Der Film und Fernseh Thread
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captain carot vor vor 1 month, 2 weeks aktualisiert.
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21. Februar 2018 um 11:27 #1603437
ghostdog83TeilnehmerThe Ritual (Netflix Original)
Sehr atmosphärisch, besonders in der ersten Hälfte.
Im letzten Drittel legt der Film eine andere Gangart an, die ich nicht schlecht fand, mich weniger überzeugen konnte wie der Rest.
Ansonsten war das Verhalten der Protagonisten im Rahmen dessen, was das Genre an Glaubwürdigkeit zulässt, ohne nervig zu wirken, wobei ein Charakter vom Typus anstrengend war. Die Gesprächsthemen (Smalltalk) konnten mich nicht alle überzeugen.
Wer das Design der From Software Spiele mag, kommt auch auf seine Kosten. Trailer oder sonstige Infos besser meiden.
21. Februar 2018 um 12:19 #1603467
SonicFanNerdModeratorThe Ritual steht auch auf meiner Watchlist.
Letztens 3 Days To Kill mit Costner gesehen. War so ein “Nachmittags”-Film. Ist von McG … mit Beteiligung von Besson.
Lohnt jetzt nicht viel drüber zu schreiben. Ein paar nette Einfälle hatte der, aber ansonsten ist der schon recht haarsträubend und holprig erzählt.
“Euro”-Action-Kino im Stil von den Neeson-Streifen, ohne an die Güte der Besseren zu kommen.Und dann war da noch Valerian.
Da hatte ich ja eine sehr geringe Erwartungshaltung.
Ich kenne die Comics nicht, oder zumindest nicht mehr. Mir ist so als hätte ich als Dreikäsehoch (also irgendwas zwischen 5 und 10 oder so) schonmal Berührung mit der Vorlage gehabt. Kann ich aber nicht mehr aktiv abrufen.Naja egal, meine Erwartungshaltung wurde jedenfalls überraschend übertroffen.
Audiovisuell ist der Streifen ne Wucht. Ich wills nun nicht überbewerten, aber ich finde, dass das Amibilight das Bild echt aufgewertet hat.
Die Hauptfiguren fand ich die ersten paar Szenen irgendwie noch seltsam besetzt. Nach kurzer Zeit hat das dann aber ganz gut gepasst und beide machten ihre Sache dann echt nicht schlecht.Richtig cool sind allerdings die verschiedenen Dinge, die Luc Besson hier einfach in sein Potpourri rein wirft.
Man merkt einfach, dass der richtig Bock gehabt haben muss das Teil zu drehen.
Ja, da macht nicht alles Sinn, oder ist exorbitant wichtig für die Story.
Aber so gut wie alles bringt den Film weiter.Apropos Story: Ich hatte erwartet, dass der Film eine reine Aneinanderreihung von Szenen ist und der übergeordnete Erzählbogen würde nur so lose irgendwie da sein. Und das ist auch so. 😀
Aber das hat irgendwie alles (oder fast alles) Hand und Fuß und ist in sich stimmig.
Einzig die Sequenz mit [spoiler]Ethan Hawke und Rihanna[/spoiler] fällt irgendwie wirklich komplett raus. Als Szene für sich genommen gar nicht schlecht, aber irgendwie war die [spoiler]in der prominenten Besetzung[/spoiler] überflüssig.Man könnte nun generell bei dem Film mit der “Style-over-Substance”-Keule kommen und so falsch läge man da irgendwie auch wieder nicht.
Und dennoch ist der Film nicht so ein unsympathischer Flickenenteppich wie z. B. “Sucker Punch”.
Valerian geht eher so in die Richtung eines “Guardians of the Galaxy”, was den Style-Over-Substance-Vorwurf” angeht.Fazit:
Hat mir überraschend (und entgegen der allgemeinen Meinung zu dem Film) gut gefallen. Vor allem Visuell macht der Film einiges her.21. Februar 2018 um 12:22 #1603468
ChrisKongTeilnehmerMit Arsher Ali…
[img]https://media.giphy.com/media/GpyS1lJXJYupG/giphy.gif[/img]
21. Februar 2018 um 13:04 #1603469
ghostdog83Teilnehmer?
22. Februar 2018 um 11:33 #1603546
ghostdog83TeilnehmerSo allmählich verliere ich die Hoffnung, mal einen Horrorfilm zu sehen, der wirklich Angst auslösen kann.
Das Genre hat sich für mich in der Quantität verirrt, wo es hier und da mal Lichtblicke gibt, die aber stärker noch als Thriller, Drama überzeugen – wie der koreanische Film The Wailing. The Ritual hatte zuletzt ein paar sehr gelungene Szenen, bevor sich der Film der Effekthascherei hingab. Zumindest visuell kein Reinfall, was es erträglich macht.
Aktuell sehe ich mir die dritte Staffel der Anthologie Horror Serie Channel Zero an.
Keine für mich herausragende Serie, aber stimmungstechnisch und gestalterisch schon in der richtigen Richtung. Vorteil: 6 Folgen pro Staffel. Filler sind da weniger ein Problem.
22. Februar 2018 um 12:12 #1603550
ChrisKongTeilnehmerGut, gibt kein Genre, das mehr totgeritten wurde und die meisten Reihen überhaupt hat. Meist reicht den Produzenten schon ein Wortspiel als Aufhänger, und es wird dann als innovativ verkauft, man denke nur an die ganzen Zombie-Titel-Kreationen. Leider macht eine Prämisse noch keinen Inhalt.
4. März 2018 um 20:53 #1604278
LofwyrTeilnehmerJetzt gebe ich der Realverfilmung von Ghost in the Shell mal eine Chance und bin schon nach 6 Minuten angepisst. Zumindest macht er audiovisuell was her.
Edit:
Typische Hollywood Verwurstung einer “artfremden” Vorlage. Sogar am Outro Soundtrack merkt man es.Wer die Vorlage nicht kennt kriegt einen hübschen, durchschnittlichen SciFi-Film. Kenner des Originals kriegen Hirnbluten.
5. März 2018 um 12:17 #1604327
ChrisKongTeilnehmerSo Oscarverleihung, del Toro eilt zum zweiten Mal auf die Bühne und ich denk so, hättest nicht so viele Tacoshells gefuttert, häts für Hellboy 3 gereicht.
Da soll mal einer Hollywood verstehen, kein Geld, um einer etablierten Fanbase einen Abschluss zu gönnen, aber einen Reboot. Und mir muss keiner erzählen, dass dieser sooo viel günstiger kommen wird, als es eine Fortsetzung getan hätte.
Btw. wars eine der überraschungsärmsten Oscars aller Zeiten. Lag grad ein einziges Mal daneben, obwohl ich erst sogar noch in diese Richtung tendiert hatte, wonach man einen 3-fach Nominee nicht ganz leer ausgehen lassen wird. Naja, man kann eigentlich nirgendwo wirklich von unverdient sprechen.
Für mich ist Nolan aber als Regisseur schon längts überfällig. Aktuell fällt mir keiner ein, der gleichermassen originäres wie visionäres Kino auf dem Niveau macht. Ich bereu es regelrecht, Dunkirk nicht im Kino gesehen zu haben. Hatte damals einfach keinen Bock auf das Thema. Sollte er tatsächlich den Reboot bei Bond vollziehen dürfen, würde ich nichts weniger als ein neues Level an Qualität in diesem Genre erwarten. Wenn man sich mal intensiver mit seinen Filmen auseinandersetzt, merkt man erst die vielen Feinheiten und wie er verschiedene Erzählebenen visuell und tonal abgrenzt.5. März 2018 um 15:04 #1604336
AnonymInaktiv@Ghostdog:
Ja, The Ritual hat seine Momente. “FIFA-Hippster* allein im Wald” würde ich es nennen …
Was das “Gruseln” angeht, so haben Horrorfilme ohnehin einen schlechten Stand. Im Kino stört mich die Bagage vor Ort: Zu laut – ständig raschelt was oder irgendwer meint den x-ten Monolog aus einem Shakespear rezitieren zu müssen. An unpassenden Stellen wird gelacht. Sie sind prinzipiell da. Usw. Da kommt bei mir einfach keine Atmosphäre auf. Also schau ich da lieber zu Hause.
Zum anderen funktionieren die meisten dieser Filme nur ein Mal. Einfach, weil die Überraschung dann weg ist. Viele sind dann ohnehin so billig, dass sie einem Jumpscare nach dem anderen loslassen und spätestens nach dem Zweiten fange ich dann an mich zu langweilen.
Richtige Atmosphäre verbreiten dabei auch nur wenige. Die nutzt aber nichts, wenn man dann nicht auch die Geschichte und die Figuren mit unterbekommt.
Einer der Filme, die bei mir früher für enormen Grusel gesorgt haben, war “The Others”. Damals aus der Videothek geholt und am Abend allein im Haus meiner Eltern geschaut. Ich hab selten ein mulmiges Gefühl, aber hier ja.
Leider ist nach einmal Schauen der große Twist dahin und damit verliert der Film oredentlich an Reiz.@Topic:
Am Samstag hab ich “Black Panther” gesehen – oder wie ihn mein Kumpel, der ihn unbedingt sehen wollte, knapp zusammengefasst hat: “Black Magic-Ironman”.
Er ist nett und unterhaltsam, aber weit entfernt eine Offenbarung zu sein. Nichts, was ich mir hätte unbedingt im Kino ansehen müssen.
Die Geschichte plätschert erst vor sich hin und etabliert einen ungemein unterhaltsamen Bösewicht, der nach einer Stunde keine Rolle mehr spielt. Dann kommt ein Neuer und man fragt sich, wieso man sich nicht einfach eine halbe Stunde Film gespart hat?
Aber auch die Aussage und die Logik des Films wechselt mal munter und entlarvt das gezeigte Utopia als monarchistische Dikatur mit nationalistischen Grundwerten, welche sich durch ein archaisches Ritual legitimiert – allerdings glaube ich nicht, dass diese unterschwellige Aussage so beabsichtigt war.
Unterm Strich gesagt: Wieder einer der Avengers B-Jugend, die mich vorher schon nicht interessiert hat und es – trotz offener Erwartungshaltung – nicht geschafft hat mich davon zu überzeugen mir weitere B-Jugend-Verfilmungen anzusehen.*eine von mir eigene Kategorie von Leuten:
Beruflich erfolgreich, meist im mittleren Management, gut darin tatsächliche Arbeit zu deligieren (von sich weg), ein bisschen (sehr) von sich eingenommen und sich grundsätzlich eine Playstation kaufend, um FIFA zu spielen, was sie aber so gut wie nie tun. 😉7. März 2018 um 18:29 #1604602
LofwyrTeilnehmerRatet mal welcher Film mich demnächst komplett am Arsch lecken kann?
http://www.dorkly.com/post/86065/the-internet-is-roasting-these-ready-player-one-homage-posters
8. März 2018 um 22:38 #1604820
ChrisKongTeilnehmerErstaunlich, jeden Sexteufel hät ich jetzt nicht erwartet.
[youtube]HiVToGQ-Ubc[/youtube]
In Memoriam, äh oder doch nicht so.
[youtube]2k61Tzh0zLA[/youtube]
9. März 2018 um 9:10 #1604840
DerSebomatTeilnehmerThe Ritual fand ich die erste Hälfte ziemlich gut und unheimlich, als dann in der zweiten Hälfte allerdings aufgelöst wird, was die Jungs in den Wäldern so heimsucht, ist das eher ein “mmmkkkaaaayyyyy” als wirklicher Grusel. Hier wäre weniger mehr gewesen. Kann man sich trotzdem mal anschauen.
So allmählich verliere ich die Hoffnung, mal einen Horrorfilm zu sehen, der wirklich Angst auslösen kann.
Das mit der Angst bei Horrorfilmen ist halt so ne Sache. Das ist schon immer sehr subjektiv. Was den einen total verschallert nutzt der andere als Onanier-Vorlage. Ich selber bin großer Fan des Horror-Genres und immer auf der Suche nach furchteinflößenden Filmen. Streifen, dir mir definitiv Angst gemacht haben:
Insidious 1
Der Exorzismus von Emily Rose
Die Frau in SchwarzIch muss nochmal etwas in meinem Gehirn kramen, aber so spontan fallen mir diese ein.^^
9. März 2018 um 10:12 #1604886
ghostdog83TeilnehmerDen blanken Horror hatte ich zuletzt bei Mute – grauenhafter Film. Eine Netflix Produktion. Mal wieder. 🙂
Das Verhalten der Protagonisten ist teils haarsträubend. Die Auflösung für einen Tatort ok, aber im Rahmen einer solchen Kulisse, die im Grunde keine Rolle spielt, sehr schwach. Der Film bietet nur in einer Szene so was wie Grundspannung – durch einen Nebencharakter. Mit Abstand der schlechteste Netflix Film für mich.
Wie Duncan Jones von Moon zu Mute abgebaut hat, ist erschreckend.
9. März 2018 um 10:24 #1604888
ChrisKongTeilnehmerHalt, dazwischen war noch Warcraft. 🙂
9. März 2018 um 10:43 #1604890
ghostdog83TeilnehmerSource Code auch.
Warcraft hebt sich etwas aus seiner bisherigen Vita ab, was Projektthemen anbelangt. Der Film war als das, was er sein wollte ok. Gemessen daran, was Laufzeit, Genre Konventionen für das Kino anbelangt. Ein Totalausfall wie hier war es zum Glück nicht. Source Code war auch ok, aber auch schwächer als Moon.
@In Memoriam
Kein Ehrenpreis für Woody Allen? Der ist doch in Hollywood so beliebt:

Das Gesicht von Nicholas Cage sagt alles^^
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