Der Film und Fernseh Thread
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captain carot vor vor 3 weeks aktualisiert.
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22. April 2015 um 10:29 #961744
captain carotTeilnehmerEher das Problem, dass sowas insgesamt auf eher wenig Interesse stößt.
Gerade beim Kino ist das ein Problem. Da steckt viel deutsches in internationalen Produktionen. Aber es gibt praktisch nix was direkt deutsches ist. Da reicht der Heimatmarkt einfach nicht aus, international ist die Resonanz aber zu gering.
22. April 2015 um 11:03 #961745
ChrisKongTeilnehmerghostdog83 wrote:Die 53 Prozent zahlen die großen Kinos als normalen Beitrag – wir hatten im letzten Jahr hier schon das Thema, wie viel den Studios insgesamt weltweit betrachtet verbleibt (ca. 55+- Prozent, wenn ich mich richtig erinnere). Das mag jetzt hart klingen, aber die kleinen Kinos sind auch Unternehmen, die in dem Fall bei solchen Anpassungen nicht wettbewerbsfähig sind, aufgrund ihrer nachteiligen Standortlage. Im Grunde verlieren dadurch aber beide Seiten, den Kinos entgehen die Einnahmen eines der wohl lukrativsten Filmereignisse des Jahres, dem Studio ebenso, außer diejenigen weichen auf andere Kinos aus.
In China sollen die Filmstudios wiederum im Nachteil sein, da durch die stattliche Regulierung die Anzahl an Filmen limitiert ist, die Kinos da das Sagen haben. Weshalb z.b. ein Film wie Pacific Rim dort über 111 Mio. Dollar einnehmen konnte, davon aber nur ein Bruchteil an die Studios geht.
Bei 190 Mio. Budget (+ Marketing) und 411 Mio. Umsatz ist der Film auch dadurch am BEP vorbeigeschrammt. Bin überrascht, dass es eine Fortsetzung gibt, die Heimkinoauswertung wird da wohl wieder eine Rolle gespielt haben bzw. das Budget wird gekürzt.
Mich würde mal generell interessieren, wieviel Knete die Heimkino-Auswertung generiert und ob die Filme, die in den Kinos nicht gut liefen, dennoch rentabel machen.
@Pirates of the Caribbean
Reihe einmotten, 5 Filme sind da mehr als genug.
22. April 2015 um 11:20 #961746
ghostdog83TeilnehmerHeimkinoumsätze USA bis Nov. 2014:
22. April 2015 um 11:27 #961747
captain carotTeilnehmerInteressant ist ja eher weltweit. Außerdem ist das nicht das Ende der Verwertungskette.
22. April 2015 um 11:41 #961748
ChrisKongTeilnehmerDisney Zeichentrickfilme sind sowieso Longtime Seller.
Die Frage ist, ob ein schwaches Kinoeinspiel wirklich der erste Indikator ist, ob ein Film schlecht ankommt oder nicht.
22. April 2015 um 11:59 #961749
ghostdog83TeilnehmerDas Frozen Beispiel war ein Extrembeispiel, der Film hat sich einfach überragend verkauft.
Mal Hellboy 2, Budget 85 Mio. Dollar (ohne Marketing):

del Toro hat für den dritten Teil ein Budget von über 150 Mio. Dollar beanschlagt, damit seine Vision so umgesetzt werden kann, wie er es sich erhofft.
Bei einem geringeren Budget wäre ein dritter Teil wohl längst erschienen, so schlecht sind die Zahlen, in Relation zum Budget, trotz Fehlen des internationalen Marktes nicht.22. April 2015 um 12:04 #961750
ghostdog83TeilnehmerHierzu lassen sich keine Angaben finden – das hier dient auch nur als Ansatz, wie sich der Film in den USA schlägt.
Wenn du eine passende Quelle für die restlichen Regionen hast, dann kannst du es gerne kundtun.
Warner hält sich da leider bedeckt.Im Vergleich hat ein Film wie Frozen in den USA über 350 Mio. Dollar im Heimkinobereich eingespielt (Stand April 2015 – Nr. 1 2013).
22. April 2015 um 12:16 #961751
ChrisKongTeilnehmerHaha, da hast du wohl rausgelesen, dass bei mir das Prinzip Hoffnung grassiert, wenn es um einen weiteren Hellboy geht. Ich verordne Del Toro einen Crashkurs bei Roger Corman. Dann kommt er auch mit 100Mio Budget aus. Mir sowieso ein Rätsel, warum die Produktionskosten derart in die Höhe geschossen sind.
Ich hoffe, dass er seine Maximalforderungen zurückschraubt, den Film dreht und mittendrin nach mehr Kohle verlangt. Machen andere doch auch so. ^^
Verdammt, wär ich ein Milliardenschwerer Ölscheich, ich würde lauter Filme und Serien produzieren, die keine Finanzierung bekämen. Als erstes gleich eine Fortsetzung zu Carnivale.
22. April 2015 um 13:05 #961752
ghostdog83TeilnehmerScheint visuell ganz interessant zu sein. Eine Adaption des Buches ‘Der kleine Prinz’:
“Der kleine Prinz (Originaltitel: Le Petit Prince) ist eine mit eigenen Illustrationen versehene Erzählung des französischen Autors Antoine de Saint-Exupéry und sein bekanntestes Werk. Das Buch erschien zuerst 1943 in New York, wo sich Saint-Exupéry im Exil aufhielt. Der kleine Prinz gilt als literarische Umsetzung des moralischen Denkens und der Welterkenntnis seines Autors und als Kritik am Werteverfall der Gesellschaft. Das Werk ist ein modernes Märchen und wird fast immer als Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit interpretiert.”
Quelle: Wiki[youtube]6Hfnttt1BRA[/youtube]
22. April 2015 um 16:55 #961753
ghostdog83Teilnehmer
22. April 2015 um 19:44 #961754
ChrisKongTeilnehmerIn Hollywood würde man sagen, beweist Mut zur Hässlichkeit. Soll das Trevor aus GTAV sein?
Edward mit den Ballerhänden.
22. April 2015 um 22:12 #961755
ghostdog83TeilnehmerTommy Lee Jones mittels CGI verjüngt und auf der Flucht als abgehalfterter Cop, der das Gesetz in die eigene Hand nimmt.
22. April 2015 um 23:26 #961756
ChrisKongTeilnehmerSry, dachte das wäre Johnny Depp nachdem er das Drehbuch zu Fluch der Karibik 5 gelesen hat.
23. April 2015 um 6:08 #961757
ghostdog83TeilnehmerEher Sorry von mir für den Satz, das ist tatsächlich Johnny Deep (konnte es mir nicht verkneifen :p) – aber die Ähnlichkeit in der Szene ist schon vorhanden (wenn er jünger wäre), hat mich sofort an Jones erinnert.
Vielleicht mal wieder eine Rolle, wo Deep endlich mehr zeigt als nur den Scheck in die Hand zu nehmen.

Der Interviewer hat es schon bei Tarantino vergeigt, nun wieder (Downey Gesichtsausdruck gegen Ende des Videos).
[youtube]ALBwaO-rAsE[/youtube]
edit:
[youtube]GrsJDy8VjZk[/youtube]
23. April 2015 um 6:37 #961758
AnonymInaktivMal nochmal zu “Rant: AGE OF ULTRON, MARA und die Dummheit der deutschen Kinobetreiber”
Der Autor des Rants hat diesen Kommentar zu seinem Rant noch mal extra bei FB hervorgehoben – interessante Gegendarstellung:“Hallo Stefan,
ich bin soeben via Facebook auf deinen Artikel aufmerksam geworden.
Erst habe ich mich geärgert, allerdings habe ich mir den Artikel dann nochmal ein zweites mal durchgelesen und möchte nun ein paar Dinge richtig stellen.
Viele deiner Ansichten erscheinen durchaus logisch, wenn man über die Kinobranche in Deutschland nur soviel weiß, wie ein Kunde eben über die Kinobranche wissen kann.Ich selbst bin ein kleiner Kinobetreiber und möchte zu ein paar Punkten Stellung nehmen:
1. Mara:
Was man als Kunde nicht wissen kann, ist das der Film aus anderen Gründen grandios gefloppt ist als man auf den ersten Blick denken würde:
Stell dir vor du hast zwei Kinosäle zur Verfügung und bekommst Mara vom Filmverleiher angeboten, allerdings zu Konditionen die von dir Voraussetzen den Film in JEDER Vorstellung in deinem größten Kinosaal zu zeigen den du hast und das ganze (vertraglich festgelegt) mit einer Laufzeit von drei Wochen!
Zurecht beschwerst du dich, das der Film in deiner Gegend nur zu arbeitnehmerunfreundlichen Zeiten läuft! Wieso?
Weil Mara aufgrund der Verleihkonditionen unspielbar gemacht wurde! Als Kinobetreiber beobachtest du das Starumfeld des Filmes und wenn du mitbekommst, dass der Film nicht beworben wird und du dazu gezwungen bist, bei nur zwei Sälen einen Kinosaal für drei Wochen komplett zu blocken überlegst du dir einen Film wie Mara (unbeworben) ins dein Programm aufzunehmen.Avengers 2:
Die Medien verraten dir nicht alles!
Klar kannst du Avengers2 im nächsten Multiplex sehen und musst nicht ins kleine Dorfkino gehen. Und das tolle daran, du musst nicht mal mehr dafür bezahlen!
Wurde dir gesagt wieso die Ketten beim Boykott nicht teilnehmen? Für Kinoketten gelten Sonderkonditionen, sie bezahlen für Filme weniger als die kleinen Dorfkinos und haben den großen Vorteil, dass sie bei weitem nicht die selben Auswertungsfenster haben wie die kleinen Einzelhäuser, sie müssen die Filme nämlich nicht so lange spielen wie die kleinen Einzelhäuser auf dem Land!Was man als Kinobesucher nicht wissen kann:
Die deutschen Kinos wurden in den letzten Jahren dazu gezwungen ihre Kinotechnik auf »Digital« umzustellen. Zwar wird es so dargestellt, als ob dies freiwillig passiert wäre, dem war aber nicht so.
In den vergangenen Jahren wurde man als Einzelhaus einfach nicht mehr mit einem Film beliefert, weil die damals noch gebräuchlichen 35mm Kopien immer weiter zurückgeschraubt wurden. Das Angebot an analogen Filmkopien wurde künstlich verknappt, wenn man Überleben wollte und neue Filme zeigen wollte musste man auf die »neue« Technik umrüsten.
Für ein Einzelhaus (abhängig von der Projektorenanzahl und der Saalanzahl) kamen da immense Kosten von (bei uns 200.000€) zusammen. Viele Filmverleiher haben erkannt das man durch die neue Technik Geld sparen kann (Keine Kopien mehr erstellen= pro 35mm Kopie ca. 500€ sparen, geringerer Filmversand, anstatt 30Kg schwer Filmkopie muss nur noch eine HDD verschickt werden, etc…) und haben die Kinos bei der Umrüstung unterstützt.Die Walt Disney hat dies zu keinem Zeitpunkt getan und verlangt nun von vielen Kinos in Deutschland höhere Abgaben bei der Filmmiete.
Übrigens, was in den Zeitungsartikeln verschwiegen wird: Die Walt Disney fordert einen Nachweis, das ihre Filme (egal ob man sie spielt oder nicht) aktiv durch alle Kinos die einen Walt Disney Film zeigen beworben werden. Hierfür müssen wir unsere »Playlists« einschicken, die Walt Disney sieht also wie unser Kinoprogramm gestaltet wird, ein Fakt der vielen Kinos zurecht nicht schmeckt.Wenn es zu der Filmauswahl in deutschen Kinos kommt:
Die Walt Disney fordert seit einiger Zeit eine »komplett Auswertung« ihrer Filme: Ein Kinderfilm mit einer FSK 0 muss also auch in der Spätvorstellung laufen! Wie es den Kinobetreibern geht ist dabei nebensächlich. Zwar wissen wir, dass der interessante Actionfilm mit einer FSK 18 um 23:00 mehr Besucher ansprechen würde als der Kinderfilm, nur ist unsere Programmgestaltung nicht so einfach!
Wenn man um 14:00, 16:00 und 18:00 jeweils 200 Besucher im Kinderfilm hat und den FSK 18 Film erst ab 20:00 im Kino einsetzen darf überlegt man sich halt was man wie einsetzt.Als Besucher denkt man grundsätzlich, das die Kinos in Filmauswahl und Programmgestaltung frei wäre! Dem ist nicht so!
Übrigens: Bei einer Verleihabgabe von 53% sowie der Abgabe an die SpiO sowie den üblichen Nebenkosten bleibt vom Kinoticket nichts mehr in der Kinokasse übrig: Einer der Gründe warum Popcorn und Getränke im Kino so teuer sind.
Den Boykott der kleinen Kinos anzuprangern ist wirklich einfach wenn man die Faktenlage nicht zu 100% nicht kennt (aber wie soll man das auch können?)
So oder so haben die großen Ketten, die am wenigsten für die kulturelle Vielfalt im Kino tun gewonnen: Sie zahlen weniger und wenn die kleinen Kinos (die sich noch um ein individuelles Programm kümmern) nicht spielen haben sie auch noch mehr Besucher!
Übrigens: Den Gigantensound und die Megaleinwand in den Multiplexx-Kinos hast du der Marktmacht zu verdanken!
Viele Grüße!
Flex”
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