, werden wir bereit sein, dies in Erwägung zu ziehen.”

In Japan verkaufte sich der Titel innerhalb einer Woche etwa 470.000 Mal. Über den immensen Aufwand einer Spiele-Lokalisierung sprachen auch Jan und Jacob im letzten M! in Japan-Podcast.

Remember Me

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Jean-Maxime Moris, Creative-Director von Remember Me, erklärte, dass man bei dem Spiel mit den typischen Klischees und der übermäßigen Gewalt in Spielen brechen wollte:

“Videospiele sind zu einem formatierten Medium geworden, dabei ist es das mächtigste Medium der Welt, dass in der Zukunft das größte Potential hat. Doch alles ist formatiert”, klagte er gegenüber CVG.

Mit “formatiert” meint er, dass viele Spiele immer noch den “Weißer-Mann-mit-Waffe”-Helden favorisieren: “Wie blöd ist diese Industrie eigentlich, nur auf diese Stereotypen zu setzen? Es ist das einzige, was man den Leuten gibt, sie gewöhnen sich daran und am Ende wollen sie nichts anderes”, fluchte er über die Spirale der Entwicklung zum Klischee-Spiele-Helden.

Mit Nilin, der Protagonistin aus Remember Me, wollte Entwickler Dontnod diesem Rollenbild entgegenwirken – und auch einer anderen Entwicklung in Spielen Einhalt gebieten: die der übermäßigen Gewalt.”Sie rennt herum, klettert, springt, tritt Kerlen in den Arsch, remixed Erinnerungen und tötet dabei nur wenige Leute – und das alles in einem Spiel, das ohne Blut auskommt“, erklärte Moris.

Remember Me erscheint im Mai 2013 für PS3 und Xbox 360.

Spieleentwicklung

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Splinter Cell: Blacklist-Director Patrick Redding ist überzeugt, dass “traditionelle” Großproduktionen in der Spieleentwicklung dem Untergang geweiht sind – die Zukunft gehört seiner Meinung nach “Low Budget-Top-Titeln”.

Als Beispiel für solch ein Spiel nannte er laut GamesIndustry Minecraft: eine Low Budget-Produktion mit hoher Flexibilität.“Der Markt als Ganzes wird eine kritische Verschiebung der Prioritäten erleben, weg vom absoluten Vorrang der Grafik, den Produktionskosten und der Inhaltserstellung, hin zu systemischer Tiefe”, erklärte er.  Zu dieser Verschiebung tragen die immer weiter steigenden Enwicklungskosten bei, ebenso der digitale Vertrieb wie auch die Wünsche der Spieler.

Über ein Spieledesign mit solch einer “systemischen Tiefe” verfügen beispielsweise Klassiker wie Schach und Poker. Redding warnte Entwickler von AAA-Titeln, dass sie die Kontrolle als Autor über Geschichte und Verlauf eines Spiels aufgeben müssten, ebenso müssten sie akzeptieren, dass zusätzliche Ressourcen keine Design-Problem lösen könnten. Seine eigene Entwicklung Splinter Cell: Blacklist – so räumt Redding ein- ist natürlich noch ein Triple A-Titel, jedoch zeigt es schon das, was er “systemisches Design” nennt, beispielsweise bei der “KI und den Beleuchtungsbasierten Erkennungs-Mechaniken” des Spiels.

Splinter Cell: Blacklist erscheint für PS3 und Xbox 360 im Frühjahr 2013.

UK-Charts

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Diese Spiele wurden auf der Insel in der vergangenen Woche am meisten gekauft:

  1. Assassin’s Creed III (360)
  2. Assassin’s Creed III (PS3)
  3. Football Manager 2013 (PC)
  4. WWE ’13 (360)
  5. FIFA 13 (360)
  6. FIFA 13 (PS3)
  7. Forza Horizon (360)
  8. Need for Speed: Most Wanted (PS3)
  9. WWE ’13 (PS3)
  10. Need for Speed: Most Wanted (360)
  11. Medal of Honor: Warfighter (360)
  12. Medal of Honor: Warfighter (PS3)
  13. Just Dance 4 (Wii)
  14. Skylanders Giants (Wii)
  15. Professor Layton und die Maske der Wunder (3DS)
  16. Skylanders Giants (360)
  17. Assassin’s Creed III: Liberation (PSV)
  18. Pokémon: Schwarze Edition 2 (DS)
  19. Moshi Monsters: Moshlings Theme Park (DS)
  20. The Elder Scrolls V: Skyrim (360)
  21. New Super Mario Bros. 2 (3DS)
  22. Dishonored: Die Maske des Zorns (360)
  23. Pokémon: Weiße Edition 2 (DS)
  24. Forza Motorsport 4 (360)
  25. Skylanders Giants (PS3)

Tony Hawk’s Pro Skater HD

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Achtung, jetzt folgt eine bittere Pille für Besitzer von Tony Hawk’s Pro Skater HD: Wie der offizieller Facebook-Seite zu entnehmen ist, verschiebt sich die Veröffentlichung des DLCs für den Trendsporttitel erneut – diesmal ist die erste Dezemberwoche anvisiert, in der die Zusatzinhalte definitiv für alle Plattformen erscheinen sollen.

Der Download sollte ursprünglich 30 bis 45 Tage nach dem Release des Hauptspiels veröffentlicht werden und wird Strecken aus dem dritten Teil der Serie enthalten.

Forza Horizon

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Zum Preis von 400 Microsoft-Punkten ist ab morgen das “Bondurant Car Pack” für Forza Horizon auf dem Marktplatz von Xbox Live erhältlich. Das hat Microsoft inzwischen bekanntgegeben. Nach dessen Download stehen Euch diese sechs neuen Schlitten zur Verfügung:

  • 2012 Lamborghini Gallardo LP570-4 Spyder Performante
  • 2012 Shelby 1000
  • 2010 BMW M3 GTS
  • 1965 Shelby Cobra 427 S/C
  • 1994 Nissan 240SX SE
  • 2012 Jeep Wrangler Rubicon

Das Rennspiel war in der vergangenen Woche für Xbox 360 erschienen.

Wii U

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Auf der offiziellen amerikanischen Nintendo-Website gab der Mario-Konzern unlängst Details zum Internet-Browser des Wii U bekannt. Diese stellen insgesamt keine großen Überraschungen dar und dürften die Konsolenwelt nicht revolutionieren.

Die Internetfunktion der Wii U basiert auf der NetFront Browser Engine, die schon bei PS3, Vita und 3DS ihre Dienste verrichtet. Es wird möglich sein, jederzeit, also auch mitten im Spiel, einen kurzen Abstecher ins Internet zu machen oder sich entsprechende Inhalte auf dem GamePad anzeigen zu lassen, während im Fernsehen etwas ganz anderes läuft. Plug-Ins, wie etwa der Adobe Flash Player, werden generell nicht unterstützt, was für das Hoch- oder Runterladen von Bildern ebenfalls gilt. 

Da das GamePad nur über Single-Touch verfügt, werden desweiteren auch Pinch-To-Zooms nicht funktionieren. Allerdings ist der Browser kompatibel zu HTML5 und schnitt in diversen Tests, etwa auf html5test.com, besser als seine Konsolen-Konkurrenten ab. Ob das auch für die Funktionalität des Miiverse gilt, wird sich bald zeigen.

Neue Spiele der Woche

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Jede Woche buhlen neue Videospiele um die Gunst der Käufer – in dieser Übersicht wollen wir Euch kompakt und komfortabel nach Systemen sortiert zeigen, was gerade neu in die Läden kommt und spätestens Freitags überall zu haben sein sollte.

Dabei gilt: Irrtümer und kurzfristige Verschiebungen lassen sich nicht ausschließen, wir bemühen uns aber, das Sortiment möglichst korrekt aufzulisten. Außerdem beschränken wir uns in der Regel (Ausnahmen kann’s also geben) auf die regulären Fassungen von neuen Spielen, die als physikalische Datenträger und offiziell hierzulande erhältlich sind.

Diese Woche erscheint…

…für PS3:

  • DanceStar: Party Hits (Sony)
  • LittleBigPlanet Karting (Sony)

…für 360:

  • Halo 4 (Microsoft)
  • Mass Effect Trilogy (Electronic Arts)
  • Zumba Fitness: Core (505 Games)

…für Wii:

  • The Voice of Germay (bitComposer)
  • We Sing: Deutsche Hits 2 (Flashpoint)
  • Zumba Fitness: Core (505 Games)

...für Nintendo 3DS:

  • Hotel Transsilvanien (Avanquest)
  • Jewel Master: Cradle of Egypt 2 3D (Rondomedia)
  • Spy Hunter (Warner)

Sony

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Im Geschäftsbericht des 2. Quartals setzte Sony die Verkaufsprognosen für die PlayStation Vita erneut herunter.

Wie CVG berichtet, ging der Konzern anfänglich davon aus, 16 Millionen Vita und PSP (kombiniert) im laufenden Geschäftsjahr abzusetzen. Im August revidierte man die Prognose bereits auf 12 Millionen Einheiten. Als neues Ziel nannte Sony nun 10 Millionen verkaufte PS Vita und PSP bis Ende März 2013. Die Verkaufserwartungen für PS3 und PS2 blieben hingegen bei den ursprünglich veranschlagten 16 Millionen Einheiten.

Im 2. Quartal des laufenden Fiskaljahres verkaufte Sony 3,5 Millionen PS3 und PS2, im Jahr davor waren es noch 4,9 Millionen. Von PS Vita und PSP konnte Sony im letzten Quartal zusammen 1,6 Millionen Einheiten absetzen, im Vorjahresquartal waren es 1,7 Millionen. Das Softwaregeschäft verlief hingegen positiv: 41,4 Millionen PS3 und PS2-Spiele wanderten im letzten Quartal über den Tresen, ein leichtes Plus gegenüber den 40,2 Millionen im Jahr zuvor. Auch die Verkäufe bei den Handheld-Spielen zogen leicht an: von 8,2 Millionen Einheiten im 2. Quartal des letzten Jahres auf nunmehr 8,7 Millionen.

Der Umsatz von Sonys Spielesparte ging im Vergleich zum Vorjahresquartal um 15,8 % zurück auf 148,2 Milliarden Yen (1,4 Milliarden Euro), entsprechend sank auch das Betriebsergebnis auf 2,3 Milliarden Yen (22 Millionen Euro).

Insgesamt konnte der Konzern seinen Umsatz im letzten Quartal auf 1,6 Billionen Yen (15 Milliarden Euro) steigern, dass sind 1,9 % mehr als im Vergleichsquartal 2011. Auch die Verluste gingen zurück – von 27 Milliarden Yen im Q2 2011 auf jetzt 15,5 Milliarden Yen (149 Millionen Euro).

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