nilsderpilz
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nilsderpilzTeilnehmer@Nightrain
Vielen Dank, sogar gedruckt!! Also das war nun wirklich nicht nötig, ich bin wirklich baff. Danke für das Feedback (und das Kompliment, hehe). Ja, man muss es wohl einsehen: In dieser Form ist man als Akademiker auf den guten Willen nicht-akademischer Leserinnen und Leser angewiesen. Man muss sich doch wirklich fragen, ob man die eigene Sprache nicht ein bisschen entschärft. Man verliert dadurch doch vielleicht wenig bis nichts – und lädt stattdessen mehr Menschen ein, mitzulesen. So geht es ja auch aus Winnie Forsters Rezension hervor, die freundlichen Reaktionen hier bestätigen das. Aber: komplett unverständlich ist der Text nicht und das freut mich total.
@ChrisKong
Danke auch Dir!
Manche machen wirklich so einen Eindruck. Fast alle Leute im Wissenschaftsbetrieb stehen unter einem hohen Karrieredruck: Arbeitsvertrag immer befristet, auf die nächste Stelle gibt es nicht selten dreistellige Bewerbungen. Da gibt es schon teils ein Hauen und Stechen. Jede/r versucht möglichst gut darzustehen. Und das geht dann auf Kosten der Diskussionskultur: nach oben keine Kritik, nach unten stures Beharren. Das hat also nicht nur mit der Inszenierung von ‘Wissenschaftlichkeit’ zu tun, sondern auch mit den Bedingungen. Nach meiner Erfahrung (mit Blick auf @MontyRunners Kommentar) sind die meisten Leute im Fach aber schwer in Ordnung und kritikfähig.@Nightrain und @ChrisKong
Ich habe gerade so Lust die Formulierung von @ChrisKong aufzugreifen (erleben vs. erzählen) und @Nightrains leise Zweifel an der Zuverlässigkeit der Macher. Das ist doch wirklich der springende Punkt bei Dark Souls: Man muss es sich selber denken (oder Vaatividya angucken) und dann stellt sich die Frage, ob das wirklich so von Herrn Miyazaki geplant ist.
Und falls es noch jemanden interessiert, da prallen aus Sicht eines Literaturwissenschaftlers zwei Konzepte eines ‘richtigen’ Verstehens aufeinander. Nummer 1: Richtig ist, was die/der Autor/in sich gedacht hat. Was wollte uns Miyazaki damit sagen? (Ausschlaggebend ist die Autorintention.) Nummer 2: Verstehen passiert im Kopf, der ‘Text’ (oder Spiel) wird im Kopf erst ‘sinnvoll’ (Rezeptionsästhetik). Was der Autor ‘meint’, ist dann nicht mehr ganz so wichtig.
Kulturell sind wir in der Regel ziemlich auf die 1 getrimmt. Das hängt auch damit zusammen, dass wir Autorverehrung betreiben, zum Beispiel war ja 2020 Hölderlin-Jahr. Wenn der ‘große’ Hölderlin spricht, dann lohnt es sich doch, es zu verstehen zu versuchen. Aber Miyazaki scheint eher die Nummer 2 anzupeilen: Man möge sich die Story selber denken, er liefert dafür aber Inspiration. Er selber muss dann gar nicht alles wissen oder festlegen. Und dann fangen doch manche an, die ‘richtige’ Geschichte herauszuarbeiten. Und fangen mit einer ‘Autorverehrung’ von Miyazaki an. Und fragen sich, ob Miyazaki das so gemeint hat. Das ist nun gar nicht unbedingt falsch. Mir scheint es so, als wäre das genau die Stelle, an der Dark Souls, jedenfalls für mich, so wahnsinnig interessant wird. Die ‘eigene’ Geschichte und ‘Miyazakis’ Welt sind gar nicht so leicht zu unterscheiden. Da ist ein Schwebezustand, dem man nicht häufig begegnet.
@MontyRunner
Lieber Fastkollege, nach Corona müssen wir dann mal was essen oder trinken 😉Vielen Dank Leute!
nilsderpilzTeilnehmerVielen, lieben Dank, Lagann. Das hat viel Zeit gekostet für dich, ich weiß das wirklich zu schätzen. Danke, danke. Ich nehme was von deinem Feedback mit: mehr Kontext erläutern, das hilft beim Verstehen.
Miyazakis Fokus auf die “Welt” macht die Soulsborne-Spiele wirklich interessant und spannend. Da wird ein Spielplatz für Deutungen, Spekulationen und Entdeckungen geboten. Das macht Spaß. -
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