Folklore – im Klassik-Test (PS3)

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Nach dem PS3-Starttitel Genji: Days of the Blade ist Folklore das zweite Werk von Game Republic für die Sony-Konsole. Und auch diesmal ist es ein Action-Adventure geworden. Eure Reise führt Euch heuer aber nicht durch das feudale Japan, sondern geradewegs nach Irland, besser gesagt in die ­Unterwelt der irischen Mythologie.

Ihr bekommt gleich zwei Reise­begleiter mit auf den Weg: den ­Reporter Keats, der nach einem mysteriösen Anruf eine heiße Story wittert und das Mädel Ellen, das auf der Suche nach ihrer Mutter ist. Klingt bis hierhin nicht sonderlich spektakulär und auch in Sachen Spielverlauf scheint Folklore auf den ersten Blick gewohnte Adventure-Kost zu bieten: mit Dorfbewohnern plaudern und Monster plätten. Was ”Folklore” von der Masse abhebt ist, dass Ihr nicht selbst kämpft. Nehmt Ihr die Seelen besiegter Feinde auf, stehen sie Euch fortan zur Seite. Ein ähnliches Feature kennt Ihr bereits aus dem PS2-Gemetzel Chaos Legion. Legt Euch auf alle vier Buttons einen Begleiter, der dann per Knopfdruck aktiviert wird. Je nach gerufener Kreatur, startet Ihr unterschiedliche Offensiv- und Defensivmanöver. Das während der Kämpfe zum Einsatz kommende Lock-on-System ist jedoch unausgereift: Ihr könnt die Gegner nicht durchschalten und verliert den Focus, sobald Ihr getroffen werdet – sehr nervig.

In jeder der sieben Welten, durch die Euch das Abenteuer führt, gibt es andere Wesen, die Ihr Euch einverleiben könnt. So meldet sich schnell Euer Sammeltrieb zu Wort und fordert eine komplette Seelenpalette von Euch. Hierbei ist löblich, dass die Monsterschar variiert, je nachdem ob Ihr mit Ellen oder Keats unterwegs seid. Die gesammelten Geschöpfe dürfen weiter aufgelevelt werden, indem Ihr bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Raffiniert ist auch die Art und Weise, wie Ihr in den Besitz der Seelen gelangt – denn hier kommt die Sixaxis-Steuerung zum Einsatz: Habt Ihr das Objekt Eurer Begierde anvisiert, reißt Ihr wortwörtlich den Geist aus der sterblichen Hülle, indem Ihr den Controller hochzieht. Das klappt wunderbar – bei größeren Brocken wird sogar noch etwas mehr von Euch verlangt.
Wer suchet, der findet?

Ärgerlich hingegen ist das Fehlen jeglicher Interaktion mit der Spiel­umgebung. Diese sieht zwar die meiste Zeit wunderschön aus, belohnt Eure Expeditionen aber nicht mit versteckten Items. Selbst während der Investigationen im Dorf bleiben Schränke und Truhen verschlossen. Ihr lauft lediglich von ­einer Zwischensequenz im stylischen Comic-Look zur nächsten – wichtige Gegenstände erhaltet Ihr automatisch. Die Möglichkeit, nach jedem Levelboss die Charaktere zu wechseln, lässt Euch die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln erleben.

Abseits des Hauptabenteuers ­bastelt Ihr in einem Editor kleine Dungeons und stellt sie über das PlayStation Network anderen Spielern zur Verfügung. Alternativ messt Ihr Euch an deren Kreationen.

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SonicFanNerd
26. August 2024 20:26

Habs in der Sammlung und meine Version ist für die PS3. 😉

Trico
26. August 2024 15:42

PS2?