Undertale – im Test (PS4 / PSV)

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In PC-Kreisen genießt ­Undertale seit gut zwei Jahren fast legendären Status. Per Kickstarter finanziert und in drei Jahren fast im Alleingang von Toby Fox, einem jungen amerikanischen Indie-Entwickler, geschaffen (nur bei der Grafik half jemand etwas mit), gilt es als eine der strahlendsten Indie-Perlen. Es wurde von Kritikern und Spielern gleichermaßen gefeiert und verkaufte sich mehr als 1 Million Mal. Da Entwickler Fox sich vor allem von Konsolenklassikern wie EarthBound und den Mario & Luigi-Rollenspielen inspirieren ließ, ist es nur passend, dass der PC-Hit nun auch auf Konsole ­aufschlägt.

In Undertale geht es um eine Welt, in der die Menschen die Monster nach einem Krieg in die Unterwelt verbannt haben. Als kleiner Junge fallt Ihr in diese Welt und werdet von der freundlichen Ziegendame Toriel vor einer fiesen Blume gerettet. Euer Ziel ist es, jetzt wieder an die Oberfläche zu gelangen. Doch tatsächlich passiert hier noch mehr…

Was zuerst auffällt: Undertale ist minimalistisch – eines der grafisch reduziertesten Spiele der letzten Jahre. Pixelige Figuren, monochrome Gegner, flächige Hintergründe… Schon auf dem NES wäre es keine Schönheit gewesen. Doch der reduzierte Stil trägt zum Charme des Abenteuers bei und sorgt für eine Menge Empathie mit den Spielfiguren. Die ist auch ein Schlüsselelement von Undertale. Denn kommt es zum Kampf, eröffnen sich viele Möglichkeiten: Die im klassischen Dragon Quest-Stil frontal dargestellten Gegner können natürlich verhauen werden – aber Ihr dürft auch Kontakt zu ihnen aufnehmen und ein Gespräch starten. ­Gerade der Verzicht auf Gewalt spielt bei Undertale eine große Rolle. ­Natürlich ist keineswegs garantiert, dass Euch nicht die Monster trotzdem das Fell über die Ohren ziehen wollen. Dann gilt es, Attacken abzuwehren: In einem kleinen Feld steuert Ihr ein rotes Herz und weicht mit diesem gegnerischen Angriffen und Geschossen aus. Wie aggressiv oder pazifistisch Ihr vorgeht, entscheidet stark über den Ausgang der Geschichte – und auch über das Spiel selbst, denn nur besiegte Monster bringen Euch Erfahrung ein. Und nach dem ers­ten Durchspielen habt Ihr noch längst nicht alles gesehen…

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