Big Brother is watching you. Nein, nicht im Unterschichtenfernsehen, sondern in Form des Entwicklers BioWare. Die Rollenspiel
-Experten haben nämlich still und heimlich Daten von Mass Effect 2-Spielern gesammelt. Etwas Böses haben sie damit natürlich nicht im Sinn. Vielmehr sollen die anonym behandelten Daten dazu verwendet werden, die Serie – respektive den kommenden dritten Teil – zu verbessern, wie BioWares Casey Hudson (der nette Herr auf dem Bild rechts) betont: “Die einzigen Daten, die wir bekommen, betreffen bestimmte Ereignisse – kleine Dinge, die im Spiel passieren. Beispielsweise wenn wir wissen wollen, ob Spieler Dialoge überspringen. Es ist vollständig anonym, wir bekommen also nur Daten darüber, wie oft das vorkommt. Wenn du einmal weißt, was die Spieler mögen und was nicht, kannst du dich auf die guten Sachen konzentrieren und die schlechten vernachlässigen. Auch wenn man das Sammeln der Daten durchaus kritisieren und skeptisch gegenüber stehen kann, so sind die Ergebnisse durchaus interessant.
Hier einige Auszüge:
– beliebteste Klasse: Soldat
– Am wenigsten gespielte Klasse: Techniker
– durchschnittliche Durchspielzeit: 33 Stunden
– 80 Prozent der Spieler nutzten das Face Customization System
– 80 Prozent der Spieler spielten als männlicher Shepard
– knapp 50 Prozent der Leute, die Mass Effect 2 angefangen haben, beendeten das Spiel
– knapp 50 Prozent der Spieler importierten einen Spielstand aus Mass Effect
– zwei PC-Spieler haben Mass Effect 2 28 Mal durchgespielt
– vier Xbox-360-Spieler haben Mass Effect 2 23 Mal durchgespielt
– die Spieler haben 15 Prozent der Gespräche in Mass Effect 2 übersprungen




Metroid-Schöpfer Yoshio Sakamoto bereits über einen möglichen Nachfolger nach.
Der Pioneer der multiplen Lösungswege wollte in seinem Vortrag deutlich machen, dass Videospiele kein geekiges Spartenhobby mehr seien und endlich den Weg in den gesellschaftlichen “Mainstream” finden müssten.
Vor nicht langer Zeit sei die Videospiel-Kultur nicht mehr gewesen als eine Versammlung von männlichen Heranwachsenden mit Hang zur Fachidotie. Heute würden wir Männer und Frauen aller Altersgruppen sehen, die an dieser Form der Unterhaltung teilnehmen. Casual Games sieht Spector nicht als Verfallserscheinung, sondern als wichtige Ergänzung, die nötig ist, um das Medium am Leben zu erhalten. “Wir haben nicht mehr eine Spiele-Kultur, wir haben viele verschiedene.
Alle Unterhaltungsmedien, von Literatur bis zu Musik und Film, hätten im Laufe der Geschichte ähnliche Zensur-Bedrohungen überstehen müssen. Gerade deshalb sei laut Spector eine gesellschaftliche Akzeptanz so wichtig. Um der drohenden Zensur entgegen zu wirken.



