Tekken 8 – im Test (PS5)

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Wie sich die Zeiten ändern: Als Tekken 7 Anfang 2015 in Japans Game Centern debütierte, wusste die internationale Handkanten-Gemeinde nicht, wann und sogar noch nicht einmal, ob überhaupt eine Heimkonsolenversion der 3D-Klopperei erscheinen würde. Erst im Sommer 2017 schlug die Tekken-Truppe endlich auf PS4 und Xbox One zuerst zu und dann auch gründlich ein: Die ausgehungerte Community stürzte sich nur so auf den lange erwarteten Serienteil und bescherte der Arcade-Umsetzung traumhafte Verkaufszahlen. Da ist es kein allzu großes Wunder, dass Bandai Namco sich für Teil 8 zwar lange Zeit gelassen hat, dafür nun aber in die Vollen geht: Anstatt zuerst in Japans Arcade-Szene die Fäuste zu schwingen, beginnt die erste Runde für die Kazamas, die Mishimas und den Rest der Truppe direkt auf der aktuellen Heimkonsolen-Generation – und das mit einem Reichtum an Modi, Angeboten und Optionen, der sich mehr als sehen lassen kann.

Doch bevor wir uns das alles genauer ansehen, erst einmal ein paar Worte zu den Grundlagen. Es gilt: Tekken bleibt ­Tekken – zwei Kämpfer treffen in einer Arena aufeinander und tauschen erst Freundlichkeiten und danach Schläge und Tritte aus. Wer am Ende noch steht, der hat gewonnen. Das könnt Ihr auf traditionelle Art angehen: Jedem Fuß und jedem Bein ist ein Knopf zugeordnet, so löst Ihr unterschiedlichste Angriffe und vor allem die serientypischen Combo-Attacken aus. Es gibt eine Heat-Leiste, dank der Ihr entweder durch eine ­Tastenkombination oder bestimmte ­Attacken den ”Heat Burst” aktiviert. Der erhöht Euren Schadenswert und kostet den Gegner auch dann ­etwas Lebensenergie, wenn Eure Angriffe geblockt werden. Und es erlaubt Euch, einmal pro Runde einen mächtigen ”Heat Smash”-Angriff zu zünden, danach ist die ­Leiste bis zur nächsten Runde weg. Geht Eure eigene Lebens­energie zur Neige, dürft Ihr einmal Eure Rage-Aktion einsetzen. Die ist toll inszeniert und haut richtig rein, aber geht der Move daneben, seid Ihr offen für schmerzhafte Kontermanöver. Das sind die Grundlagen des Kampfsystems von Tekken 8 und schon nach kurzer Spielzeit eröffnet sich hier eine wunderbare Spieltiefe – eben die Art von Komplexität, die für den ”Ach, eine Runde geht noch”-Faktor sorgt. Klingt Euch das jetzt zu kompliziert, dann ist das kein Grund zur Sorge: Neben diesem seit dem Seriendebüt etablierten Steuerungskonzept hat das Entwicklerteam auch eine neue Kontrollvariante implementiert.

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Gotthund
I, MANIAC
Gotthund

Fighting Games sind super, leider stören mich sowohl bei Tekken als auch Street Fighter seit jeher die visuellen Effekte bei Treffern, finde es sieht einfach albern aus, wenn bei Treffern die “Funken” sprühen. Dann lieber Dead or Alive. Am meisten Spass hatte ich bisher aber mit der UFC Reihe.

Sephiroth
I, MANIAC
Sephiroth

@xarjaz
“Superzocker” habe nicht gesagt bzw. Geschrieben. 😂
Glaube mir, ich wünschte mir manchmal selbst, dass ich andere, etwas anspruchsvollere Spiele wie VF mit denen zocken könnte. Meine Erfahrung hat mich dahingehend eines besseren belehrt. Dennoch ab und an versuche ich es noch. Da kommen “vereinfachte” Steuerungskonzepte mir sehr entgegen. ✌️

Letztendlich bin ich dennoch froh, sowas mit Kumpels auf der heimischen Couch zocken zu können, denn wie Torcid richtig schreibt, sind solche Spiele in Deutschland mittlerweile schon sehr Nische geworden.

xarjaz
I, MANIAC
xarjaz

@Sephiroth
Ja gut, Punkt akzeptiert.
Wenn es SO casual sein soll, dass 4 Charaktere an einem Abend nicht ausreichen, dann mögen andere Spiele besser geeignet sein.
Ich wehre mich nur gegen die weit verbreitete, falsche Annahme, VF sei nur etwas für Superzocker. Das ist sicher nicht der Fall.

Sephiroth
I, MANIAC
Sephiroth

@xarjaz
Ich habe VF5 rauf und runter gespielt.
In allen möglichen Versionen. Auch mit den Kumpels.
Jetzt gibt es wie viele einsteigerfreundliche Charaktere 4-5 wenn überhaupt?
Wie lange soll man sowas dann mit Casuals spielen?
5-10 Minuten? Die kriegen von mir jedes Mal ne Packung und spielen dann gegeneinander, merken “hey ist bisschen langweilig nur 4 Charaktere zu spielen, mit denen wir ein bisschen klar kommen.
Lass was anderes zocken. Schmeiß Tekken rein.”
Klassiker.

xarjaz
I, MANIAC
xarjaz

@Sepiroth
Probier doch mal VF5 auf der Playstation aus. 2 Freunde können einen der beiden Bryants wählen und mit wilden Schlägen und Tritten aufeinander losgehen und es wird immer wieder was Ansehnliches dabei rumkommen. Dazu hat VF zwar kein Rage- oder Supermeter, aber dafür Ring Out, wo immer wieder eigentlich schon entschiedene Runden plötzlich anders ausgehen können, gerade unter Einsteigern.

Zugegeben: ich spiele kein Tekken. Gut möglich, dass da alles noch viel einfacher ist. Aber es ist definitiv nicht wahr, dass man für VF ein Supergamer sein muss, um damit Spaß zu haben. Ich bin quasi der lebende Beweis dafür 😉

Sephiroth
I, MANIAC
Sephiroth

@xarjaz
Virtua Fighter und einsteigerfreundlich?
Für wen? Dich als Gamer?
Klar, gibt es immer Einsteiger Charaktere, welche einfacher zu handhaben sind.
Aber du vergleichst hier gerade Äpfel mit
Birnen auf Goldblätter mit einer Prise Karamellisierten Weinsoße.

xarjaz
I, MANIAC
xarjaz

Virtua Fighter ist genauso für Einsteiger geeignet wie andere Serien. In mancher Hinsicht ist es sogar einfacher, da es, genauso wie Dead or Alive, mit nur 3 Tasten auskommt: P(unch), K(ick), G(uard). Ich fand das immer deutlich intuitiver als Tekkens Steuerung, oder auch als Street Fighter mit seinen 6 Tasten.

Es kommt bei Fighting Games auch stark auf den Charakter an, den man spielt. Als Einsteiger neigt man normalerweise zum relativ unkontrollierten Hämmern aufs Eingabegerät und drückt viel zu viele Knöpfe. Man fährt daher in der Regel besser mit einem Kämpfer, der viele “Strings” wie PPP oder PPPKK hat. So kommt dann beim Buttonmashing immer wieder eine schöne “Combo” raus, ob gewollt oder nicht. Solche Charaktere gibt es in fast jedem Spiel.

Sephiroth
I, MANIAC
Sephiroth

@Torcid
Für die Casuals spielt es überhaupt keine Rolle, ob 2D/3D Fighting Game. Diese Differenzierung tätigst du, als sehr erfahrener Spieler.
Casuals zocken gerne mit und schon alleine, wie dort die Knöpfe gehämmert werden, da kriegen andere wahrscheinlich einen Schock, wenn sie es sehen. 😂
Ganz beliebt auch zwei Knöpfe zusammen drücken mit dem Daumen und immer wieder drüber wischen und dabei entweder Digi-Kreuz oder den Stick in allen möglichen Richtungen bewegen. 😂

Und glaube mir, denen ist die Spielmechanik/Dynamik vollkommen egal. Von daher lasse ich es sicher nicht raus, wenn es hier um Casuals geht.
Diese Gedanken gibt es dort nämlich nicht.
Die behandeln ein Tekken, genauso wie ein Street Fighter oder Soul Calibur.

Kratos
I, MANIAC
Kratos

Sephiroths Analyse ist on point!

torcid
I, MANIAC
torcid

@Sephiroth

Gut 2D Mechanik Fighting Games hab ich mal ganz rausgelassen. Die sollten wir hier auch nicht vergleichen. Das ist einfach das doch eine ganz andere Spielmechanik/Dynamik.

Soul Calibur hatte ich natürlich noch vergessen. Ich denke SC funktioniert am besten mit Casual Spielern und ist auch das einsteigerfreundlichste von den 4 genannten Serien.

Eigentlich kann man die alle auch casual spielen und Spass haben. Virtua Fighter vielleicht dann doch eher nicht, aber die anderen drei Serien schon.

Wir sollten uns hier auf jeden Fall auf echte 3D Fighting Games beschränken, nicht 2D in 3D Optik… anderes Genre…

Sephiroth
I, MANIAC
Sephiroth

@torcid
Habe nicht behauptet, dass Tekken nicht anspruchsvoll sein “kann.”
Es ist mMn nur deutlich besser für Casuals geeignet als andere Spiele in diesem Bereich.

Und “Nein” nicht jedes Fighting Spiel funktioniert mit Casuals gleich gut und macht viel Spass. Zumindest nicht in meiner Gruppe. Habe schon sehr viel ausprobiert…
Blaze Blue, Guilty Gear, Samurai Shodown, Virtua Fighter oder auch Dead or Alive funktionieren überhaubt nicht.

Soul Calibur geht so.

Kommen wir zu den aktuell 3 Größten: Street Fighter 6, Mortal Kombat 1 und Tekken 8.

Du hast es ja selbst geschrieben, alle Spiele besitzen andere Schwerpunkte.
Tekken setzt auf Kombos. Das ist korrekt. Diese gehen allerdings teilweise sehr leicht von der Hand und sind selbst mit Button Mashing möglich auszuführen.
Selbst die Specials sind verhältnismäßig leicht auszuführen (Ein, zwei Tasten)
Dazu kommt noch das man durchs nach weg vom Gegner recht einfach blocken kann.

Mortal Kombat ist da schon etwas schwieriger, da wieder anderer Schwerpunkt.
Hier allein muss man für den Block eine Taste gedrückt halten (R2)
was schon einen Riesen Unterschied macht. Gerade bei Casuals.
Kombos gehen nicht so leicht von der Hand und sind bei weitem nicht so lang, denn hier setzt man mehr auf einen Mix aus normalen Angriffen und Specials, die man zu Kombos zusammenfassen kann. Allerdings muss man die Specials erstmal beherrschen und das Timing mit den normalen Angriffen abpassen.

Street Fighter hingegen ist mMn das Spiel mit den Größten Anspruch von den Dreien.
Auch wenn es mit “moderner” Steuerung etwas vereinfacht wurde.
Mit Button Gehämmere funktioniert hier wenig.
Und die Abwehr spielt eine viel größere Rolle.
Dennoch sieht man hier am deutlichsten, wer erfahren ist.

Also für mich ist und bleibt Tekken das mit Abstand einsteigerfreundlichste Fighting Spiel. Und übrigens, Casuals sehen in jedem Fighting Spiel gegen erfahrene Spieler kein Land. Aber wenn, dann am ehesten noch in Tekken.

torcid
I, MANIAC
torcid

@Kratos
@Sephiroth

natürlich ist Tekken anspruchsvoll. Gegen erfahrene Spieler sieht der Casual Gegner kein Land.

Ob Dead or Alive, Tekken oder Virtua Fighter. Das sind alles anspruchsvolle 3D Fighting Spieleserien.

Nur ist die Art zu kämpfen halt anders. Dead or Alive ist sehr schnell und der Schwerpunkt liegt auf dem kontern. Tekken hat seinen Schwerpunkt bei den Kombos, also das fliesende aneinanderreihen von langen Kombos.

Casual mit Freunden kann man jedes Fighting Spiel angehen und Spass haben. Das ging doch schon immer. Gerade Fighting Games sind dann in Deutschland heute doch absolut Nische. Daher findet man eh nur äußerst selten privat Mitspieler, die dann auch die Kombos etc. beherrschen.

xarjaz
I, MANIAC
xarjaz

@Kratos
Nur weil Deine Mama Dich mit Tastengehämmer wegputzt, heißt das nicht, dass Tekken ein einfaches Spiel ist.

Tekken mag es Einsteigern einfach machen, was Schönes auf dem Bildschirm zu zaubern, aber gegen auch nur etwas fortgeschrittenere Spieler sehen die kein Land.

Sephiroth
I, MANIAC
Sephiroth

@Ninja-Baseball

Bin da bei dir. Auch wenn sich gerade mal wieder viele (unnötig) über die DLC (InGameShop) Politik aufregen.

Das Spiel gefällt mir deutlich besser als die letzten Teile (6,7) und hat, wie du schreibst ein deutlich besseres Spielgefühl. Dann von Start weg 32 spielbare Charaktere.

Ninja-Baseball
I, MANIAC
Ninja-Baseball

@Kratos und @Sephiroth
Ja es stimmt auch was ihr geschrieben habt aber
das Game hat Tiefe. Allein nach den Motto easy to learn but hard to master. Ich gebe euch Recht das man mit wilden Button Mashing Erfolg haben kann und teils derbe Kombos hinbekommt.
Das macht mit Kollegen bei ein paar Bierchen einfach nur Spaß und darum geht es im Endeffekt auch.
Sobald man sich damit damit befasst, merkt der kluge Spieler schnell das man die moves relativ leicht blocken und kontern kann.
T7 war ziemlich defensiv ausgelegt, T8 hingegen setzt deutlich stärker auf aggressives Spielen. In vielen Situationen bewirkt der Power Crush spezifische Move eines Charakters währe Wunder um Druck wegzunehmen. Dann entdeckt man Sidesteps und Low Parrys und Voila man hat ne Fülle an Möglichkeiten um den Kampf zu wenden.
Tekken 8 fühlt sich eben wie ein Tekken an und das im guten Sinne.
Der Umfang ist gut, Online ist es stabil, Gameplay, Sound und Grafik sind meiner Meinung nach Top. Die Geschichte ist wie bei jeden Tekken nur zum Unterhalten da. Mein Sohn (13 Jahre ) wurde die Story wahrscheinlich genauso gut hinbekommen.
Ich hoffe Namco bringt Anna zurück ins Spiel.
Es ist das momentan beste 3D Fighting game auf dem Markt

Sephiroth
I, MANIAC
Sephiroth

@Kratos
vollkommen richtig, dennoch gerade für Casuals ein sehr gutes Spiel.
Habe viele Kumpels die leider kaum bis gar nicht mehr zocken.
Da kommt ein Tekken 8 wie gerufen. Zumal es diesmal einen ordentlichen Sprung in Sachen Grafik, Spielbarkeit, sowie Umfang gemacht hat.

Kratos
I, MANIAC
Kratos

Tekken und spielerisch anspruchsvoll…. Lol, war der beste den ich seit langem gehört hab. More casual als Tekken geht fast gar nicht und genau deswegen ist die Marke so erfolgreich. Meine Mutter kann das spielen und mit sinnlosen Button gemashe nett anzusehende Combos auf den Bildschirm zaubern.

xarjaz
I, MANIAC
xarjaz

Tekken zeigt es: ein spielerisch anspruchsvolles 3D Kampfspiel kann erfolgreich sein.

Wann nimmt Sega die Herausforderung an und bringt endlich Virtua Fighter 6?