captain carot wrote:
@Tom Breiter: Lustigerweise zeigt genau das ein Problem; je mehr es in die Richtung wie bei Kara geht, desto mehr Mensch muss dahinter stecken.
Natürlich, da sieht man mal was für komplexe Maschinen wir sind. Allein um den aufrechten Gang hinzubekommen, bedurfte es ja immerhin einige tausend Jährchen an Evolution.
Es ist nunmal einfacher einen Bewegungsablauf zu kopieren, als ihn neu zu erstellen. Wir benutzen so viele Muskeln bei einfachsten Handlungen, der Körper sucht ständig das Gleichgewicht, das manuell nachzumachen ist immens aufwendig. Und wofür dann der Aufwand? Nur um es realistisch aussehen zu lassen – was uns ja völlig normal erscheint – das lohnt sich nicht.
Selbstverständlich muss man immernoch mal “Hand anlegen”, die Animationen müssen nachträglich noch an das Modell angepasst werden und brauchen Feinschliff. Aber wenn man diese Technik zur Verfügung hat, setzt sich doch keiner mehr hin und modelliert so ein Gesicht, bzw. bastelt möglichst realistische Animationen.
Ein Gegenbeispiel: Bei den Pixar-Filmen werden die Animateure auch heute noch quasi in ein Zimmer eingesperrt und schrauben an den Animationen solange herum, bis alle damit zufrieden sind. Erst dann dürfen sie wieder rauskommen
Diese Liebe zum Detail sieht man den Filmen aber auch an! Aber diesen Aufwand kann und will sich nicht jeder leisten.
Ok, eine Ameise mit den Kügelchen vollkleben und die dann noch vor der Kamera agieren zu lassen, jup, das wird schwierig. xD Aber z.B. die Animationen für Gollum oder King Kong wurden auch von einem Schauspieler (Andy Serkis) “gecaptured”.
Realismus zu erzeugen, also das normalste vom normalen darzustellen, ist leider nicht so einfach. Ohne Motion Capturing, bzw. 3D-Scanner heutzutage fast undenkbar.