
Meinung & Wertung
Steffen Heller meint: Der Vorgänger war ein fantastisches Stimmungshighlight. Der Nachfolger ist in Sachen Technik noch umwerfender. Die Optik ist fett, selbst wenn ich mich häufig über etwas weniger Effekte und Filter gefreut hätte. Das ist jedoch eine Geschmacksfrage. Warum kein ”Super”-Gesicht? Weil das Sequel nicht den Überraschungseffekt hat und die Story einige Schwächen beim Tempo und in der Erzählung aufweist. Häufig überkommt einen das Gefühl von aufgewärmter Suppe, die beim zweiten Mal nicht mehr ganz so gut schmeckt. Und wenn ich ehrlich bin: Gäbe es nicht die bombenstarken Furien, die sieben Stunden lang mit verbalem Dauerfeuer über meine Kopfhörer auf mich eindreschen, dann bliebe von meiner Begeisterung für Senua vermutlich nicht viel übrig. Dank der Stimmen ist Hellbade II auch 2024 ein Highlight.
Michael Herde meint: Audiovisuell ist Hellblade II die Wucht in Tüten, ich kam von Anfang bis Ende aus dem Staunen nicht heraus. Das hat auch einen Nachteil, denn mangels deutscher Vertonung konnte ich den inneren und äußeren Stimmen wegen der Reizüberflutung trotz guter Englischkenntnisse nicht immer folgen. Letztendlich hat mich Senuas Geschichte weniger berührt als im Vorgänger. Vielleicht habe ich wichtige Details verpasst. Oder es liegt daran, dass es diesmal weniger um Senuas inneren Konflikt geht, sondern um ihre Interaktion mit der Außenwelt, was an sich natürlich konsequent weitergedacht ist. Ich hatte auch den Eindruck, dass die Stimmen im Kopf meist nur das Offensichtliche kommentieren und den inneren Monolog als Reaktion auf äußere Ereignisse abbilden. Andererseits habe ich mich über ihre Tipps gefreut. Zwar sind weder Wegfindung noch Kämpfe, Such- und Schalterrätsel kompliziert und spielerisch uninteressant, von der intensiven Inszenierung war ich aber manchmal schlicht überfordert.
Optisch und akustisch das bisher beste Spiel des Jahres. Story und spielerische Unfreiheit enttäuschen jedoch.
| Singleplayer | ![]() | 81 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |












Das “Shadow of the Beast” seiner Zeit.
@Ulrich
Wenn du magst, darfst du gerne meinen Eindruck von Persona 5 nachlesen. Hier im Forum. 110h habe ich gespielt – durch! Ich war danach fix und fertig. A-Marathon 😁
https://www.maniac.de/community/topic/persona-5-eine-enttaeuschung-auf-umwegen/
PS: ich meine, ich lese so viel von dir, jetzt kannst du mal von mir mal was lesen 😁😁😁
@Steffen
Ja genau. Aus meiner Sicht hat diese Bezeichnung eher eine despektierliche Kompetente. Ich kann den Vergleich jedoch nachvollziehen.
Mit Kritik an der Kritik meinte ich nicht euren Test, sondern all die jene, welche nur diese „Walking Simulation“ in diesem audio-visuellen Meisterwerk sehen.
Darum: Geschmäcker sind verschieden
@Ulrich
Genau! Ich bin 100% bei dir! Das meine ich ja 👍 Unterschiedliche Betrachtungsweisen halt.
Ja, das ist Download only. Fand es eine tolle Spielerfahrung, auch wenn das Gameplay nicht gerade deep ist. Davon hat Hellblade 2 trotzdem deutlich mehr als Titel wie Dear Esther. Audiovisell ist es ohnehin großartig.
Muss die auch noch beide spielen.
Teil 1 holte ich mir als der 2. raus kam. Wenn ich den mal gespielt habe sehe ich weiter ob ich mir den 2. hole.
Habe mit Walking-Simulationen keinen Schmerz.
The Order und Rome gefielen mir seinerzeit recht gut. Und mal kurze und gute Spiele sind mir lieber als Stundenfresser.
Gibt es nur als Download wenn ich recht sehe?🤔
Also der Vergleich mit Persona 5 hinkt mehr als nur ein bisschen – der einfach dermaßen albern und sinnfrei, dass es kracht, sorry.
@Ash Rockford Was meinst du denn genau mit “Es als walking-simulator abzustrafen”?
Geht es dir darum, dass das Spiel als ein “Walking Simulator” bezeichnet wird und du den Begriff negativ assoziierst oder hast du das Gefühl, dass der Titel deswegen eine schlechtere Wertung bekam als verdient?
Der Vergleich mit Persona hinkt für mich ein bissel. Persona besteht zwar aus etlichen Gesprächen, aber bietet abseits davon viel mehr Freiheiten, spielerische Möglichkeiten und Dungeons mit diversen Komponenten.
Hellblade II besteht zu großen Teilen in den sechs Stunden nur aus langsamen Vorwärtsgehen und die Rätsel plus (optional automatisch ablaufenden) Kämpfe sind bewusst so dermaßen simpel gestaltet, dass man fast nix falsch machen kann und das Spiel meist einem interaktiven Film ähnelt (was ja nicht schlecht sein muss). Es macht daher schon für mich Sinn, den Titel als Walking-Simulator einzuordnen.
Genau wie beim ersten Teil kann ich mit dem Spiel nichts anfangen. Dafür ist es mir spielerisch einfach zu öde.
Mir hat Teil 1 schon gut gefallen.Es muß nicht immer alles auf 80h gestreckt werden.Hoffe auf eine PS5 Umsetzung.
Kunst!! Wunderschön!!
Audio-Visuell ein Meisterwerk! In den letzten 40ig Jahren noch nie so was „erlebt“.
Hier zählt das Erlebnis mehr, als blos die Summe der Einzelteile. Klar, wird nicht jedem sein Geschmack treffen… wie so oft. Dennoch gibt es nichts vergleichbares.
Die Kritik, dass es nicht ins Deutsche synchronisiert wurde, kann ich nachvollziehen. Schade ging man hier nicht die Extrameile. Allerdings ist es auch so extrem gut gelungen.
Kritik an der Kritik:
Es als walking-simulator abzustrafen, ist in etwa so, als würde man Persona 5 als visual Noval bezeichnen (wird auch immer nur eine Taste gedrückt!)
Aber jedem das Seine.
Einer meine heiß erwartete Spiel 2024, das ich Melina Jürgens auf der Gamescom 2023 mein Worten gehalten.
Ja, es war kurz. Ja, es ist Verständnis für Menschen anstrengend ist Senua’s Qual auszuhalten. Und ja, es hätte viel mehr bieten, als reine Walking Simulation. Und ja als Game Pass für als Grafik, Sound Demo hinnehmen. Und ja die Kämpfe mag zu simple sein.
Dennoch war Senua’s Reise einfach wert.
Dafür danke ich an das Ninja Theory Team.