Hunting Simulator 2 – im Test (Xbox One)

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Seite 1

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Leise schleiche ich durchs Wald-Dickicht irgendwo in Colorado. Mein treuer Beagle, den ich ”Donut” getauft habe, folgt hektisch einer vermeintlichen Rotwild-Spur. Rings um mich herum vernehme ich immer wieder die Geräusche der Wildnis: das Röhren eines Elches aus dem Westen, rund 180 Meter entfernt, weckt ebenso meine Aufmerksamkeit wie die Laute eines Pumas, der sich irgendwo östlich von uns durch sein Gebiet bewegt. Doch ich bleibe auf den Fersen meines vierbeinigen Begleiters, der im hohen Gras verschwunden ist, um strikt der ihm zugewiesenen Fährte zu folgen. Viel Zeit vergeht, während wir kreuz und quer durch das Areal stromern, bis langsam der virtuelle Abend anbricht und mir im ­realen Leben ein Gähnen entwischt. Ich ­kämpfe mit der Langeweile, biete der Monotonie, die das zeitintensive Spurenverfolgen erfordert, tapfer die Stirn und stelle die Lautstärke meines Fernsehers niedriger, da mir die überzogenen Umgebungsgeräusche in den Ohren schmerzen.

Als ich gerade zu meinem ­Energydrink greifen möchte, um zumindest etwas Sinnvolles zu tun, schlägt Donut desinteressiert einen Haken um einen Schwarm aufgescheuchter Enten. Ich zögere kurz, lasse die Tiere aber ziehen – ich habe die falsche Waffe bei mir und würde nur eine Strafe riskieren, wenn ich auf die Tiere schießen würde, weshalb ich wieder zu meinem Hund aufschließe. Als der mich plötzlich schwanzwedelnd anschaut, wird mir klar: Das waren wieder 25 verschwendete Minuten – denn Donut hat wie so oft die Spur verloren…

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