Wer hat’s erfunden? – Zeitlupe

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M! macht sich auf die Suche nach den Wurzeln bedeutender Innovationen in Sachen Spielspaß – heute: die Zeitlupe.

Aus dem Werkzeugkasten der Hollywood-Dramaturgen ist Zeitlupe nicht mehr wegzudenken. Vom Österreicher August Musger 1904 erfunden und aus dem Anime- und Hongkong-Kino sowie der Sportberichterstattung bekannt, etablierten die Wachowski-Brüder 1999 mit ”Matrix” die Bullet-Time getaufte Weiterentwicklung als Stilmittel im westlichen Kino. Durch diese Aufhebung der erzählerischen Raum-Zeit-Kontinuität bleiben Zuschauern selbst Details wie Luftverwirbelungen vorbei zischender Projektile nicht länger verborgen. Bereits zwei Jahre vor Erscheinen des interaktiven Spin-offs Enter The Matrix, sorgte 2001 das Game Noir Max Payne mit dem gleichen Stilmittel auch in Videospielen für Furore. Wie Neo, Trinity und Konsorten weicht auch Ex-Cop Max Geschossen elegant in Zeitlupe aus. Seitdem setzen zahlreiche Spiele verschiedenster Genres auf das inszenatorisch wie spielerisch interessante Stilmittel.

In Anlehnung an aktuelle Titel wie Sniper Ghost Warrior oder Singularity, die beim Zielen via Scharfschützengewehr die Spielgeschwindigkeit drosseln, um präziseres Zielen zu ermöglichen, machen wir uns diesen Monat auf die Suche nach dem ersten Spiel mit Zeitlupenfunktion, denn das heißt wider Erwarten nicht Max Payne. Dabei ignorieren wir anderweitige Spielereien mit der Zeit, wie etwa das Zurückspulen in Prince of Persia oder Blinx, da diese einen anderen Nutzwert bieten. Auch bleiben Spiele außen vor, in denen Zeitlupe nur via Spezialgegenstand an vorgegebenen Orten zu aktivieren ist.

Beim redaktionsinternen Brainstorming entstand spontan eine Liste mit mehr als 30 Titeln unterschiedlicher Genres, die Zeitlupe als spielrelevantes Feature einsetzen.

Darunter befinden sich Rennspiele wie Need for Speed Most Wanted, das Shoot’em-Up Espgaluda oder die 2D-Prügelei Viewtiful Joe, die auf diesem Weg nicht nur Kämpfe effektvoll inszeniert, sondern auch Rätsel für Querdenker bietet. In den meisten Fällen dient das Spielelement Zeitlupe allerdings als Entgegenkommen an den Spieler, um schwierige Passagen leichter zu meistern, etwa im Ego-Shooter F.E.A.R. aus dem Jahr 2005. Hier ist bei regulärem Spieltempo kein Blumentopf zu gewinnen – zu schnell und vernichtend koordiniert die Schlaumeier-KI gegnerische Attacken. Neben weiteren Genrevertretern wie TimeShift, Wolfenstein oder Call of Duty: Modern Warfare 2 bedienen sich auch Actionspiele mit Schulterperspektive dieses Designkniffs. ”Das Bourne-Komplott” erlaubt ihn zwar nur in der Fahrsequenz, Wanted: Weapons of Fate oder No More Heroes jedoch nach Belieben auch während der Kämpfe.

Im Gegensatz zu Action-Spielen ist Zeitlupe in Jump’n’Runs bis heute selten anzutreffen, in aller Regel wird sie hier aber per Schalter oder sporadischer Spezialfähigkeit ausgelöst, weshalb sie durch unser Definitionsraster fallen. Jüngstes Beispiel sind die blauen Schalter in Super Mario Galaxy 2, frühere Vertreter sind The Great Giana Sisters oder Lode Runner.

Unsere Suche nach dem ersten Spiel mit ­Zeitlupenfunktion als fundamentales Spielelement führt uns zum 31. März 1999. An diesem Tag kam nicht nur ”Matrix” in die US-Kinos, für PC erscheint gleichzeitig auch der indizierte Ego-Shooter ­Requiem: Avenging Angel (siehe Bild) der Cyclone Studios. Wie in F.E.A.R. wird hier durch den Einsatz der ”Warp Time” der Ton dumpfer und Gegner bewegen sich langsamer, an einer visuellen Rückmeldung mangelt es jedoch noch. Erst spätere Video­spiele verändern die Farbgebung oder inszenieren den spielerischen Kniff mit effektvollen Grafikspielereien.

Bionic Commando – im Test (GB)

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Hier fehlt leider noch der Text – sorry!

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Empire Strikes Back – im Test (GB)

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Little Mermaid – im Test (GB)

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Prophecy – im Test (GB)

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Hier fehlt leider noch der Text – sorry!

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Unit 4 – oldschooliger Sci-Fi-Hüpfer für Xbox One angekündigt

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Mit dem Trailer oben hat Gamera Interactive jetzt den oldschooligen Sci-Fi-Hüpfer Unit 4 für Xbox One angekündigt. Ein Mehrspieler-Modus für bis zu vier Teilnehmer wird ebenfalls implementiert sein. Unit 4 erscheint im ersten Quartal 2017 exklusiv für die Microsoft-Konsole.

The Watchmaker – Puzzle-Adventure in Steampunk-Welt für PS4 & Xbox One angekündigt

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Die 1C Company hat jetzt mit dem Trailer oben The Watchmaker für PS4 und Xbox One angekündigt. Hierbei handelt es sich um ein Puzzle-Adventure, das in einer Steampunk-Welt spielt. Erscheinen wird das Spiel im zweiten Quartal 2017.

Destiny – Video zu den acht Artefakten der “Rise of Iron”-Erweiterung

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In dem Video oben werden die acht Artefakte der kommenden “Rise of Iron”-Erweiterung für Destiny näher beleuchtet. Das Add-On wird am 20. September für PS4 und Xbox One veröffentlicht.

ARK: Survival Evolved – kommerzieller Erfolg in Zahlen ausgedrückt

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Jeremy Stieglitz, Mitbegründer von Studio Wildcard, hat jetzt gegenüber MCV verkündet, dass ARK: Survival Evolved auf PC und Xbox One kombiniert 5,5 Millionen Mal heruntergeladen wurde. Die PC-Fassung kommt dabei auf vier Millionen Downloads, während die Microsoft-Version sich mit “nur” 1,5 Millionen Downloads begnügen muss.

Folglich kann das Action-Adventure getrost als kommerzieller Erfolg bezeichnet werden, obwohl es ja eigentlich noch gar nicht offiziell fertiggestellt ist. Neue Informationen zur einst angekündigten PS4-Version von ARK: Survival Evolved gibt es dagegen leider nicht.

Strike Vector EX – erscheint am 30. August für PS4

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Die Ragequit Corporation gibt mit dem Trailer oben bekannt, dass Strike Vector EX am 30. August für PS4 erscheint. Als Inspirationsquellen für das Projekt geben die Entwickler übrigens u.a. die Klassiker Quake und Counter-Strike an.

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