WWE 2K25 – im Test (PS5)

1
4253
Zurück
Nächste

Seite 1

Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:, , ,
USK:
Erschienen in:

Auf dem Papier wartet WWE 2K25 mit einer ganzen Reihe an Verbesserungen auf: Über 200 Talente im Aufgebot und neue Match-Varianten wie ”NXT Underground” oder ”Bloodline Rules” sind zwar ­keine Kaufgründe, bringen aber viel Abwechslung ins Spiel. Die angepriesenen Intergender-Kämpfe bleiben hingegen hinter den Möglichkeiten zurück. Für den Kampf Frau gegen Mann wurden keine großen Anpassungen vorgenommen, wodurch das Geschehen mitunter wenig authentisch daher­kommt – WWE 2K25 ist eben kein Street Fighter.

Allerdings wird vor allem beim Geschehen im Ring nachgelegt: Dank teils neuer Animationen und sichtbar verbesserter Übergänge spielt sich WWE 2K25 einen Tick geschmeidiger. Neue Funktionen wie interaktive Barrieren und allerlei versteckte Gags garantieren viele Freiheiten für Experimente.

In Sachen Spielmodi besitzt WWE 2K25 noch mehr Gesichter als Hardcore-Legende Mick ­Foley. Der Showcase-Modus rückt die ­legendäre Anoa’i-Familie und damit die Bloodline-Dynastie in den Mittelpunkt, die ­Kämpfe werden dabei durch tolle, von Paul ­Heyman moderierte Filmsequenzen eingeleitet. In den Matches selbst gibt es aber kein Echtbild-Material mehr, alles ist in Spielegrafik gehalten. Klingt vielleicht doof, hat allerdings seinen Sinn: Zum einen gibt es ­Visual Concepts die Gelegenheit, die Geschichten freier zu erzählen; zum anderen kommen so auch fiktive Kämpfe ins Spiel. Die anstrengende Dudelmusik der Vorgänger ist weg, dafür gibt es jetzt den insgesamt guten Kommentar von Corey Graves, Michael Cole und Byron Saxton auf die Ohren. Das Showcase-Spielprinzip selbst nutzt sich jedoch langsam ab, besonders die Zeitlimit-Aufgaben nerven.

Besser gefällt da der ”MyRise”-Story-Modus – diesmal mit einem weiblichen und einem männlichen Hauptcharakter in einer ­Geschichte. Der Plot einer marodierenden NXT-Fraktion passt und mäandert solide zwischen Wrestling-Storyline und gutmütigem Quatsch. MyGM und der ”Universe”-Modus wurden dezent verbessert – etwa durch den Online-Part bei MyGM oder die Integration von Promos in die ”Universe”-Optionen.

Jetzt kommt jedoch der große Haken: ”The Island”, der neue Spielmodus (und nur für die Current-Gen-Konsolen am Start), floppt gnadenlos. Diese an die Stadt aus NBA 2K angelehnte Spielart sieht zwar nach Fanservice aus, ist aber eine Schlangengrube gefüllt mit Mikrotransaktionen. Mit seiner langsamen Progression und hohem Pay-to-Win-Charakter im PvP pusht ”The Island” Spieler zu Ingame-Käufen. Individualisierungsobjekte sind derart teuer, dass man sie über Stunden mühe­voll ergrinden müsste – oder eben doch ermüdet zur Kreditkarte greift. ”The Island” ist letztlich technisch, spielerisch und auch moralisch unterstes Niveau.

Zurück
Nächste
1 Kommentar
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
8BitLegend
29. Mai 2025 13:57

Ich finde es im Ring nicht besser. Das Spiel hat Probleme schnelle Abläufe umzusetzen. Konnte ich in 2K24 noch blitzschnell nach einem Move einen Einroller probieren, hakt es hier oft bei solchen Transition-Geschichten.

Submissions sind zudem nicht ausbalanciert und im Moment eher overpowered.