20 Jahre PlayStation – Historie Teil 5: PlayStation Vita

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Die Naughty-Dog-Marke Uncharted soll auch die Nachfolgerin der PSP auf Spur bringen: Nach Monaten tröpfelnder Informationen enthüllt Sony auf der E3 2011 den Namen der neuen Konsole, nennt Features, zeigt kommende Software (darunter den Uncharted-Spin-off Golden Abyss) und lässt die Öffentlichkeit zum ersten Mal Hand an das Gerät legen. Die PS Vita kann ihre Abstammung nicht verleugnen: Sie ist schwarz und schick, hat abgerundete Ecken und das klassische Button-Aufgebot. Das Display ist ein wenig gewachsen, ein zweiter Analogstick sorgt für eine Spielsteuerung, wie man sie von der großen Konsole gewohnt ist (was wiederum eine Voraussetzung für die Remote-Play-Funktion ist, dank der die Spiele der zukünftigen PlayStation mittels Streaming auf der Handheld-Konsole genutzt werden können).

Die Sony-Ingenieure – der PlayStation-Vater Ken Kutaragi gehört zum ersten Mal nicht mehr dazu – sind sich allerdings der mächtigen Konkurrenz durch Smartphones und Tablets bewusst und verpassen der PS Vita daher entsprechende Funktionalitäten: Zwei Kameras, Bewegungssteuerung, Multitouchscreen und zusätzliches Touchpad auf der Rückseite lassen keine Bedienwünsche offen, neben einer Wi-Fi-Konsole gibt es auch eine 3G-Variante, mit der Spieler zusätzlich übers Handynetz online gehen können.

Mit der gleichermaßen laufwerk- wie erfolglosen PSPgo hatte Sony zwei Jahre zuvor den Download-Vertrieb von Spielen ausgetes­tet, nun fährt man zweigleisig: Abgesehen von Indie-Games bzw. kleineren Titeln können Spiele für die PS Vita wie gewohnt im Laden gekauft werden – in Form zierlicher Flash-Cards. Oder der Nutzer lädt sie aus dem PlayStation Store und speichert die GB-schweren Spieledaten auf einer Memory Card. Die ist jedoch – wie schon der Memory Stick der PSP – ein proprietäres Sony-Format, das sich der Konzern vergleichsweise teuer bezahlen lässt.

Die PS Vita erscheint Ende 2011 in Japan und im darauffolgenden Februar im Westen, wird für ihre Technik gelobt, verkauft sich aber vergleichsweise schwach: In Japan werden 2013 über 4,9 Millionen 3DS, aber nur knapp 1,2 Millionen PS Vita verkauft, selbst die PSP kommt im vergangenen Jahr noch auf einen Absatz von rund 430.000 Einheiten. Im Feb­ruar 2014 bestätigt Sonys britischer Marketingchef Fergal Gara in einem Interview mit dem Konsolen-Magazin Play, dass ”die Vita wohl nicht das Verkaufsniveau der PSP” (das heute bei rund 80 Millionen liegen dürfte) erreichen wird. Ein Hauptgrund für den verhaltenen Erfolg der PS Vita ist wohl die massive Konkurrenz durch Android- und iOS-Geräte. Und trotz der Veröffentlichung hinreißender Exklusiv-Titel wie Soul Sacrifice oder Tearaway sehen auch passionierte Spieler bislang keine zwingende Notwendigkeit, sich das Gerät zu holen.

Die Download-Only-Spiele des Jahres 2014

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Platz 10: D4: Dark Dreams Don’t Die

XOne • Das krude, sehr japanische Adventure des Kultentwicklers Swery enttäuscht nicht: Absurde Charaktere, ungewöhnliche Locations und witzige Rätsel locken.

Nintendo eShop – neu am 2. Januar 2015

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Wii U:

  • Captain Toad: Treasure Tracker – 39,99 Euro

20 Jahre PlayStation – PlayStation Network: Sonys lange Online-Leitung

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Schon seit dem Atari VCS erkundet die Spielindustrie das Thema Online, doch erst mit Segas Dreamcast wird die Anbindung von Konsolen ans Internet zunehmend alltäglich. Während Microsoft aber bereits Ende 2002 mit Xbox Live einen kompetenten, einheitlichen Online-Service startet, setzt Sony bei der PS2 noch auf eine dezentrale, spielespezifische Lösung. Erst mit der PS3 startet auch ein hauseigener Online-Dienst – das Playstation Network, das Spieler miteinander vernetzt, zunehmend digitale Inhalte (Spiele, Filme, Musik) zum Kauf anbietet, 2008 um ein an die beliebten Xbox-Achievements angelehntes Trophäen-System erweitert wird und im Gegensatz zu Xbox Live komplett kostenfrei ist. 2010 führt Sony zudem einen attraktiven Premium-Service ein – PlayStation Plus beschert seinen Abonnenten Cloud-Speicher und regelmäßige Gratisspiele und ist bei der PS4 schließlich die kostenpflichtige Voraussetzung fürs Multiplayer-Online-Spielen.

In die Schlagzeilen kommt PSN im April 2011: Wohl aus Vergeltung für Sonys juristischen Kampf gegen einen PS3-Hacker wird das PlayStation Network angegriffen, die Daten – Namen, Adressen, Passwörter, Kreditkarten-Informationen – von rund 77 Millionen Nutzern von PSN und Qriocity (Sonys damaligem Musikdienst) werden gestohlen. Sony gerät massiv in die Kritik: Das Unternehmen braucht mehrere Tage, um den Diebstahl der teilweise unverschlüsselten Daten zu bemerken, die Informationspolitik zum Hack und dem anschließenden Abschalten von PSN ist dürftig, der Ausfall des Netzwerks beträgt satte 24 Tage. Der Angriff und Ausfall kostet Sony nach eigenen Schätzungen 171 Millionen US-Dollar, wobei auch die spätere Entschädigung der User durch PS3- und PSP-Gratisspiele einberechnet ist.

20 Jahre PlayStation – Historie Teil 4: PlayStation 3

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Das Gros der Spielemacher ist sowieso nicht besonders gut auf Sony zu sprechen: Wie schon in den Anfangstagen der PS2 mühen sie sich an der komplexen Technik der neuen PlayStation ab, kommen dagegen mit der PC-näheren Architektur der Xbox 360 besser zurecht. Aber nicht nur Microsoft sägt an Sonys Thron und verweist die PS3 in den USA und Großbritannien auf die Plätze. Auch ­Nintendo nimmt es zum ersten Mal erfolgreich mit einer PlayStation auf: Die Videospielveteranen dominieren diese Konsolengene­ration und das auch in der japanischen Heimat, wo im Frühjahr 2011 fast doppelt so viele Wii wie PS3 in den Haushalten stehen.

Der späte und holprige Start der PS3 lässt Sony exklusive Partner verlieren, die meisten Dritthersteller betreiben nun eine rigorose Multiplattformpolitik. Final Fantasy macht den Sprung auf die Microsoft-Konsole, Grand Theft Auto erscheint gleichzeitig für PS3 und Xbox 360, Capcom entwickelt den vierten Teil der erfolgreichen PS2-Reihe Devil May Cry auf PC-Basis und setzt es dann auf die Sony-Hardware um.

Exklusive Inhalte kommen entweder aus Japan (wie Segas Yakuza, die Atelier-Titel von Gust, Ni no Kuni und die meisten Tales-Rollenspiele von Namco-Bandai), oder sie verlangen Sony gewaltige Investitionen ab: Die Ratchet & Clank– und Resistance-Erfinder Insomniac arbeiten etliche Jahre exklusiv für die PS3, der Spiel-Filmmacher David Cage kann bei Heavy Rain und Beyond: Two Souls dank großzügiger Subventionierung seine Visionen verwirklichen, das holländische Studio Guerrilla Games wird 2005 übernommen und liefert mit Killzone dringend benötigten PS3-Eye-Candy. Und das japanische Team Ico darf eine ganze Konsolengeneration lang das Action-Adventure The Last Guardian schuldig bleiben.

Der wichtigste PlayStation-exklusive Entwickler heißt erneut Naughty Dog: Die Kalifornier versorgen die PS3 mit der exklusiven, 17 Millionen Mal verkauften Abenteuer-Trilogie Uncharted und setzen 2013 mit dem brillant erzählten Endzeittitel The Last of Us einen grandiosen Schlusspunkt.

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PlayStation Plus – die neuen Spiele zum Januar 2015

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Ab 7. Januar neu bei PlayStation Plus:

  • inFamous: First Light (PS4)
  • The Swapper (PS3/PS4/PSV)
  • Prototype 2 (PS3)
  • DuckTales Remastered (PS3)
  • Woah Dave! (PSV)
  • Gravity Crash Ultra (PSV)

Letzteres gibt’s übrigens nur in Deutschland, der Rest der Welt erhält für die Vita die Duke Nukem 3D Megatron Edition.

Nintendo eShop – neu am 1. Januar 2015

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Wii U:

  • Fire Emblem: The Sacred Stones (GBA) – 6,99 Euro
  • F-Zero: GP Legend (GBA) – 6,99 Euro

3DS:

  • Meine Tierarztpraxis 3D: Einsatz auf dem Land – 39,99 Euro

G. grübelt #11 – Spiele-“Hits” 2015

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Platz 5 – Cooking Papa: Breaking Bad Edition

Ihr dachtet, die Cooking Mama-Serie wäre nur eine langweilige Kochsimulation für die oft verpönte Casual-Zielgruppe? Irrtum, denn Entwickler Office Create belehrt Euch eines Besseren und entwickelt im Auftrag von Nintendo den schon oft von der Netzgemeinde geforderten Ableger Cooking Papa: Breaking Bad Edition – mit Serienprotagonist Walter White in der Hauptrolle! Musstet Ihr in früheren Spielen noch mit der braven Anime-Mama Gurken hobeln und Karotten schneiden, beginnt Eure Drogenkarriere in Cooking Papa damit, die Küche in ein Meth-Labor umzufunktionieren und die notwendigen Zutaten zu beschaffen. Habt Ihr alles beisammen, ähnelt das Spielprinzip dem vergangener Episoden: Extrahiert in kleinen Minispielen mit dem Stylus zunächst die relevanten Bestandteile aus Erkältungsmedikamenten und mischt anschließend Abflussreiniger oder Frostschutzmittel bei, um die Wirkung zu verstärken – nehmt dabei aber nicht zu viel, da ansonsten die Qualität des Meth sinkt. Bei all diesen Arbeitsschritten ist jedoch besondere Vorsicht geboten, denn anders als Cooking Mama läuft Ihr männlicher Konterpart Gefahr, sich durch die gefährlichen Chemikalien schwere Verbrennungen zuzuziehen oder sogar mit seinem Leben zu bezahlen. Seid Ihr dennoch erfolgreich, könnt Ihr die Ware dem Drogenkurier übergeben und Euch an höheren Schwierigkeitsstufen versuchen, in denen White selbst unter dem Einfluss der Substanz steht.

Da das Spiel exklusiv auf dem 3DS erscheint, werden auf Intervention von Nintendo hin zahlreiche Gesundheitshinweise vor dem Start angezeigt, welche die Spieler auf die Gefahren von Crystal-Meth-Konsum hinweisen. Dank der putzigen Anime-Optik erhält das Spiel dennoch eine USK-Freigabe von null Jahren.

Spiele-Indizierungen im Dezember 2014

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Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat im Dezember nachfolgende Titel indiziert:

  • nix

Und gestrichen wurde diesmal auch nix…

20 Jahre PlayStation – Im Gespräch mit einem PlayStation-Profisammler

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M! Games: Was macht die PlayStation so besonders im Vergleich zu ihren Vorgängern, Konkurrenten und Nachfolgern?

Reinhard Traunmüller: Softwareseitig beeindruckte mich als Gesamtpaket Gran Turismo und die darauffolgende stetige Steigerung in puncto Grafik durch Ausreizung der Hardware. Hardwareseitig wohl das Etablieren der CD als Trägermedium, das ja ­vorher nur eine Randerscheinung war.

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M! Games: Wie viele rein deutsche Veröffentlichungen gibt es?

Reinhard Traunmüller: Wir verifizierten zehn exklusiv im deutschsprachigen Raum erschienene Spiele, zum Beispiel Schnappi 3 Fun Games oder die Gute Zeiten, schlechte Zeiten-Spiele.

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M! Games: Welches PlayStation-Spiel hat Dich am meisten Mühen bzw. Geld gekostet, bis Du es endlich ­gefunden hast?

Reinhard Traunmüller: Ich hatte das Glück, von einem Flohmarktverkäufer mit minten Spielen in großen Mengen versorgt worden zu sein, welcher auch zwischen FIFA 99 und Tombi! keinen Preisunterschied machte. Dora the Explorer – Barnyard Buddies dauerte etwas, da ich die Existenz erst ganz am Schluss verifiziert hatte und es auf eBay einfach nicht auftauchen wollte.

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M! Games: Und welches ist das anerkannt seltenste Spiel? Welches das teuerste?

Reinhard Traunmüller: Es gibt Spiele, von denen existieren nur 1.005 Stück – die magische Grenze fürs Sony Presswerk, um die Maschinen anzuwerfen. Aber die sind in Spielerkreisen unbekannt, weil nicht begehrenswert in Bezug auf Spielidee, ­Grafik, Sound. Rollenspiele stehen immer hoch im Kurs, Titel wie Castlevania: Symphony of the Night oder Tombi! erzielen auch heute noch gute Preise. Hebereke’s Popoitto ist eines der wenigen Spiele, welches teuer und zugleich selten ist.

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M! Games: Und welches ist das Spiel, das Du heute noch am liebsten in die Konsole legst?

Reinhard Traunmüller: Ganz ehrlich? Ich muss die PlayStation erst ­einmal entstauben…

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