Grand Theft Auto
(DMA Design – ab 1998 – 150 Millionen verkaufte Spiele)
Bereits vor über 15 Jahren dürfen PlayStation-Spieler in den Straßen von Liberty City, Vice City und San Andreas Unheil anrichten: Die Schotten DMA Design erfinden nicht nur die legendären Lemmings, sondern auch die Gangstersimulation Grand Theft Auto, in der Ende der 1990er auf PC und PlayStation (geplante Versionen für Saturn und N64 werden nicht fertiggestellt) aus der Vogelperspektive Autos geklaut, Banken überfallen und Auftragsmorde ausgeführt werden. GTA, seine Fortsetzung und Add-ons sind keine Superhits, aber sie legen das spielerische Fundament für Grand Theft Auto III – ein Spiel, das 2001 nicht nur das Open World-Genre etabliert und die PS2-Verkäufe (PC- und Xbox-Umsetzungen folgen erheblich später) massiv ankurbelt, sondern sich auch zu einer der kulturell und gesellschaftlich einflussreichsten Spielemarken entwickelt.
Metal Gear Solid
(Konami – ab 1998 – 25 Millionen verkaufte Spiele)
Hideo Kojima verzichtet bei Metal Gear Solid zwar auf den Einsatz mäßig interaktiver FMV-Sequenzen. Filmischer Erzählweise entsagen er und seine Mitarbeiter aber nicht – im Gegenteil: In epischer Breite und perfekt in Polygongrafik inszeniert schicken sie den einsamen Helden Solid Snake in den Kampf gegen einen überlegenen Feind, lassen ihn schleichen, kriechen und meucheln und dabei eine ebenso denkwürdige wie verzwickte Story erleben. Mit Metal Gear Solid beschert Hideo Kojima der Welt auf einer beinahe vier Jahre alten Hardware ein frisches, innovatives Abenteuer, das vor Überraschungen strotzt und ein neues Action-Adventure-Subgenre – die Stealth-Spiele – etabliert. Solid Snakes 3D-Einsatz ist ein Bestseller, von dem vor allem Sony profitiert: Metal Gear Solid bereitet das Fundament für die Fortsetzung Sons of Liberty, die im Vorfeld der PS2-Veröffentlichung das Begehren auf Sonys zweite Konsole schürt.








