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  • #997663
    Cold SeaversCold Seavers
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    p5rDfvq.jpg
    So nach der Reinigung des Innenlebens ein wundervolles Erbstück.
    Und das Licht welches den “Grill” beleuchtet funktioniert genauso wie der Radiobetrieb.
    Ein tolles Stück Geschichte gerade wenn man es aufmacht und sieht was Innen abgeht.

    #997664
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    @Carot Hast du den weiss matt gestrichen, kann man das selber in Klavierlack hinkriegen??? Ist es ein Down- oder Frontfire- Sub? Was hats denn insgesamt an Material gekostet und wieviel Stunden hast du bereits investiert? Hast du auch Leistungsdaten? Baust du da auch selber irgendwelche Features ein? Ist der Briefkasten-Schlitz die Bassreflex-Öffnung?
    Sorry für die viele Fragerei, aber bin halt neugierig und du bist ja der einzige, bei dem man bei dem Thema mal nachfragen kann :-)

    #997665
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Downfire, sieht man doch. xD
    Ok, von vorne. Das Aktivmodul hab ich mal sehr günstig bekommen und mal mit nem Bekannten vermessen. Das hat einen Subsonic mit fester Bassanhebung, sowas muss in die Berechnung einfließen, hat zwar nur 65W, aber bei einem Preis von damals 8,-€ und wirkungsgradstarkem Tieftöner passt das schon. 130W sind nur 3dB lauter und 260W sind 6dB lauter, wenn der Tieftöner das mechanisch und elekrisch denn auch verträgt. Der Tieftöner ist ein 12″ (30cm) von Magnat, geschenkt bekommen, die TSP (braucht man zur Berechnung/simulation) waren etwas rudimentär, passt aber schon. Da der Tieftöner nicht mehr so schick aussah aber technisch einwandfrei war eben Downfire.

    Reflexkanal, der genausogut Schlitz wie Rohr sein kann nach hinten, damit da ein bestimmtes, kleines Kind am zukünftigen Einsatzort nix ohne weiteres reinstecken kann.

    Tieftöner und Aktivmodul ergeben rein rechnerisch 109dB im Halbraum, das bedeutet ein frei auf dem Boden stehender Sub ohne Wände irgendwo. Im normalen Wohnraum mit Wänden in der Nähe erhöht sich das übrigens.
    Ein kleiner Test gestern hat das weitgehend bestätigt. xD

    Die Simulation ergibt dann ein 75 liter Gehäuse und 35Hz untere Grenzfrequenz, d.h. ~3dB Punkt, nicht die seltsamen Fantasiewerte mancher Hersteller.

    Gehäusebau: Zuschnitt auf Stoß aus dem Baumarkt, wichtig sind Streben für das Gehäuse, das verhindert Gehäuseresonanzen, die zu Dröhnen führen. Holzzuschnitt aus 19mm MDF macht 22,50€

    Farbe: 4,-€ Acryllack vom Aldi. Ist in dem Fall kein Hochglanz, ich hab stattdessen so eine Art Strukturlack gemacht. Man kann aber auf verschiedene Art auch wirklich Hochglanz hinbekommen. Wenn man nicht zum Lackierer will bietet sich eine Schleiflacktechnik an, bei der neue Farbschichten immer dünner aufgetragen und immer feiner geschliffen werden. Damit sind wir auch schon bei der Lackierrolle: 1,-€, für Schleiflack werden das 100% mehrere.

    Holzleim/Schrauben: dürften 50 Cent bis 1,-€ gekostet haben.

    In dem Fall waren´s unter´m Strich also ca. 35,-€, deswegen auch No Budget Projekt. Generell wird es bei neuem Aktivmodul und neuem Tieftöner natürlich teurer. Wie teuer hängt durchaus auch von den Qualitätsansprüchen ab.

    Abschließend zum Klang: Tiefstbass ist nicht seine Stärke, da greifen schlicht und ergreifend der steile Abfalls eines Bassreflexsystems und der Subsonic zusammen, unter 35hz ist ganz schnell Schluss. Mal einen Film gucken macht so trotzdem Spaß, Heimkinoenthusiasten werden aber effektiv Tiefstbass vermissen. Wirklich überraschend stark spielt er bei Musik auf. Percussion hat einen richtig guten Kick, harte Trommeln schwingen nicht nach, weiche Trommeln so wie sie sollen. Gezupfter Kontrabass klingt wirklich nach Kontrabass und weiche, elektronische Bässe, die meist zwischen 40 und 60Hz liegen kommen so auch sehr gut. Hier spielt ganz nebenbei auch das Gehäuse eine Rolle. Gar nicht oder schlecht verstrebte, größere Gehäuse schwingen nach, und zwar durchaus hörbar.

    Abschließende Frage, wie viel Zeit kostet das? Simu, Umrechnung zur Kiste Zuschnittplan kosten mich vllt. 20-30 Minuten, hängt aber effektiv auch von der Erfahrung ab und natürlich vom Aufwand. Zusammenleimen braucht netto vllt. eine Stunde. Während der Trocknungszeit kann man ja andere Dinge machen. 30 Minuten für´s Löcher anzeichnen, sägen, Schraubenlöcher vorbohren und die Testmontage. In diesem Fall kamen noch ca. 20 Minuten für die Füße dazu. Modul und Tieftöner ausbauen, abschleifen 40 Minuten. Lackieren waren mehrere Schichten mit insgesamt vllt. einer Stunde. Insgesamt hat mich das in dem Fall also 4 Stunden gekostet.

    Frequenzweichen zusammenlöten oder Furnieren kosten (ggf. erheblich) mehr Zeit. Ein Horn ist extrem viel mehr Aufwand als eine geschlossene Kiste usw.

    Da das Bauen bei mir aber eh Hobby ist macht das nix. Die einfachen Sachen machen meistens auch Spaß, wenn ich was zu tun hab oder eine praktische Lösung wie hier für die Füße brauch ist das aber interessanter.

    Die Frage mit den Features bzw. was kann das? Im Prinzip alles, was auch fertig machbar ist. Der DIY-Bereich bietet aber auch viele speziellere Lösungen, die fertig kaum bis gar nicht zu bekommen sind wie z.B. Dipole. Die Featurefrage richtet sich bei mir nicht nach irgendwelchen albernen Gimmicks sondern nach sonnvollen Lösungen. DSP-Subwoofer sind im Fertigsegment z.B. immer noch unverschämt teuer, haben durch ihre Regelbarkeit aber massig Vorteile. Außerdem ist dia Anpassbarkeit an die eigenen Wünschen für mich ein ganz dicker Pluspunkt.

    Ob das jetzt die Art des Lautsprechers ist, z.B. Breitbänder im Backloadedhorn oder Vollbereichsdipol, um zwei ausgefallenere Sachen zu nennen, Form und Finish oder ein kleiner, gezielt zur Wandmontage entwickelter Lautsprecher.

    #997666
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    @Cold Seavers: Jo, die alten Dampfardios mit fröhlich glimmendem Röhrenverstärker haben schon was. Irgendwie schön, dass die analoge Bastion Radio einfach nicht totzukriegen ist.

    #997667
    schnitzelschnitzel
    Teilnehmer

    Premium Blu-ray-Player bei Lidl.
    Jetzt gibt es sogar schon den Referenz Panasonic DMP-BDT500 bei einem Discounter.
    Lidl-logo-250x250.jpg

    @Cold:
    So ein altes Röhren-Radio-Schätzchen hat schon was. Ich liebe so nostalgische Geräte und am Radio alleine hat sich ja auch bis heute nicht viel geändert, da läuft selbst auf ein 50er Jahre Modell noch Hip Hop und Rock/Pop-Musik der heutigen Neuzeit.

    #997668
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    @Carot Danke nochmals für die sorgfältigen Ausführungen. Konnte anhand der Fotos nicht sehen, obs ein Down oder Frontfire Sub war, da ja eine Seite nicht zu sehen war, aber wäre ja unwahrscheinlich die Bassreflex Öffnung links oder rechts vom Treiber zu haben :-) Dein Sub erinnert mich ein wenig an meinen Quadral, bis auf die Alu-Elemente. Sieht auf jeden Fall besser aus, als so manch hässlicher Sub. Deiner wirkt wie ein schönes Möbelchen und ist von daher aus ästhetischen Gesichtspunkten leichter in ein Wohnzimmer integrierbar.
    Ich gehe mal davon aus, oder findet er gar woanders seinen Platz, weil du von extra hochwuchten sprichst?
    Mit Extras meinte ich eigentlich einen Phasenregler und/oder Lautstärkeregler. Sind da die Anschlüsse schon integriert oder musst du da auch selber zusammenbasteln?
    Sobald die Farbe ausgetrocknet ist, wären weitere Fotos von der Unterseite und so noch interessant.

    #997669
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Volume und Crossover, Phase nur 180° schaltbar. An der Unterseite gab´s eigentlich nicht viel zu sehen, bzw. sieht der Tieftöner einfach nicht mehr schön aus.

    Was die Sache mit Formen und Zierelementen angeht, ich mag´s entweder gern einfach oder dezent ausgefallen, fließt natürlich in meine eigenen Bauten auch immer etwas ein. Der Witz ist dabei, die einfache Kiste geht erstmal immer. Anders ausgedrückt, ich mag lieber ein zeitloses, eher pragmatisches Design als reine Modeerscheinungen, spiel damit aber auch mal.

    Letzter Punkt: Der Sub war nicht für mich. Gegenüber meinen Breitbänderchen wär´s ein Zugewinn an Maximalpegel gewesen, aber nicht nennenswert an Tiefgang. In der Mietwohnung ist das mit dem Maximalpegel aber so eine Sache. ^^

    Wenn, dann würde ich hier einen langhubigen 8″ oder 10″ geschlossen und per DSP-Modul linear bis auf 20Hz entzerrt einsetzen. Das lass ich hauptsächlich bleiben, weil immer tiefere Töne immer besser duch Wände kommen.

    #997670
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Ja, das kannst du aber laut sagen, weswegen ich meine beiden überdimensionierten Magnat Subs im Gamezimmer am weitesten weg vom Nachbarn sind. Ich finde bei Filmsounds, Subs geil, die man vor allen Dingen spürt, als das man sie hört. Für den musikalischen Geniesser sind die dann vielleicht zu grob. Aber lassen sich ja schön runterpegeln.
    Da ich ja kein Techniknerd bin kann ich jetzt schwer herauslesen, ist der Sub in dem Fall kein aktiver sondern ein passiver???

    #997671
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Der Sub ist aktiv, Passivsub ist einfach ausgedrückt Mist, weil eben nicht regelbar (ok, beim AVR geht das, wenn man den Passivsub mit eigenem Verstärker aktiviert).

    Generell mag ich zu laute Subwoofer nicht. Ein Sub sollte erstmal nicht bewusst raushörbar sein, insbesondere bei Musik. Wenn die Tieftonspur dann mal richtig viel hergibt sollte er das natürlich auch raushauen können.

    Ein guter Subwoofer kann pure Grobdynamik ebenso wie “feingeistiges”. Fragen sind Dinge wie Größe, Kosten oder Pegelwünsche. Für´s berühmte Hosenbeinflattern oder Druck auf der Brust muss es z.B. deutlich über 100dB gehen. Willst du nur Vibrationen im Boden und auf der Couch spüren braucht´s deutlich weniger Schalldruck.

    Wenn du z.B. einfach keine Rücksich auf die Größe nehmen musst kann man für relativ wenig Geld einen AWX184 von Mivoc und ein AM120 nehmen (zusammen 270,-€), ca. 50,-€ für MDF Zuschnitt und beim Finish hängt´s davon ab, was man haben will. in 200L holt der 18″ dann problemlos 113dB (Halbraum, Raumeinfluss kommt obenddrauf) rausholen und geht bis 28Hz f3. Und das bei 120W. Sinusleistung übrigens, Impulsleistung ist etwas mehr drin.

    Alternativ kann man mit dem Dayton RSS210-HF4 oder dem Visaton TIW200XS einen ganz hervorragenden geschlossenen oder sehr tief spielenden Bassreflexsub bauen, gerade geschlossen sehr kompakt aber nicht sehr laut. Nur mal zwei Beispiele.

    Speziellere Lösungen mal bewusst außen vor.

    Nimmst du die mit rein, dann ist etwa auch ein Wandhorn oder Podesthorn im Heimkino machbar, ein Bassarray, ein echtes DBA ist auch kein Problem…

    P.S.: Welche Magnat Subwoofer hast du denn?

    #997672
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Zwei ältere, die Magnat Omega 380, hab die gar nicht allzu laut eingestellt, weil es eben nicht um die Lautstärke geht, es muss sich einfach insgesamt rund anfühlen.
    Optisch gibt es gewiss schöneres, aber über mangelnden Wumms musste ich mich noch nie beschweren, die ehemaligen Nachbarn umso mehr. Wir haben damals in einem Reihenhaus gewohnt, und zwischen dem Nachbarn, der sich beschwert hat und mir, lagen 2 andere Reihenhäuser, aber als ich the Dark Knight abliess, da wackelte wahrscheinlich die gesamte Bausubstanz :-)))
    Ich hatte 3 y-Splitter eingesetzt um die Aktiv-Subs mit dem Signal zu versorgen. Hiess in Magazinen immer, dass man damit noch ein wenig Lautstärke dazugewinnt, wenn man beide Line-in Eingänge mit dem Signal versorgt.

    #997673
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Ok, da ist zwar die optische Erscheinung ein Thema für sich, der war damals aber durchaus ein ziemliches Kaliber und ist in vielen Punkten durchaus mit dem Heco Celan 38a vergleichbar.

    Wenn man zwei davon ausreizt ist das aber eher etwas für´s freistehende Eigenheim.

    Damals war der zwischenzeitlich sehr günstig zu bekommen.

    #997674
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Laut mehreren Magazinen bot er eben ein super Preis/Leistungsverhältnis, klar als DIY Bastler ist er dennoch massiv zu teuer, aber als Laie war und bin ich sehr zufrieden. Bin aber auch mit meinem aktuellen Quadral Qube 10 sehr zufrieden, sieht auch sehr schön aus und erzeugt im Zusammenspiel mit den Quadral Regal-Lautsprechern und den Standboxen sowie dem Center einen wirklich homogenen Klang, zumindest bei Zuspielung von Digital Tonspuren von Filmen. Musik höre ich eben kaum, will darum das nicht beurteilen.

    #997675
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Massiv zu teuer war der nichtmal. Das Gehäuse neigt zum Nachschwingen, weil kaum verstrebt. Das ist übrigens einer der Hauptpunkte, die beim Celan 38a deutlich besser sind, wenn man die Optik mal komplett außen vor lässt.

    Der Port ist nicht abgerundet, weswegen er etwas schnell zu Strömungsgeräuschen neigen kann.

    Außerdem steht ich dem Konzept des “totalen Downfire” etwas kritisch gegenüber. Das hat vor allem damit zu tun, dass Downfiresubs auf einige Fußbodenbeläge ziemlich stark einwirken.

    Für den damaligen Marktpreis war der definitv eine runde Sache. Das kann man ruhig so sagen.

    #997676
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Soweit ich das weiss, werden Downfires nicht für schwimmende Fussbodenbeläge empfohlen (Laminat z.B.), da dann ein Dröhnen auftreten kann.

    #997677
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Ja, sowas wie Laminat ist ganz schlecht, Klickparkett ebenfalls. Korkfliesen sind da ziemlich gut, allgemein im Tiefton recht unproblematisch.

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