GALGUN: Double Peace – im Test (PS4)

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Die dramatischen Ereignisse aus dem Vorgänger wiederholen sich: Wieder wird Eure Spielfigur zum Sexiest Man Alive, wieder kann er sich nur mit einer Liebeskanone der anrückenden Verehrerinnen erwehren. Wie in einem Lightgun-Shooter mit Kugeln auf Zombies feuert Ihr auf die (unterschiedlichen) erogenen Zonen der Schulmädchen, um sie in einem herzigen Orgasmus dahinfließen zu sehen. Wer fleißig trifft, füllt eine Energieleiste für den ”Dokidoki”-Superschuss: Zieht diese Option, wenn Euch mehrere Damen gleichzeitig ihre Liebesbriefe reichen wollen – das schröpft nämlich Eure Lebensleiste. Also ”Dokidoki”-Spezialangriff abfeuern und… äh… die Augen reiben: Als ob den Entwicklern das pubertäre Spielprinzip nicht genug wäre, werden die ”auserwählten” Verehrerinnen dann auf dem Präsentierteller serviert. Während die Kamera um sie herumfährt, feuert Ihr auf nackte Beine, unter den Rock oder ins Gesicht – je nach Geschmack der Dame steigt Ihr Liebesbalken schneller oder langsamer, bis es zur Sexplosion kommt. Die so entstehende Liebeswelle fegt dann auch den Rest der auf dem Schirm befindlichen Mädels weg – eine orgasmische Smart Bomb quasi…

Im Verlauf der (durch zig Dialoge vorangetriebenen) Story bestreitet Ihr Bosskämpfe oder helft tollpatschigen Damen aus der Not, wenn sie in prekären Situationen feststecken (siehe unteres Bild) – spielerisch ändert sich dadurch jedoch nur wenig. Grundsätzlich ist der Shooter aber besser als sein Vorgänger: Ihr sammelt Extrapunkte durch den Abschuss versteckter rosa Blobs, sucht die Schwachstellen dämonischer Ladys und erwischt die lustgetriebene Verehrerschaft dank Zoomfunktion aus der Ferne auch die Laufrouten sind einfallsreicher.

Abseits der Action kauft Ihr im Shop Items und Kameraperspektiven für die ”Dokidoki”-Shots oder boostet Eure Charakterwerte – nur ein sportlicher oder versauter Held hat bei der nächsten Entscheidungsfrage alle Auswahloptionen. In der Galerie seht Ihr die Damen in diversen Posen und Outfits, aber nie so ordinär wie in der Dead or Alive-Serie.

Matthias Schmid meint: Mein mieses Meinungsgesicht und die nur 47 Spielspaßpunkte hat sich GALGUN: Double Peace mit seinem lahmen Spielablauf verdient. Dass mir die alberne Schulmädchen-Thematik mit den devot grinsenden Schmacht-Maiden obendrein sauer aufstößt, steht auf einem anderen Blatt. Auch die Präsentation ist für ein PS4-Spiel schwach: Die Figuren sind zwar schicker gezeichnet als in Teil 1, doch die Hintergründe wirken verwaschen und detailarm. Die Baller-Spielmechanik ist monoton: Hin und wieder wählt Ihr den Weg oder dreht Euch hektisch, wenn von drei Seiten willige Weiber anrücken – von der Dynamik und raffinierten Gegnerplatzierung eines hochwertigen Sega-Lightgun-Shooters bleibt der Titel aber weit entfernt. Immerhin passen Umfang und freispielbarer Galerie-Kram.

  • die Action ist ohne Japanisch-Kenntnisse problemlos spielbar, von der Story erschließt sich aber nur ein grober Rahmen
  • zig Anspielungen, aber keine nackte Haut
  • Zoom-Funktion zeigt Unterwäsche

Bizarrer Schulmädchen-Shooter made in Japan – leider ist die Action nur ein bisschen besser und aufregender als im üblen ersten PS3-Teil.

Singleplayer47
Multiplayer
Grafik
Sound