Blur – im Klassik-Test (360)

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Meinung

Ulrich Steppberger meint: Blur ist ein Rennspiel, dessen Qualitäten einen nicht unmittelbar anspringen – nicht zuletzt, weil im Gegensatz zu etwa Split/Second die Grafik nüchtern wirkt. Dafür tummeln sich jede Menge Fahrzeuge auf den Kursen und es geht mächtig rund. Das arcadelastige Gerase lebt von seiner Dynamik und den wunderbar ausgewogenen Extras, bei denen kein ’Blauer-Panzer-Frust’ aufkommt. Das Fahrverhalten ist anspruchsvoll genug, um Profis nicht zu langweilen, aber auch für Neulinge zugänglich. Die Solo-Karriere entpuppt sich als gelungen, hätte für meinen Geschmack aber noch etwas mehr Pfiff vertragen. Das dickste Plus von Blur: der großartige Online-Modus. Mit motivierenden Herausforderungen, dem Reiz des Auflevelns und ruckfrei laufenden Rennen selbst bei vollem Teilnehmerfeld bleiben kaum Wünsche offen.

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captain carot
26. März 2026 9:52

Ganz ehrlich, ich mochte PGR wirklich, konnte mit Blur aber nix anfangen. Mit Split/Second übrigens auch nicht. Mit Pure hatte ich aber sehr viel Spaß.

Max Snake
26. März 2026 9:10

Eine meine Schande Blur nie gekauft gehabt.

captain carot
26. März 2026 8:31

Ein Grund, dass nicht MS Bizarre Creations übernommen hat könnte tatsächlich auch Don Mattrick gewesen sein. PGR war zwar einigermaßen erfolgreich, aber leider auch nicht so erfolgreich. Und Mattrick hat wohl sehr früh Kinect auf Kosten klassischer Konzepte forciert.

ghostdog83
25. März 2026 23:49

Warum war es Activision, das Bizarre Creations im vergangenen Jahr übernommen hat, und nicht Microsoft Game Studios, der Publisher von Project Gotham Racing? Auf der Develop 2008 erklärte Sarah Chudley, Business Developer bei Bizarre, dass dieser Schritt selbst für sie eine Überraschung gewesen sei. „Wir standen nicht zum Verkauf. Wir standen absolut nicht zum Verkauf“, sagte sie gegenüber der Verbraucher-Website Videogaming247. „Es war nicht so, dass wir uns auf die Suche nach einem Käufer gemacht hätten“, erklärte sie. Als Mitveranstalterin einer Sitzung mit dem Titel „Warum wir unser Studio verkauft haben; und warum wir es nicht getan haben“ sagte Chudley außerdem, dass der Zeitpunkt für Microsoft – das weithin als der wahrscheinlichste Käufer für das Unternehmen galt – vielleicht einfach nicht der richtige gewesen sei. „Natürlich mussten sie als Publisher wissen, was vor sich ging, aber ihre interne Struktur war zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich nicht darauf ausgerichtet, Unternehmen zu kaufen.“ „Und sie sind auf ein einziges Format festgelegt. Okay, die Xbox läuft fantastisch, aber wer weiß schon, was in Zukunft passieren wird?“, fügte sie hinzu. „Multiplattform ist der einzige Weg.“

https://www.gamedeveloper.com/game-platforms/bizarre-creations-on-why-its-acquirer-wasn-t-microsoft

Einige Aussagen klingen mit Blick auf die Entwicklung bei Microsoft in den vergangenen Jahren schon fast prophetisch.

Steppberger
25. März 2026 23:41

Da konnte Miccosoft allerdings nichts dafür: Damals gehörte Bizarre Creations zu Activision, das aber eben (noch) nicht zu Microsoft.

tetsuo01
25. März 2026 22:23

Knallergame und Gleichzeitig der Sargnagel für Bizarre Creations. Das hab ich MS nicht verziehen…