Michael Herde: Als die Preview-Version, die ich bereits Monate vor Veröffentlichung des Spiels ausgiebig gespielt hatte, unvermittelt mit einem Cliffhanger endete, war ich verärgert. Zu sehr hatte mich das Spiel in seinen Bann gezogen, mich begeistert und schlussendlich davon überzeugt, dass mit Arkham Asylum endlich ein Batman-Spiel kommen sollte, das meinen geschätzten Finsterflattermann würdig in Szene setzt. Ich wollte unbedingt weiterspielen, ahnte aber noch nichts davon, welche Überraschungen mich im Rest des Spiels noch erwarten sollten. Zwar stakst Batman wie ein fehlproportioniertes Steroidopfer durch die liebevoll detaillierten Umgebungen und zumindest ich neige dazu, die aufschlussreiche Detektiv-Sicht überzustrapazieren. Doch ansonsten wirkt das düstere Abenteuer in jeder Hinsicht erstaunlich rund und poliert. Auf die mittlerweile angekündigte Fortsetzung bin ich daher sehr gespannt.
Ulrich Steppberger: Bruce Wayne ist kein Ezio, das steht fest. Trotzdem hat der Flattermann endlich ein Videospiel abbekommen, das man vorbehaltlos empfehlen kann, denn hier stimmt von Technik über Design bis zur Steuerung eigentlich alles, auch wenn mich das so hoch gelobte Kampfsystem bis zum Schluss nicht so ganz faszinieren konnte. Außerdem ärgere ich mich irgendwie darüber, dass ich ständig mit einer wahrlich schicken Optik gelockt werde, von der ich dann aber oft wenig mitbekomme, weil der Detektiv-Filter einfach so wahnsinnig praktisch ist (aber die optischen Details versacken lässt).
Philip Ulc: Batman: Arkham Asylum ist der Sommer-Blockbuster des Jahres – und darf getrost auch zur Winterzeit gespielt werden. Stylish-flotte Kämpfe, coole Gadgets, teils sensationelle Bosskämpfe und alle Bösewichte Gothams, die man sich als Batman/Comicfreund wünscht. Wer auf lineare, aber pompös inszenierte Actionspiele steht, greift (Nacht-)blind zu. Allen anderen empfehle das Detektiv-Sichtgerät, mit denen Ihr spielerische Krücken von Topspielen wie Batman: Arkham Asylum unterscheidet.








