Zeiss VR One
Während Sonys Morpheus oder Oculus Rift noch einige Zeit auf sich warten lassen, ist der deutsche Optik-Spezialist Zeiss bereits durchgestartet: Für 129 Euro erhaltet Ihr eine Brille mit zwei fest verbauten Linsen und einem Einschub für Smartphones (iOS oder Android). Das bedeutet: Je besser die Handys in Zukunft werden, desto besser wird theoretisch Eure VR-Erfahrung, da sich Rechenleistung und Display-Güte mit jeder Generation erhöhen. Wer damit allerdings “richtig” spielen und nicht nur Videos konsumieren oder virtuell London erkunden will, braucht einen PC und einen Controller. Ausprobieren konnten wir Titel wie Moorente (wie Moorhuhn) oder Hyundai VR+ (Rennspiel) leider nicht. Dafür können wir Tragekomfort, Qualität der Optiken und das “Ich nutze mein Apple- oder Android-Smartphone”-Konzept empfehlen. Zeiss VR One ist eine smarte und günstige Alternative zum Reinschnuppern ins VR-Universum.
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Crytek – Back to Dinosaur Island 2
Bei Crytek erleben wir ein weiteres Mal via Oculus die Demo der E3: Wir hängen an einer Felswand, ein Blick gen Boden der Messehalle lässt uns kurz schwindeln – unter uns befindet sich ein gähnender Abgrund. Um uns herum flattern Flugsaurier und am Ende der Kletterpartie genießen wir eine beeindruckende Aussicht. Die grafische Qualität ist gut, Motion Sickness befällt uns nicht. Auf die Frage, wie wohl die ersten richtigen Games aussehen werden, antwortet uns ein Crytek-Entwickler: “voraussichtlich Adventures oder Erkundungsspiele”. Und Action-Titel oder Ego-Shooter, fragen wir weiter. Die sieht er – wenn überhaupt – erst in einigen Jahren.
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CCP – EVE: Valkyrie
Wir setzen die Oculus-Dev-Version 3 auf und tauchen mit unserem Raumschiff ab in eine beeindruckende Sci-Fi-Welt. Wir blicken durch Kopfbewegungen im Cockpit umher, via Joypad navigieren wir und feuern zielsuchende Raketen sowie Laser auf feindliche Geschwader. Das immer noch sichtbare Pixelraster bemerken wir während der Action nicht, auch Motion Sickness ist kein Thema. Feine Sache.
Samsung Gear VR
Beim gleichen Entwickler probieren wir auch Samsungs Gear VR, ein Headset, in das diverse Smartphone-Modelle des gleichen Herstellers gesteckt werden können, die dann wiederum als Display dienen. Wie beim Zeiss VR One ist hier ebenfalls ein Upgrade durch neue Handys möglich. Das Spiel selbst wird durch Kopfbewegungen und das Touchpad am rechten oberen Rand des Geräts gesteuert und entpuppt sich als simpler, aber spaßiger Arcade-Shooter. Stellt Euch einfach den Klassiker Phoenix in 3D und im Virtual-Reality-Raum vor – dann seid Ihr nah dran an dem, was wir auf der gamescom erlebt haben. Nett, unkompliziert und für eine schnelle Runde spaßig.
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Ubisoft – Eagle Flight / Far Cry 3
Ein französisches Entwickler-Team arbeitet derzeit an diversen Spiele-Prototypen und lotet mit ihnen die “Was geht mit VR”-Grenzen hinsichtlich Motion Sickness und Spielideen aus. Wir starten in Eagle Flight als – Überraschung! – Adler, erheben uns in die Lüfte und bestimmen per Kopfbewegung unsere Flugroute. Wir fliegen durch bunte Kringel und bereiten uns so auf den spannenderen zweiten Teil der Demo vor: 2 gegen 2, Capture the Flag. Auf Tastendruck werden wir jetzt schneller oder langsamer und stoßen einen Schrei aus, mit dem wir unsere Konkurrenten vom Himmel holen. Alles flutscht, Motion Sickness bleibt aus.
Schließlich haben wir noch ein Rendezvous mit Fiesling Vaas aus Far Cry 3. Er erklärt uns mit eindringlichen Worten, was Wahnsinn bedeutet, reagiert auf uns, wenn wir den Kopf von ihm abwenden und schubst uns am Ende schließlich eine Klippe hinunter – ein an unser Bein gebundener Stein beschleunigt den Fall. Wir staunen schon ein bisschen über die Eindringlichkeit, mit der Vaas dank VR-Technik rüberkommt. Die gute Nachricht zum Schluss: Ubisoft wird nicht nur Oculus, sondern auch Sonys Morpheus unterstützen.