Laut der britischen Webseite mcvuk buhlen derzeit zwei Unternehmen um die Mehrheit an Eidos: Square Enix und Warner. Weiter sollen Electronic Arts und Ubisoft Interesse zeigen, Indizien gibt es dafür aktuell aber nicht.Für Warner wäre eine Übernahme naheliegend und ‘nur’ etwa 30 Millionen US-Dollar teuer, schließlich befinden sich bereits 20 Prozent der Eidos-Anteile im Besitz des Filmriesen. Square Enix müsste entsprechend tiefer in die Tasche greifen, das scheint dem japanischen Rollenspiel-Giganten allerdings nichts auszumachen. Firmenpräsident Yoichi Wada besuchte bereits die dänischen IO-Studios, Entwickler der Hitman-Serie für Eidos. Ein weiterer Trip nach England soll folgen, um das Interesse Wadas zu bekräftigen.Wer auch immer das Ringen um Eidos für sich entscheiden wird – bemerkenswert sind Square Enix’ globale Expansionspläne. John Yamamoto, Square-Enix-Boss für USA und Europa, rief eine Business-Development-Abteilung ins Leben, die sich der Globalisierung verschrieben hat: Bei Square Enix sei man sich bewusst, dass man nur wenige Titel im Portfolio habe, die westliche Gamer ansprächen.Die Strategie von Square Enix liegt im Trend: Japanische Entwickler suchen vermehrt den Kontakt zu westlichen Firmen, um ihre Produkte besser an den weltweiten Gamer-Geschmack anpassen zu können. Explodierende Entwicklungskosten für PS3- und Xbox-360-Spiele lassen nicht nur exklusive Titel rar werden (Beispiel Final Fantasy XIII, das auch für Microsofts Konsole erscheint), sie führen auch dazu, dass die Games global erfolgreich sein müssen.Bedeutet diese Entwicklung das Ende für Spiele mit dem typischen japanischen Charme? Diskutiert mit!Für alle, die noch mehr über dieses Thema erfahren wollen: In der kommenden M! Games (02/09) findet Ihr ein Interview mit Ben Judd, dem Produzenten von Capcoms Bionic Commando. Er plaudert u.a. über die Probleme eines Westlers in einem japanischen Konzern und philosophiert über den Videospiel-Markt im Land der aufgehenden Sonne.