
Meinung
Thorsten Küchler meint: Leider nur ‘Killer-Business as usual’: Die knappe Entwicklungszeit von gerade mal 15 Monaten merkt man Hitman: Contracts allzu deutlich an. Fans der (insgesamt besseren) Vorgänger-Episode stören sich vornehmlich am knappen Umfang: Die mageren zwölf Missionen halten Euch nämlich nicht lange bei der Mörder-Stange – zumal ein großer Teil der Einsätze in ähnlicher Form bereits beim indizierten Ur-Hitman vorkam. Auch das Drumherum leidet spürbar unter dem Zeitdruck der Entwickler: Während fachmännisch geschnittene Zwischensequenzen noch echtes Thriller-Flair versprühen, enttäuschen die Missionsbeschreibungen durch unklare bzw. fehlende Hinweise – so bleibt Euch meistens nur die ‘Selbst ist der Mann’-Methode übrig. In puncto technischer Qualität gibt’s hingegen kaum Grund zur Klage: Finstere Farbfilter und detaillierte Szenarien erzeugen eine Atmosphäre, die an Streifen wie ”Sieben” erinnert – der hervorragende Soundtrack von Jesper Kyd tut sein Übriges. Wer sich ergo am zweiten Teil der Hitman-Serie kaum satt spielen konnte, der darf erneut bedenkenlos zugreifen – eine echte Weiterentwicklung dürft Ihr jedoch nicht erwarten.
Max Wildgruber meint: Hart, aber herzlos! Der dritte Hitman-Ableger bietet kompromisslose Erwachsenen-Unterhaltung ohne Schnörkel und Schabernack. Wer das Fehlen einer stringenten Story verschmerzen kann, bekommt zwölf erstklassige Killer-Spielplätze serviert, die – jeder für sich – gekonnt und vielschichtig in Szene gesetzt wurden. Dabei spielt Contracts vor allem bei Schleich-Fanatikern und hinterhältigen Trick-Killern seine ganze Stärke aus: Alle Schauplätze locken mit multiplen Lösungswegen und faszinieren mit glaubwürdig verruchten Figuren, die so manch pikanten Spruch auf den Lippen haben. Experimentierfreudige Assasinen, die Geschmack an makaberen Morbiditäten finden, kommen voll auf ihre Kosten. Zartbesaitete Schöngeister lassen besser die Finger von der Schlachtplatte.









War noch eine geile Serie damals