Gestern veröffentlichte Ubisoft seinen Geschäftsbericht für das dritte Quartal 2009/10 (was im echten Leben das vierte Quartal bedeutet) und die Vorschau auf die nächsten Ziele und Ergebnisse, die ein paar Überraschungen beinhalten.
So werden die angepeilten Zahlen für das dritte Quartal und 2009/10 ingesamt nach unten korrigiert: An Verkaufserlösen werden nun 495 Millionen Euro (statt 540 Millionen) bzw. 860 Millionen Euro (statt 1.040 Millionen) erwartet. Außerdem dürften zum Jahresende 50 Millionen Euro Verlust statt der ursprünglich erwarteten 70 Millionen Euro Gewinn anfallen. Als Gründe dafür werden vor allem zurückgehende Verkaufszahlen im DS-Sektor genannt, auch auf dem Wii fiel das Geschäft (mit Ausnahme von Just Dance) ab. Auch die steigende Konzentration auf wichtigte Toptitel ist nicht unproblematisch: So hat zwar Assassin’s Creed II inzwischen über 6 Millionen Exemplare verkauft (bis zu 9 Millionen werden erwartet), dafür konnte Avatar keine großen Erfolge feiern.
In Sachen Spieleveröffentlichungen müssen Splinter Cell Conviction und R.U.S.E. eine weitere Verschiebung hinnehmen, Sam Fisher wird jetzt voraussichtlich im April losschleichen.
Ansonsten wird für das kommende Jahr ein größeres Augenmerk auf PS3- und Xbox-360-Veröffentlichungen gelegt, bis März 2011 erscheinen u.a. Prince of Persia: Die vergessene Zeit (soll schon im Mai kommen), ein neues Ghost Recon, auch Driver taucht wieder aus der Versenkung auf. Raving Rabbids 4 dürfte vermutlich der Toptitel für Wii werden. Auch Assassin’s Creed soll schon in den nächsten zwölf Monaten wieder für volle Geldbeutel sorgen – über Story-Inhalte lässt sich der Bericht aus, überrascht aber dafür mit einer anderen Information: Der dritte Teil des Meuchelmörder-Epos wird Online-Multiplayer unterstützen.




In den letzten Jahren gab es immer wieder Info-Häppchen und Gerüchte zu einer Kino-Adaption von Metal Gear Solid. Verschiedene Regisseure wie Kurt Wimmer (Equilibrium) oder Paul W.S. Anderson (Resident Evil) wurden in Verbindung mit der Verfilmung genannt. Hideo Kojima höchstpersöhnlich arbeitete angeblich an einem Drehbuch. Filmproduzent Mike De Luca (American History X, Magnolia) lässt die Seifenblase nun platzen: eine Film-Umsetzung in naher Zukunft ist ausgeschlossen.



