Sony – 900 Entlassungen weltweit im PlayStation-Sektor

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2010

Die schlechten Nachricten für alle, die in der Videospiel-Brnache arbeiten, reißen dieses Jahr nicht ab: Nun hat auch Sony ganz offiziell verkündet, dass man aus Sparmaßnahmen 900 Jobs in den diversen PlayStation-Territorien bzw. bei Sony Interactive Entertainment entlassen wird.

Am härtesten trifft es dabei das Entwicklungsstudio Sony London, das gleich komplett geschlossen wird – damit dürften nebenher auch die VR-Zukunft beim Hersteller noch düsterer aussehen, denn primär dort enstanden hauseigene Projekte für das Brillen-Zubehör.

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dmhvader
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dmhvader

Ich denke auch, dass die KI-Entwicklung der letzten Jahre für die momentane Entlassungswelle verantwortlich sein könnte. Schon allein die Erstellung von 3D-Grafiken kann eine KI nur anhand von Beschreibungen sicherlich deutlich schneller – und quasi fast umsonst – erledigen. Ebenso das Programmieren von zumindest Sub-Routinen bzw. Funktionen. Daher werden wohl jetzt viele Stellen purzeln.
Die Spieleindustrie scheint sich also in einer krassen Umbruchs- bzw. Umorientierungsphase zu befinden.
Viele Medien- und Webdesigner-Jobs dürften demnächst ebenfalls betroffen sein.
Schöne neue KI-Welt :-/

Walldorf
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Walldorf

Corona hat einen Boom in der Gamesbranche ausgelöst, aber viele der neuen Kunden haben sich nach der Pandemie wieder anderen Hobbies zugewandt. Andererseits gibt es immer noch Verkaufserfolge wie Hogwarts Legacy.

Endgegner
Mitglied
Endgegner

Die Blasen beginnen zu platzen… Die Branche ist viel zu aufgebläht, Remasters und x-te Iterationstitel benötigen keine gigantischen Teams; und die fette Kohle gibt’s eh bei Casual und Mobile Games.
Ich bekomme jedes mal einen Hirnkrampf wenn ich mir Verkaufs- und Nutzerzahlen der Industrie in heutigen Zeiten angucke.

captain carot
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captain carot

Solche Tools werden im Prinzip schon lange genutzt. Mittlerweile können sie halt immer mehr. Vor knapp 30 Jahren war zum Beispiel fast die gesamte Riesenmap von Daggerfall noch ‚dumm‘ generiert. Bei Spielen wie Oblivion kamen Speedtree und generierte Gesichter für aberhunderte NPCs hinzu, solche Tools sind längst Standard.

Die Karte von Horizon 2 ist AFAIR zum Großteil auch generiert, wofür mittlerweile aber, dank Deep Learning, geologische Prozesse einbezogen werden. Cyberpunk und Horizon 2 benutzen auch KI Lipsync, damit Syncronspuren in jeder Sprache lippensyncron sind. Und die Unreal Engine steckt randvoll mit generativen Tools. Bei einem Forza Horizon 5 ist garantiert auch nicht jeder Grasbüchel und Kaktus von Hand platziert.

Der größte Unterschied ist, dass dank Deep Learning generierte Inhalte in neue Bereiche vordringen und weniger Nachbearbeitung brauchen. Zumindest bisher. Zukünftig dringt KI aber auch in andere Bereiche vor. Das kann bis zum Programmieren und Game Testing reichen. Ganz zu schweigen von Dingen abseits der eigentlichen Spieleentwicklung.

Und klar, Risiken wie Chancen liegen eng beieinander, in mehr als einer Hinsicht.

Rudi Ratlos
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Rudi Ratlos

Deswegen ja die große Hoffnung der Suits, dass mit KI die Kosten gesenkt werden, aber die Qualität trotzdem gesteigert werden kann. Wahrscheinlich ist im Zuge der Quartalsberichte und der damit verbundenen Panik der Anleger und Manager gerade eine Lawine losgetreten, die jetzt noch ein paar Wochen (Monate?) anhalten wird, bis dann wieder händeringend nach Mitarbeitern gesucht wird…

MontyRunner
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MontyRunner

Standards senken? Das wäre schwer verkaufbar. Auf der anderen Seite: Wenn das alle machen, und es nichts besseres gibt, würden die Leute trotzdem fröhlich weiterzocken.

Aber höher, schneller und weiter um jeden Preis scheinen menschliche DNS-Bestandteile zu sein.

captain carot
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captain carot

Ziemlich lange sind auch die Verkäufe fröhlich gestiegen. Zu SNES Zeiten waren 100.000 Einheiten schon absolut top. Irgendwann dann eine Million und heute müssen es twilweise schon 10 Millionen sein, damit man aus der Verlustzone kommt. Vielleicht muss die Branche auch wieder anders produzieren.

RYU
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RYU

@Fuffelpups Also somit nicht.
Kuck was du gequotet hast. Sharen is nett, aber einfach nich das gleiche. Verleihen wirst du es, natürlich nacheinander, doch eh keine 20 Personen (auch steam gehen max 10 gleichzeitig), aber gut, lassen wir es so stehen (hast ja jetzt schon beabsichtig steam hier heran gezogen, statt ‘ne Konsole) und du würdest deinen Account mit 20 Leuten sharen – auch wenn du nich unbewusst nur geschrieben hast “..kann eine Anfrage stellen”, lol. “Verschenken” (nach’m durchzocken) aber nicht – mit wie vielen Leuten willste denn über Jahre so mit Leuten die man auch nich kennt sharen das alle spielen können wann sie wollen? Aber is ok, mach ma.

Und da die drei den Verkauf eh nie zulassen werden, was verschenken an hinz&kunz den man auch ma nich gut kennt, gleichkommt, bleibt ein digitaler Kauf einseitig. Und bei bspw. Sony kannste nich 2std ma eben testen und zurück geben, der Kauf gilt beim Download. Was dich natürlich nich interessiert.
Wobei 2std. testen eben auch nich das gleiche ist wie wenn man es physisch hat, und damit so lange machen kann was man will, genauso wie danach.

Etwas wie digital games oder sharen zu nutzen, weil man es für sich selbst schön findet, is ja ok. Aber so etwas überhaupt zu verteidigen? Vielleicht wirds auf Konsolen ja diesbezüglich besser, verkaufen, verschenken, komfortabler. Aber ma sehn was die Leute sagen wenn sharen bei digital games wegfällt. Is ja noch nie vorgekommen. Und danach fällt der Rest, wie Keys.

xarjaz
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xarjaz

Spiele müssen teurer werden. Leider.

Das erste Half-Life hat Valve 1999 mit ca 30 Leuten gemacht und für $50 in den Laden gestellt. Das sind ca $90 heute.

Heute arbeiten mehrere Hundert Leute an einem AAA Spiel und am Ende kostet es $70. Einige Wochen wenigstens, bis zum ersten Sale. Das kann nie und nimmer so bleiben und ist ein großer Grund für diese ganzen nervigen Lootmechaniken und In-Game-Shops.

captain carot
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captain carot

EA baut auch fleißig ab und der Mandalorian FPS ist eingestellt. 670 Stellen fallen dort weg…

Fuffelpups
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Fuffelpups

Nein, die Person muss sich bei mir lokal anmelden, damit Steam Family Sharing eingerichtet werden kann. Danach kann die Person Anfragen senden, um einen externen Computer zu authorisieren.

Man physische Spiele nicht an 20 Personen gleichzeitig leihen. Wieso das Argument? ( ͡° ͜ʖ ͡°)

Ansonsten kann man jedes Spiel kaufen und testen und zurückgeben, wenn man nicht mehr als zwei Stunden gespielt hat.

RYU
I, MANIAC
RYU

Family share *hust*

Leute die ich kenne drück ick die Disc einfach in die Hand.
Und wie machst du es so mit den andern 20 Freunden und all die Fremdem auf der Welt? Na, wie vielen gibste deine Account-Daten? *hust*

Fuffelpups
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Fuffelpups

zu verschenken oder sie zu verleihen.

Family share *hust*

Walldorf
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Walldorf

Ich glaube nicht, dass die Preise fallen werden, wenn es die Spiele nicht mehr im stationären Handel gibt. PC-Spiele haben vor 20 Jahren 35-40 Euro im Laden gekostet und kosten jetzt 60-80 Euro bei Steam. Nur gibt es im Vergleich zu früher nun günstige Indiespiele. Große AAA-Spiele werden trotzdem nicht billiger werden. Und es fällt auch die Möglichkeit weg die Spiele wieder zu verkaufen, zu verschenken oder sie zu verleihen. Als ich arbeitslos war und wenig Geld hatte, habe ich mir die Spiele übers Wochenende aus der Videothek ausgeliehen. Videotheken gibt es nicht mehr, aber in vielen Bibliotheken kann man Spiele ausleihen. Diese Möglichkeit würde wegfallen, wenn alles nur noch digital ist.

captain carot
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captain carot

Wenn du was für die Umwelt tun willst nutzt du hoffentlich zu Hause schon mal keine Smartspeaker mit dauerhafter Online Verbindung und schon gar keine Alexa.

Physische Medien kann man auch im Umlauf lassen, die kann man an sich auch aus ökologischer Sicht auf mehr als eine Perspektive betrachten. Bei Spielen wird das auch mit Blick auf Updates mittlerweile natürlich schwierig.

Ganz allgemein kommt es ohnehin immer auf die ganze Nutzung an. Gucke ich einen Film vielleicht ein Mal, den ich früher in der Videothek ausgeliehen hätte wo ich erstmal hätte hinfahren müssen, dann gewinnt der Stream.

Höre ich ein Album häufiger dann sieht der Stream gegen einen lokalen Download schlecht aus und gegen die CD verliert der Stream auch noch.

Unwiederbringlich verloren ist das ehemalige Erdöl übrigens dann, wenn man es verfährt oder verfliegt.

xarjaz
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xarjaz

@Walldorf
Spielt doch keine Rolle, ob das Plastik bei Dir in der Schublade rumliegt oder im gelben Sack landet. Sind Disc und die Hülle erst einmal produziert, ist das Erdöl dafür unwiederbringlich verbraucht und die Emissionen für Herstellung und Transport in der Luft. Wenn überhaupt, wäre Recycling zu etwas “Sinnvollerem” besser für die Umwelt als ein Jahrzehnte langes Regaldasein in einer Zockerwohnumg.

Dass auch Server Energie brauchen ist klar, aber ohne jetzt Zahlen zu kennen halte ich es für wahrscheinlich, dass Server gegen die Produktion und Logistik von physischen Datenträgern das kleinere Übel sind. Zumal ja auch mit Datenträger heute beim ersten Installieren erstmal ein Download von mehreren GB angesagt ist.

Dass Spiele wegen digitalem Vertrieb was für “Reiche” werden, halte ich für aus der Luft gegriffen. Gaming ist bereits eines der billigsten Hobbies, wo man für 60 Euro 100 Stunden Unterhaltung bekommen kann. Bisher hat der stetige Trend zu Digitalverkäufen die Geringverdiener nicht von der Konsole ferngehalten. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass die Digitalisierung die Preise niedriger hält. Wenn mehr bei Sony/MS/Nintendo hängen bleibt statt bei Saturn, Presswerk und irgendwelchen Speditionen, können die Spielepreise länger stabil bleiben, als wenn alle diese Mäuler immer mitgestopft werden müssen.

Rudi Ratlos
I, MANIAC
Rudi Ratlos

@Walldorf Für Konsolen-Spiele gibt es doch auch Keys?! Zwar nicht in dem Ausmaß wie beim PC, aber grundsätzlich besteht hier bei manchen Titeln die Möglichkeit, sie auch abseits der üblichen Stores zu kaufen und dann via „Code einlösen“ zu aktivieren.

Walldorf
I, MANIAC
Walldorf

Ich glaube im Vergleich zu unserem sonstigen Plastikverbrauch (man schaue sich einfach mal die Verpackungen im Supermarkt an) sind die Spielepackungen irrelevant. Die schmeißt man ja auch eher selten einfach weg.

Auf PC gibt es zwar auch keine Datenträger mehr, aber dafür einen echten Wettbewerb. Niemand muss die Spiele zum Vollpreis bei Steam kaufen, es gibt hunderte verschiedene Keyshops. Diese Vielfalt gibt es auf Konsolen nicht. Im Digitalzeitalter würde Gaming wieder zum Hobby für den reicheren Teil der Gesellschaft werden.

captain carot
I, MANIAC
captain carot

Thema Umwelt, Daten auf Servern haben auch einen ökologischen Fußabdruck. Die Festplatte/SSD um das alles zuhause zu speichern ebenfalls. Wobei man da durchaus noch für digital votieren könnte. Natürlich spielt das bei massig Patches am Ende eh kaum eine Rolle.

Cloudgaming verbraucht dagegen mindestens doppelt so viel Energie wie lokales Gaming.

Kikko-Man
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Kikko-Man

@”Ich denke, wir sehen gerade die letzte Konsolengeneration mit Laufwerk (Switch 2 zähle ich zur jetzigen Generation). ”

Ich glaube, das trifft nur auf MS zu.

Sony ist sich sicher bewusst, dass ein Teil ihre Zielgruppe nicht vollstaendig auf Datentraeger verzichten will. Denke, es gibt noch eine zusaetzliche Generation mit Datentraegern bei denen. Vermute, dass die naechste Konsole ohne Laufwerk standartmaessig verkauft wird, dass aber ein Laufwerk wie bei der kommenden Slim dazugekauft werden kann.

Bei Nintendo sieht es anders aus. Da kann das noch laenger anhalten. Nintendo-Konsolen sind die Hardware mit den groessten Anteil an verkauften Datentraegern. Wie bereits geschrieben: Grund ist auch, dass Eltern Geschenke fuer ihre Kinder brauchen. Guthabenkarten sind einfach kein so geiles Geschenk fuer juengere Kinder – bei Teenagern sieht das sicher anders aus. Bin mir aber sicher: wer in der uebernaechsten Generation noch Datentraeger haben will, braucht ne Nintendokonsole.

xarjaz
I, MANIAC
xarjaz

Digital only kommt sehr sehr bald. Ich denke, wir sehen gerade die letzte Konsolengeneration mit Laufwerk (Switch 2 zähle ich zur jetzigen Generation). Beim PC ist es doch schon lange Realität – was soll bei den Konsolen anders sein?
Ja, der eine oder andere Purist mag sich dann vielleicht voll und ganz dem Retrogaming widmen, und in manchen superländlichen Gegenden mit Schneckeninternet wird vielleicht temporär weniger verkauft.
Aber die Marge für den Plattforminhaber ist bei Digitalverkäufen so viel höher. Die Herstellung und Verbreitung der Datenträger fällt weg, ebenso die Marge der Händler wie Saturn etc, und, nicht zu verachten, der komplette Gebrauchtmarkt. Jede Disc, die auf eBay oder Facebook den Eigentümer wechselt, ist für Sony ein verpasster Digitalkauf, von dem man im eigenen Store 30% bekommen hätte.
Ich finde es selbst sehr schade, und kaufe auch noch physisch wenn möglich, aber Zukunft hat das nicht – und für die Umwelt ist es eh der reinste Wahnsinn, palettenweise Plastik auf LkWs umherzukarren.

Walldorf
I, MANIAC
Walldorf

Ich kaufe immer noch gerne Blu-rays, weil es viele Filme nie zu Netflix schaffen. 4K-Blu-rays sind mehr als doppelt so teuer, das ist es mir nicht wert. Auch bei einer normalen Blu-ray sind Bild- und Tonqualität besser als beim Streaming. Bonusmaterial gibt es auch nur auf Blu-ray. Finde es auch schade, wenn Streaming-exklusive Serien und Filme wieder aus den Abos fliegen und damit im digitalen Nirwana verschwinden. Das wird in Zukunft noch häufiger passieren, auch bei Spielen.

captain carot
I, MANIAC
captain carot

Eigentlich ganz einfach. Von beschränkten Angeboten samt Werbung und vielleicht nur 1080p bis zum Premium Abo mit 4K120. Die Einstiegsschwelle wäre sehr niedrig, man gibt halt nicht erstmal 500€ für ne Konsole aus. Dafür läppern sich dann halt die Abokosten. Der Kunde muss halt nur erstmal so weit sein…

Digital Only wird früher oder später eh kommen, außer vielleicht man kann den Discanhängern für teuer Geld ein Extralaufwerk andrehen, das maximal 20$ kostet. Die Konsolen hängen zwar gegenüber dem PC Markt hinterher, aber die Digitalquote steigt ziemlich kontinuierlich. Mal abwarten wie es in der nächsten Gen aussieht. Bei MS bin ich schon sehr skeptisch, ob es dann überhaupt eine Konsole mit optischem Laufwerk geben wird.

Anderswo ist die Entwicklung im vollen Gange. 4K Blu Ray ist bis heute in der Enthusiastennische, während DVD und Blu Ray immer weiter nachlassen. Blu Rays hatten ihren Peak übrigens 2015. An DVD Verkäufe zu besten Zeiten ist die BluRay eh nie rangekommen.

Bei Musik sind physische Medien schon länger Nische, da hat sich ein Liebhabermarkt entwickelt, der Rest streamt aber.
Anders als bei Musik bezahlt vermutlich auch keiner für physische Spiele das anderthalb- bis dreifache und für das passende Laufwerk 300€ aufwärts.

Streaming ist natürlich ein etwas schwierigeres Thema bei Videospielen. Unter anderem ist die Infrastruktur deutlich aufwendiger. Sollte es zu reinem Cloudgaming kommen dann dürfte es trotzdem noch viele Jahre bis dahin dauern. Ich denke aber, dass es in den nächsten Jahren ein relevanteres Thema wird. Momentan gibt es Streamingdienste die laufen und genutzt werden. Nicht alles ist so ein Flop wie Stadia.

RYU
I, MANIAC
RYU

Das lustige is bei reinen Streaming-/Cloud-Konsolen, die komplette High-End Grafik Power und die Versorgung des ganzen Stroms dafür, für ..wieviel Millionen von Spielern?, entfällt dann halt auf die Firmen. ^^ Das wird man sich dann zurückholen wollen. Hardware will vielleicht auch keiner mehr? Gut, Dinge wie Konsolen, Joypads, VR, Festplatten, USB-Sticks/Mem-Cards, und zig andere Perepherie, wovon ja ganze Firmenzweige leben, kann man dann ja auch direkt einmotten. Ich bin für reine Gestensteurung, jupp. Das ganze Geld dürfen sich die Firmen dann aber auch zurückholen. ^^

Ma ehrlich. Für manche, wie auch den Firmen, kommt die Zukunft sicher nich schnell genug. Und manche sind oft auch traurig sich manches nich direkt sofort kaufen zu können, da kommen einem dann Dinge wie F2P Games oder Abos ganz recht. Manchen is ja schon ‘ne Hardware zuviel. Aber “will” hier eigentlich wirklich so schnell jemand only Cloud, only Digital, etc., oder sind das auch eurerseits nur die üblichen mürrischen Vermutungen obwohls garnich so schnell kommen brauch? Man kann nach den Totalausfällen wie Google’s Stadia, Amazon’s Luna, und auch Nvidea Shild, etc. (gab noch weitere), ja gerne weiter danach streben, damit der Verbraucher nichts mehr in der Hand hat zum Weiterverkauf, etc.,. Aber hat man nich auch bei Geforce Now mit Wartezeiten zu kämpfen, inkl. eingespielter Werbung? Vielleicht nur die Leute die da ma reinschnuppern. Aber wie soll das erst aussehen wenn das fortan ALLE so machen, in 4K, 120fps, Raytracing, und co.? Die Serverfarmen müssen dann bald so aussehen wie die von Google, die zukünftig angehobenen Abo-Preise will ich mir dafür nich ma vorstellen. Und ein “zurück” gibts dann nich mehr.

Walldorf
I, MANIAC
Walldorf

Mit Abos verdient man einfach zu wenig Geld im Vergleich zum Verkauf der Spiele zum Vollpreis und Streaming ist beim Gaming zu teuer. Sowas wie Warteschleifen gibt es nicht beim Musik- oder Filmstreaming, aber beim Gamestreaming muss man das Bild für jeden User individuell rendern und das kostet Strom und lässt sich nicht beliebig skalieren. Gibt ja jetzt schon Engpässe und das könnte man nur umgehen indem man immer größere Serverfarmen baut. Aber wie groß sollen die sein um den Launch von einem GTA VII stemmen zu können? Was ich mir vorstellen könnte ist, dass man das Laufwerk streicht und im Einzelhandel nur noch die Konsolen, Zubehör und Guthabenkarten verkauft. Andererseits kostet eine Blu-ray in der Produktion nicht wirklich viel und auch die Laufwerke machen die Konsolen nur unwesentlich teurer. Das Risiko besteht, dass man mit einem Wegfall des Laufwerks zu viele Käufer verprellt und die Leute zum PC wechseln, wo sie die Spiele günstig als Steam-Key kaufen können.

Tabby
I, MANIAC
Tabby

@xarjaz
Ich habe nirgendwo was von Schließung geschrieben. Ich vermute nur, dass die nächste Konsolengeneration von MS und Sony nicht mehr viel mit den klassischen Konsolen, wie wir sie jetzt noch kennen zu tun haben und sie hauptsächlich auf Digital Only, Streaming und Abos setzen werden.
Für mich wäre das einfach der nächste logische Schritt.

Walldorf
I, MANIAC
Walldorf

Der kommerzielle Erfolg von Helldivers 2 könnte zu einem Umdenken bei Sony führen. Die Titel gleichzeitig bei Steam zu veröffentlichen könnte die Absatzzahlen ihrer First-Party-Spiele in Zukunft deutlich erhöhen. Eine PS5 ist immer noch günstiger als ein Gaming-PC, von daher werden deswegen auch nicht die Konsolenverkäufe einbrechen. In manchen Märkten spielen Konsolen kaum eine Rolle, da erreicht man auf dem PC global betrachtet einfach wesentlich mehr Spieler.

xarjaz
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xarjaz

@Tabby
Sony macht gut ein Viertel des Umsatzes mit Gaming und hat bei Playstation eine Gewinnmarge zwischen 10 und 15%. Bis zur Schließung ist es noch ein Stück…

Bort1978
I, MANIAC
Bort1978

Ich denke auch nicht, dass sich MS und Sony mit ihrer Ausrichtung verspekuliert haben. Gibt genug Spieler, die aufwändige große Spiele haben wollen. Nur mal kurz nach den Geschäftszahlen von Sony gegoogelt. Klingt jetzt nicht so, als hätten sie Probleme:
https://www.itreseller.ch/Artikel/100269/Sony_legt_bei_Umsatz_und_Gewinn_deutlich_zu.html#:~:text=Den%20prognostizierten%20Gewinn%20setzt%20Sony,6%2C87%20Milliarden%20Franken).
Da wird sich eher an den Markt angepasst.

captain carot
I, MANIAC
captain carot

Ich denke nicht, dass MSony den Markt überschätzt haben. Allerdings kommen eine ganze Reihe Punkte bei verschiedenen Unternehmen zusammen. Viele haben mit Goldrauschmentailtät auf GaaS gesetzt. Das Ergebnis ist aber analog zum Goldrausch, dass nur sehr wenige damit reich werden.

Im Triple A Segment sind die Kosten noch höher gestiegen als ohnehin schon. Ich denke auch dass viele im Management hoffen, mit neuen generativen Tools (UE5 hat eine Wagenladung davon) primär Personal zu sparen.

Einige Unternehmen, gerade Embracer, sind einfach viel zu extrem gewachsen. Dass es da früher oder später zu Schrumpfkuren kommt war zu erwarten.

Bei anderen Zusammenschlüssen werden jetzt ‚Redundanzen abgebaut‘ worunter nicht zuletzt MS nach der ABK Übernahme fällt.

Vieles wird mittlerweile irgendwohin, wo es billig ist ausgelagert. Wer sich den einen oder anderen Abspann anschaut wird immer häufiger Dienstleisterstudios aus China, Ostasien, Indien etc finden, aber auch aus dem osteuropäischen Raum.

Letzteres und AI Tools werden sich zukünftig eher noch mehr bemerkbar machen. In Japan ticken die Uhren zwar teilweise anders aber dort hat gleichzeitig jede Branche Nachwuchsprobleme.

Und natürlich ist ganz allgemein die Zeit ewigen Wachstums vorbei. Ein Großteil der Menschheit spielt in irgendeiner Form Videospiele. Nur reicht den meisten ein Mobilgerät. Der Konsolenmarkt als Ganzes wächst mittlerweile nicht mehr wie früher einmal und nebenbei bemerkt PC Gaming auch nicht mehr. Das war halt auch mit ein Grund dafür, dass man bei MS so viele Hoffnungen in Play Everywhere per Cloud gesetzt hat.