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| Spiel: | Blur |
| Publisher: | Activision |
| Developer: | Bizarre Creations |
| Genre: | Rennspiel |
| Getestet für: | 360 |
| Erhältlich für: | 360, PS3 |
| USK: | 12 |
| Erschienen in: | 7 / 2010 |
Als Anfang 2009 Activision und Bizarre Creations den Schleier von Blur lüfteten, sorgte das in der Zockerwelt erst einmal für Verwunderung. Das frisch eingekaufte Studio bastelte wie erwartet an einem Rennspiel, doch nicht wie erwartet in Form eines inoffiziellen Project Gotham Racing-Nachfolgers. Grundsätzlich ist das nichts Verwerfliches. Doch anfangs ließen langweilige Screenshots und Kuriositäten wie das unermüdliche Betonen, dass man eine Art ”Facebook in Rennspielform” erschaffen wolle, die Skepsis wachsen. Offenbar kam man auch beim Entwickler zu dem Schluss, dass die Idee nicht das Gelbe vom Ei ist, und nutzte eine offiziell ’zur Optimierung des Online-Erlebnisses’ angedachte halbjährige Verschiebung zu einem Richtungswechsel. Die Raserei hat nun zwar immer noch eine Handvoll Community-Gimmicks wie Twitter-Mitteilungen oder Instant-Herausforderungen (schickt Euren Online-Freunden dazu eine Kurznachricht) an Bord, stellt das Geschehen auf der Piste aber in den Mittelpunkt.
Blur lässt sich am treffendsten als Mischung aus Mario Kart, Burnout und einer Prise Full Auto beschreiben: Im Kern nehmt Ihr an Arcaderennen teil, sitzt jedoch nicht in lustigen Comicflitzern, sondern hinter dem Lenkrad von lizenzierten Vehikeln. Mit denen geht es Vollgas in Richtung Ziel, das Ihr tunlichst vor den 19 Rivalen erreichen solltet.
Dabei spielen nicht nur Eure Fahrkünste eine wichtige Rolle, auch der geschickte Einsatz von Extras ist entscheidend. Die an realen Lokalitäten orientierten Kurse sind mit Leuchtkugeln gespickt, die beim Überfahren eins von acht Hilfsmitteln ausspucken. Bis zu drei davon könnt Ihr in Eurem Vehikel horten und per Tastendruck durchschalten bzw. aktivieren. Das erlaubt ein ordentliches Maß Taktik, zumal die Verteilung auf der Piste nicht zufällig erfolgt, sondern fest vorgegeben ist – mit etwas Streckenkenntnis und Vorausschau lassen sich deshalb geschickte Rennstrategien planen.
Natürlich haben die Konkurrenten ebenfalls Zugriff auf die Extras und gehen offensiv damit um, doch Ihr seid nicht wehrlos: Mit etwas Geschick und dem passenden Power-Up in der Reserve sind nahezu alle Attacken zu neutralisieren, selbst der speziell gegen den in Führung liegenden Fahrer gerichtete ’Schock’ birgt keine Erfolgsgarantie. So entwickeln sich spannende Rennen, in denen das Können eine größere Rolle spielt als das Glück. Ohne das Quäntchen Dusel – gerade bei Gerangeln im Pulk – klappt es aber nicht mit dem Platz auf dem Podium. Eben so, wie es sich in einem Fun-Racer gehört.











Ganz ehrlich, ich mochte PGR wirklich, konnte mit Blur aber nix anfangen. Mit Split/Second übrigens auch nicht. Mit Pure hatte ich aber sehr viel Spaß.
Eine meine Schande Blur nie gekauft gehabt.
Ein Grund, dass nicht MS Bizarre Creations übernommen hat könnte tatsächlich auch Don Mattrick gewesen sein. PGR war zwar einigermaßen erfolgreich, aber leider auch nicht so erfolgreich. Und Mattrick hat wohl sehr früh Kinect auf Kosten klassischer Konzepte forciert.
https://www.gamedeveloper.com/game-platforms/bizarre-creations-on-why-its-acquirer-wasn-t-microsoft
Einige Aussagen klingen mit Blick auf die Entwicklung bei Microsoft in den vergangenen Jahren schon fast prophetisch.
Da konnte Miccosoft allerdings nichts dafür: Damals gehörte Bizarre Creations zu Activision, das aber eben (noch) nicht zu Microsoft.
Knallergame und Gleichzeitig der Sargnagel für Bizarre Creations. Das hab ich MS nicht verziehen…