ArcaniA – The Complete Tale – im Test (PS3)

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Drei Jahre nach der dürftigen Xbox-360-Umsetzung kommt Gothic 4 samt dem Add-on Fall of Setarrif auf die PS3: Im Vergleich zum prächtigen PC-Vorbild wurde das Charaktersystem simplifiziert und die Oberwelt in Areale unterteilt. Durch Quests werden sie der Reihe nach zugänglich: Ihr klappert alle Sehenswürdigkeiten ab, mischt die Monster auf und liefert die Quest-Items bei den lokalen Bewohnern ab. Die fehlerbehaftete Präsentation vermiest Euch dabei den Rollenspielspaß: Euch erwarten massenhaft Pop-Ups in nächster Umgebung, Polygonlücken, Reflexionsfehler (leuchtende Zungen) und je nach Standpunkt springende Schatten – ein regelrechter Zoo an Bugs! Bei den Echtzeitkämpfen rutscht Ihr zudem oft am Gegner vorbei, sodass sich ein planloses Gefuchtel entwickelt. Rettet Euch mit dem Arealtrick: Wer gewisse Grenzen überschreitet, schickt die angeschlagenen Monster auf ihre Ausgangspositionen zurück.

Oliver Ehrle meint: Das Erforschen und Plündern der ArcaniA-Regionen wäre spannend, wenn da nicht die vielen Kleinigkeiten nervten: Das Charaktersystem ist zu oberflächlich, die Quests Stangenware und die Gegner lassen sich mit dreckigen KI-Kniffen manipulieren – wer will da angesichts der Schwammsteuerung und der Kamera-Probleme noch ehrlich kämpfen? Die emotionslos heruntergelaberte Handlung klicke ich nach der ersten Stunde weiter, die Fakten findet man auch im Logbuch.

  • vereinfachtes ”Gothic 4” inkl. Add-on
  • plündert übersichtliche Regionen
  • massenhaft Grafikfehler aller Art
  • die KI lässt sich einfach austricksen
  • nur Stereo-Sound

Vereinfachte ”Gothic 4”-Version mit groben Mängeln bei Technik, KI, Steuerung und Aufmachung – Add-on und Sparpreis können nicht entschädigen.

Singleplayer54
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Legends of War – im Test (PS3)

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General George S. Patton und die dritte US-Armee rücken in 4 Kampagnen mit 21 Missionen gegen Berlin vor: In 4 Einsatztypen gilt es, Gebiete zu erobern, feindliche Stellungen zu infiltrieren, die Stellung zu verteidigen und Sabotageakte durchzuführen. Dazu entwickelt Ihr wie im Rollenspiel Eure Feldherrentalente und schult 21 Truppentypen, die sich im späteren Verlauf auch upgraden lassen – zuletzt dürft Ihr neben verschiedensten Infanterieeinheiten und Alliierten auch Panzer, Artillerie und Flugzeuge kommandieren. Das Strategiesystem ist jedoch recht simpel konzipiert: Ihr rückt mit den Einheiten abwechselnd vor, nutzt je zwei Waffen und legt Schusswinkel fest – läuft ein Feind dort durch, ballern Eure Soldaten eigenständig. Ansonsten beherrschen diese kaum Tricks, z.B. können sie nicht über Mauern klettern und oder sich an Hausecken schmiegen. Auch macht Euch die störrische Kamera zu schaffen, die mangels Zoom das Geschehen oft ungünstig ins Bild rückt: Feindliche Manöver werden häufig von der 3D-Umgebung verdeckt und beim einzigen Echtzeitelement (automatisches Gegenfeuer beim Vorrücken) verhaspelt man sich leicht. Der spielerische Unterschied zwischen den Aufgaben ist zudem minimal, weil die KI nur zwischen den Modi ”Angreifen”, ”Patrouille” und ”Stellung halten” wechselt – bei Infiltration ballert Ihr Euch genauso zum Ziel wie beim Angriff! Die Vita-Version besitzt einen ”Hotseat”-Modus, in dem zwei Spieler abwechselnd an einem Gerät Schlachten austragen.

Oliver Ehrle meint: Die starre Bedienung wäre noch zu ertragen, aber der witzlose Ablauf der Kämpfe langweilt: Immer wenn ich eine gute Idee habe, stellt sich das Spielsystem quer! Besonders enttäuscht bin ich von der Infiltration, weil Schleichen reines Glücksspiel ist – das hätte man leicht spannender arrangieren können! Das Gleiche gilt fürs Charaktersystem: Weil Ihr frühere Aufträge nicht mit weiterentwickeltem Trupp spielen dürft, ist der Wiederspielwert gleich null.

  • spartanische WW2-Rundenstrategie
  • 21 spielbare Truppentypen
  • störrische Kamera ohne Zoom
  • auffallend hässliche Explosionseffekte
  • auf Vita mit Hotseat-Modus

Pattons letzte Option: Allein ­wegen des taktischen Feuerschutzes sind die ansonsten pumpen WW2-Kämpfe gerade noch spielbar.

Singleplayer42
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PlayStation 4

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Ja, es gibt MMORPGs für Konsolen wie die PlayStation 3 – dennoch: Die Domäne dieser Spielegattung ist nach wie vor der PC.

Erkennbar ist das selbst bei Sony Online Entertainment. Denn obwohl zu Sony gehörig, veröffentlichte der Publisher doch vorwiegend Online-Spiele für den PC (wie Everquest oder Planetside) und weniger für die PlayStation 3, für die man beispielsweise lediglich DC Universe Online herausbrachte.

Doch mit der PlayStation 4 soll das anders werden: “Ich würde bei all den erstaunlichen Fähigkeiten, welche die nächste PlayStation aufweist, erwarten, dass es eine großartige Plattform für MMOs sein wird“, behauptete Larry Liberty von Sony Online Entertainment gegenüber NowGamer. In den zwei Jahren, seit “DCUO” erschienen ist, habe man eine Menge gelernt – zum Beispiel, wie man speziell Konsolenspieler inhaltlich anspricht – diesen bilden die größte Spielergruppe bei dem Spiel; ebenso aber auch, wie man mit der -gegenüber dem PC- weniger flexiblen Hardware umgehen muss. Und auch der PlayStation-Hersteller hat sich dem Genre geöffnet – man wolle die Plattform dafür optimieren, auch für Free-to-Play-Titel.

Natürlich sind das erstmal die üblichen PR-Versprechen. Doch wie seht Ihr die Zukunft von MMO-Rollenspielen auf der PlayStation 4?

Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit – im Test (3DS)

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In allen Pokémon Mystery Dungeon-Episoden verwandelt sich der Spieler in ein Pokémon: Ihr erkundet die überschaubare Umgebung von Raststadt und sucht einen Weg, in die Menschenwelt zurückzugelangen. Zunächst gilt es jedoch, sich im Pokéland gemütlich einzurichten – Ihr kauft ein Stück Land und errichtet ein Anwesen, das sich Stück für Stück erweitern lässt. Dazu braucht Ihr natürlich Münzen und Materialien, welche Ihr in den mystischen Kerkern findet. Diese werden per Zufall generiert und führen in allerlei einzigartige Grotten: Hier warten Obermotze, Fundstücke und Freunde auf Euer Heldenduo. Neu sind dabei die Magnaportale, welche Euch in Sonderkerker verfrachten und so neue Vielfalt ins Abenteuer bringen. Dazu scannt man ein rundes Objekt der Realwelt (z.B. Ball oder DVD-Scheibe) mit der 3DS-Kamera, je nach Fotoinhalt variieren Heldengestalt und Umgebung. Die Kämpfe besitzen eine einzigartige Logik: Alle Figuren laufen rundenweise über ein Raster mit quadratischen Feldern (kann man einblenden), der Held wird jedoch direkt mit dem Schiebepad gesteuert. Gegner auf den benachbarten acht Feldern lassen sich angreifen – manche stürmen Euch entgegen, andere halten ein Schläfchen. Attackiert wird mit Prankenhieb und (je nach Figur) vier Spezialangriffen, außerdem folgt Euch stets ein Freund durchs Gewölbe und kloppt eigenständig drauf. Sammelt die vielen Schätze, verpasst den Obermotzen eine Abreibung und errichtet mit den Fundstücken Euer eigenes Poképaradies!

Oliver Ehrle meint: Forschen, sammeln und kämpfen macht auch ohne Trainer Laune: Für kleine Abenteurer sind die Kämpfe ausreichend taktisch und die Schwierigkeit ist angenehm im unteren Bereich angesiedelt – erfahrene Zocker fühlen sich etwas unterfordert. Wirklich neu sind nur 3D-Actionszenen und die Funktion, Dungeons aus Fotos zu generieren: Chunsoft hält sich an Bewährtes, da darf man keine Überraschungen erwarten – Neulinge dürfen durchaus zugreifen.

  • erkundet zufallsgenerierte Kerker
  • Spezialdungeons aus der 3DS-Kamera
  • entwickelbares Anwesen
  • variables Heldenduo
  • kooperative Expeditionen für 4 Freunde

Fröhliches Kerkerabenteuer für die kleinen Rollenspieler: Erstmals dürfen Pokéfans auch gemeinsam auf Schatzsuche gehen.

Singleplayer72
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PlayStation 4 & Xbox One

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Michael Pachter schlägt wieder zu: In einer Vor-E3-Investorennotiz wagt sich der begnadete Analyst an eine Schätzung des Startpreises für PS4 und Xbox One in den USA, wie GamesIndustry berichtet.

Er glaubt, dass Sony für seine Konsole 349 US-Dollar verlangen (bei 275 US-Dollar Materialkosten) und Microsoft mit 399 US-Dollar (325 US-Kosten Materialkosten) dabei sein wird.

Zum Ausgleich mutmaßt er, dass die Xbox One eher durch Abo-Angebote subventioniert werden könnte, da Kabel-Anbieter und ISPs dank der TV-Funktion bzw. der Notwendigkeit einer regelmäßigen Internet-Verbindung Interesse daran haben dürften, Benutzer mit mehrjährigen Verträgen und einer günstigerne Konsole als Prämie zu ködern.

Außerdem hält Pachter es für möglich, dass Microsoft die Xbox One durch vorab bezahlte Xbox-Live-Gold-Abos oder Skype-Premium-Konten mitfinanzieren könnte. Auch bei Sony sieht er diese Option mittels PlayStation-Plus-Abo, allerdinge gäbe es dafür keine Präzendenzfälle.

Bleibt mal abzuwarten, ob er diesmal richtig geraten hat.

Next-Gen-Konsolen

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Sollen sich Konsolen zu Multimedia-Maschinen entwickeln? Microsoft glaubt’s und bewirbt die Xbox One als eine solche, die mehr kann als nur Spielen – sie soll quasi die komplette Home-Entertainment-Versorgung abdecken.

Warren Spector (Deus Ex, Mickey Epic) steht dem höchst kritisch gegenüber: “Ich denke, Next-Gen-Konsolen als Entertainment- statt als Spielgerät [zu etablieren] ist eine gefährliche Idee”, erklärte er gegenüber Gamespot. “Ich meine, ich habe schon mehr Möglichkeiten, als ich nutzen kann, um […] auf das Internet mit all seinen Annehmlichkeiten zuzugreifen. Und wenn ich Multitasking beim Fernsehen möchte, kann ich mich jetzt schon entscheiden, mit welchen Geräten ich das will.”

Nintendo hingegen, “ein Unternehmen, dass sich Spielen gewidmet hat”, sollte man nicht unterschätzen.

Auch die zunehmende Digitalisierung der Medien ist ihm nicht geheuer: “Ich bin ein großer Fan von E-Books, aber je mehr ich kaufe und herunterlade, desto mehr mache ich mir Sorgen, dass mir jemand alle wegnimmt“, sagte er. “Ich mache mir große Sorgen über Dinge, die ich nicht besitzte, für die ich aber bezahlt habe.”  Doch dieser Zug ist eigentlich längst abgefahren:“Wir leben in einer Welt der virtuellen Güter, wo keiner von uns mehr die 0 und die 1 besitzt”, konstatierte er.

Das Interview in voller Länge gibt es bei Gamespot.


The Last of Us

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Neugierige Naturen des Gamespot-Forums wollen in der kürzlich erschienenen Demoversion von The Last of Us Details zum Mehrspieler-Modus entdeckt haben, der gerüchteweise Folgendes beinhaltet:

  • Die Spieler können Clans bilden mit dem Ziel, mindestens 12 Wochen zu überleben, während man versucht, Infizierten aus dem Weg zu gehen, Plünderer abzuwehren und neue Mitglieder zu gewinnen
  • Man kann die Fähigkeiten seines Clans durch Training verbessern, Infizierte und Plünderer können dann besser abgewehrt werden. Als Belohnung gibt es dann mehr Clanmitglieder, eventuell in Form von NPCs
  • Einige Angriffe scheinen zufällig stattzufinden, sind also nicht gescripted. Die Spieler haben mehrere Missionen pro Spiel
  • Offenbar kann man auch – wie im Single-Player – Waffen und Gegenstände herstellen. Medikamente kann man von Leichen plündern
  • Der Multiplayer scheint über Free-Roaming-Maps zu verfügen, mit der Möglichkeit, Camps einzurichten. Einige Bereiche sind unpassierbar, können aber mit Masken betreten werden. Spieler und Clan-Mitglieder können infiziert werden
  • Charaktere lassen sich anpassen, beispielsweise über nur einmal nutzbare Booster

Die komplette Feature-Liste gibt es auf Pastebin.

Doch nichts von alledem ist bestätigt – insofern bleibt es erstmal ein Gerücht. Trotzdem lässt sich die Frage stellen, ob dieses Spiel wirklich einen Multipayer braucht. Was meint Ihr?



UK-Charts

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Diese Spiele wurden auf der Insel in der vergangenen Woche am meisten gekauft:

  1. GRID 2 (360)
  2. GRID 2 (PS3)
  3. FIFA 13 (360)
  4. Donkey Kong Country Returns 3D (3DS)
  5. Dead Island: Riptide (360)
  6. Luigi’s Mansion 2 (3DS)
  7. Lego City Undercover: The Chase Begins (3DS)
  8. Metro: Last Light (360)
  9. FIFA 13 (PS3)
  10. God of War: Ascension (PS3)
  11. Far Cry 3 (360)
  12. Assassin’s Creed III (360)
  13. Resident Evil: Revelations (360)
  14. Halo 4 (360)
  15. Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit (3DS)
  16. Far Cry 3 (PS3)
  17. BioShock Infinite (360)
  18. Resident Evil: Revelations (PS3)
  19. Tomb Raider (360)
  20. Grand Theft Auto IV (360)
  21. Assassin’s Creed III (PS3)
  22. Injustice: Götter unter uns (360)
  23. Dead Island: Riptide (PS3)
  24. Grand Theft Auto IV: Episodes from Liberty City (360)
  25. Tomb Raider (PS3)

The Last Guardian

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Es hat schon größere Wunder gegeben, wieso also nicht? E3 Insider, eine offizielle Webseite zur Messe, hat obige Ankündigung zu bieten – das klingt schon verdächtig wie ein neues Lebenszeichen von The Last Guardian!

Von Sony selbst gibt es dazu bislang nichts offizielles zu hören, deshalb ist eine gesunde Portion Skepsis sicherlich angebracht. Aber wer weiß, es hat schon… (siehe Anfang).

Terraria – im Test (360)

8
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Besser gut kopiert als schlecht selbst gemacht – diese Strategie geht auch bei Terraria voll auf. So liefern die vier Jungs des Indie-Entwicklers Re-Logic ihre ganz persönliche Minecraft-Version ab – zumindest auf den ersten Blick.

Der offensichtlichste Unterschied fällt sofort ins Auge: die Optik. Anstatt Euch wie im großen Vorbild durch bunte 3D-Landschaften zu buddeln, blickt Ihr bei Terraria seitlich auf das Geschehen. In Kombination mit einer charmanten Pixel-Optik appelliert der Titel somit eher an den Retro-Liebhaber in Euch. Durch die Entscheidung für lediglich zwei Dimensionen gewinnt Terraria gegenüber Minecraft aber auch deutlich an Übersicht.

Das war es dann aber auch erst einmal mit den Unterschieden. Nachdem Eure Spielwelt per Zufall generiert wurde (Ihr könnt lediglich deren Größe bestimmen) und Ihr Euch einen individuellen Charakter gebastelt habt, stellt sich schnell das bekannte Minecraft-Gefühl ein: Ohne konkretes Ziel findet Ihr Euch in einer oberflächlich idyllisch wirkenden Welt wieder, in der vieles selbst erarbeitet werden muss und Ihr so Euer ganz persönliches Spielerlebnis kreiert.

Hier wie da besteht Eure erste Aufgabe zunächst darin, für ein Dach über dem Kopf zu sorgen. Also werden Bäume gefällt und Edelmetalle abgebaut, damit Ihr Euch noch vor Einbruch der ersten Nacht in Euer Eigenheim verkrümeln könnt, um vor Zombies und Skeletten, die nachts draußen lauern, in Sicherheit zu sein.

Auffällig dabei ist, dass sich Terraria einsteigerfreundlicher als Minecraft präsentiert, da sich beispielsweise Eure Ausrüstung wie Spitzhacke oder Axt nicht abnutzt. Nach dem Errichten weiterer Behausungen ziehen mit der Zeit nützliche NPCs ein, mit denen Ihr Handel treiben könnt oder die Eure Wunden heilen.

Beginnt Terraria bereits hier, sich von seinen Minecraft-Wurzeln zu lösen, erarbeitet sich der Titel immer mehr Selbstständigkeit, sobald Ihr Euch in den Untergrund begebt.

Dort wartet Terraria nicht nur mit einer erhöhten Zahl an Standardgegnern auf, es setzt Euch auch besonders fiese Boss-Gegner vor. Ebenso hat das 2D-Abenteuer in Sachen Item-Vielfalt klar die Nase vorn. So erstellt Ihr für Euren Charakter aus gefundenen Rohstoffen unzählige Waffen, rüstet ihn mit allerlei Accessoires und Buffs aus und stockt sowohl seine Lebensenergie als auch seinen Mana-Vorrat mit der Zeit auf. Dadurch gleicht Terraria im späteren Spielverlauf eher einem Zelda oder Metroid als dem Minecraft-Sandkasten.

So gut Terraria inhaltlich den Sprung von PC auf Konsole gemeistert hat – für die Steuerung gilt dies leider nicht. Mit dem Pad wollen sich Steine, Holz und Edelmetalle auch nach mehreren Spielstunden nicht wirklich geschmeidig abbauen lassen. Im Gegensatz zum handlichen Konsolen-Minecraft vermissen wir hier ganz klar eine Maus.

Stefan Stöckmann meint: Im Gegensatz zur Xbox-360-Version von “Minecraft hat es Re-Logic bei Terraria geschafft, eine Konsolenversion abzuliefern, die inhaltlich identisch mit der PC-Variante ist. Da Terraria den Fokus stärker auf klassische Adventure-Elemente legt und das Erstellen von Gegenständen und das Abbauen von Rohstoffen eher in den Hintergrund rückt, habe ich mit Terraria im Solo-Modus mehr Spaß als mit Minecraft. Für gesellige Runden greife ich – obwohl Terraria online Entdeckungstouren mit bis zu acht Spielern ermöglicht – aber lieber weiterhin auf das große Vorbild aus Schweden zurück. Das hat weniger inhaltliche Gründe, sondern liegt schlicht an der Tatsache, dass die Steuerung hier deutlich komfortabler an die Bedürfnisse der Konsolenspieler angepasst wurde.

Guter 2D-“Minecraft“-Klon mit dickem Umfang und fummeliger Steuerung.

Singleplayer8
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