10 Videospiel-Literatur-Geheimtipps

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The Untold History of Japanese Game Developers

(Englisch, Taschenbuch – SMG Szczepaniak, 526 Seiten, ca. 35 Euro)

Videospieljournalist John Szczepaniak ist 2013 einige Monate durch Japan gereist, um Persönlichkeiten der dortigen Entwicklerszene zu interviewen – legendäre wie Mega Man-Macher Keji Inafune oder Spielemusiker Yuzo Koshiro, aber auch viele abseits des Rampenlichts wie Enix-Programmierer Toru Hidaka oder Nihon-Falcon- und Quintet-Grafiker Kouji Yokota. Ohne roten Faden reiht Szczepaniak Interview an Interview, präsentiert dabei den kompletten Gesprächsverlauf (der auch mal schwache Fragen und uninteressante Antworten enthält) und streut beliebiges schwarz-weißes Bildmaterial ein. Das Resultat (von dem jüngst ein ­zweiter Teil erschien) ist eine dicke, unsortierte Schwarte, die dank ihrer Fülle an Fakten und Anekdoten fasziniert und immer wieder zum Schmökern einlädt.

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BigBen
5. Oktober 2016 12:36

Lesen…????? …..ich komme ohnehin kaum zum Spielen… 😉

Rudi Ratlos
4. Oktober 2016 12:05

Von “”History of Japan…”” gibt es afaik bereits ein Vol. 2 – Teil 1 liegt auch noch auf meinem Nachtschrank, müsste ich endlich mal lesen…

Dietfried
4. Oktober 2016 0:06

scott cohens “”zap”” genießt bei etlichen videogames-historikern übrigens keinen guten ruf: es seien in einigen passagen doch sehr “”die pferde mit ihm duchgegangen””, heißt es. er hielte sich nicht immer an fakten , zudem sei einiges von ihm hinzugedichet worden. auch seien einige fakten schlichtweg falsch. ich habe das buch selbst zuhause und kann (soweit ich das beurteilen kann) sagen: stimmt. super geschrieben, aber so toll, sprich historisch korrekt ist es (teilweise) wirklich nicht.

ghostdog83
3. Oktober 2016 17:16

[quote= Stephan Freundorfer]Natürlich ist da die Sprachbarriere, aber die vom Famitsu-Verlag Enterbrain veröffentlichte Sega Consumer History erfreut auch den Japanisch-Unkundigen mit einer gewaltigen Menge Stoff zum Blättern und Gucken. [/quote]Diese Aussage soll wohl ein Witz sein?Mal eine Frage am Rande – habt ihr das Buch (sowie La Bible Game Boy) auch selbst lesen können, um zu einem Urteil zu kommen oder habt ihr euch nur auf die Aussage Dritter verlassen?Die generelle Frage erübrigt sich hoffentlich.