Keiji Inafune gründet zwei Firmen

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Im Oktober letzten Jahres verkündete Keiji Inafune zur Überraschung vieler, dass er Capcom nach 23 Jahren verlassen würde (wir berichteten). Als Charakterdesigner war er 1987 mit 22 Jahren zu dem japanischen Traditionsunternehmen gestoßen und hat daraufhin u.a. mit seiner Arbeit an den Mega Man-, Onimusha– und Dead Rising-Franchises – in der letzten Zeit aber auch mit kritischen Äußerungen zur japanischen Spieleindustrie – auf sich aufmerksam gemacht.

Am 1. April gab Inafune nun bekannt, dass er nicht eine, sondern gleich zwei Firmen ins Leben gerufen hat. Neben Comcept (eine Wortneuschöpfung aus Computer und Concept) gründete er nämlich noch Intercept, welche einer Aussage aus der gestrigen Pressekonferenz auf der Videoseite Nico Nico Douga zufolge, nach dem Interceptor aus Mad Max benannt worden ist. Inafune ist der repräsentative Direktor beider Firmen.

Intercept scheint ein Entwicklerstudio im herkömmlichen Sinne zu sein. Der Firmensitz ist in Tokio und das veranschlagte Kapital beträgt 10 Millionen Yen (knapp 90.000 Euro). Auf der Firmenhomepage wird als Arbeitsbereich die Planung und Umsetzung von Spielen angegeben. Die Design-Philosophie wird durch die drei Punkte ‘Originality’, ‘Gravity’ und ‘Beyond the age’ beschrieben. Gemeint sind damit Einzigartigkeit, Anziehungskraft und Zeitlosigkeit. In der bereits erwähnten Pressekonferenz erklärte Inafune auf die Frage, was konkret geplant sei, dass man zunächst gern auf kleinere Werke mit kürzeren Entwicklungszeiten setzen würde. Größere Projekte seien zwar nicht ausgeschlossen, aber die Spieler sollten keine RPGs von ihm erwarten (wobei er sich wiederum Action-Spielen mit RPG-Elementen durchaus vorstellen könne).

Die zweite Firma Comcept ist dagegen breiter ausgelegt und soll auf verschiedenen Feldern des Unterhaltungssektors wirken. Sie ist sowohl in Osaka als auch in Tokio angesiedelt und ihr wird das gleiche Kapital von 10 Millionen Yen veranschlagt. Auf der Website der Firma werden die Felder, auf denen man tätig werden will, wie folgt angegeben:

–        Planung, Umsetzung und Verkauf von Konsolenspielen

–        Planung, Umsetzung, Verwaltung und Distribution von Onlinespielen

–        Planung, Umsetzung, Verwaltung und Distribution von mobilen Inhalten

–        Planung, Umsetzung, Verwaltung und Distribution von anderen Entertainment Inhalten

–        Planung, Umsetzung, Fertigung, Verkauf und auch Rechteverwaltung von Merchandise

–        Planung, Verfassen, Fertigung, Verkauf und auch Rechteverwaltung von Büchern, Musik und Home Video

–        Planung, Entwurf, Produktion, Management und auch Beratung bei Trainingsangeboten wie Kursen und Workshops oder Events für Industrie oder Verbraucher

In einem Eintrag auf dem eigenen Blog vergleicht Inafune die beiden Firmen mit zweieiigen Zwillinge, die zwar miteinander verwandt seien, sich aber in Charakter und Aussehen unterscheiden würden. Er bemerkt zudem, dass zwei Kinder zwar das Doppelte an Arbeit bedeuteten und auch doppelt so viel Geld in Anspruch nehmen würden, setzt dem aber entgegen, dass sie letzendlich auch die doppelte Menge an Freude mit sich brächten, wenn man sie ersteinmal erfolgreich aufgezogen hat. Die Bekanntgabe der Firmengründungen und die Pressekonferenz waren eigentlich für Mitte März angesetzt, haben sich dann aber sich aber durch das Tohoku-Erdbeben verschoben.

Abschließend am Rande eine weitere kleine Notiz aus der japanischen Spieleindustrie: Konami hat am 30.März bekannt gegeben, dass Hideo Kojima (Metal Gear Solid) und auch Shinji Enomoto (Pro Evolution Soccer) zu den neuen Vize-Präsidenten von Konami Digital Entertainment befördert worden sind.

Platinum Games über Frische und Innovation

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Platinum Games scheint für die Zukunft gerüstet. Dies ist zumindest dem offenen Brief des Entwicklers zu entnehmen.

Das von Mitarbeitern des mittlerweile geschlossenen Clover Studios gegründete Team hat bislang Mad World, Bayonetta und Vanquish in seinem Entwicklungsportfolio – als nächstes steht Max Anarchy an. 

Wie Tatsuya Minami verlauten lässt, war die Firma schon immer auf das Credo “deliver smiles and surprises around the world” bedacht. Fünf Jahre später nehmen Platinum Games kein Blatt mehr vor den Mund bezüglich ihrer Ambitionen:

As stated, we aim to be the Japanese standard bearer in the competitive global video game market.

Auf gut deutsch: Sie wollten die neuen Standards in der japanischen Entwicklerszene setzen.

Dazu greift Minami eine Anprangerung auf, die schon einige Entwickler aber auch Hersteller vor ihm, hauptsächlich auf der Tokyo Game Show, äußerten:

However, the current games business is struggling. The “fresh surprises” I mention are becoming few and far between, especially in our home of Japan. Not so long ago, Japan lead the world’s games business, and it was not a stretch to call games a uniquely Japanese specialty; however, now it appears that Japanese games companies have lost their vigor.

Der japanische Spielemarkt stagniere also, die Überraschungen seien immer seltener und der ehemalige Weltmarktführer Japan habe seinen Elan verloren. Wünschenswert wäre es für uns Gamer auf jeden Fall, dass für Platinum Games die schon etwas übertriebenen Ziele “We aim to bring happiness to gamers worldwide. We seek to ignite a Japanese games revival.” (“Wir wollen Gamer glücklich machen und eine Wiederbelebung der japanischen Spiele starten.”) in Erfüllung gehen.

Hier könnt Ihr Minamis Äußerungen im einzelnen nachlesen: Platinum-Blog

Tokyo Game Show 2011 findet wie geplant statt

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Nachdem vor wenigen Tagen noch darüber nachgedacht wurde, die diesjährige Tokyo Game Show aufgrund des Erdbebens zu verkürzen, steht nun fest, dass die Messe wie geplant durchgezogen wird.

Demnach wird die Tokyo Game Show 2011 vom 15. bis zum 18. September auf dem Gelände der Makuhari-Messe in Tokio stattfinden. Das hat die CESA (Computer Entertainment Supplier’s Association), Organisator der TGS, nun bekannt gegeben.

Zunächst ging man davon aus, dass Stromausfälle und Schäden am Messegebäude ein Problem darstellen könnten. Diese Bedenken gibt es jetzt nicht mehr, die Gebäude sind zwar beschädigt, die Reparaturen an den Gebäuden haben bereits begonnen, so die CESA.

Burnout Crash: Criterion sichert sich die URL

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Schon lustig, dass viele moderne “Oh mein Gott, es kommt ein Nachfolger zu Bla of Bla!”-Gerüchte auf gekauften URLs beruhen. So wie in diesem Fall: Criterion Games, die englischen Urgroßväter des “Karren-Bumsens” in modernen Videospielen, haben sich erst kürzlich die URL zu Burnout Crash gesichert. Und – um die Sache noch interessanter zu machen – folgt nur kurze Zeit später ein kleiner, aber feiner Blogbeitrag:

Haven’t seen this for a while.

“Wir haben DAS jetzt schon für ‘ne Weile nicht gesehen!”

Unter dem Spruch verlinkt ist ein Video zu Burnout 2 – welches auch in uns den Crash-Spaß alter Zeiten heraufbeschwört.

Kein Wunder, immerhin begleitet uns die Serie bereits seit stolzen 10 Jahren! Burnout Numero Uno erschien hierzulande  am 16. November 2001 für die PlayStation 2, Umsetzungen für GameCube und Xbox folgten ein halbes Jahr später. Der Durchbruch der Serie geschah jedoch erst mit oben verlinktem Schmuckstück: Burnout 2: Point of Impact erschien nicht mal ein Jahr später im Oktober 2002 für PlayStation 2.

Genial die damaligen PR-Pläne für England: Acclaim wollte alle Leute entschädigen, welche neben dem Kauf des Spiels noch ein Knöllchen für erhöhte Geschwindigkeit zu zahlen hatten. Leider wurde die Aktion aufgrund negativer Stimmen aus der Regierung abgeblasen.

Was uns jetzt genau mit Burnout Crash erwartet, steht selbstverständlich noch in den Sternen. Eine Rückkehr der Serie zurück zu den Wurzeln? Oder einfach eine schnieke HD-Arcade Umsetzung von Burnout 2 mit Online-Komponente? Eine neue Crash-Orgie für den 3DS? Spätestens zur E3 2011 sollten wir mehr wissen!

Zudem hat auch ein australischer Ratingboard-Eintrag den neuen Titel Burnout Crash bestätigt.

Übrigens: Was war eigentlich Euer bislang liebstes Burnout?

Madden-Entwickler Robin Antonick verklagt EA

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Robin Antonick, eine der Schlüsselfiguren bei der Entwicklung der Madden-Reihe, verklagt EA. Der Streitwert könnte bis zu 60 Millionen US-Dollar betragen, da EA mit der Football-Marke laut Schätzungen etwa vier Milliarden Dollar Gewinn einfahren konnte.

Antonick beteuert, von ihm entwickelte Technologien wie 3D-Kameraperspektiven oder die gleichzeitige Simulation von 22 Feldspielern seien in vielen weiteren Spielen von EA verwendet worden.

Laut Gamasutra sei in einem 1986 geschlossenen Vertrag zwischen EA und Antonick vereinbart worden, dass der Entwickler 1,5 Prozent des Gewinns aus “derivater Arbeit”, also von Madden abgeleiteten Spielen, erhalten sollte. Geld aus dieser Vereinbarung sah Robin Antonick allerdings nie. Antonick hatte Madden 1988 und 1989 für C64, MS-DOS und Apple II entwickelt. EA argumentiert, die folgenden Ableger der Serie würden andere Technologien verwenden.

Laut Anklage würden jedoch auch Bill Walsh College Football, NCAA Football und EA-Hockey-Spiele auf der Arbeit von Robin Antonick basieren.

L.A. Noire DLC – A Slip of the Tongue

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Rockstar veröffentlicht noch vor dem Spiel einen Trailer zu dem L.A. Noire– Zusatzinhalt “A Slip of the Tongue”. Diese Erweiterung ist ein Vorbestellerbonus. In den USA gilt das Angebot nur bei Walmart, in England bietet Play diesen DLC an. Später wird “A Slip of the Tongue” auch für alle anderen L.A. Noire-Spieler verfügbar sein, ein Preis ist noch nicht bekannt.

Der Protagonist Cole Phelps muss in der Bonus-Mission einige mysteriöse Autodiebstähle aufklären und dem Drahtzieher auf die Schliche kommen. L.A. Noire erscheint am 20. Mai für PlayStation 3 und Xbox 360.

Wegen Tsunami-Attacke: One Piece-Promo-DVD eingestampft

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Wie vermutlich jeder mitbekommen hat, hat sich in Japan ein schweres Erdbeben ereignet. Das Unterwasserbeben hat zudem einen Tsunami verursacht, welcher die Küstenregion Japans heimgesucht hat. In einem Demo-Video zu Werbezwecken für One Piece Unlimited Cruise SP, mit dem japanische Händler das Spiel anpreisen sollten, werden die Auswirkungen der Spezial-Fähigkeiten des Charakters Shirohige gezeigt.

Eine Besonderheit des Spieles sind die Auswirkungen auf die Umgebung durch die Spezialattacken. In dem Werbefilmcgeb verursacht Shirohige durch seine Spezialfähigkeit ein Erdbeben, welches in der Stage einen Tsunami auslöst. Dies erschien Namco Bandai pietätlos – daher hat der Publisher um die Vernichtung der Kopien des Werbefilmes gebeten.

Symphonic Odysseys mit Chrono Trigger und neuer Fanfare

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Langsam sickern Infos zu Symphonic Fantasies, dem großen, alleine den Werken von Nobuo Uematsu gewidmeten Konzert am 9. Juli (Samstag) in Köln durch. Neben Stücken aus Lost Odyssey, Final Fantasy, Blue Dragon und The Last Story wird auch Musik aus Chrono Trigger gespielt.

“Moment!” mag der Kenner jetzt rufen: Hat nicht Yasunori Mitsuda den grandiosen Chrono Trigger-Score geschrieben? Ja, das hat er, aber nicht komplett. Kurz vor Fertigstellung wurde der völlig überarbeitete Mitsuda (es war sein erster großer Soundtrack, für den er sich extrem ins Zeug legte) mit einem Magengeschwür ins Krankenhaus gebracht und Uematsu sprang ein, um den Soundtrack zu komplettieren.

Außerdem wurde bekannt, dass Uematsu die Eröffnungsfanfare schreibt – die feiert ihre Weltpremiere dann ebenfalls am 9. Juli. Und dass der Meister dabei persönlich anwesend sein wird, das versteht sich ja fast von selbst. Während das Konzert um 20 Uhr bereits ausverkauft ist, könnt Ihr für 15 Uhr noch ein paar Karten bekommen (hier klicken).

Schickes, transportables Ladegerät für 3DS und Konsorten

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Der größte Kritikpunkt am 3DS ist wohl die knappe Batterielaufzeit.

Zwar gibt es es ein paar “Tricks”, wie man diese strecken kann, aber auf der niedrigsten Helligkeitsstufe und ohne 3D-Effekt zu spielen, ist auch nicht unbedingt Sinn der Sache…

Doch Lösung naht: Mit dem Universal Gadget Wrist Charger, auch Bracer of Battery Life +2 genannt, ist es möglich, Euren 3DS wieder aufzuladen. Und das, während Ihr in der Bahn, im Flugzeug oder einfach zu lange auf der Toilette sitzt!

Das schicke Utensil wird vorher via USB am PC aufgeladen und sorgt später – am Handgelenk getragen – dafür, dass Ihr mit Euren elektronischen Geräten auch noch in die 3. Halbzeit gehen könnt. Praktischerweise wird das Gerät nämlich mit neun verschiedenen Adaptern ausgeliefert.

Der UGWG kostet ca. 35 US-Dollar, für welche Produkte es sonst noch zu gebrauchen ist sowie sämtliche technischen Spezifikationen findet Ihr hier.

Nicht wundern, dass der 3DS noch nicht gelistet ist! Da dieser aber über den gleichen Anschluss wie DSi und DSi XL verfügt, sollte dies kein Problem darstellen. Einziges Problem: Der Bracer for Battery Life+2 ist bis jetzt nur in den USA erhältlich.

Rettungsflieger gesucht: Choplifter ist zurück!

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inXile (Hunted, The Bard’s Tale) veröffentlicht im Herbst eine Neuauflage des Sega-Klassikers Choplifter auf PS3/PSN – in HD selbstverständlich. In dem Remake absolviert Ihr 20 Einsätze, klassische Luftunterstützungs- und Rettungsmissionen sollen Zocker motivieren und unterhalten.

Ein kurzer Abriss aus dem Choplifter-Universum: Der erste Teil wurde 1982 unter anderem für den Apple II veröffentlicht, bevor Sega sich 1985 die Rechte sicherte und eine Arcade-Version daraus bastelte.

1991 erschien Choplifter II für den Game Boy. 1994 gelang der Sprung dann auch auf das Super Nintendo, bevor 1995 schließlich eine Game-Gear-Veröffentlichung folgte.

Seht hier den Launch-Trailer!

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