Filmzirkel Filmbesprechung

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  • #1178441
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Nur so rein von der Symbolik her, waren mMn die Pokerkarten und das Ei sicher auffälliger als die rote Wolle.

    #1178442
    HarrikulesHarrikules
    Teilnehmer

    Also für mich hatte sich der Titel ganz allein durch den Tee und die Roten Schnüre die immer benutzt wurden erklärt.

    #1178443
    Fred FensterFred Fenster
    Teilnehmer

    ich hab das auch so wie Harrrikules verstanden. in der literatur gibt es doch auch häufig bücher, deren titel nicht direkt zu verstehen sind, zb kafka – der landarzt, mann – der untertan oder rhue – the wave (die welle), also kann der titel auch als stilmittel angesehen werden.

    #1178444
    Fred FensterFred Fenster
    Teilnehmer

    Erstmeinung zu Birdy
    ok leute es tut mir leid aber ich hatte die woche ziemlichen stress da hab ich nicht die zeit gefunden, mir besonders viele gedanken über den film zu machen, daher dieses mal auch ein etwas kürzerer text. auch wollte ich eigentlich, wie besprochen erst am letzen fristtag meine erstmeinung posten, bin aber morgen vorraussichtlich nicht online. also:
    birdy ist an und für sich ein film der nicht viel verkehrt macht: er ist gut besetzt, hat eine interessante story und auch ein cooles setting, allerdings hat mich der film eigentlich gar nicht gepackt. vielleicht lag es an mir und ich hatte einfach nicht die ruhe mich richtig drauf einzulassen – vielleicht lag es aber auch an nicolas cage´s overacting, welches mich total aus der stimmung riss und ich es eher lustig fand, vielleicht lag es auch daran, dass das thema nicht wirklich neu ist und man schon einige filme gesehen hat, die in diese richtung gingen und einfach besser waren (zB One Flew Over the Cuckoo’s Nest, Rain man auch Deerhunter hat solche gewissen psychopathologischen einschläge, oh auch apocalypse now und full metal jacket etc). wo wir grad bei der psychopathologie sind – die entwicklung der person birdy (übrigens Joker aus Full Metal Jacked – hat mich gefreut ihn mal wieder zu sehen, obwohl ibdm sagt, dass er wohl immernoch recht aktiv ist^^) fand ich sehr schön inszeniert, auch wenn diese sexuelle komponente auf mich so gewirkt hat, als wolle man besonders schockieren, indem man noch etwas zoophiliein die suppe rührt, also ob es nicht gereicht hätte, dass er sein ganzes leben auf die vögel ausrichtet, selbst einer sein will und sich dadurch selbst in lebensgefahr bringt und zu beginn der zweiten hälfte des films nachts
    nackt auf der stange seines bettes sitzt und durch die käfigstäbe nach draußen schaut – wie – oh mein gott ja , wie ein vogel – das fand ich alles etwas unglücklich gemacht und auch dass nick das auch nochmal anspricht ist schon arg plump
    ach der film macht es einem nicht leicht – er macht keine großen fehler, aber er ist nicht intensiv oder einfach nicht anders genug, um bleibenden eindruck zu hinterlassen. zu anfang dachte ich noch, als sich die freundschaft zwischen den beiden jungs entwickelt, dass ich den film auf jeden fall gut finden werde, aber die zweite hälfte war einfach zu lame, sodass ich zu dem schluss komme, dass der film es zwar wert istgesehen zu werden – einen jungen nick cage, matthew modine, 70iger-psychiatrie-athmosphare, kriegsflashbacks, coming of age im italienischen arbeiterviertel alles wirklich schön und gut, aber “meiner besten freundin würde ich ihn nicht emfehlen” und mit diesen zitat aus der brigitte möchte ich schließen.
    vielen dank

    #1178445
    Anonym
    Inaktiv

    Birdy

    Nachdem wir ja nun schon zwei eher ungewöhnliche Filme geschaut haben, fühlte sich Birdy wieder mehr back the the normal Erzähl-ing Roots an. Wobei so ganz bei den Wurzeln bin ich gar nicht angekommen, denn ich weiß ehrlich gesagt nicht, was Birdy sein soll oder sein will.
    Als Anti-Kriegsfilm würde ich ihn nicht einordnen. Dazu spielt der Krieg eine zu kleine Rolle. Vielleicht ist es eine Art Drama – ja, ich denke das kommt hin.
    Auffällig ist auch, das die Geschichte nicht unbedingt groß erzählt wird. Effektvolle Szenen kommen nur ganz wenig gegen Ende und den Großteil der Zeit – von zwei zähneknirschenden Stunden – plätschert sie eher vor sich hin. Hätte ich nicht währendessen mein Wohnzimmer gestaubwischt, ich hätte mir zwangsläufig eine zusätzliche Beschäftigung gewünscht.
    Auch blieben mir jedwede Emotionen für die beiden Hauptcharaktere fremd. Die Schuld hierfür würde ich in der schlechten Charakterisierung suchen. Ähnlich wie bei Tarantino sind sie einfach da und so wie sie sind. Auf Birdy und seinen Fetisch für Vögel wird zwar etwas genauer eingegangen, aber sonst bleiben die Figuren blass, was der Geschichte nicht unbedingt hilft.
    Interpretieren würde ich in den Film jetzt nicht unbedingt etwas, denn wenn der Film Aussagen hat, dann sind sie sehr gut versteckt. Wie eingangs gesagt, glaube ich, dass es mehr um die Geschichte zweier Freunde geht – nicht mehr und nicht weniger.
    Eines noch vor dem Fazit. Ich hatte den Eindruck, das Birdy, also die Figur, schon immer eine “Macke” hatte, um es mal fachmännisch auszudrücken. Vielleicht eine Art von Authismus.

    Fazit: Wer einen zweiten Platoon oder Fullmetal Jacket erwartet, der wird enttäuscht. Die Geschichte ist ohne richtige Höhepunkte und das Ende wirkt irgendwie kitischig unglaubwürdig.
    Nochmal würde ich ihn nicht mehr sehen wollen.

    #1178446
    HarrikulesHarrikules
    Teilnehmer

    Birdy

    Das lustigste an dem Film ist eigentlich dass ich ihn schon sehen wollte seit ich damals Agoraphobic Notes von Such a Surge gehört habe, schade das es erst jetzt geklappt hat. Aber schön das es überhaupt geklappt hat den ich fand den Film sehr sehenswert.
    Die Geschichte des Kriegsgeschädigten “Birdy”(wird sein richtiger Name überhaupt mal erwähnt?) ist sehr eindringlich gefilmt und zeigt in Episoden wunderbar die Entwicklung des Jungen Mannes sowie der eigentlich ungleichen Freundschaft zu dem jugendlichen Draufgänger “Al”. Zum Thema Entwicklung anfangs locker später immer eindringlicher wird gezeigt wie Birdy sich immer mehr in seinen Wahn fliegen zu wollen bzw. Vogel zu werden hineinsteigert und wie Machtlos sein Umfeld darauf reagiert weder die Aggression der Mutter noch die Empathie des Vaters oder auch die Unterstützung des besten Freundes helfen ihm im echten Leben so richtig Fuss zu fassen, gegen Ende befindet er selbst das er kaum noch zwischen Real und Traum unterscheiden kann. Traurig zu sagen aber ich glaube in der heutigen aufgekläteren Zeit hätte man ihm eher Helfen können, im Film steht zuletzt nur die Kompletteinweissung als letzte Möglichkeit im Raum.
    Wie gesagt fand ich die Jugenderinnerungen sehr stimmig und auch nicht zu lange auch wie sie in die Krankenhausszenen eingearbeitet wurden war toll.Gut fand ich auch das der Krieg zum grossteil ausgeblendet wurden bis auf den Moment an dem die Protagonisten verletzt wurden kommt vom Krieg nichts vor löblich denn einen Drillsgt. Der Birdy das Leben zur Hölle macht hätte es hier auch nicht gebraucht.
    Das Schauspiel von N.Cage und M.Mondine war auch gut besonders N.Cage kam für mich sehr überzeugend rüber damals war sein Spiel aber auch noch nicht so sehr Overactet wie es heute zeitweise rüber kommt.
    Als Fazit kann ich nur sagen ein tolles Drama das aber nicht zu sehr runterzieht da die Rückblicke zumindest zu beginn sehr locker und Lebensfroh erscheinen. Für einen Sonntag Nachmittag kann man den auch der Frau empfehlen, da hatten wir hier glaub ich schon härteres.

    #1178447
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Mich würde mal wundernehmen, ob einer von euch den Film Arizona Dream kennt von Emir Kusturica. Der Film Birdy könnte vom selben Regisseur sein.
    Ebenfalls mischen sich da Elemente von American Graffiti und this Boys Life mit ein.
    Heute würde wohl Wes Anderson diesen Film drehen, im Prinzip ein Dramedy-Film, der sowohl komische, wie auch ernsthafte Themen behandelt.
    Ein bisschen von Kite-Runner spielt auch noch mit rein, würd ich sagen. Zumindest hat man hier wie dort die Freundschaft zweier Menschen aus unterschiedlichen famiiiären Konstellationen.
    Birdy ist ein Träumer und sicher auch ein verquerer Spinner. Al hingegen begreift erst gegen Ende des Films, was in Birdy vorgeht.
    Der Vietnamkrieg dient hier als quasi Katalysator, für die Erkenntnis von Al.
    Ferner würde ich sagen, dass die symbolhafte Identitätskrise von Birdy für ein Amerika steht, das in einer ebensolchen ist, zur Zeit des Vietnamkrieges. Dieser hat das Land tief gespalten.
    Der Film spielt eindeutig auf dieses Vietnamtrauma an. Wer ähnliche Filme gesehen hat, wird da Parallelen feststellen, man denke nur mal an the Deer Hunter (die durch die Hölle gehen). Ein mal mehr steht die Arbeiterschaft, das einfache Fussvolk im Zentrum. Nur serviert man hier eben keinen American Dream, sondern eben die unberechenbare Variante davon, die sich Leben nennt.
    Zumindest hab ich das so aufgefasst.

    Der Film ist, was die Spannungskurve angeht, eher mau inszeniert. Die Handlung plätschert so vor sich hin, ohne nennenswerte Höhepunkte. Dies mag gefallen, oder auch nicht. Ich fand ihn eigentlich noch recht kurzweilig, wenn man die Laufzeit berücksichtigt, aber an gewissen Stellen, hätte er auch gestrafft genauso gut funktioniert.
    Wie gesagt, Spannung baut sich irgendwie gar nicht wirklich auf.
    Das Ende ist dann, naja, da weiss ich nicht, was ich davon halten soll. Ein Witz? Erst spitzt sichs wie ein Drama zu und dann verpuffts in einer ollen Pointe, die aus dem RTL Nachtprogramm sein könnte. Da kann ich den Film irgendwie nicht so ernst nehmen.
    Die traumatisierter Patient Thematik fand ich in anderen Filmen wesentlich besser umgesetzt (K-Pax, Instinkt, König der Fischer).
    Gepackt hat er mich zu keinem Zeitpunkt, aber daran ist das Skript und die laue Inszenierung schuld. Die Schauspieler sind schlicht grandios, Cage zeigt sein Talent, was man jüngst von ihm kaum noch sieht, seit sein Schauspiel von seiner Frisur kontrolliert wird. Und Modine, schade, dass ihm die grosse Karriere nicht vergönnt wurde, der spielt absolut überzeugend, sicher eine seiner besten Rollen, da wäre karrieremässig eigentlich mehr dringelegen als die Piratenbraut.

    Fazit: Nett gemeint, gut gespielt, langweilig gefilmt.

    #1178448
    DerSebomatDerSebomat
    Teilnehmer

    Also, meine Erstmeinung zu Birdy:

    Das wort “nett” triffts wohl am besten, was mir zu dem Film einfällt. 80ger-Streifen haben bei mir eh immer einen Stein im Brett und NIcolas Cage als jungen Mann zu sehen, hat schon Spaß gemacht.

    Besonders spannend ist der Film natürlich nicht und die Flashbacks der Protagonisten bringen auch nix Besonderes ans Licht. Waren halt im Krieg, der eine körperlich verletzt, der andere seelisch. Trotzdem hat mich der Film dann in seiner Zielgeraden doch irgendwie mitgenommen. Kriegsfilme rütteln mich immer wach und machen mich gleichzeitig unglaublich traurig. Als Birdy blutverschmiert und schreiend an der Unfallstelle des Helikopters sitzt und das ganze mit dramatischer Musik und passender Kamerafahrt untermalt wird, hatte ich schon Gänsehaut. Und da liegt für mich auch der Kanckpunkt des Films und dem damit verbundenen Realismus. Ich mein, kann sich auch nur annähernd ein “normaler” Mensch die Grausamkeit und Unmenschlichkeit des Krieges vorstellen? Mit Sicherheit nicht. Wir kennen das Ganze nur aus den Geschichtsbüchern. Da find ichs fast verstörender, wenn jemand OHNE einen an der Klatsche heimkehrt. Gemäß dem Motto: boah, war das krass.
    Somit stellt man sich natürlich die Frage, ob es Birdy vielleicht in seiner Welt nicht besser geht. Wissen wir das? Träumen wir nicht alle manchmal vom Fliegen? Ist das nicht der Urtraum des Menschen? Eigentlich ist der Film unglaublich vielschichtig und komplex. Mir hat auch die Beziehung der 2 gut gefallen. Der “ich-leg-alle-Frauen-flach”-Draufgänger und der introvertierte Nerd, die das unsichtbare Band einer innigen Freundschaft vereint. Das find ich schon cool und bei den damit verbundenen Szenen wurde mir schon warm ums Herz.

    Den Schluß fand ich Klasse! Man denkt sich doch von Anfang an, dass der Film mit einem Sprung Birdys von einem hohen Platz enden wird, sei es wegen Suizidabsichten oder einfach Dummheit. Und dass er einfach nur “ne Etage tiefer” gesprungen ist und da gar nicht mehr dabei war, hat mir echt gefallen. Da bleibt halt auch die Frage, was denn nun mit den beiden passieren mag.

    Alles in allem ein netter Film, der uns auf psychische Erkrankungen und vielleicht auch auf Freundschaften vielleicht jetzt mit einem etwas anderen Blick schauen lässt.

    #1178449
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    So, da nun alle, die sich gemeldet eine Erstmeinung verfasst haben, kann die Diskussion ja eigentlich losgehen:


    @Fred
    Fenster

    Wow, was für Widersprüche. Naja, das klingt einfach so, als wolltest du nicht wirklich anecken oder so. Einerseits attestierst du dem Film, dass er nicht viel falsch macht, etc. dann aber sparst du nun gar nicht mit Kritik, Nic Cages Overacting, unglückliche Momente, etc.
    Nein, also der Film macht ziemlich viel falsch und das muss man auch nicht schönquatschen. Da wüsste ich eine ganze Latte an anderen solcher Aussenseiterdramen, die wesentlich besser sind.
    Eine wirkliche Story hab ich auch nicht ausgemacht. Und welches Setting fandest du den Cool? Die Taubenverschläge oder die Zelle in der Psychiatrie?
    Naja, deine Kritik ist durchaus berechtigt, aber angesichts der schieren Zahl davon, kann man wohl kaum von einem wirklich gelungenen Film sprechen.

    @Nightrain

    Fast volle Zustimmung meinerseits. Einzig dass es keine Message geben soll, ist wohl so, dass er schon Elemente enthält, die von seinem Zeitkolorit geprägt sind, aber wenn man keinen Bezug dazu hat, wohl schwer zu verstehen sind. Ich masse mir auch nicht an, sie wirklich zu verstehen. Aber der amerikanische Film hat auf vielerlei Art versucht das Vietnam Trauma zu verarbeiten. Dies scheint mir eine Variante davon zu sein. Wie in meiner Erstmeinung erwähnt, sehe ich da aber eher Ähnlichkeiten zu Arizona Dream mit Johnny Depp.


    @Harrikules

    Da sind wir wohl recht verschiedener Meinung. Ich finde wie Nightrain, dass der Film belanglos vor sich hinplätschert, gänzlich ohne Höhepunkte und Drama. Die Rückblenden zeigen eigentlich auch keine Charakterentwicklung, Birdy hat eine Schraube locker, von Beginn an, wo er noch kommunikativer ist, aber definitv schon spinnt.
    Wirklich glaubhaft ist kaum was in dem Film. Cage kann in der Psychiatrie schalten und walten wie er will, seeeehr glaubhaft.
    Auch fehlen mir irgendwelche Schlüsselmomente. Das Ende lässt einem dann so zurück, dass man denkt, ob man grad 2h lang verarscht wurde.
    Nein, der Film ist für mich keine Empfehlung, einmal sehen reicht da völlig.

    @Sebomat

    Gerade das Ende macht nochmal sehr viel kaputt und wirkt so deplaziert, dass es weh tut. Die Kriegsszenen waren ehrlich gesagt ziemlich fad und zudem auch kaum vorstellbar, dass ein Birdy da freiwillig hingeht und kein Kriegsverweigerer war. Die fahrige Inszenierung tut dann ihr übriges, so dass man erstaunlich kalt gelassen wird.
    Bei mir kam immer das Gefühl auf, dass bei jeder Szene mehr drin gewesen wäre und ein anderer Regisseur und Drehbuchautor mehr aus dem Stoff gemacht hätte.

    #1178450
    Fred FensterFred Fenster
    Teilnehmer

    @ chris: erstmal vorab: ich weiß nicht, welches problem du mit meinen posts hast – ich habe den eindruck, dass du unbdingt schwaz-weiß denken willst, aber so geht´s imho eben nicht immer. vielleicht könntest du es mal sein lassen mir mitläufertum oder feigheit zu unterstellen – oder was du mir auch immer unterstellen möchtest. manche dinge müssen differenziert betrachtet werden, auch wenn das nicht immer einfach ist
    ja verschiedene settings haben mir sehr gut gefallen, zb finde ich die athmosphäre, in psychiatrischen kliniken sehr ergreifend, vor allem, wenn es in “älteren” filmen auftaucht, weil eben hier meist eine fast schon feindseelige stimmung zwischen personal und patienten dargestellt wird. auch das setting des arbeiterviertels, indem es eigentlich allen mehr oder weniger schlecht geht und so kaum soziale unterschiede entstehen, finde ich interessant. um nochmal auf deine unterstellung, dass mein fazit widersprüchlich ist einzugehen kann ich nur sagen, dass ich offensichtlich in der lage bin mich, auch wenn die story dünn oder lame ist, trotzdem gewisse szenen hineinzuversetzen und einfach mit der kraft der fantasie positive dinge zu sehen und eben nicht 2 stunden maulend vom bildschirm zu sitzen. und jetzt mal ehrlich man kann doch zu allen filmem tausende kritikpunkte aufzählen und sie dennoch positiv bewerten – tut mir leid, wenn du das nicht hinbekommst, das wird dir sicherlich viele schöne momente verleiden. mein fazit fiel ja fernab davon noch recht negativ aus (keine empfehlung) – also was ist dein problem!?

    ja bezüglich der story habe ich nicht verstanden, was al in der psychiatrie eigentlich von birdy wollte. er musste ihn ja anscheinend zum sprechen bringen, ansonsten würde er selbst eingewiesen oder so? hat das jemand noch im kopf
    und war es nicht ohnehin eine einrichtung des militärs (der arzt war ja major oder so was…) das würde erklären, warum al zutrittt bekommt – das militär hat ja seine eigenen regeln, aber wie gesagt, das hab ich alles nicht ganz verstanden.

    ja stimmt das ende hat mich auch etwas ratlos zurückgelassen – so makaber es auch klingen mag, aber für mich wäre der tatsächliche suizid, den man ja erwartet als er vom dach springt, ein zufriedenstellenderes ende gewesen

    was eure heftigen bezüge auf die amerikanische geschichte angeht, kann imo allenfasls von andeutungen gesprochen werden – richtig deutlich wird´s doch zu keinem zeitpunkt nagut ich muss zugeben, dass ich den film jetzt vor einer woche gesehen habe und viel weiß ich nimmer, aber das lässt ja auch schon auf die qualität des filmes schließen.

    #1178451
    HarrikulesHarrikules
    Teilnehmer

    @Chris
    Naja Cage kann unbehelligt durch die Psychatrie laufen da er ja kein Patient ist sondern nur da um Birdy zu helfen auch waren die Drohungen gegen ihn immer eher in die Richtung -Hilf ihm sonst mußt du zurück ins Militärkrankenhaus und Birdy wird für immer weggeschlossen- und ja ein Tieftrauriges Drama war das nicht eher wie ich schon sagte was für den gemütlichen Sonntag Nachmittag, und ja ich finde es wird schlimmer mit Birdy anfangs konnte er sich noch an anderen Sachen erfreuen später dachtre er er wäre ein Vogel…

    #1178452
    DerSebomatDerSebomat
    Teilnehmer

    @Fred: Also Al versucht Birdy in der Psychatrie zum sprechen zu bringen, damit er nicht für immer weggeschlossen wird. Denke mal, dass der sonst noch in eine “krassere Klapse” gesteckt werden würde.

    #1178453
    Fred FensterFred Fenster
    Teilnehmer

    aha ok danke.
    @ sebomat: ist al nicht auch iwie in gefahr eingewiesen zu werden? ich dachte das wäre seine motivation. also sein eigenenes schicksal hängt doch davon ab, ob birdy spricht oder nicht? oder meist du al will seinem alten freund einfach nur vor schlimmeren bewahren? da würde sich ja auch die frage auftun, ob birdy nicht tatsächlich in eine geschlossene anstalt gehört, da er sich ja ansonsten ziemlich wahrscheinlich wieder in seiner vogelrolle verlieren und sich und andere gefährden würde. am ende hilft al birdy doch beim ausbruch^^ also wenn man als aussentehender die fakten betrachten würde.


    @harrikules
    : meist du mit militärkrankenhaus ein krankenhaus im einsatzgebiet – da würde ich an al´s stell auch nicht wieder hin wollen, aber wenn´s ein normales militärkrankenhaus in den staaten ist, wär´s doch garnicht so schlimm, bzw einfach normal.

    #1178454
    DerSebomatDerSebomat
    Teilnehmer

    Also ich hab das schon so verstanden, dass er Birdy vor schlimmeren bewahren will. Dass Al auch nen psychischen Schaden hat wär mir nicht aufgefallen. Ich glaub so ne kleine Klatsche hat wohl jeder nach dem Krieg. Aber bei Al ist der Hauptschaden rein körperlich, meiner Meinung nach.

    #1178455
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    @Fred Fenster komm mal wieder runter, war einfach eine Feststellung. Lies noch mal selber durch was du schreibst, dann wirst du feststellen, dass du Sachen kritisierst, die du einen Satz später wieder toll fandest. Das korrespondiert einfach nicht so wirklich. Aber das muss jetzt kein Grund sein, gleich beleidigt zu sein. Dann schreibst du in Mehrzahl, was so rüberkommt, wie wenn ich dich ständig kritisiere, was nicht der Fall ist. Aber mit Kritik solltest du einfach ein wenig besser umgehen und dich nicht gleich angegriffen fühlen. Wir sind hier zum diskutieren, ganz einfach.
    Ich würde mal sagen, ich seh sicher nicht nur das Negative, das ist deinerseits einfach eine Behauptung. Aber wenn die negativen Sachen überwiegen, dann kommt das so bei meiner Meinung auch rüber und man weiss woran man ist. Aber wenn du richtig gelesen hast, dann finde ich ja das Schauspiel z.B. als gelungen. Was soll daran undifferenziert sein???
    Also bitte nicht gleich an die Decke gehen, kannst es auch ganz normal ausführen.

    Wegen der Al Diskussion, das wär mir neu, das Leute, die kein Personal sind einfach da rein und raus spazieren können, sorry, das ist einfach Nonsens. Hier merkt man einfach, dass die Autoren keine wirkliche Ahnung von der Materie haben. Wirklich gestört hats mich jetzt zwar nicht, aber der Glaubwürdigkeit hats dennoch geschadet.
    Aber wie gesagt, warum ein Spinner wie Birdy überhaupt nach Vietnam geschickt werden konnte, das versteh ich am allerwenigsten, der wäre doch schon beim Drill aussortiert worden. Darum hat man das auch grosszügig ausgespart.

    Nightrain sagts absolut richtig, die Handlung plätschert dahin, völlig belanglos, was nun gezeigt wird, narrativ macht es kaum einen Unterschied, irgendwelche Schlüsselszenen fehlen einfach.

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