Dass dieses Vorhaben schon vor einer Weile erwähnt wurde, ist uns entfallen, aber laut diesem Tweet ist die Abmachung nun in trockenen Tüchern:
We’ve now signed a binding 10-year contract to bring Xbox games to Nintendo’s gamers. This is just part of our commitment to bring Xbox games and Activision titles like Call of Duty to more players on more platforms. pic.twitter.com/JmO0hzw1BO
— Brad Smith (@BradSmi) February 21, 2023
Heißt also, eine Dekade lang erhalten auch Nintendo-Spieler kommende Call of Duty-Episoden zeitgleich und mit den gleichen Inhalten wie die Xbox-Versionen – wie man sich das technisch vorstellen soll, bleibt da natürlich noch offen.
Und ob Microsoft mit diesem Beweis der Offenheit gegenüber anderen Herstellern seien Chancen erhöht, die Übernahme von Activision-Blizzard doch noch abgesegnet zu bekommen? Kene Ahnung, diese Überlegung hat dabei ja ganz bestimmt keine größere Rolle gespielt…









Ich bin gespannt, wie sie das technisch umsetzen werden. Herzstück von CoD ist der Online Multiplayer, da stelle ich mir eine Streaming-Version wegen der hohen Latenz schwierig vor.
Ich erwarte hier eine mit der Brechstange zurechtgeknüppelte Fassung, die wohl nur für Spieler, die ausschließlich auf der Switch unterwegs sind, als Notlösung akzeptabel ist.
Ich weiß noch wie ich 2009 erstmals von OnLive gelesen habe und quasi direkt hinterher von Gaikai. Damals hatte Streaming auch noch Kinderkrankheiten ohne Ende, die es aber seitdem nach und nach ablegt. Dass Streaming irgendwann auch im Gaming wichtig wird, in ferner Zukunft, hab ich damals schon ein Stück weit vermutet aber nicht gerade gehofft.
Mittlerweile ist wohl unvermeidlich, dass nach dem Trend zu Downloads zukünftig mehr und mehr Streaming kommt. Warum soll Otto Normalspieler sich zukünftig noch ne Konsole hinstellen wenn er direkt am TV und unterwegs vielleicht sogar auf dem Smartphone das gleiche Spiel daddeln kann?
Mich würde es deswegen leider nicht wundern wenn wir bei der letzten oder vorletzten Konsolengeneration angekommen sind. Je nachdem wie schnell die Mehrheit Streaming annimmt.
@Captain
Ich tippe mal, jeder, der/sie dauernd davon redet, wie “underpowered” Nintendo Konsolen sind, wünscht sich, mit der Aussage, indirekt-oder-diräctlytoyou “eine dritte, quasi identische Konsole” von den Kyotern, auch diejenigen insgeheim, die sonst angeben, wie zufrieden sie doch mit der Switch sind. 😉
Für meinen Teil können Nintendo so extravagant bleiben, wie sie sind, dann habe ich wenigstens eine Konsole, bei der ich Unterschiede merke und nicht 5 bis 6 unterschiedliche Kisten wie zu 16 Bit Zeiten. ( Meine Güte, war das geil!)
Das einzige, was ich an solchen Übernahmen erkenne, ist dass die Digitalisierung immer weiter voranschreitet ( bald schwirren Games anscheinend nur noch in den”Wolken”) und Spiele von Publishers, die mich wenig bis gar nicht interessieren, die Richtung vorgeben, egal wie “Verträge” heutzutage ausgehandelt werden oder wie pöse in der Vergangenheit die großen Fische gewesen sind.
Und Third Party Support war auf Nintendo Konsolen immer nur so stark, wie die Verkaufszahlen der Hardware, dann kommen sie ganz von selbst, EA, Acti und co.
Dass Nintendo heute nicht mehr in der Lage ist, “Geschäftsbedingungen” wie früher zu stellen, ist klar, brauchen sie aber nicht, denn dafür übernehmen das die anderen. Ob es dadurch besser ist?
„Wir halten es nicht für machbar oder realistisch zu glauben, dass ein Spiel oder ein Stück aus dem Rest herausgeschnitten werden kann“, so Smith zu diesem Vorschlag. Anstatt „Call of Duty“ oder andere Titel beziehungsweise Serien von der Übernahme auszunehmen, wird es Microsoft darum gehen, die Spiele von Activision Blizzard so vielen Nutzern wie möglich zugänglich zu machen. Zumal es aufgrund der Marktanteile in Europa wenig Sinn mache, „Call of Duty“ und andere Marken nicht mehr für die PlayStation-Systeme zu veröffentlichen, wie Smith ergänzte.
Würde man lediglich die PlayStation- und Xbox-Konsolen heranziehen, dominiere Sony in Europa mit einem Marktanteil von 80 Prozent, während es die Xbox-Systeme laut Smith lediglich auf 20 Prozent bringen. Daher könne es Microsoft nur darum gehen, „Call of Duty“ als erfolgreiche Multiplattform-Marke zu erhalten. Als Beispiel nannte Smith das Vorhaben, die „Call of Duty“-Titel zukünftig für das Cloud-Gaming zu optimieren, um sie so auf weiteren Plattformen wie GeForce Now anbieten zu können.“
https://www.play3.de/2023/02/21/activision-blizzard-uebernahme-microsoft-gibt-sich-nach-der-eu-anhoerung-optimistisch/
Ich frage mich ja immer, warum manche so scharf auf eine dritte, quasi identische Konsole wären. Schon schlimm genug, dass Series X und PS5 fast identisch sind von der Hardware, aber man für Exclusives beide kaufen darf.
Was die Sache mit den Nintendo Knebelverträgen angeht, die stammen aus der NES Zeit. Für Famicom Disk Spiele mussten Publisher sogar die Rechte mit Nintendo teilen. Das funktionierte so aber auch nur in Japan, war dann mitmdem Mega Drive irgendwann auch vorbei bzw hatte das SNES keine ausreichend marktbestimmende Stellung mehr um sowas durchzudrücken.
Entsprechend kamen dann auch im weiteren Verlauf mehr Spiele für beide Systeme, die nur wo nötig angepasst waren (Farbpalette, Sound, Custom Chip Fähigkeiten).
Europäische und US Publisher haben sich ohnehin relativ früh nicht drauf eingelassen. Nur war die Konkurrenz zu NES Zeiten eher noch bei Homecomputern zu finden.
Zu Nintendo und CoD: vielleicht braucht es nicht ausgerechnet CoD, aber Titel wie Skyrim, Minecraft, Fortnite etc. laufen auf der Switch recht gut. Diverse andere Third Party Titel wie die ganzen JRPGs wohl zumindest besser als bei der Konkurrenz, weswegen mittlerweile viele Studios auch oder nur für Switch entwickeln.
Kurzum, so stark waren Third Party Titel auf Nintendo Hardware wohl lange nicht.
@Nightrain
Also, ich träume nicht von einer Switch Version von CoD, die den anderen Paroli bietet, aber wenn es denn so wäre, dass Acti-Biz, die Hardware ordentlich ausreizt und eine Nintendo Version anbietet, die etwas eigenständiges im Vergleich zu den anderen bietet, würde ich nen Blick riskieren. 😉
SONY ist noch schlimmer und Activision Blizzard der richtige Schritt.
@Genpei_Tomate , Nintendo besteht doch noch immer darauf, dass die Publisher unterschiedliche Versionen eines Spiels für sie und den anderen Beiden machen. Nur eben, weil man sich mit seiner Switch der modernen Technik verweigert … 😉
“Im Grunde also mehr oder weniger alles wie heute, nur kann sich heute eben niemand mehr von den Herstellern leisten astronomische Lizenzabgaben zu verlangen, da es eben genug erfolgreiche Mitbewerber gibt. Auch eben etwas gutes wenn es starke Konkurrenz gibt.”
Ja, der Markt hat sich nicht so viel verändert, eher ist es unübersichtlicher.
Aber dass die Lizenzgebühren nicht mehr so astronomisch ausfallen, sehe ich nur im Verhältnis zu den sonstigen Kosten aktueller Produktionen.
Dass man einen Weltkrieg-Shooter als Aufhänger nimmt, ist natürlich ein Fall für sich.
Mir konnten die CoDs immer gestohlen bleiben, aber ” leider ” ist sie eine der Zug-kräftigsten Marken und Nintendo…ob sie jetzt, wo ihre Konsole so erfolgreich ist, ein CoD “brauchen” nachdem sie seit Serien Beginn, vor 20 Jahren, eher sporadisch ne Folge für ihre Kiste spendiert bekamen, wage ich zu bezweifeln, aber die User-Base der Switch-es dürfte, wem auch immer jetzt die Marke Call of Duty vertreibt, das Wasser im Munde laufen lassen bei der Möglichkeit, plötzlich viele Millionen ihres Spiels absetzen zu können.
Vorausgesetzt, sie beziehen sich auf die aktuelle Switch und mit 10 Jahren meinen, auch den Nachfolger mit-versorgen zu wollen.
Ob die Be-Rechnung auf einer Nintendo Konsole aufgeht?
@genpei tomate
Mit dem ersten hast du recht, und ja, fand ich als Spieler auch super. Wie bei Shadowrun oder Aladin fürs SNES/MD. Für die Entwickler wars wohl eher ein Grauß. Capcom hatte dies in einem Video ma ganz gut beleuchtet. Zudem waren dies aber nicht die Einzigen “Gängelungen”, nur damals bekam man das einfach kaum mit, außer ein Printmagazin hätte darüber berichtet. Als Beispiele könnte man hier allein die hohen Lizenzabgaben, sowie die Übereinkunft der (sehr hohen) Mindestbestellmenge der Module, welche wohl gar gekoppelt war an dessen Größe (gibt irgendwo u.a. ‘n interessantes Interview mit den Mortal Kombat-Machern darüber). Und ich bin mir sicher selbst damals gabs Dinge wie Zeitexklusivität.
Im Grunde also mehr oder weniger alles wie heute, nur kann sich heute eben niemand mehr von den Herstellern leisten astronomische Lizenzabgaben zu verlangen, da es eben genug erfolgreiche Mitbewerber gibt. Auch eben etwas gutes wenn es starke Konkurrenz gibt.
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Was den Deal anbelangt, nach CoD fragte doch niemand von Nintendo. Hätten sie es all die Jahre veröffentlichen wollen, hätten sie es all die Jahre einfach gemacht. Dort spielt aber eh eine gänzlich andere Zielgruppe. Das wird höchstens ma mitgenommen, aber wer das spielen will, spielt das (schon längst) woanders. CoD ist im Grunde nur ein vorgeschobenes (aber gutes) Argument.
Mal abseits davon das ich solche “Verträge” eher belächel. Man bräuchte nur den Namen CoD ändern oder kaum noch so oft eigenständige Spiele, dafür nur noch Updates veröffentlichen, und schon hat sich der Vertrag gegessen. Will garnich wissen was sie sich hierzu schon für Geniestreiche haben einfallen lassen mit dem dem Gamepass. Wiederum ist MS eh Meister darin eingekaufte IP’s und Studios an die Wand zu fahren, somit ists zumindest für mich nur ‘ne Frage der Zeit wie lange die dort aufgehobenes IP’s in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Aber der Markt bräuchte eh ma wieder einen Crash. MS hat mit dem Kauf allein sehr viele Traditions-Ego-Shooter aufgekauft, wovon halt derzeit nur über CoD schwadroniert wird, und noch ist das eben nich alles was zukünftig mit solch einem Kauf nur noch auf der XBox (/Pc) erscheint. Alleine Games wie Doom, Quake, Elder Scrolls, etc., so viele erfolgreiche etablierte Marken die es natürlich in irgendeiner Form überall gab, da sie sich alleine vom Namen her selber easy tragen können, fortan nur noch bei MS.
Auch abseits davon das der Kauf gar noch mehr über die Firmenintertenen Zustände u.a. bei Activision Blizzard hinwegtäuscht, glaube ich aber MS braucht wirklich diesen Deal. Es wäre eine Chance für sie mit all den Marken den Gamepass auf ein Level zu pushen wo es dann endlich heißt friss oder stirb. Das wäre dann wohl endlich eine ernstzunehmende Konkurrenz wo Sony, und auch Nintendo, dann zusehen müssen wie sie darauf reagieren. Wo den einen Spielern hier etwas “weggenommen” wird, enthält es somit immer noch viel Interpretation für neues. Denn Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft.
Die Vertragsklauseln von Nintendo bestanden darin, auf den Konkurrenz-Konsolen eine unterschiedliche Version eines Spiels mit dem selben Namen zu veröffentlichen. Das wäre heute traumhaft, dann hätte man wenigstens “echte” Exklusivität. Und das Konzept ist damals aufgegangen, eine “Gängelung” sieht anders aus.
Aber Rentabilität sieht nun mal wiederum ganz anders aus, vor allem bei Produktionen jenseits der mehren Millionen Moneten, die dafür her müssen und heutzutage schiebe ich den Spielern die “Schuld” der Gleichförmigkeit in die Schuhe, denn weh, die Switch Version läuft nicht so gut und sieht technisch/grafisch nicht exakt identisch aus, wie auf der Ps5. 😉
Das Deal-Bla-bla von Kotick, Hirai, Spencer und co. ist “Bisnäss as iuschual” , die anderen sind immer doof-Bla-Bla und die Gamer sollen gefälligst alle Konsolen und alle Versionen von CoD kaufen. Mehrmals. 🙂
Wurde das von MS schon mal so mitgeteilt, dass alle Bestandsmarken für die Konkurrenz weiter kommen? Bisher habe ich das nur von CoD gelesen.
Sony scheint einen ganzen Haufen unschöner Vertragsklauseln in verschiedenen Bereichen uu haben. Sogar solche, die Einfluss auf die Verfügbarkeit in konkurrierenden Abodiensten haben. An der Stelle, möglich dass MS das auch hat, aber Sony kommt mit sowas deutlich eher durch. Schon alleine durch die Stellung am Markt.
Davon ab nutzt Sony Exklusivdeals schon seit PS1 Zeiten (Stichwort Tomb Raider) und bei Titeln wie FF XV wohl auch bis heute.
Davor erinnert sich vielleicht der eine oder andere an Knebelverträge von Nintendo mit japanischen Publishern.
Jetzt haben wir einen Deal, bei dem zumindest alle Bestandsmarken für die Konkurrenz verfügbar bleiben und der, wenn man ehrlich ist, für die Entwicklerstudios mehr positive Effekte haben könnte als ein weiter so oder Mehrheitsbeteiligungen von Saudis oder Tencent. Wenn es bei ActiBlizz weiter geht wie bisher seh ich da auf Dauer schwarz. Zugegeben, aktuell interessiert mich auch überhaupt nix aus deren Portfolio.
Was CoD auf Nintendo Hardware angeht, wenn man die Grafik weit genug runter schraubt läuft das immer noch auf nem Toaster und nächstes Jahr dürfte wohl auch ein Switch Nachfolger anstehen.
Wie Bort sagt: Fanboys in beiden Lagern vergessen immer mal wieder, dass es einen großen Unterschied zwischen Zeitexklusivität und der Exklusivität einer Marke aufgrund eines Studioaufkaufs gibt. (Was auch jeder regelmäßig macht) Schon amüsant, wenn man dann so eine Argumentation von einem Vetreter von MS oder Act./Blizz. hört. Wo MS dann auf Insomniac verweist, kann dann auf Ninja Theory verwiesen werden and so on.
Erst letztens habe ich auf Twitter im Zuge der Vorladung von Sony durch MS gesehen, wie Kotick Sony als wettbewerbsschädigend bezeichnete durch Studioaufkäufe, aber selbst Teil des schwersten Deals mit Einfluss auf den Wettbewerb schlechthin ist. Diese Doppelmoral, herrlich.
Mit Ruhm bekleckern sich beide gerade nicht in der ganzen Sache momentan.
Was auf jeden Fall klar ist, dass CoD alleine schon ein Schwergewicht ist und eine ansatzweise gleichwegs erfolgreiche Marke Jahre, vielleicht auch Jahrzehnte brauchen würde, um diesen Stellwert im Gaming zu erreichen. Battlefield machts vor: Man schleppt sich mühselig von einem Serieneintrag zum nächsten, während es da immer Hochs und Tiefs gab und die Userzahlen selbst bei den besten Teilen nur ansatzweise denen zu den CoD-Gegenstücken nahe kommen konnten.
Gesund ist das ganze Verhalten und der Deal in diesen Weiten an sich so oder so nicht.
Das Drama ähnelt auch immer mehr einer Schlammschlacht, in der MS Sony gute Studioarbeit als etwas böses vorwirft und Sony sich anscheined trotzig gegen alles stellt, sobald es von MS kommt… und jeder wichtige Name auf beiden Seiten macht sich lächerlich und äußert alberne Aussagen, bei denen man sich fragt: “Das hast du nicht wirklich gesagt oder getan??”
Hä? Ein paar einzelne Spiele zeitexklusiv zu holen oder einen einzelnen Entwickler zu übernehmen, kann man ja wohl nicht mal ansatzweise mit der Übernahme von AB vergleichen. Nicht umsonst ist ja MS bereit fast 70 Mrd. für die Übernahme zu zahlen. Und wegen der Größe der beiden Firmen haben jetzt diverse Kontroll-Gremien weltweit Bedenken.
Und was hat das mit den Spiderman-Spielen zu tun? Insomniac hat schon vor der Übernahme durch Sony fast nur für Sony entwickelt.
Die Übernahme wird bestimmt durchgehen…
Sony zahlt doch auch, um FF 16 exklusiv (oder zeitlich exklusiv) zu bekommen.
Dasselbe gilt für Silent Hill 2…u.a
Oder die Spiderman Spiele… die Sony zusammen mit Marvel produziert
Irgendwie schräg, wenn man bedenkt, dass der Kauf von Activision ja noch gar nicht durch ist. Sollte die Übernahme scheitern, dürfte der hier erwähnte Deal doch null und nichtig werden, oder?
Ansonsten vermute ich dann auch, dass es eine (Gamepass?) Cloud-Lösung geben wird, da Nintendo wohl kaum ein potente Switch 2 in nächster Zeit auf den Markt bringen wird…
Kann man denn schon absehen, wann es zu der geplanten Übernahme eine Entscheidung gibt? Oder kann sich das noch Jahre hinziehen? Aber für mich zumindest doch etwas überraschend, dass es da soviel Gegenwind gibt.
Bisher gab es kein einziges Call of Duty für die Nintendo Switch. Könnte mir in Zukunft höchstens Cloud-Versionen vorstellen.