Die Spiele des Jahres 2010 – Platz 20 – Enslaved: Odyssey to the West

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Max Wildgruber meint: Spielerisch vielleicht nicht die Speerspitze des Action-Jahrganges, bietet Enslaved aber die tollste virtuelle Schauspielkunst 2010 und verbindet superbe Filmsequenzen und künstlerisch durchkomponierte Spielareale zu einem aparten Gesamtkunstwerk irgendwo zwischen Comic, Film und Videospiel. Dieser Titel erzählt seine Geschichte auch weiter, wenn Ihr mit Held Monkey Kletterübungen absolviert oder Robo-Gegnern das Blech verbeult. Mutig, andersartig und finanziell sträflich unerfolgreich! Seid keine Mainstream-Zombies und holt Euch diesen farbenfrohen Superknaller, bevor das Action-Genre im gräulichen Kriegsspieldreck versinkt!

Matthias Schmid meint: Machen wir uns nix vor – in puncto Kampfsystem, Hüpfpassagen und Spielprinzip reißt Enslaved keine Bäume aus. Hier wird Bewährtes kompetent abgespult. Viel mehr haben mich die Inszenierung und der Stil beeindruckt – man merkt dem Titel zu jeder Sekunde an, dass Namco den englischen Entwicklern die Freiheit gelassen hat, ein Spiel nach ihren Wünschen zu gestalten. Ninja Theory dankt es mit schrullig-sympathischen Charakteren, die offen ihre Gefühle zeigen, und einer atemberaubenden Post-Apokalypse-Vision. Egal ob Schrottplatz, überwucherte Großstadt oder Dorf in den Bergen – die Schauplätze sprühen von Esprit, laden zum Herumturnen ein und sind ein willkommener Farbklecks in der oftmals düsteren HD-Action-Welt. Außerdem war meine Befürchtung ‘Langeweile weil nur Roboter als Gegner’ unbegründet – zum einen nehmen die Metallburschen teils gigantische Ausmaße an, zum anderen sind die Kämpfe auch gegen kleinere Antagonisten sehr dynamisch und wuchtig. Ein Lob gibt’s für den fetzigen Anfang und das mutige Ende. Mir bescherten Trip und Monkey das vielleicht emotionalste Spielerlebnis der vergangenen zwölf Monate.

Ulrich Steppberger meint: Und im Gegensatz zu Heavenly Sword hat es Ninja Theory diesmal verstanden, neben dem beeindruckenden Motion Capturing auch noch ein Spiel einzubauen, das mehr auf dem Kasten hat. Pigsy mag ich als Charakter trotzdem nicht sondernlich…

Stefan Stöckmann meint: Wie der Kollege Schmid schon völlig richtig angemerkt hat, erfindet Enslaved das Action-Adventure-Rad nicht neu, seien es die vom persischen Prinzen inspirierten Kletterpassagen oder das rudimentäre Kampfsystem. Eines hat Enslaved aber vielen seiner Genre-Kollegen voraus – es ist glaubwürdig. Das gilt für die Spielwelt ebenso wie für ihre Bewohner. Ninja Theory verstehen es, mein Interesse an der grandios designten Welt durch kleine Info-Happen aufrecht zu erhalten. Seit Hyrule und Rapture bin ich nicht mehr so gerne in eine Spielwelt eingetaucht. Mehrmals habe ich mich dabei ertappt, wie ich mit Monkey stehen geblieben bin, um einen ausführlichen Blick auf die Umgebung zu werfen. Das hat die Spielzeit zum Glück etwas in die Länge gezogen, denn die Odyssee findet selbst auf dem härtesten Schwierigkeitsgrad viel zu schnell ihr Ende.

Zum Test geht’s hier.

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Punisher
27. Dezember 2010 15:04

Kann ich nur empfehlen. Ist auch eine “”relativ”” einfache Platin-Trophäe für Sammler …

veli
27. Dezember 2010 14:46

habs mir grad für nen 20er gekauft ^^

26. Dezember 2010 14:27

Echt gutes Spiel hat einen höheren Platz verdient.

captain carot
23. Dezember 2010 21:11

Tolles Setting und Story, nettes Kampfsystem aber absolut langweilige Sprung- und Klettereinlagen. Hätte man sich da ein Beispiel an Crystal Dynamics Tomb Raider Teilen genommen, ich fände Enslaved noch mal ein gutes Stück besser.Ach ja, gekauft noch nicht, da ich aktuell voll und ganz mit Dragon Age beschäftigt bin, wird aber noch nachgeholt.

chief wiggum
23. Dezember 2010 19:12

das spiel fand ich auch ganz gut, aber mehr auch nicht. perfekter videothekentitel. 50€ fände ich persönlich aber zuviel für das spiel.

23. Dezember 2010 17:11

Bekomms morgen zu Weihnachten 😀 Freu mich schon sehr.

Max Snake
23. Dezember 2010 17:02

Ich habe am Nikolaustag gekauft und es einfach ein wirklich tolles Spiel und bin gespannt, wie Ninja Theory das neue Devil May Cry macht. (Weiße Haare hin, schwarze Haare her)

DerPanda
23. Dezember 2010 16:29

fand die demo recht gut denke ich werde es mir im laufe des nächsten jahres zulegen[url=http://eu.playstation.com/psn/profile/panda479/] [imgcomment image[/img] [/url]

23. Dezember 2010 16:02

Auf meiner Liste kommt das Spiel auch wesentlich später. Eine echte Perle!

metalCORE
23. Dezember 2010 15:35

…für mich persönlich um Welten wertvoller als der x-te COD-Aufguss, jeder der es, aus welchen Gründen auch immer, in seiner Liste weiter hinten hat, sollte das unedingt überdenken, Enslaved ist weitaus besser als seine Wertung in der M, dagewesene Spieltechnik hin oder her, aber Atmosphärisch und was die Unterhaltung angeht schlägt es auch ganz andere Kaliber um Längen…

Goldorak
23. Dezember 2010 14:28

@Next Snake:Da hast du Recht, und nicht mal die Kämpfe waren besonders herausfordernd. Immer feste drauf reichte meistens.Trotzdem hat mich das ganze Setting in seinen Bann gezogen und mir ein kurzweiliges Durchspielen beschert. Davon ist in vielen andere

Next Snake
23. Dezember 2010 14:18

Hab mir zum Glück erst mal die Demo gezogen, da dieses Game,wie meist alle heutigen Spiele, für mich absolut nicht spielbar ist.Einfach Knöpfchen drücken, und schon kommt man ohne Probleme durch, die einzige Herausforderung liegt mal wieder einzig in den Kämpfen.Warum bieten heutige Games nichts mehr anderes als Wellen von Gegnern zu bekämpfen, keine Rätsel, keine Wegfindung, Schalter oder Schlüsselsuche, Kämpfe das wars.Die Klettereinlagen wie auch in jedem neuen Prince of Persia oder Tomb Raider Teilohne irgendeinen Anspruch, man kann ja nicht mal falsch springen wenn man das wirklich möchte, geht einfach nicht.Hab seit letzte Woche Urlaub, und 5 Games durchgespielt, bei allen lag der Schwerpunkt nur auf Wellen von Gegnern bekämpfen.Hab gefühlte 6 Milliarden Gegner besiegt, da müßte ich damit ja die gesammte Menschheit ausgelöscht haben ;)Mehr Abwechslung würde ich mir schon wünschen.Das angenehmste Spiel war dabei Donkey Kong auf der Wii,angenehm schwer, spassig, und unglaublich schön anzusehen.

Watanuki
23. Dezember 2010 14:13

Hab nur die Demo gespielt, war sehr angetan. Da mir Anime wichtiger sind, kont ich mir die Perle noch nicht kaufen. Ein anderer grund ist das ich mit GT5 & Später Mass Effect 2 & Dragon Age 2 noch genug zu tun bekomme. Anime & RPGs haben bei mir priorität. Ich würd lieber Trip spielen, hab die schnauze voll von charas die so dumm sind wie der idiot der sie begleitet. Kauf das game warschäinlich ände nächsten jahres mit Mirors edge.

Watanuki
23. Dezember 2010 14:13

Hab nur die Demo gespielt, war sehr angetan. Da mir Anime wichtiger sind, kont ich mir die Perle noch nicht kaufen. Ein anderer grund ist das ich mit GT5 & Später Mass Effect 2 & Dragon Age 2 noch genug zu tun bekomme. Anime & RPGs haben bei mir priorität. Ich würd lieber Trip spielen, hab die schnauze voll von charas die so dumm sind wie der idiot der sie begleitet. Kauf das game warschäinlich ände nächsten jahres mit Mirors edge.

Seska1973
23. Dezember 2010 13:51

Ja doch, die Story hat was. Ich habe es mir eigentlich auch wegen der Story gekauft. Und war nicht enttäuscht. Zwar kann man kaum “”vorbei springen”” aber die Story fängt das wieder auf.

Goldorak
23. Dezember 2010 13:50

Alle Kritikpunkte der Maniacs stimmen und trotzdem war auch ich fasziniert vom Spiel. Ein echtes Highlight!

Marc29101971
23. Dezember 2010 13:43

Finde ich auch! Und mal was völlig anderes! Nicht immer nur dieser Shooter Einheitsbrei! 🙂

Kalas
23. Dezember 2010 13:29

Enslaved ist mein Geheimtipp des Jahres. Das Spiel ist wirklich was besonderes =)

Segabasti
23. Dezember 2010 13:27

Kenn ich nicht.

anon
23. Dezember 2010 13:18

ich hab mir das spiel leider noch nicht gekauft, werde dies aber im neuen jahr nachholen. im moment gibt es einfach genug andere titel, die gespielt werden wollen.