Die Spiele des Jahres 2014 – Platz 1 – Forza Horizon 2

99

Während der simulationslastige Bruder Forza 5 beim Xbox-One-Debüt an Kursknappheit und steriler Inszenierung kränkelte, erfüllt das zweite Horizon die hochgesteckten Erwartungen auf ganzer Linie und begeistert Vollgas-Profis wie Gelegenheitsfahrer gleichermaßen mit unnachahmlichem Fahrgefühl und Ambiente. Grafisch erweist sich die stimmungsvolle Raserei als Vorzeigetitel für die Xbox One, in Sachen Umfang und Online-Funktionalität lässt der Trip durch Südeuropa den PS4-Rivalen Driveclub nur seine Auspuffgase schnuppern. Dass dagegen die Xbox-360-Version als wahrscheinlich letzter Microsoft-eigener Titel für die alte Hardware nicht mehr so gut abschneidet wie der Vorgänger und eher wie eine Pflichtaufgabe denn ein glorreiches Abschiedsgeschenk wirkt, ist ein eher kleiner Kratzer im Lack.

Ulrich Steppberger meint: Nicht alles an Forza Horizon 2 ist zwingend besser als beim Vorgänger – so vermisse ich etwa trotz aller visueller Klasse der französisch-italienischen Kulisse etwas mehr szenarische Abwechslung -, aber das Gesamtpaket setzt ganz klar Maßstäbe, was Fahr- und Spielspaß angeht. All das, was der nummerierten Hauptserie abgeht (und sich schön in Schlagworten wie “Seele” und “Leidenschaft” ausdrücken lässt), gibt es hier fast im Übermaß. Auch technisch bleiben kaum Wünsche offen, was zeigt: Wenn sich ein talentiertes Entwicklerteam intensiv mit der Xbox One beschäftigt, muss das Resultat keinen Vergleich mit Konkurrenten auf der anderen Hardware scheuen. Horizon 2 ist das beste Rennspiel seit… nunja, seit dem ersten Teil. Und der beste Grund, sich eine Xbox One unter den Fernseher zu stellen.

Sascha Göddenhoff meint: Ich liebe es! Wenn ich nur ein Rennspiel haben darf, dann unbedingt Forza Horizon 2: Ich mag die kräftigen Farben, die vielen unterschiedlichen Autos, vor allem aber das Fahrgefühl innerhalb der offenen Welt. Das Setting Süd-Europa mag ich gar etwas lieber als Colorado im ersten Teil, weil ich häufiger über enge Straßen entlang der Küste heizen darf. Allerdings beziehe ich mich hier ausschließlich auf die Xbox-One-Version, denn die Xbox 360 wurde leider mit einer inhaltlich wie optisch abgespeckten Version in die wahrscheinliche Rennspiel-Rente geschickt.

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Die Spiele des Jahres 2014 – Platz 2 – Dark Souls II

44

Beinharte Mischung aus Rollenspiel und anspruchsvollem Kampfsystem, gepaart mit einer faszinierenden Welt voller Geheimnisse und Monster. Das aktuelle Souls-Spiel zog uns magisch in seinen Bann. 2015 auch auf PS4 und XOne.

Colin Gäbel meint: Die Wahl zum Zeitfresser 2014 fällt bei mir eindeutig aus: Kein Titel hat mich dieses Jahr mehr Spielstunden (und Nerven) gekostet als Dark Souls II – der umfangreichen Hauptquest und drei exzellenten DLC-Erweiterungen sei Dank. Ok, die Schauplätze und Bossgegner sind mitunter nicht ganz so denkwürdig wie bei den Souls-Vorgängern. Dennoch geht die unnachahmliche Suchtmixtur aus herausfordernder Action-Kost, tiefschürfender Charakter-Entwicklung und unglaublich spannenden Online-Gefechten auch im jüngsten Teil wieder voll auf. Dass ich nach wie vor häufiger in Drangleic unterwegs bin als in den diversen Spielwelten der neuen Konsolengeneration beweist einmal mehr: Geniales Gameplay funktioniert auch ohne State-Of-The-Art-Technik. Dennoch bin ich enorm gespannt, was die Entwickler optisch beim Update Scholar Of The First Sin für PS4 und Xbox One rausholen werden. Spätestens für Dark Souls III erwarte ich dann aber doch den richtigen Grafiksprung nach vorne. Schaden kann’s dem ausgefeilten Fantasy-Konzept schließlich nicht.

Kenneth Burgess meint: Selten schaffte es ein Spiel, mich allein mit seiner Atmosphäre und dem genialen Level-Design in seinen Bann zu ziehen. Es ist nicht das Kampfsystem oder die große Geschichte, die mich begeisterte, sondern die abgedrehten Gebiete und abgefahrenen Monster, auf die Ihr im Spielverlauf trefft. Wenn die Herren von From Software sich eine westliche mittelalterliche Welt vorstellen, dann kommen die Welten von Dark Souls II zustande. Man nehme dann noch einen grandiosen Soundtrack zu allen Orten Bossen und man erkennt genau DEN Grund, warum mich Orte wie “Majula” oder der “Jägerhain” faszinieren.

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UK-Charts vom 22. bis 28. Dezember 2014

1

Diese Spiele wurden auf der Insel in der vergangenen Woche am meisten gekauft:

  1. Grand Theft Auto V (PS4)
  2. Grand Theft Auto V (XOne)
  3. Call of Duty: Advanced Warfare (PS4)
  4. Call of Duty: Advanced Warfare (XOne)
  5. Driveclub (PS4)
  6. FIFA 15 (PS4)
  7. Assassin’s Creed: Unity (XOne)
  8. Assassin’s Creed: Unity (PS4)
  9. Call of Duty: Advanced Warfare (360)
  10. FIFA 15 (XOne)
  11. The Crew (PS4)
  12. FIFA 15 (360)
  13. The Crew (XOne)
  14. LittleBigPlanet 3 (PS4)
  15. Far Cry 4 (PS4)
  16. Minecraft: Xbox 360 Edition (360)
  17. Call of Duty: Advanced Warfare (PS3)
  18. Far Cry 4 (XOne)
  19. Halo: The Master Chief Collection (XOne)
  20. FIFA 15 (PS3)
  21. Minecraft: Xbox One Edition (XOne)
  22. Minecraft: PlayStation 4 Edition (PS4)
  23. Far Cry 4 (360)
  24. Destiny (PS4)
  25. Just Dance 2015 (Wii)

20 Jahre PlayStation – Goldene Piraten-Ära

23

Mit der PlayStation setzen sich optische Medien als Datenspeicher für Konsolenspiele durch, gleichzeitig werden in der zweiten Hälfte der 1990er CD-Brenner und -Rohlinge bezahlbar. Der Kopierschutz auf den PlayStation-CDs lässt sich zwar nicht so einfach zusammen mit den Spieledaten vervielfältigen, für die Sony-Konsole erscheinen aber schon bald kostengünstige Mod-Chips, durch deren Einbau Importspiele und Raubkopien genutzt werden können. Die Spielepiraterie – bislang vornehmlich auf Computern zu Hause – erreicht endgültig und im großen Rahmen die Videospielwelt, wird auf PlayStation so alltäglich und populär wie seit C64-Zeiten nicht mehr. Und so wie der Commodore 64 nicht zuletzt dank der ”Gratisversorgung” mit Spielen zum erfolgreichsten Heimcomputer bei uns avanciert, trägt die Einfachheit des Raubkopierens zweifellos zur Beliebtheit der Sony-Plattform bei.

Auch die PS2 ist von Piraterie geplagt, Mod-Chips oder Wechseltricks machen die Verwendung von Kopien kinderleicht, mit der zunehmenden Popularität der DVD als Medium werden entsprechende Brenner bezahlbar. Bei der PS3 gelingt es Sony mehrere Jahre lang, das System erfolgreich gegen Piraten abzuschotten: Erst Anfang 2010 schafft es der junge amerikanische Tüftler George Hotz, die PS3 zu hacken; später setzt er Sony öffentlich unter Druck, worauf der Konzern juristisch gegen ihn vorgeht (was letztlich wohl in dem Vergeltungs-Angriff auf das Playstation Network durch eine andere Hackergruppe im Sommer 2011 gipfelt). Dennoch erstreitet sich Sony viel Zeit gegen die Piraten (u.a. durch Firmware-Updates) – für die PS3 sind Raub­kopien ein vergleichsweise geringes Problem.

    Ganz anders sieht es dagegen bei der PSP aus: ”Wir sind überzeugt, dass Piraterie uns ein gewaltiges Stück unserer Software-Verkäufe gekostet hat”, räumt der SCEA-Manager Peter Dille bei einem Interview mit der Webseite Gamasutra ein. Zahlreiche Entwickler kehren dem Sony-Handheld den Rücken, weil sich trotz der ordentlichen installierten Basis kein Geld machen lässt – im Internet sind Anleitungen zur Verwendung von Raubkopien mittels ”Custom Firmware” genauso problemlos zu finden wie die Spiele selbst. Sony versucht zwar, die Löcher durch System-Updates zu stopfen – der Kampf geht jedoch früh verloren. Bei der PS Vita agiert der Konzern geschickter, sodass Piraterie auf dem jüngsten Sony-Mobilgerät bislang noch keine Relevanz hat.

Die Spiele des Jahres 2014 – Platz 3 – Super Smash Bros. for Wii U

37

Zum Jahresende hat Nintendo ein massives Klopper-Paket für die Wii U geschnürt. Eine vor allem im Multiplayer-Modus perfekt spielbare Liebeserklärung an zahllose Klassiker der letzten Jahrzehnte, garniert mit amiibo-Einbindung.

Thomas Nickel meint: Das ist die pure Prügel-Dekadenz. Smash Bros. bietet derartig viel Inhalt, dass andere Anbieter daraus noch zwei Updates und unzählige DLC-Pakete geschnürt hätten. Wenn sich die Nintendo-Prominenz bei makelloser Framerate und saubere 1080p über den (hoffentlich möglichst großen) Bildschirm prügelt, dann verdrückt auch manch ein 900p/30fps-geknechterer “Next-Gen”-Fanatiker heimlich eine Träne im Knopfloch. Wie schon im Test geschrieben: Smash Bros. ist nicht nur eine perfekt spielbare Klopperei, sondern auch die schönste Liebesrklärung an das Videospiel, die man sich nur vorstellen kann.

Kenneth Burgess meint: Smash, Sudden Death und Knöpfchen-Hämmern! Gesund war Super Smash Bros. Für den Controller noch nie – bleibt aber trotzdem einfach der Dauerbrenner auf LAN-Partys. Sei es für private Turniere oder einfach nur für die Klopperei für zwischendurch mit den besten Kumpels und ein paar Bierchen. Auch der neue Ableger sorgt vor allem dank dem Spiel-Exklusiven GameCube-Controller für Nostalgie.

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Die Spiele des Jahres 2014 – Platz 4 – Titanfall

29

Mit Call of Duty-Steuerung + Parkour-Mechaniken + Titanen behauptet sich Respawn Entertainment im Mehrspieler-Bereich.

Sascha Göddenhoff meint: Titanfall ist für mich der beste Mehrspieler-Shooter seit Modern Warfare! Die Mensch-Mech-Mischung sorgt für intensive und abwechslungsreiche Action: Steuere ich einen Titan, liefere ich mir harte Gefechte mit anderen Blechmännern. Als Pilot dagegen nutze ich sowohl die Höhe der Karten als auch viele Ecken und Schlupflöcher, um meine Gegner zu überraschen. Genial ist der Kniff mit den Bots, die an jedem Match teilnehmen – sie füllen nicht nur die Maps auf, sondern bescheren auch weniger guten Spielern einige Abschüsse. Titanfall spielt sich in jeder Situation blitzsauber, sieht auf beiden Konsolen gut aus und motiviert mit Herausforderungen sowie freischaltbarem Kram. 

Tobias Kujawa meint: Titanfall ist das einzige Spiel, um das ich die Xbox-One-Spieler beneide. Ich finde Respawn Entertainments Erstlingswerk fantastisch und würde es liebend gerne gegen CoD und Battlefield zusammen eintauschen. Die Steuerung ist super, das Parkour-System geht leicht von der Hand und die Titanen sorgen für taktische und spielerische Abwechslung. So verpasst man einem eingerosteten Genre frischen Wind! Falls es einen Teil 2 gibt, soll der bitte auch auf die PS4 kommen!

Ulrich Steppberger meint: Als bestenfalls mäßig kompetenter Ego-Shooter-Spieler gibt mir Titanfall genau das, was mich doch hin und wieder online locken kann – Erfolgserlebnisse! Okay, die sind eher von der kleinen Art und Könner lachen drüber, aber das auf dem Maps rumwuselnde KI-Kanonenfutter treffe auch ich öfter als dass sie mich alle machen. Eine feine Sache. Was mir aber auch noch klar geworden ist: Wenn man ein reines Multiplayer-Spiel dieser Bauart machen will, kann man sich einen kruden Quasi-Storymodus wie hier ruhig auch ganz sparen.

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20 Jahre PlayStation – Historie Teil 3: PlayStation Portable

8

”Das ist der Walkman des 21. Jahrhunderts”, sagt PlayStation-Vater Ken Kutaragi auf Sonys Pressekonferenz am Vorabend der E3 2003. Er meint damit die PlayStation Portable, von der zu diesem Zeitpunkt allerdings nur eine Handvoll Daten und das Spielemedium – die 1,8 GB fassende Universal Media Disc – präsentiert werden. Die Ankündigung ist vornehmlich eine Drohgebärde gegenüber Nintendo: Sony hat erst das einstige Heimkonsolen-Bollwerk sturmreif geschossen, und will nun auch noch den lukrativen und für das Geschäft des Konkurrenten so elementaren Handheld-Markt annektieren.

In diesen Tagen bleibt Nintendo noch eine Antwort auf Sonys Kriegserklärung schuldig – erst ein Jahr später zeigen beide Unternehmen ihre konkurrierende Handheld-Hardware Nintendo DS und PSP. Sony überträgt erfolgreich die Modernität und Coolness der Marke PlayStation auf den Mobilbereich und begeistert vor allem mit Rechenleistung und Display – die PSP-Optik ist auf PS2-Niveau, von beeindruckender Schärfe und Farbbrillanz. Der weniger kraftvolle DS hinterlässt mit mittelprächtiger Grafik und klobigem Äußeren bei der ersten Präsentation dagegen einen durchwachsenen Eindruck – und das Doppel-Display-Touch-Konzept wird zwar als innovativ gelobt, insgesamt aber eher skeptisch als erwartungsvoll beäugt.

Ende 2004 starten die beiden Handhelds, erscheinen nach und nach in den wichtigsten Märkten und verkaufen sich beide prächtig – obwohl der DS im Westen etliche Monate Vorsprung hat, übertrumpft ihn die PSP zunächst: Am 31. Dezember 2005 sind 15,03 Millionen mobile PlayStations ausgeliefert, der DS kommt auf 14,43 Millionen Einheiten (Nintendo verkauft jedoch im gleichen Zeitraum zusätzlich ein Vielfaches an Game-Boy-Advance-Geräten). Dem DS stehen die goldenen Jahre noch bevor: Nintendo passt nicht nur altbewährte Marken auf das Handheld an, sondern nutzt mit Nintendogs oder Dr. Kawashima auf clevere Weise die ­Features des Geräts und erschließt dadurch neue Zielgruppen.

Die PSP verkauft sich in den Folgejahren zwar auf ordentlichem Millionen-Niveau und wird breit (auf UMD erscheinen weltweit 4.125 Titel) mit Software versorgt. Im Vergleich zu den Heimkonsolen-Geschwistern ist ihr Einfluss auf Entwicklerszene, Entertainment-Branche und Gesellschaft aber zu vernachlässigen. Denn fast alles von dem, was über das Display flimmert, kennt man von der PS2 – Monster Hunter, Gran Turismo, God of War und Grand Theft Auto sind die bestverkauften Marken auf PSP. Das Gerät ist ein schmuckes Stück Unterhaltungselektronik, ein Gadget, eine PlayStation zum Mitnehmen eben. Aber keine Hardware, die den mobilen Alltag verändert und beherrscht, wie das der Walkman in den 1980ern konnte.

Die Spiele des Jahres 2014 – Platz 5 – Mario Kart 8

75

Nintendos Funracer fährt nahe an der Perfektion: Die Steuerung ist überragend, die Grafik so flüssig wie knackscharf und das Spaßpotenzial zu viert grenzenlos.

Matthias Schmid meint: Dieser Funracer ist verdammt nah an der Perfektion. Der Umfang ist mal wieder klasse, die Grafik für Wii-U-Verhältnisse großartig. Die Steuerung, die ist perfekt. Mir persönlich gefallen die neuen Strecken fast alle richtig gut – aber irgendwie hatte ich mir mit den neuen Anti-Schwerkraft-Passagen aber ein noch flippigeres Streckenlayout erhofft. Über die Item-Balance kann ich eigentlich auch nix schlechtes sagen, ich bin nämlich kein Blauer-Panzer-Hasser. Die Sahne auf dem köstlichen Spielspaßkuchen sind die vielen verfügbaren Fahrer, die teils echt knuffigen Kart-Teile und natürlich aktuell die starken DLC-Pakete zum fairen Preis.

Oliver Schultes meint: Die HD-Premiere von Nintendos Fun-Racer-Serie ist perfekt gelungen. Grafik, Spielgefühl, Balance von Charakteren und Items, Kursauswahl und -gestaltung – schlichtweg ein Genuss! Ein Extralob hat sich Big N für den DLC verdient: Für schmale 8 Euro gibt es satte acht neue Strecken und drei frische Piloten – so sieht ein gelungener und fair bepreister Download-Inhalt aus!

Thomas Nickel meint: Was bei all den AAA-Spielen mit ihren Bugs und Online-Problemen an Feinarbeit fehlte, das ist offenbar in Mario Kart 8 geflossen. Hier lieferte Nintendo ein perfekt präsentiertes und noch perfekter spielbares Rennspiel ab, das heute noch so motiviert wie zum Release im Mai. Regelmäßig fahre ich famose Vierspielerrennen mit Freunden, freue mich über die famose Grafik, die makellose Spielbarkeit und die massive Schadenfreude, wenn eine Aktion gelingt. Offline, gemeinsam auf der Couch, versteht sich. Und zum Ende des Jahres zeigt Nintendo auch noch der buckligen Konkurrenz, wie man DLC richtig macht – für wenig Geld gibt es acht tolle neue Strecken, neue Fahrer und neue Fahrzeuge, und nichts davon fühlt sich so an, als wäre es zwecks späterer Abzocke aus dem eigentlichen Spiel geflogen.

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Neue Spiele der Woche: 29. Dezember 2014 bis 4. Januar 2015

7

Jede Woche buhlen neue Videospiele um die Gunst der Käufer – in dieser Übersicht wollen wir Euch kompakt und komfortabel nach Systemen sortiert zeigen, was gerade neu in die Läden kommt und spätestens Freitags überall zu haben sein sollte.

Dabei gilt: Irrtümer und kurzfristige Verschiebungen lassen sich nicht ausschließen, wir bemühen uns aber, das Sortiment möglichst korrekt aufzulisten. Außerdem beschränken wir uns in der Regel (Ausnahmen kann’s also geben) auf die regulären Fassungen von neuen Spielen, die als physikalische Datenträger und offiziell hierzulande erhältlich sind.

Diese Woche erscheint…

…für Wii U:

  • Captain Toad: Treasure Tracker (Nintendo)

Die Spiele des Jahres 2014 – Platz 6 – Assassin’s Creed: Unity

75

Wer hinter die unsaubere Technik blickt, erlebt ein famoses Open-World-Abenteuer – Unity entzückt mit spannendem Schleichen und toller Spielwelt.

Matthias Schmid meint: Neben dem Android-Knobler Monument Valley ist Assassin’s Creed: Unity mein Spiel des Jahres. Natürlich weiß ich um die vielen technischen Unzulänglichkeiten und die zahlreichen (teils lustigen) Bugs (von denen mir persönlich aber kaum einer begegnet ist). Und ich weiß auch, dass viele Spieler weit weniger begeistert sind als ich – allerdings bin ich mir nicht immer sicher, ob das nicht die Freude am Ubi-Bashen und das Heulen mit der Menge ist. Denn inhaltlich ist Unity meiner Meinung nach sehr gelungen. Mit einer lebendigen stimmigen Spielwelt, die an den richtigen Stellen entschlackt wurde (Shops, Assassinen ausbilden) und die eine Vielzahl spannender Aufträge bereithält. Für Klettermaxe, für Sammler, für Detektive, für Kämpfer. Und natürlich für Schleicher – mit seinen großen Palästen, vielen Zugängen, aufmerksamen Wachen und optionalen Zielen ist Unity ein Fest für Pariser Assassinen. Auch die Zusatz-Levels in den anderen Epochen fand ich gelungen. Natürlich ist auch mir aufgefallen, dass Unity eine eher kleine Geschichte bietet – mit wenig Mehrwert zur Abstergo-Echtwelt-Mythologie. Aber mal ehrlich: Mindestens so viele Spieler, wie jetzt über den geringen Echtwelt-Anteil meckern, haben doch in den vorigen Teilen genau diesen Teil nur gespielt, wenn sie mussten. Zum Schluss ein Wort über Ingame-Käufe mit echtem Geld, über die Uplay-Kisten und die Companion-App-Kisten: Scheiß drauf! Ja sie sind manchmal nervig und ja, es war doof von Ubisoft, sie einzubauen, aber davon lass ich mir doch mein Spielerlebnis nicht kaputtmachen…

Philipp Frey meint: Es sollte der glanzvolle Einstieg Ubisofts auf den Next-Gen Konsolen werden. Und trotz seiner Probleme war es das für mich auch. Viele der grafischen Fehltritte kamen bei mir im Spiel nie vor, daher konnte mich größtenteils frustfrei am virtuellen Paris erfreuen – und wie erfreut ich war! Die riesige Spielwelt bietet eine Unmenge an Nebenaktivitäten und Erkundungsmöglichkeiten. Durch die zahlreichen Menschenmassen hatte ich das Gefühl mich durch eine lebendige Stadt zu bewegen und tatsächlich Teil der französischen Revolution zu sein.

Thomas Nickel meint: Ich hätte mir ja gewünscht, dass Ubisoft nach dieser doch sehr kontrovers angenommenen Episode Assassin’s Creed mal ein Jahr Pause gönnt. Aber nix gibt’s, die Kuh wird gemolken, bis sie zusammenbricht und im nächsten Jahr geht’s wieder los. Ob’s dann vielleicht für etwas mehr Politur reicht..?

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