Take-Two denkt skeptisch und fasziniert an die Wii U

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Ein etwas zwiegespaltenes Verhältnis zur Wii U hat momentan Take-Two. Wie deren Chairman und CEO, Strauss Zelnick, nun nämlich in einem Interview mit Gamasutra verriet, beäuge man die neue Nintendo-Konsole einerseits skeptisch, sei aber auch von ihren Möglichkeiten durchaus angetan.

“Wir haben (bis auf NBA 2k13, Anm.d.Red.) nichts angekündigt, ich bin skeptisch”, gesteht Zelnick. Der Grundgedanke dahinter sei die Frage, ob sich außerhalb der Familien- und Casual-Titel auch andere Spiele auf dem Wii-Nachfolger gut verkaufen würden. Trotzdem sei es auch für einen Hersteller eine tolle Möglichkeit, denn neue Systeme trennten Gewinnern von Verlierern und man wolle auf der Gewinnerseite sein. Neue Konsolen seien mit ihren neuen technischen Herausforderungen immer eine großartige Zeit, um eine neue Marke zu etablieren.

Gleichzeitig erteilte Zelnick jährlich erscheinenden Nachfolgern von Take-Two’s Titeln eine Absage. Man wolle nicht dazu übergeben, seine großen Serien außerhalb des Sportbereichs jährlich zu updaten, da dies, selbst bei einem an sich hochwertigen Produkt, sehr schnell zu einer Übersättigung führe. Auch wenn dies im Umkehrschluss hieße, eine Marke ruhig einmal für einige Jahre ruhen zu lassen, sei es der bessere Weg.

Nach Microsoft-Absage: Wenigstens Electronic Arts bekennt sich zur gamescom

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Microsoft, Nintendo, THQ, Sega. Die Liste namhafter gamescom-2012-Verweigerer ist lang. Nun meldete sich Electronic Arts zu Wort, allerdings mit einer postitiven Nachricht: Der Hersteller ist in Köln mit an Bord. Es wird in Köln u.a. Neuigkeiten zu FIFA 13, Medal of Honor Warfighter, Need for Speed Most Wanted, Crysis 3, SimCity und weiteren Titeln geben.

“Die gamescom ist eine wichtige Säule für unsere Branche”, sagte Jens Uwe Intat, Senior Vice President EA European Publishing. Berachtet man die Liste der Absagen, teilen aber anscheinend nicht alle Hersteller seine Meinung.

Werdet Ihr trotzdem nach Köln fahren?

Neue Xbox-720-Gerüchte aufgetaucht

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Wie Scribd berichtet, sind nun zwei Jahre alte Dokumente über die Spezifikationen der Xbox 720 aufgetaucht. Diese klingen durchaus plausibel, wurden aber inzwischen teilweise schon mit der aktuellen Generation umgesetzt.

So wird dort etwa erwähnt, dass der Xbox-360-Nachfolger eine Art Entertainment-Schnittstelle jedes Haushalts sein soll, was ja auch der Grundtenor der diesjährigen E3-Präsentation war. Von Xbox TV, kompatibel zu Smartphones und PC, wird ebenfalls gesprochen, was doch sehr an das gerade vorgestellte SmartGlass erinnert. Desweiteren werde 3D mit Kinect 3D-Brillen unterstützt (der Codename dafür lautet Fortaleza), wobei das System ab 2014 WiFi- und ein Jahr später 4G-kompatibel wäre. Ein Release von Kinect 2.0 finde dagegen schon 2013 statt.

Die Hardware sei ungefähr sechsmal so stark wie die der Xbox 360 und würde sowohl 3D als auch 1080p unterstützen und optional auf Blu-rays setzen. Dafür fällig würden beim Release im nächsten Jahr 299 Dollar plus Sensor für Kinect 2.0. Der Preis der Wii U wird in diesem Zusammenhang übrigens auf 249 Dollar beziffert.

Dragon’s Dogma – im Test (360)

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Viel wurde über Capcoms Dragon’s Dogma spekuliert: Handelt es sich bei dem aufwändig präsentierten Mix aus Action- und Rollenspiel um ein trojanisches Pferd, das West-Spielern das Monster Hunter-Prinzip schmackhaft machen soll? Oder ist es eine Japan-tauglichere Variante von Bethesdas Skyrim? Oder am Ende sogar die spirituelle Rückkehr der Breath of Fire-Serie?

Die kurze, aber komplizierte Antwort: Dragon’s Dogma ist nichts davon und trägt doch ein paar Züge all dieser Interpretationen in sich. Als wäre das noch nicht genug, finden sich auch ein paar DNS-Stränge von Dark Souls und seinem Vorgänger, gewürzt wird der Drachen-Cocktail schließlich mit ein paar cleveren eigenen Ideen. Kaum habt Ihr nach einer kurzen Actionsequenz und einem spektakulären Kampf gegen eine Chimäre Eure eigentliche Hauptfigur gebastelt, geht es der auch schon an den Kragen: Ein beeindruckend großes Drachentier greift Euer kleines Fischerdorf an und reißt Euch mal eben das Herz aus dem Leib, um es zu verschlucken. Doch Ihr seid robust und scheint die Attacke gut wegzustecken: Eure Figur weilt nicht nur weiter unter den Lebenden, sie wird jetzt von ihren Mitbürgern als ”Erweckter” bezeichnet und kann Vasallen befehligen.

Die sind die große Besonderheit von Dragon’s Dogma: Wesen, die auf den ersten Blick wie Menschen wirken, aber keinen eigenen Willen und Antrieb haben. Sagt man ihnen nicht, was sie tun sollen, stehen sie einfach herum, bis ihr Leben erlischt. Euren persönlichen Vasallen geht es freilich besser: Sie folgen Euch und unterstützen Euren Kampf nach Kräften. Baut sie im flexiblen Editor zusammen und staffiert sie – wie Eure Figur selbst – sorgfältig aus, sogar die Körperhaltung und den Charakter könnt Ihr beeinflussen. Während der eigene Vasall Euch stets begleitet, könnt Ihr andere aus einer Zwischenwelt holen. Das Besondere daran – diese sind die Vasallen anderer Spieler! Bei der Wahl Eurer Mitstreiter solltet Ihr nicht nur auf Kampfstärke und Level achten, auch Erfahrung ist ein wertvolles Gut. Hat einer Eurer Begleiter eine aktive Quest bereits absolviert, wird er nicht nur mit seiner Waffe, sondern auch seinem Wissen zur Seite stehen: Er weiß, mit wem Ihr reden oder wohin Ihr laufen müsst und wo Ihr wichtige Gegenstände findet. Auch Euer Vasall eignet sich dieses Wissen mit der Zeit an und wird so für andere Spieler attraktiver. Bei jeder Übernachtung werden die aktuellen Daten Eures Begleiters hochgeladen – nimmt ihn jemand anderes mit in sein Abenteuer, erfreut Ihr Euch an nützlichen Gegenständen und weiteren Belohnungen.

Dieses Element gibt Dragon’s Dogma einen ganz eigenen Charakter und eine besondere Stimmung. Aber auch ohne die Vasallen macht es eine überzeugende Figur: Die Welt Gransys ist weitläufig, wirkt aber dennoch fokussiert. Trotz der großen Ausdehnung fühlt man sich selten verloren und hat stets seine Ziele im Blick. Auch dem Kampfsystem merkt man seine japanische Herkunft an: Scheinen die Hauereien anfangs noch simpel, werden sie schnell weitaus komplexer. Manchem XXL-Boss kommt Ihr etwa nur bei, wenn Ihr seinen Körper erklimmt, um verwundbare Stellen mit Eurer Klinge zu erreichen. Neue Talente können Eure Strategien radikal verändern, ohne die richtigen Vasallen wird manch ein Kampf knackig schwer. Dabei zeigen sich kleine Parallelen zu Dark Souls: Zwar ist Dragon’s Dogma nicht annähernd so gnadenlos, aber auch hier wird unvorsichtiges Agieren schnell und hart bestraft. Wer im Kampf keine Vorsicht walten lässt, sich bei ausgedehnten Dungeon-Expeditionen nicht mit genügend Heilmittel eindeckt oder vergisst, ein paar Reserve-Fläschchen für seine Ölfunzeln mitzuführen, haucht schnell mal sein Bildschirmleben aus – und findet sich dann am letzten der recht häufigen Speicherpunkte wieder.

Für Dragon’s Dogma solltet Ihr ordentlich Zeit mitbringen: Denn obwohl die Haupthandlung in 25 bis 30 Stunden machbar ist, lohnt es sich, länger in Gransys zu verweilen. Zwar kommt auch Dragon’s Dogma nicht ganz ohne die üblichen ’Töte zehn davon, sammle fünf hiervon’-Quests aus, doch ein guter Teil der Aufgaben ist interessant und ansprechend gestaltet. So passiert es nicht selten, dass Ihr die Handlung für ein paar Stunden unterbrecht, um den Bewohnern von Gransys bei ihren größeren und kleineren Problemen zu helfen. Habt Ihr es aber eilig, kann das Abenteuer gelegentlich an Euren Nerven zehren. Auf ein komfortables Schnellreisesystem wurde verzichtet: Der Erweckte und seine Vasallen erkunden ihre Welt zu Fuß und wer sich für ein paar verbliebene Quests auf den Weg von der Hauptstadt zum Fischerdorf am Anfang macht, kann sich auf einen längeren Trip einstellen. Aber das muss nichts Schlechtes sein und steigert die Abenteuer-Stimmung. Die Welt von Dragon’s Dogma ist groß und oft gefährlich: Selbst ein einfacher Fußmarsch sollte zumindest ein wenig geplant sein – man will sich ja nicht in stockfinsterer Nacht ohne Lampen und Heilmittel in einer monsterverseuchten Schlucht wiederfinden!

Allerdings kann gerade das durchaus reizvoll sein, gehören die hübsch inszenierten Tageszeiten-Wechsel doch zu den grafischen Höhepunkten: Wenn die Sonne hinter einer Hügelkette versinkt und die Landschaft noch einmal für einen Moment in glühend rotes Licht taucht, fühlt man sich tatsächlich wie in einer weitläufigen Fantasy-Welt. Da vertreiben auch teils maue Texturen oder grob gestaltete NPC-Gesichter nicht allzu viel von der tollen Atmosphäre. Die verdanken wir auch dem gelungenen Ton: Englische Sprecher gefallen mit unterschiedlichen Akzenten und glaubwürdiger Betonung, Musik untermalt das Geschehen stimmungsvoll und unaufdringlich, kreischende Kobolde, zirpende Grillen und knisterndes Feuer sorgen für ein überzeugendes Mittendrin-Gefühl.

Thomas Nickel meint: Ich gebe es zu: Mit Skyrim wurde ich nie wirklich warm. Die Welt war mir einfach zu groß und zu frei, irgendwie zu ziellos. Da ziehe ich die ebenfalls gewaltige, aber doch weit überschaubarere und fokussiertere Welt eines Dragon´s Dogma vor, auch die Third-Person-Ansicht sagt mir hier mehr zu. Die Kämpfe fühlen sich selbst ohne Lock-on-System sehr dynamisch an und sind dramatisch schöner anzusehen als die Ego-Sticheleien des Rivalen. Schade dagegen ist, dass Capcom so vehement seine visuelle Identität leugnet: Dragon´s Dogma distanziert sich grafisch extrem von seiner japanischen Herkunft und sieht mehr wie ’Fantasy-Massenware made in USA’ aus – von den Japanern ist man eigentlich Originelleres gewohnt. Trotzdem erweist sich Dragon´s Dogma gerade dank seines durchdachten Vasallen-Systems als gelungenes Fantasy-Abenteuer, das vielleicht ein wenig mehr Schauwert bieten könnte, spielerisch aber schon nach kurzer Zeit enorm fesselt. Wer braucht da schon einen Mehrspieler-Modus?

Tobias Kujawa meint: Im Prinzip mag ich das westliche Design, die teils riesigen Gegner und das innovative Vasallen-System von Dragon’s Dogma. Doch leider patzt Capcom auch an vielen Stellen: Meine KI-Kameraden labern ununterbrochen und schnappen mir unaufhaltsam Gegenstände vor der Nase weg. Die muss ich dann erst mühsam aus dem umständlich zu bedienenden Inventar klauben. Auch eine Taste für Heil-Items und eine Ausweichrolle während der actiongeladenen Kämpfe fehlt mir, da hat Kingdoms of Amalur mehr drauf. Und warum habe ich eigentlich eine Minimap, wenn darauf keine Gegner abgebildet werden? Den dicksten Bock schießt Capcom meiner Meinung nach aber mit der Begrenzung auf einen einzigen Speicherplatz. In Zeiten von riesigen Festplatten und Spielstand-fressenden Bugs ein absolutes No-Go.

Meinung

  • Vasallen können anderen Spielern zur Verfügung gestellt werden
  • jede Menge optionaler Quests
  • spektakuläre Bosskämpfe
  • teils ziemlich lange Laufwege
  • USK-Version ohne ”Resident Evil 6”-Demozugang, dafür mit 100 Extraquests

Meinung

Feines Action-Rollenspiel mit weit­­läufiger Fantasy-Welt, packenden Boss­kämpfen und ideenreichem Vasallen-System.

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Zocker-Nachschub: Neue Spiele der Woche vom 18. bis 24. Juni

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Jede Woche buhlen neue Videospiele um die Gunst der Käufer: Die Termine für große Namen sind meist bekannt, Titel aus der zweiten Reihe und Exoten müssen dagegen mehr um Aufmerksamkeit ringen. In dieser Übersicht wollen wir Euch kompakt und praktisch zeigen, was gerade neu in die Läden kommt und spätestens Freitags überall zu haben sein sollte – komfortabel nach Systemen sortiert.

Dabei gilt: Irrtümer und kurzfristige Verschiebungen lassen sich nicht ausschließen, wir bemühen uns aber, das Sortiment möglichst korrekt aufzulisten. Außerdem beschränken wir uns in der Regel (Ausnahmen kann’s also geben) auf die regulären Fassungen von neuen Spielen, die als physikalische Datenträger und offiziell hierzulande erhältlich sind.

In der Woche vom 18. bis 24. Juni erscheinen…

…für PS3:

  • Lego Batman 2: DC Super Heroes (Warner)

…für Xbox 360:

  • Lego Batman 2: DC Super Heroes (Warner)
  • Steel Battalion: Heavy Armor (Capcom)

…für PS Vita:

  • Lego Batman 2: DC Super Heroes (Warner)

…für Nintendo DS:

  • Lego Batman 2: DC Super Heroes (Warner)

…für Nintendo 3DS:

  • Lego Batman 2: DC Super Heroes (Warner)

 

[Motiv-Quelle]

M!oment M!al – Fußball-Features

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Die EM ist im vollen Gange, Fußball regiert die Wohnzimmer vieler sportbegeisterter Menschen. Sie fiebern mit ihren favorisierten Teams, jubeln, weinen, echauffieren sich über Spieler und Trainer. Nicht geahndete Fouls, deutliche Handspiele und nicht gegebene Elfmeter sorgen für Diskussionsstoff unter den Anhängern und sind manchmal das Einzige, was von einem Spiel wirklich hängen bleibt. Jeder, der “Die Hand Gottes” oder das “Wembleytor” kennt, weiss, was ich meine. Virtuelle Soccergames lassen diese wichtigen Faktoren jedoch völlig außer Acht. Alles läuft in geregelten Bahnen ab, aber wo bleiben da die Unwägbarkeiten und Überraschungen des echten Sports? Nachfolgend nenne ich zehn Features, welche Fußballspiele ein ganzes Stück realistischer machen würden – abseits neuer Animationen und Grafik-Referenzen. Vorhang auf für die Top Ten der wichtigsten Nebensächlichkeiten im Konsolen-Rasenschach.

Los geht es hier!

DiRT Showdown – im Test (PS3/360)

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Abgeknickte Mercedes-Sterne und Kratzer im Lack gehören zu den geringsten Problemen der DiRT Showdown-Piloten. Denn der Ableger der traditionsreichen DiRT-Serie pfeift endgültig auf die einsamen Rallye-Strecken aus den Vorgängern und stellt stattdessen rücksichtslose Rempeleien, trickreiche Drifts und aufgemotzte PS-Monster in den Mittelpunkt. Wer Angst vor Taubenkot auf der Motorhaube hat und sich beim Einparken von einem piependen Assistenten helfen lässt, der ist hier fehl am Platze und sollte bei den biederen Forza 4 und Gran Turismo 5 bleiben.

In der Kampagne arbeitet Ihr Euch durch vier Meisterschaften, die jeweils aus zwölf Wettbewerben und einem Finale bestehen. Dabei bereist Ihr unter anderem das sonnige Miami, die Industriekulissen von Yokohama und Battersea, die staubigen Pisten von Baja California und Nevada sowie die Schneestrecke von Colorado. Die Events bringen Geld, das Ihr in neue Wagen und Upgrades investiert. Wer es in einem Wettbewerb partout nicht aufs Treppchen schafft, der darf ihn auch überspringen, die Medaillen-Anforderungen fürs Weiterkommen sind sehr moderat. Die Disziplinen lassen sich in drei Kategorien einteilen: In den Renn-Events fahrt Ihr klassisch um Platz 1, müsst Bestzeiten in einzelnen Streckenabschnitten herausfahren oder arbeitet Euch an die Spitze, während alle paar Sekunden der jeweils Letzte des Feldes ausscheidet. Die Hoonigan-Kurse drehen sich um Drifts, Donuts und Sprünge. DiRT 3-Veteranen haben hier keine Probleme, da die trickreichen Parcours auch schon zum Programm des Vorgängers von Showdown gehörten. Aber auch Neulinge arbeiten sich schnell ein, den Umgang mit der Handbremse hat man fix gelernt, wenn man ein wenig in den zwei verfügbaren Trick-Arenen übt.

Das Kernstück von DiRT Showdown bilden die Crash-Events, in denen Ihr entweder in sich kreuzenden Kursen einen kühlen Kopf behalten, möglichst lange fahrtüchtig bleiben oder Eure Gegner zu Altmetall verarbeiten müsst. Im Preview letzten Monat mäkelten wir, dass es den Zusammenstößen noch an Wucht fehle. Dieser Eindruck bestätigte sich in der Testversion. Eure Karossen werden zwar hübsch verbeult und lassen nach und nach Kühlergrill, Motorhaube und Kotflügel fallen, richtig viel Action kommt aber trotzdem nicht auf. Stressig wird es dagegen schon, denn oft versaut Euch ein Rempler im falschen Moment den Sieg, da die Konkurrenz Euch gerne mal auf die Hörner nimmt. Das serientypische Rückspulfeature hilft dabei nur selten, da es nur in wenigen Rennen vorhanden ist. Durch einen starken Gummiband-Effekt ist Euch das Fahrerfeld aber nie weit voraus, selbst wenn Ihr Euch an einer Ecke verhakt und erst umständlich rangieren müsst. Das kommt vor, da sich die meisten Sportwagen, Pick-ups und Buggys etwas schwerfällig steuern. Trotzdem kann man sich nicht des Eindrucks erwehren, dass bei ’Rampage’, ’Hard Target’ und ’Knock Out’ eher Glück als Können entscheidet.

52 Events, DiRT-typische tolle Grafik, ein rockiger Soundtrack und jede Menge Blechschaden – was soll da noch schiefgehen? Leider einiges. Viele Strecken wiederholen sich in den späteren Meisterschaften, eine Quickrace-Funktion fehlt und der deutsche Moderator nervt mit dummen Sprüchen. Gott sei Dank ist auch das englische Pendant mit auf der Disc. Codemasters spart außerdem eine Minikarte ein, die sogar in den Crash-Events zur Orientierung sinnvoll gewesen wäre. Schließlich wollt Ihr ja wissen, wo Euer nächstes Opfer fährt oder ob jemand gerade Anlauf auf Euren Kofferraum nimmt.

Positiv stimmt dagegen der Mehrspieler-Modus, den Ihr online oder zu zweit im Splitscreen angeht. Denn die Rempeleien, die in anderen Rennspielen oft nerven, gehören hier zum Konzept. Feingeister messen sich im Hoonigan, jagen sich gegenseitig Flaggen ab und vergleichen sich im RaceNet, einer ausgebauten Variante von EAs Autolog.

Tobias Kujawa meint: Nach der ersten Meisterschaft kamen mir ernste Zweifel, ob Codemasters mich noch begeistern kann. Trotz toller Optik und detailliertem Schadensmodell wollte der Funke einfach nicht überspringen. Die frühen Wagen sind zu behäbig und die Punktejagd in den Crash-Arenen zu sehr von Glück geprägt. Die späteren Rennen glichen diesen Eindruck durch schnellere Gefährte und interessantere Kurse wieder aus – mit einem Leichenwagen oder Van machen auch die Massenkarambolagen mehr Spaß. In den Hoonigan-Events zählt dann wieder Fahrgefühl statt Risikobereitschaft. Hier fällt die Steuerung aber so tolerant aus, dass selbst mir als bekennendem Bleifüßler schnell Donuts um Baggerschaufeln gelingen. Mäkeln muss ich am Umfang: Die vier Meisterschaften sind auf ’normal’ in wenigen Stunden geschafft. Profis wählen direkt eine höhere Stufe.

Ulrich Steppberger meint: Ein DiRT ohne Rallye-Rennen? Okay, wieso nicht? Denn Crash-Fahrten und Rempel-Orgien in Arenen können zweifelsohne launig sein – doch bei Showdown will die Begeisterung nicht so recht aufkommen. Zwar sieht die Grafik gewohnt gut aus und die Vehikel steuern sich prima, aber fast alles wirkt seltsam blutleer: Die Streckenführungen sind überwiegend unspektakulär, das Drumherum wurde fast komplett wegrationalisiert (warum kann man z.B. als Soloraser keine Einzelrennen mehr fahren?), lange Ladezeiten bremsen den Spielfluss, in einigen Disziplinen hängt das Endresultat spürbar vom Dusel ab und den Destruction Derbys fehlt es kurioserweise am sprichtwörtlichen Bums. Nicht falsch verstehen: Trotz dieser Kritikpunkte liefert Showdown noch eine ordentliche Rasergaudi, aber gegenüber den Vorgängern ist es ein Rückschritt.

  • Fokus auf Crash-Rennen, die klassische Rallye bleibt außen vor
  • 4 Meisterschaften mit je 12 Events + Finale
  • RaceNet-Community-Anbindung mit eigener Statistik und Herausforderungen
  • VIP-Pass schaltet zwei Autos, Online-Modi und YouTube-Funktion frei

Die Funken fliegen, springen aber nicht so recht über: gute Schrott-Raserei, der es an Feinschliff und Wucht mangelt.

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Resistance: Burning Skies – im Test (PSV)

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Sonys Resistance-Serie führt Euch in die 1950er-Jahre einer alternativen Realität: Der Zweite Weltkrieg hat hier niemals stattgefunden, denn die Menschheit muss sich der parasitären Alienrasse Chimera erwehren! Burning Skies spielt im selben Jahr wie der PS3-Erstling und beschreibt die Invasion von New York: Feuerwehrmann Tom Riley schlägt sich mit wechselnden KI-Begleitern durch die Stadtruinen, um seine Familie zu retten und mit ihr eine der Evakuierungszonen zu erreichen. Unterwegs gilt es, den vielen Widerstandskämpfern Feuerschutz zu leisten, Verletzte und Zivilisten zu retten: Bei den Schießereien müsst Ihr flinke Ziele ins Visier nehmen, selbst die einfachen Fußsoldaten der Chimera springen geschickt über Wände und wechseln bei Gefahr die Deckung. In der Luft lauern Drohnen und am Boden gefräßige Skorpione. Mit der griffigen Steuerung nehmt Ihr sie auch ohne Zielhilfe flott unter Beschuss, zumal Ihr die reichhaltige Deckung für Verschnaufpausen nutzen könnt – man darf sich anlehnen und um die Ecke linsen.

Eine spielerische Herausforderung sind zudem die vielen Touch-Kommandos, die es nach und nach zu erlernen gilt: Neben antippbaren Interaktions- und Nahkampf-Icons bietet die Steuerung zahlreiche Spezialfunktionen. So könnt Ihr etwa Granaten direkt auf Gegner ziehen, der Held wirft dann automatisch die korrekte Entfernung. Außerdem besitzt jede der acht Schusswaffen eine Senkundärfunktion, die Ihr mit individuellen Touch-Bewegungen auslöst: Spannt etwa bei der Armbrust mit einem schrägen Strich den Sprengpfeil ein, während Ihr beim Bullseye-Sturmgewehr mit den Fingern Gegner markiert – dann treffen die Kugeln sogar um die Ecke. Der obligatorische Bohrer (schießt durch Hindernisse) besitzt einen Schutzschild, den Ihr mit seitlichen Wischern aktiviert. Da bei manchen Waffen einfacher Bildschirmkontakt z.B. den Granatwerfer auslöst, müsst Ihr jedes Kommando genau kennen. In der Hitze des Gefechts kann man sich da schon mal vertun, schließlich müsst Ihr mit beiden Daumen laufend umgreifen.

Die Übersicht bleibt meist gewahrt, nur in den wenigen düsteren Abschnitten wird es kompliziert: Hier könnt Ihr selbst bei maximaler Bildschirmhelligkeit nur in dunkler Umgebung etwas erkennen, da der Screen sonst stark spiegelt. Dramaturgisch bietet Burning Skies viele aufregende Szenen, die man den Protagonisten aber nicht immer abkauft – speziell die KI-Kumpane geben mitten im Alienchaos alberne Sitcom-Sprüche zum Besten. Bei den gruselig gezeichneten Zwischenfilmen stören hingegen hässliche Komprimierungsartefakte.

Oliver Ehrle meint: Der zweite Vita-Shooter hält Euch mit taktischer Feindbekämpfung auf Trab: Mit geschicktem Deckungswechsel und den vielen Touch-Funktionen habt Ihr alle Hände voll zu tun. In den höheren Schwierigkeitsstufen wird es schon mal hektisch, weil Ihr sehr schnell und auch mit beiden Daumen gleichzeitig agieren müsst – im leichten Modus kann man sich dagegen Fehler erlauben. Bei der Präsentation hat Sony für meinen Geschmack etwas zu viel gepatzt: Die quadratischen Muster in den Filmen und das unpassende Verhalten mancher Protagonisten machen die Szenerie stellenweise unglaubwürdig, zumal auch noch Gegner nach dem Ableben ruckartig verschwinden. Im Multiplayer-Modus spielt Ihr nur drei Deathmatch-Varianten mittels simpler Mitspielersuche, also ohne Lobby &amp Co.

  • erlebt die Chimera-Invasion in New York
  • Feuergefechte mit KI-Unterstützung
  • 8 Waffen mit Touch-Spezialfunktionen
  • entdeckt 6 Upgrades pro Waffe
  • oberflächlicher Online-Modus

Schnell und wuchtig: pompöser Überlebenskampf mit vielen Touch-Funktionen, aber teils unglaubwürdiger Aufmachung.

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Sony sieht Wii U als “potenzielle Gefahr”, glaubt aber an die neuen Exklusivtitel

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Jim Ryan, seines Zeichens Europa-Chef von Sony Computer Entertainment, glaubt, die Wii U könnte geschäftlich “ein potenzielles Risiko” für die PS3 darstellen. Im Gespräch mit GamesIndustry auf der E3 erklärte er, dass Sony Vertrauen in ihre neuen exklusiven Titel wie beispielsweise Beyond: Two Souls habe, um Nintendos neuer Konsole Paroli bieten zu können:

“Sie [Wii U] ist offensichtlich ein potentielles Risiko, aber wir haben ein gutes Gefühl in Bezug auf unsere [Software]-Inhalte”, erklärte er. “Natürlich kommt es auf die Inhalte an. Es gibt Leute, die kaufen sich Gadgets der Gadgets wegen, aber das ist eine ziemliche Nische. Wir haben Vertrauen zu unserem Line-Up, dass wir auf der E3 gezeigt haben. Wir sind schon gespannt auf dessen Veröffentlichung.” Sonys erklärtes Ziel in puncto Hardware-Verkäufe in diesem Jahr: “Wir haben 30 Millionen für dieses Jahr [geplant], das ist eine Menge, aber wir haben die Mittel, diese auch zu liefern.”

Sony beschwört also wieder die alte Formel “Software sells Hardware” – gut so. Aber während es diesbezüglich für die PS3 recht ordentlich aussieht, scheint man die Formel bei der Vita nicht so konsequent anzuwenden. Auch wenn ein Call of Duty oder Assassins Creed für Sonys mobile Konsole angekündigt wurden – viel gab es auf der E3 nicht für die Vita zu sehen. Ryan blieb aber zuversichtlich: 60 neue Titel sollen für die Vita insgesamt in diesem Jahr rauskommen, und er erklärte nochmal Sonys Strategie bezüglich der Software:

“Es ist so bei allen Plattformen: Die Menschen, denen man im ersten Jahr [einer Konsole] etwas verkauft, sind andere als die, denen man im Jahr fünf oder sechs etwas verkauft, das liegt in der Natur der Sache.” Das verhält sich zwar so, dennoch ist das keine wirkliche Begründung, Vita-Frühkäufer in Bezug auf die Software auf Diät zu setzten. Sony sollte nicht außer Acht lassen, dass die Akzeptanz bei den “Early Adaptors”ein Schlüssel für die Öffnung zum Massenmarkt sein kann.

Japan-Charts: Dschungel!

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Na also, es geht doch noch: Sony feiert diesmal nicht nur auf der PS3 Erfolge, dank einer Mech-Ballerei zieht auch das Interesse an der BVita deutlich an. Auch sonst wurde in der Woche vom 4. bis 10. Juni fleißig eingekauft.

Japans Software-Charts der letzten Woche:

  1. [PS3] Tokyo Jungle (Sony, 06.07.2012): 110,309 – NEU
  2. [3DS] Dragon Quest Monsters Terry’s Wonderland 3D (Square Enix, 05.31.2012): 83,329 (596,512)
  3. [PSV] Gundam Seed Battle Destiny (Namco Bandai, 06.07.2012): 40,297 – NEU
  4. [PS3] Dragon’s Dogma (Capcom, 05.24.2012): 34,184 (419,208)
  5. [3DS] Mario Tennis Open (Nintendo, 05.24.2012): 24,030 (167,154)
  6. [WII] Mario Party 9 (Nintendo, 04.26.2012): 17,253 (417,643)
  7. [3DS] Super Mario 3D Land (Nintendo, 05.24.2012): 9,390 (1,614,505)
  8. [PSP] Storm Lover Kai!! (D3, 06.07.2012): 7,931- NEU
  9. [3DS] Fire Emblem Awakening (Nintendo, 04.19.2012): 7,031 (408,030)
  10. [3DS] Mario Kart 7 (Nintendo, 12.01.2011): 6,743 (1,735,081)
  11. [3DS] Monster Hunter 3G (Capcom, 12.10.2011): 6,146 (1,471,805)
  12. [3DS] Guild 01 (Level-5, 05.31.2012): 5,297 (20,087)
  13. [PS3] Fist of the North Star Pachislot (Sega, 05.31.2012): 4,880 (18,638)
  14. [WII] Wii Sports Resort (Nintendo, 11.10.2010): 4,159 (957,445)
  15. [3DS] Mario & Sonic at London Olympics (Nintendo, 03.01.2012): 3,888 (180,244)
  16. [WII] Wii Party (Nintendo, 07.08.2010): 3,342 (2,361,947)
  17. [3DS] Kid Icarus Uprising (Nintendo, 03.22.2012): 3,157 (287,709)
  18. [3DS] Nintendogs + Cats (Nintendo, 02.26.2011): 2,568 (559,947)
  19. [3DS] Monster Hunter Portable 3rd PSP the Best (Sony, 09.22.2011): 2,366 (263,502)
  20. [WII] Mario Kart Wii (Nintendo, 04.10.2008): 2,264 (3,573,260)

Und das sind Japans Hardware-Charts der letzten Woche:

  1. 3DS: 64,875 (101,075)
  2. PS3: 15,593 (14,799)
  3. PSV: 13,383 (7,551)
  4. PSP: 10,038 (10,547)
  5. Wii: 6,029 (5,825)
  6. PS2: 1,091 (1,106)
  7. Xbox 360: 1,001 (2,719)
  8. DSi XL: 615 (665)
  9. DSi: 383 (379)

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