UMFRAGE: “OBSOLESZENZ”=Konsole gekauft, kurz danach kaputt! Wer hatte das? (+TV-TIPP)
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Blackstripe81 vor vor 12 years, 6 months aktualisiert.
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22. Mai 2013 um 16:46 #1130053
ObermotzTeilnehmerIch hab mal innerhalb von 10 Tagen sowohl RROD und YLOD gesehen. Bei der PS3 half ein Reballing und sie läuft wieder bestens. Die Xbox 360 wurde von Microsoft nicht repariert sondern kostenpflichtig ausgetauscht. Beides keine Garantiefälle mehr.
Weiterhin verschieden: Game Gear, Jaguar, 2 x PS2, Xbox22. Mai 2013 um 16:48 #1130054
MadMacsTeilnehmerBravopunk wrote:Also hast du nicht immer nur mit Sony Probleme^^’.
Von der XBOX wusste man ja, dass sie früher oder später den Geist aufgibt.
30. Oktober 2013 um 12:05 #1130055
ChrisKongTeilnehmerSo, nun wurde das Thema auch im Schweizer Fernsehen thematisiert in der Sendung Kassensturz, ein Konsumenten Magazin. Mit Hinblick auf die Next Gen, sollte man eigentlich wissen, was einen erwartet, da bei solchen Sachen ja systematisch gehandelt wird. Hat man erst mal eine Handvoll Spiele, dann wird man sich kaum von denen einfach so trennen und in denen sauren Apfel beissen. Hier der Link zu diesem spezifischen Teil der Sendung. Ansehen und Schaudern.
http://www.srf.ch/konsum/themen/konsum/geplanter-defekt-kaum-gekauft-und-schon-kaputt
30. Oktober 2013 um 12:29 #1130056
captain carotTeilnehmerDie Differenz bei Konsolen ist aber, dass das HW-Geschäft mit den eigentlichen Konsolen im besten Fall immer eine Nullnummer ist, meist ein Zuschussgeschäft. An sich haben die HW-Hersteller also gar kein Interesse daran, dass Konsolen kaputt gehen, weil sie dann DRAUFZAHLEN.
Das Geld wird über Spiele und in gewissem Rahmen üder Zubehör wie neue Pads, Headsets etc. gemacht.
Ein gravierender Unterschied zu anderen Bereichen des Elektronikmarktes.
Typisches Obsoleszenzproblem, das ich seltsamer Weise von sehr vielen Samsung Handys kenne: Nach guten zwei Jahren spinnt da sehr oft die Software, die Akkus lassen sehr plötzlich sehr drastisch nach usw.
Davon ab addieren sich hier gewisse Dinge: Beispiel aus deinem verlinkten Artikel, die billigen Kondensatoren.
Konsumenten wollen gerne möglichst günstig kaufen, was die Hersteller eben auch unter Sparzwang setzt, es wird also auch aus Preisdruck auf billige Bauteile gesetzt. “Positiver” Nebeneffekt, die Billigbauteile halten nicht so lange und man kann doppelt so oft verkaufen.Momentan haben wir also ein System entwickelt, in dem wir unsere superniedrigen Preise vor allem durch gesteigerten Konsum halten und umgekehrt.
30. Oktober 2013 um 12:37 #1130057
ChrisKongTeilnehmerKommt mir ja so vor, bei diesen ganzen Meldungen von wegen mir ist meine PS3 abgeraucht. Zu dem Zeitpunkt wo sie abraucht ist ja die Produktion schon ein ganzes Stück billiger. Und der Zwang ein Gerät von der selben Marke zu kaufen ist logisch, wegen der Spielebibliothek. Gibt hier im Forum Leute, die haben sich schon 3 oder mehr PS3s gekauft. Und da denkst du, freut sich Sony nicht darüber??? Insbesondere wenn man ja vielleicht sogar Austauschgeräte verkauft. Da ist einer aber ziemlich leichtgläubig.
Nein, nein, nein, lass mal lieber, da wird bei Sony auch nur mit Wasser gekocht. Und MS tut es ihnen garantiert auch gleich.30. Oktober 2013 um 13:05 #1130058
bitt0rTeilnehmerkochst du auch mit h2o?
30. Oktober 2013 um 13:28 #1130059
ChrisKongTeilnehmerNein, mit C4.
30. Oktober 2013 um 13:58 #1130060
captain carotTeilnehmerHat nix mit Leichtgläubigkeit zu tun. Sinken die Kosten wird bei Konsolen nahezu IMMER der Preis gesenkt. Ausnahmen gibt es fast nur von Nintendo, etwa lange Zeit beim DS.
Austauschgeräte müssen auch erstmal geflickt werden. Das heißt, wenn du ein Refresh Gerät “für lau” innerhalb der Garantie bekommst kostet das Sony erstmal beim Verkauf und dann noch bei der Wartung, also gleich doppelt.
Das größte Problem in dieser Gen waren eher unvorhergesehene Probleme, eben u.a. die thermischen Probleme bleifreien Lots, das dank ROHS in Consumerprodukten mittlerweile aber vorgeschrieben ist.
Gleichzeitig gibt es natürlich auch bei Konsolen Sparzwänge. Wenn du eh schon ne Nullnummer hast oder subventionieren musst, dann konzipierst du z.B. Kondensatoren oder Kühlkörper mit möglichst großen Einsparpotenzial. Das fängt beim Material an und hört bei der Dimensionierung auf.
Mal nur als Beispiel, in meinen DIY Lautsprechern stecken relativ dicke MOX Widerstände und auch nicht gerade kleine MKP-Kondensatoren. Mehr wäre an der Stelle zwar herausgeworfenes Geld, es geht aber, auf Kosten der Langzeitstabilität auch erheblich weniger. Da kann man bei einer Handvoll Bauteile schon einige Euro einsparen. Als Folge sind diese “unsichtbaren” Bauteile eben weniger belastbar und weit weniger langzeitstabil.
Wenn der Preis aber ein wichtiges VK-Argument ist, dann wird so ein nicht sichtbares Bauteil aus Spargründen schon möglichst klein und günstig gewählt.
Sowas gibt es in verschiedensten Bereichen, z.B. auch bei PC-Mainboards, teure Meianboards haben da nicht unbedingt ein besseres Chipset, oft aber bessere Bauteile. In Billigrechnern a la Mediamarkt findest du das aber alleine schon aus Kostengründen nicht.
Gerade bei niedrigen Margen profitieren die Hersteller natürlich auch selbst davon, weil der Konsument ja erheblich früher Ersatz benötigt.
Allerdings sind beim Konsolengeschäft die Marktregeln etwas anders. Hier wird das Geld ohnehin mit der Software gemacht. Solange die HW bezuschusst wird zahle ich als Hersteller drauf. Schlimmer noch, da kann es, wie bei MS auch mal schnell passieren, dass man gezwungen ist, ein Garantieprogramm ins Leben zu rufen.
Die Hersteller, die es sich im Elektronikbereich gleichzeitig leisten können, hohe Gewinne einzufahren UND auf Obsoleszenz zu setzen sind selten.
Das geht im Textilbereich erheblich leichter.
30. Oktober 2013 um 14:37 #1130061
ChrisKongTeilnehmerNun gut, die Kondensatoren im Bericht, wären in der stabileren Version nur einige Rappen teurer gewesen, das hätte den Braten auch nicht feiss gemacht. Aber wenn man unter Umständen dem Kunden einen neuen Apparat andrehen kann, dann rechnet sich das eben durchaus, auf Billigkompenenten zu setzen, darum macht mans ja auch. Als ich das meinem Bruder erzählt habe von dem Fernsehbericht, da kam ihm auch noch ein Beispiel in den Sinn von einem Kumpel, der gewisse neuere Games nicht mehr abspielen konnte und nach dem Update scheinbar auch die alten nicht mehr. Da ichs nicht aus erster Hand weiss, muss das ja nicht unbedingt zu treffen. Aber in dem Bericht wird ja auch über Smartphones und die Softwareupdates kurz gesprochen. Kann mir durchaus vorstellen, dass man damit gezielt Handys unbrauchbar machen kann. Die Software kann ja so programmiert sein, dass sie genau erkennt, wie alt ein Handy ist, sprich ob schon über der Garantie oder nicht und dann seine Rumzickprogramme aussenden, sodass es keinen Garantiefall gibt und der Nutzer auf ein neues umsteigen muss.
Ich finde, es sollte einem einfach zu denken geben. Stimmt nur etwa die Hälfte davon, dann ist das schon höchst bedenklich. Darum sollte per Gesetz die Gewährleistungspflicht oder Garantie erhöht werden und zwar massivst, dann baut die Industrie vielleicht auch wieder Sachen, die ein wenig länger als 2 Jahre bestand haben.30. Oktober 2013 um 14:41 #1130062
IKARUDENSHINTeilnehmerSind wir doch mal ehrlich. Wir wollen es doch so. Immer schön billig. Man will ja schließlich viel von seinem hart verdienten Geld behalten, um noch mehr zu kaufen. Man muss doch immer alles haben. Eine Konsole reicht ja auch nicht mehr. Der TV muss auf den neuesten Stand sein. Und wenn wir ja schonmal dabei sind, dann brauchen wir auch eine Surround Anlage + Lautsprecher. Das Handy muss man ja auch noch jedes Jahr wechseln.
Wir wollen alles haben und nichts dafür bezahlen. Und das bekommen wir doch auch. Unterhaltungselektronik die mit minderwertigeren Bauteilen ausgestattet werden. Wer würde sich denn einen TV von Hersteller A für 5000€ mit einer Top Qualität kaufen, wenn daneben ein vergleichbarer von Hersteller B für 1000€ mit einer etwas schlechteren Qualität steht? Selbst wenn der Hersteller A 5 Jahre Garantie geben würde, bin ich mir sicher, dass 95% zu Hersteller B greifen.
Und das kann ich auch ganz klar nachvollziehen. Die Menschen haben effektiv immer weniger Geld in den Taschen, weil alles teurer wird.Ich persönlich spare lieber etwas länger und hole mir dann etwas höherwertigere Produkte als ein extrem günstiges. Qualität ist mir persönlich sehr wichtig. Leider ist es ja auch so, dass in den höherwertigen Produkten auch billige Bauteile eingebaut sind. Was soll man also kaufen???
Wer handwerklich geschickt ist und sich ein bischen einarbeitet, kann den ein oder anderen Fehler selbst reparieren. Alle anderen gucken in die Röhre und sind auf teure Reperaturen oder einen Neukauf angewiesen.
Szenario:
Eure Waschmaschine die Ihr vor 2,5 Jahren gekauft habt ist defekt. Die Reperatur kostet 200€. Eine neue Waschmaschine kostet 350€
Was macht Ihr?Um zum Thema zurück zu kommen, meine PS3 (5Jahre alt???)läuft ohne Probleme. Nach langer Spielzeit bei grafisch aufwendigen Titeln wie The Last of Us oder GTA5 drehen die Lüfter in Ohrenbetäubender Lautstärke. Ansonsten keine Probleme.
Die 360 wurde zum Launch gekauft und hatte zwei mal den Ring of Death. Zweimal wurde das Mainboard getauscht. Konsole wird nicht mehr benutzt, funktioniert aber.
Die Wii macht keine Probleme. Wird auch kaum genutzt.
Bei PSP, DS und 3DS gibt es auch keine Probleme.
Meine Lektion die ich gelernt habe: nie wieder Konsolen zum Launch kaufen.
30. Oktober 2013 um 15:35 #1130063
ChrisKongTeilnehmer@Ikarudenshin Jein, also es gibt ja auch noch etwas Raum zwischen 1000 und 5000 Euronen. Und wenn die Kondensatoren in TVs die besser sind nur ein paar Cent mehr kosten, dann sehe ich da kein Problem den Mehrpreis dem Kunden verkaufen zu können. Nein, es werden minderwertige Teile verbaut, damit das Gerät irreparabel beschädigt wird oder die Reparatur zu teuer ist. Ich hab auch schon gehört, dass teilweise Kleinstteile mit teureren Komponenten verklebt werden, damit man dann gleich das teuere mit austauschen muss. Bei Autos kriegt man teilweise auch nur noch ganze Blöcke getauscht, auch wenns nur ein kleines Plastikteil ist, das putt putt ist. Ein ehemaliger deutscher Mitarbeiter von mir, er ist so um die 55, der hat früher so gut wie alles selber am Auto gemacht, da er technisch sehr versiert ist. Der sagt genau das Gleiche, heute kannst du das vergessen mit dem rumbasteln wenn was kaputt ist. Und die Industrie trimmt sich weiter fit auf dem Buckel des Konsumenten und da braucht mir doch keiner erzählen, dass der nicht bereit ist, sagen wir mal 100 Euro für bessere Teile zu bezahlen, wenn sein Gerät dafür doppelt solange hält.
Andere Beispiele finden sich ja bei Druckern beispielsweise, z.B. von Epson, wo auch die Software für regen Abverkauf von Tinte und anderen Wechselteilen sorgt. Oder der Beamer des Kumpels. Er hat da ressetet und siehe da, die Lampe hielt gut nochmals 1000h länger, bis sie wirklich merklich abbaute und Ersatz hermusste. Aber guck mal in die Anleitung, da wird ja mit allem gedroht, was passiert, wenn man die Lampe nicht wechselt.
Wenn ihr mich fragt, einfach nur hinterhältig und vor allem methodisch.
Heute lässt sich alleine durch die chemische Zusammensetzung von Plastik, deren Haltbarkeit beeinflussen, oder um zurück zum Auto zu kommen, Schläuche. Es gibt Materialien, die werden von Mardern nämlich nicht angeknabbert, die gehen da nicht ran. Aber natürlich werden die nicht konsequent überall eingesetzt, man will ja, dass durch Fremdeinwirkung was kaputtgeht, dann gilt nämlich erst recht kein Garantiefall und die Industrie darf sich die Hände reiben.
Auf dem Bau, genau dasselbe Spiel. Und da kenn ich mich nun aus, weil ich da schon damit zu tun hatte. Bei Klebstoffen werden immer mehr Füllstoffe wie Wasser und Kreide verwendet, weil die günstig ist. Die Zahnleisten, die für den Klebstoffauftrag benötigt werden, werden ja vom Hersteller vorgeschrieben. Heute braucht man um einen Quadratmeter Linoleum zu verkleben, ca. 350- 400 gr. Früher dagegen vielleicht 250-300 gr. Gehen wir mal so grob über den Daumen gepeilt von ca. 100gr Mehrverbrauch von Kleber aus. Das macht 1kg pro 10m2. Jetzt ist da eine Baustelle mit 20000m2, das macht dann einen Mehrverbrauch von 2 Tonnen auf die gesamte Fläche. Der Preis für den Kleber liegt so zwischen 1Fr. – 1.50. Gehen wir mal vom höheren Preis aus, dann macht das alleine schon 3000 Fr. für gar nichts an Mehrwert. Kommt dann noch hinzu, dass der Klebstoff in der Produktion ja sogar günstiger wird, wenn man mehr Füllstoffe beimischt, sprich, die Margen sind dann ebenfalls höher. Und das alles mit minimaler Trickserei. Und das kann man dann auf andere Sachen genauso übertragen. Im kleinen macht sich das eben nicht so bemerkbar, aber da wird eben in ganz anderen Dimensionen gerechnet. Dasselbe Beispiel könnt ich auch über Nivellier und Spachtelmassen erzählen, da ist der Verbrauch heute auch viel höher, da die Spachtelmasse heute erst ab min. 3mm besser sogar 4-5mm selbstnivellierend ist. Und da der Durchschnittsverbrauch bei ca. 1,5kg liegt, braucht man im Schnitt heute ca. 3-4 Kg mehr, bei einem Preis von ca. 80 Rp, pro Kg muss man nun kein Genie sein, um zu merken, was da konkret abgeht.
Da kommt noch eine Menge mehr dazu, aber das lasse ich mal weg, sonst wirds ein Endlosgeseiere von mir
30. Oktober 2013 um 16:37 #1130064
captain carotTeilnehmer@Kong: Checkst du´s nicht? Es sind nicht NUR Kondensatoren, sondern auch andere Bauteile. Und das macht dann ganz schnell einen zweistelligen Eurobetrag bei Geräten, deren Gewinnmarge ein schlechter Witz ist.
Autos sind übrigens nachweislich weniger fehleranfällig und haltbarer als früher, sicherer usw., dafür aber für Schrauber kaum noch zugänglich.
Es gibt klar Hersteller, die auch bei teureren Produkten mehr als genug rumpfuschen.
Es wird aber heutzutage furchtbar gerne billig von heute mit teuer von damals verglichen.
Nimm mal bei Kinderspielzeug ganz doof Lego. Die Quali ist kein Stück niedriger als in den Achtzigern (wir haben alte und neue Klötzchen übrigens hier), die Billigkopien kommen von der Materialquali nicht ansatzweise da dran. Im Vergleich zu alten Legos sind die Billigvarianten also schlecht, neues LEgo aber nicht.
Oder nimm mal Werkzeug von Metabo und anderen Herstellern. Die Quali ist top, kostet aber auch.
Von ner 30,-€ Stichsäge kann man nun mal alleine aus Kostengründen nicht das gleiche erwarten wie von einem 150,-€ Gerät. Bei ersterer ist der Sparzwang von vornherein erheblich größer.
Das sind also erstmal Faktoren, die sich gegenseitig addieren.
Andererseits hat die Obsoleszenz, weil sie sich für Hersteller mittlerweile oft rechnet, auch in anderen Preisbereichen und Marktsegmenten Einzug gehalten, allerdings keineswegs durchgehend.
@Ikarudenshin: Einfaches Beispiel bei mir: Ich hatte eigentlich eine sehr gute Widescreen Röhre von Grundig, 32″ Pal Plus…
Als der mir vor vier Jahren kaputt gegangen ist hatte ich die Wahl zwischen Reparatur für 200,-€ und neuem TV. Wenn man dann nicht weiß, wie lange der TV nach der Reparatur hält liegt der Neukauf irgendwie recht nahe.30. Oktober 2013 um 16:45 #1130065
ChrisKongTeilnehmer@Carot Checkst dus nicht?, die Leute würden auch diesen 2Stelligen Mehrpreis bezahlen, wenn das Gerät doppelt solange hält. Aber das ist nicht im Sinne der Hersteller. ob ich jetzt 1200 oder 1400 bezahle bei einem TV, der dann länger hält, rechnet sich das für den Kunden immer , aber nicht für die Industrie.
Und sorry, das Thema ist hier nicht Billigprodukte im Vergleich zu teuren, sondern die eingebauten Zeitbomben, die mit Absicht installiert werden, nichts weiter.
30. Oktober 2013 um 19:06 #1130066
captain carotTeilnehmerNein, tun sie nicht. Nachweislich. Die Mehrheit juckt es gar nicht mehr wirklich.
Und für die Industrie rechnet sich doppelte Gewinnmarge natürlich, dafür bräuchte es aber nicht den doppelten VK. Gewinnmargen hat es aber z.B. bei TV´s nicht oder fast nicht.
Teure TV´s gibt´s bestenfalls noch von Bose, B&O sowie vorläufig von Loewe. Bei der breiten Masse der Hersteller gibt es da einen brachialen Preiskampf. Übrigens nicht nur da.
In solchen Fällen kommt so ziemlich jedes Bauteil auf den Prüfstand, vom Kondensator über die Lautsprecher bis zu Gehäusematerial und möglichst kurzer Verkabelung. Logischer Weise haben Lohnkosten da auch eine Rolle, von wegen Foxconn und Co.Es gibt auch genug Fälle, in denen Hersteller trotz hoher Margen eine Obsoleszenz einplanen. Das ist aber bei weitem nicht immer so.
Insofern kann man das eben nicht ausschließlich auf die pösen Konzerne abwälzen. Das fängt durchaus schon bei den Kunden an. Die Mehrheit kauft gerne billig, wer das nicht glaubt braucht sich nur anzusehen, wie die Leute, die sich jedesmal über Videos von Masttieren und Schlachthöfen aufregen spätestens am übernächsten Tag beim Discounter einkaufen.
30. Oktober 2013 um 19:29 #1130067
IKARUDENSHINTeilnehmercaptain carot wrote:@Ikarudenshin: Einfaches Beispiel bei mir: Ich hatte eigentlich eine sehr gute Widescreen Röhre von Grundig, 32″ Pal Plus…
Als der mir vor vier Jahren kaputt gegangen ist hatte ich die Wahl zwischen Reparatur für 200,-€ und neuem TV. Wenn man dann nicht weiß, wie lange der TV nach der Reparatur hält liegt der Neukauf irgendwie recht nahe.
Darauf wollte ich hinaus. Ich hätte das selbe getan. Und ich bin mir sicher, der Großteil auch. Es soll sich einfach nicht lohnen etwas zu reparieren. Die Preise für eine Reperatur stehen auch teilweise in keinem Verhältnis zum Gesamtwert eines Produktes. Falls man das Produkt dann überhaupt nochmal reparieren kann.
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