Slave Zero X – im Test (PS5)

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Bei Slave Zero X handelt es sich um einen unerwarteten Ableger eines Dreamcast-Titels von 1999, an den sich wohl am ehesten Action-Enthusiasten erinnern dürften. Slave Zero ließ Spieler seinerzeit im Cockpit eines biomechanischen Mechs Platz nehmen, um sich durch eine dystopische Stadt zu kämpfen und dessen größenwahnsinnigen Herrscher zu stürzen. Uns überzeugte das Spektakel damals nicht so wirklich, wie ernüchternde 52% beim Test in der M! 04/00 belegen.

Slave Zero X setzt fünf Jahre vor den Ereignissen des Erstlings an und bedient sich am schmutzig-schönen Biopunk-Setting und der düsteren Geschichte des Originals. In Sachen Spieldesign geht der frische Ableger aber neue Wege. Bot Slave Zero noch 3D-Shooter-Action aus der Verfolgerperspektive, setzt Slave Zero X zwar auf 3D-Hintergründe im charmant-altbackenen Look des Originals, gekämpft wird allerdings in der Seitenansicht und mit Klinge statt Wumme. Im Kontrast zur polygonalen Optik der Umgebung stehen dabei die großen Pixel-Sprites des Protagonisten Shou und seiner Feinde – ein interessanter Grafik-Mix, der tatsächlich in einer eigenen und stimmigen Stilistik mündet. Die Story passt auf einen Bierdeckel: Rebellisch wie Ihr seid, begehrt Ihr gegen den fiesen Sovereign Khan auf und zieht los, den falschen Gott zusammenzufalten. Was cool klingt, entpuppt sich allerdings schnell als repetitive Fleißarbeit. Ihr metzelt Euch immerzu durch Horden von Feinden – das klappt eingangs noch ganz stressfrei, spätestens in der zweiten Hälfte müsst Ihr Euch aber in das doch recht komplexe Kampfsystem reinfuchsen, um frustrierende Bildschirmtode zu vermeiden. Schade nur, dass der Titel dabei keine große Abwechslung abseits der netten Bosskämpfe bietet. Entsprechend schnell kann die Luft raus sein, und das trotz mehr als überschaubarer Spielzeit.

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