Nintendo hat seine Ergebnisse für die vergangenen neun Monate des laufenden Geschäftsjahres veröffentlicht. Demnach brach der Gewinn des Unternehmens zwischen April und Dezember des vergangenen Jahres um 74 Prozent auf 49,6 Milliarden Yen (etwa 443,3 Millionen Euro) ein. Zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres meldete Nintendo 192,6 Milliarden Yen (etwa 1,7 Milliarden Euro).
Das Gesamteinkommen fiel um 31,7 Prozent auf 807,9 Milliarden Yen (etwa 7,2 Milliarden Euro), verglichen mit 1.182 Milliarden Yen (etwa 10,5 Milliarden Euro) in den Vergleichsmonaten 2009.
40,22 Prozent der Einnahmen wurden durch Software-, 59,6 Prozent durch Hardware-Verkäufe erzielt. 46,8 Prozent der Verkäufe fallen auf Amerika, gefolgt von Europa (31,8 Prozent) und Japan (16 Prozent).
Das meistverkaufte Stück Nintendo-Software war Super Mario Galaxy 2. Der Titel ging weltweit 6,15 Millionen Mal über die Ladentheke. Insgesamt knackten 18 Nintendo-Titel die Millionen-Marke.
Laut Unternehmenspräsident Satoru Iwata würden die Zahlen nicht berücksichtigen, dass gerade die Wii-Konsole am Ende des Jahres einen starken Verkaufszuwachs verzeichnen konnte. In der zweiten Dezemberhälfte hätte sich das Gerät mehr als doppelt sooft verkauft wie Sonys PlayStation 3.
Auch den USA könne man mit den Wii-Verkäufen am Jahresende mehr als zufrieden sein. Man hätte zwar nicht die Rekordwerte von 2009 erzielt, sei jedoch besser gewesen als noch 2008.
Für den DS sei es nur in Japan solide gelaufen, räumte Iwata ein. Die schwachen Verkaufszahlen von DS-Software in Europa seien laut dem Präsidenten zu einem großen Teil auf Raubkopien zurückzuführen. Der Plan sei allerdings, den Handheld-Markt mit dem 3DS wiederzubeleben.