Es war einmal der Game Boy. Ein kleiner weiß-grauer Kasten, der mit grauen Modulen gefüttert wurde. Konsolen gab es schon vorher, und wer mag, darf Tabletops auch als transportabel klassifizieren. Doch der Game Boy war anders. Wir nahmen ihn mit, überall hin. Er trat den morgendlichen Schulweg mit uns an, obwohl seine Lern-Philosophie mit der in Schulen allgemein vorherrschenden Version wenig gemein hatte. Er legte sich mit uns schlafen, doch bevor wir die Augen schlossen, wurden noch ein paar Reihen bei Tetris abgebaut. Da wurde es das ein oder andere Mal ganz schön spät. Portables Spielen wurde seitens Nintendo salonfähig gemacht. Warum nicht im Bus eine kurze Runde zocken? Was spricht dagegen, bei schönem Wetter raus auf die Wiese zu gehen und den Highscore zu jagen? Unterwegs daddeln hat eine Tradition, denn nach dem Game Boy kamen viele weitere Handhelds auf den Markt. Bis heute probierten sich so einige Hersteller an tragbaren Systemen. Mal waren diese erfolgreich wie bei Nintendo, ein anderes Mal schafften sie es gar nicht bis in die Händlerregale wer etwa die verrückte Gizmondo-Story noch nicht kennt, liest diese hier bitte nach. Fakt ist aber auch, das Spiele für Mobiltelefone den etablierten Geräten in den vergangenen Jahren schwere Konkurrenz machen. Die aktuellen Hosentaschen-Spielereien Nintendo 3DS sowie PlayStation Vita kämpfen gegen Google Play und App-Store, und nicht wenige sagen, dieser Kampf sei aussichtslos. Ich schaue etwas genauer hin und versuche mich an einer Analyse der gegenwärtigen Situation.
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Seit dem Start des Game Boy sind mehr als 20 Jahre vergangen. Damals lagen die Dinge für mobiles Spielen noch anders als heute. Vergleichen wir etwa Nintendos Kleinen mit heutigen Mobiltelefonen, so stellen wir fest: der konnte nichts, außer Spielen. Sind aktuelle Smartphones mit immenser Rechenleistung in der Lage, neben der Spielsoftware noch mobiles Surfen im Internet, Videowiedergabe und Office-Anwendungen zu verwalten, so konnten wir mit dem Game Boy nur eines tun: nämlich spielen. Doch das war ja auch das eigentlich Wichtige, schließlich dachte um 1990 noch niemand an kabellosen Datentransfer und Apps. Videospiele sollten im Alltag der Menschen präsenter sein, und weil sich dieser Alltag in der Regel nicht ausschließlich auf der heimischen Couch abspielte, mussten Alternativen her. Nintendo überzeugte mit dem Game Boy Millionen von Menschen und machte das Gerät zu einem Welterfolg. Seine Vorzüge lagen auf der Hand: ein geringer Preis, gutes Handling, Zugänglichkeit, gute Batterieleistung und vor allem viele Games. Allein in Europa konnten über 40 Millionen Geräte abgesetzt werden.









