Tobias Kujawa meint: PES 2011 ist für mich das beste Spiel der Reihe seit dem sechsten Teil. Das neue Passsystem sorgt für volle Kontrolle und planbare Spielzüge. Mich ärgert aber noch immer die schlechte Verteidigungs-KI, die Angreifer oft selbst mit drei Spielern nicht am Torschuss hindert. Außerdem ist mir das Spiel in der Standard-Geschwindigkeit zu schnell, aber das ist ja dank der regelbaren Spielgeschwindigkeit kein Problem. Warum ich bei Matches gegen meine Kollegen vor jeder Partie meine Aufstellung neu laden muss, bleibt mir allerdings ein Rätsel. Bei den Partien selbst schlägt mir der Puls aber wie bei jedem PES bis zum Hals, ich freue mich über gelungene Passstafetten und ärgere mich über Fehler und Gegentore – natürlich haben meine Kontrahenten in dem Fall immer nur Glück gehabt oder die KI hatte Aussetzer…
Oliver Schultes meint: Ich war noch nie ein Konsolen-Kicker, der großen Wert auf Lizenzen gelegt hat – das Spielgefühl war mir immer wichtiger. Das macht eine Entscheidung pro Pro Evo und gegen FIFA leichter: Denn auf dem virtuellen Platz hat Konamis Kick die Hosen an, für meinen Geschmack spielt es sich einfach besser. Und das wird bei der 2011er-Episode noch deutlicher: Die Möglichkeit selbst entscheiden zu können, wohin mein ballführender Athlet passt, eröffnet mir alle Optionen, das Spiel so zu gestalten, wie ich das für richtig halte.
Die Kehrseite der Medaille: Wenn ich mal eine Packung von einem Redaktions-Kollegen bekomme (passiert nur sehr selten), dann muss ich die Fehler jetzt noch mehr bei mir als beim Spiel suchen. Die Ausrede “Zu dem wollte ich doch gar nicht passen!” klingt hier noch peinlicher als früher.
Matthias Schmid meint: Trotz seiner zahlreichen Schwächen (Stichwort: viele Abpraller-Tore) hat mich PES in dieser Saison wieder mehr begeistert als im einfallslosen Vorjahr. Dafür ist neben der realistischen Optik mit ihren tollen Gesichtern und vielen feinen Animationen vor allem das neue Pass-System verantwortlich. Im Gegensatz zu FIFA 11 verlangt PES 2011 von Euch die überfällige Umstellung auf punktgenaue Zuspiele – das PES-Pass-System wirkt auf mich ausgereifter. Zwar geht mit den nun vielen schwereren Zuspielen ein neuer Lernprozess einher, doch den nehme ich gerne in Kauf, wenn ich dafür genauer als je zuvor zu meinen Mitspieler abgeben kann. Allerdings bin ich noch nicht über den Umstieg vom Steuerkreuz zum Analogstick hinweg. Eigentlich dribble ich ja viel lieber per Kreuz, das sensiblere Passen via Stick zwingt mich aber zur Umstellung. Vielleicht liegt’s ja daran, dass die mir in die Wiege gelegte Fußball-Intelligenz und mein überlegenes taktisches Verständnis noch nicht dazu geführt haben, dass ich die Kollegen Olli und Tobias locker vom Platz fege…
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