Chronicles of Teddy: Harmony of Exidus – im Test (PS4)

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Was haben wir da? Ein Indie-Metroidvania mit Pixel-Grafik, das direkt diverse NES-Klassiker zitiert? Im Indie-Bereich herrscht nun wirklich kein Mangel an dieser Gattung, trotzdem schafft es Chronicles of Teddy, sich ein Stück weit von der Masse abzusetzen. Nicht wegen der wie so oft wirklich hübschen Bitmap-Grafik mit ihren Lichteffekten und auch nicht durch das vom NES-Klassiker Zelda II: The Adventure of Link inspirierte Spielkonzept. Sondern wegen seiner Musiksprache: Ihr bereist im Verlauf des Spiels vier Welten und findet immer wieder neue Noten – setzt Ihr die richtig zusammen, bildet Ihr damit Worte.

Einfaches Beispiel gefällig? Ihr steht vor einer verschlossenen Tür und könnt sie nur mit dem Verb ”öffnen” aufschließen. Doch dafür braucht Ihr nicht nur das passende Instrument und die Noten. Ihr müsst das Wort auch zuerst kennen, daher kommt Ihr nicht darum herum, dem zu lauschen, was Euch die knuffigen Figuren so erzählen. Aber keine Angst, Ihr müsst nicht mit Papier und Bleistift mitschreiben, ein spielinternes Wörterbuch hält alle erlernten Begriffe für Euch fest.

Abgesehen vom Musik-Element kommt Chronicles of Teddy angenehm klassisch daher. Die Steuerung ist flott und griffig: Ihr könnt springen, rennen und angreifen, Euer automatisch aktivierter Schild wehrt feindliche Angriffe und Geschosse ab. In jeder Welt gilt es ein Dorf zu finden, die Wünsche des hiesigen Wächters zu erfüllen und schließlich will noch ein kniffliger Dungeon geknackt werden. Und damit Ihr nicht verloren geht, ruft Ihr auf Knopfdruck eine Karte ab.

Thomas Nickel meint: Lasst Ihr Euch von einem Spiel gern an der Hand nehmen, dann haltet lieber Abstand: Hier wird Euer Forschergeist enorm gefordert. Wer nicht bereit ist, die Welt ausgiebig zu erforschen und mit der spannenden Musiksprache zu experimentieren, wird nicht allzu viel Spaß haben. Der Fairness halber soll aber auch gesagt sein, dass Chronicles of Teddy im Kampf etwas unter der arg geringen Reichweite Eurer Waffe leidet und in Sachen Leveldesign so seine Tücken hat: Auf Nachvollziehbarkeit der Wege wird oft wenig Wert gelegt. So clever wie bei Metroid, Castlevania oder auch Axiom Verge ist die Welt von Teddy nicht aufgebaut. Trotzdem kommen Anhänger des Genres an diesem charmanten Vertreter nicht vorbei.

Sehr gutes, unverkennbar von “Zelda II“ inspiriertes 2D-Abenteuer.

Singleplayer8
Multiplayer
Grafik
Sound
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Professor Chaos
15. Juli 2016 10:39

Das Teil hab ich mir letztens im Store als Angebot geschnappt aber noch nicht ausprobiert. Der Test hat mich aber schon sehr neugierig gemacht. Denke ich werde das heute mal testen.