Der Film und Fernseh Thread
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captain carot vor vor 1 month, 1 week aktualisiert.
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20. Februar 2019 um 19:07 #1636734
AnonymInaktivHm, “Besser als Milla” sollte ja eigentlich nicht all zu schwer sein.?
Bei den Film warte ich noch, bis ich den irgendwann mal günstig auf DVD rumliegen sehe. Interesse hab ich schon, so richtig heiß bin ich jetzt aber nicht drauf.21. Februar 2019 um 19:47 #1636829
AnonymInaktivDrachenzähmen 3
Den ersten Film halte ich für eine absolute Granate. Da hat für mich alles gepasst, tolle Geschichte, tolle Charaktere, toller Soundtrack und auch optisch wunderschön. Die Fortsetzung konnte mich seinerzeit weniger begeistern, was vor allem an der Story und erzählweise lag. Da musste auf Teufel komm raus eine emotionale Szene mit rein, die ein bestimmtes feeling beim Zuschauer erzeugen sollte und genau deswegen hats für mich nicht funktioniert, zudem war der Bösewicht schwach. Der dritte Teil hält das Niveau des zweiten, wobei die emotionalen Momente hier wieder besser funktionieren. Der Schwachpunkt des Films ist mal wieder der Bösewicht den es für die Geschichte die der Film erzählt gar nicht gebraucht hätte. Mich nervt diese typische Hollywood, “alles muss einen personifizierten Bösewicht haben” Formel.Braucht der Zuschauer wirklich einen Antagonisten als Projektionsfläche damit ein Film funktioniert? Der erste Drachenzähmen kam ohne wirklichen Antagonisten aus und vielleicht ist auch genau das der Grund warum ich den Film besser als die meisten Filme empfinde, weil sich die Geschichte vollends auf die Charaktere und ihre Beziehung zueinander konzentriert hatte. Mononoke funktionierte ja auch so gut, weil es keine Bösen in dem Sinne gibt, sondern jeweilig nachvollziehbare Interessen die im Konflikt stehen. Die ganze Geschichte von 3er wie sich Beziehungen entwickeln und vor allem weiter entwickeln hätten den Film locker getragen und man hätte diesen unsinnigen Ballast nicht gehabt, der immer wieder dem Film und das Erlebnis ausbremst, hätte mir der Teil deutlich Besser gefallen. Das finale der Trilogie (und dabei soll es laut Studio bleiben) ist wirklich befriedigend und drückt nochmal ordentlich auf die Tränendrüse (im schönen, nicht im traurigen Sinne). Untern Strich find ich ihn einen Tacken besser als den 2. aber noch deutlich hinter dem ersten.
22. Februar 2019 um 1:55 #1636849
ChrisKongTeilnehmerThe Foreigner
Was haben Jackie Chan und Pierce Brosnan gemeinsam? Sie reisten beide in 80 Tagen um die Welt. Jackie als Passepartout und Pierce als Phineas. Nur nicht im selben Film. Weitere Überschneidungen gefällig? 1996 kam Jackie Chans First Strike, nach dessen Aussage wie ein Bondfilm nur ohne die Girls. Ein Jahr davor feierte Brosnan sein Debüt als Bond.
Und nun sind beide gemeinsam in einem Film. Die Asia-irische Variante von Taken, nur ohne den irischstämmigen Neeson. Den Part übernimmt Takie Chan. Der Film ist ein relativ schnörkelloser und spannender Thriller mit Rachemotiven vor dem Hintergrund eines neuaufgeflammten IRA-Terrorismus.
Dabei wird das Genre nicht neu erfunden. Jackie Chan darf ein wenig mehr schauspielern als sonst und zeigen, dass immer noch Action drin ist, wo sein Name draufsteht.
Das Skript ist nicht wirklich gut ausgearbeitet und wartet auch mit einigen unlogischen Stellen auf. Etwa wenn gegen Ende Schüsse fallen, das Spezialkommando aber geschlagene Minuten zuwartet und als es endlich eingreift, nicht mal die Vordertür sichert. Ja wie blöd ist das denn?
Der Electro-Score weiss zu gefallen, ansonsten gibts tonal eigentlich zu wenig. Da wäre mehr dringelegen. Von der irischen Landschaft sieht man nicht sehr viel ausser den Wald vor dem Landsitz Heelys.
Unterm Strich solide, Chan-Fans können zugreifen, ich fühlte mich gut unterhalten.23. Februar 2019 um 11:29 #1636920
LofwyrTeilnehmerSchaut euch Alita im Kino an.
23. Februar 2019 um 12:28 #1636924
ChrisKongTeilnehmerHeimkino reicht mir völlig.
Gejagt – Auf Leben und Tot
Vor der neuseeländischen Naturkulisse jagen sich Ray Winstone und Temuera Morrison. Der eine ein Bure aus Südafrika, der Dank den Briten alles verloren hat, der andere ein Maori-Rückkehrer, der ebenfalls eine Vergangenheit mit den Briten hat.
Nachdem er zu Unrecht beschuldigt wird, einen Soldaten getötet zu haben, machen diese Jagd auf ihn und engagieren den Buren, der sich ein paar Kröten dazuverdienen will. Wie es so üblich ist, kommen sich die beiden dann näher und die Beziehung entwickelt sich zu einer Art leichten Männerfreundschaft, bei der die Vergangenheit beider aufgearbeitet wird. Das ist sehr konventionell umgesetzt, aber spannend und wartet mit schönen Bildern von Neuseeland auf. Leider wird das Bild öfter auch mal durch unschöne grobe Körnung getrübt, die irgendwie unpassend wirkt, da in anderen Szenen auch nicht vorhanden. So kann man eigentlich nicht wirklich von einem Stilmittel sprechen, da sich ein Zusammenhang nicht wirklich ergibt und eher Willkür herrscht. Die Umgebungsgeräusche kommen schön aus den Rears, spektakulär ist die Tonspur ansonsten nicht. Muss sie aber auch nicht.
Es gibt sicher bessere Dramen vor Naturkulissen, aber auch sehr viel schlechtere. Der gehört ins bessere Mittelfeld mMn.23. Februar 2019 um 12:41 #1636926
AnonymInaktiv[quote quote=1636920]Schaut euch Alita im Kino an.[/quote]
Ich habs bis jetzt noch nicht mal zu Creed 2 ins Kino geschafft…
Auf DVD ist der Film aber vorgemerkt.23. Februar 2019 um 12:59 #1636927
LofwyrTeilnehmerIch hoffe inbrünstig das der Film in die Gewinnzone kommt. Sonst gibt’s keine Fortsetzung. An meinem Geburtstag werde ich nochmal reingehen und dann schauen welche Special Editions es geben wird.
An diesem Film sieht man was passiert wenn man Leute dranlässt die die Vorlage kennen und lieben.
Das lässt mich fast Dragonball Evolution vergessen.
23. Februar 2019 um 13:32 #1636929
ChrisKongTeilnehmerMich schreckt einerseits der CGI-Overflow etwas ab, andererseits kann ich zur Zeit eh nicht ins Kino. Aber schon rein aus Interesse wird er seinen Weg ins Regal und den Player finden. Je mehr Cameron drin ist, und das scheint der Fall zu sein, desto besser. Immerhin hat er fast 20 Jahre lang an der Umsetzung gearbeitet und die Zusammenarbeit mit Rodriguez soll ebenfalls sehr gut gewesen sein.
Während des NBA-Allstarbreaks lief unter anderem der Spot für eine Fortsetzung von Shaft. Kam für mich aus heiterem Himmel. Ich dachte gleich, da soll sicher ein junger Shaft eingeführt werden und Sam Jackson in der Mentorenrolle. Lag nicht ganz richtig, aber ziemlich. Der Titel, Son of Shaft. Wird wohl thematisch ein Die Hard 5 mit Vater Sohn Thema und Oldschool vs Newschool. Schade kommt das so spät, fand die Neuauflage mit Sammy damals schon fortsetzenswert. Erstaunlich, wie wenig er gealtert ist seither. Hoffentlich bringt er genug Witz mit.
23. Februar 2019 um 15:53 #1636937
AnonymInaktivDer Trailer ist schon witzig…hab gerade gesehen das der vorgänger auf Netflix ist, ich hau den mal in meine Watchliste.
24. Februar 2019 um 18:59 #1636947
ChrisKongTeilnehmerLone Survivour
Mark Wahlzwerg ist Teil einer Eliteeinheit, die den Kopf einer Taliban-Gruppe ausschalten soll. Der Einsatz geht gründlich schief und schon sitzen die Soldaten im Kugelhagel, ein Überlebenskampf beginnt. Der Film erfindet nichts neu, insbesondere der erste Teil des Films ist Business as usual. Im letzten Teil dürfen dann Paschtunen helfend eingreifen. Wer hier reine Political Correctness vermutet, der sieht sich getäuscht. Das Bonusmaterial und auch der Abspann des Films enthüllen, dass Marcus, so der Name des Soldaten, wirklich nur dank deren Hilfe überlebt hat. Peter Berg, der Regisseur des Films, ist bei einem Gespräch mit Gulab zu sehen, der damals entschieden hat, den Ehrenkodex der Paschtunen anzuwenden und seinen “Gast” zu beschützen.
Klar kann man dem Film den üblichen Pathos vorwerfen, der Film hat nicht wenig davon, aber die ergänzenden Elemente hebt ihn dann ein wenig ab und stimmt sogar ein wenig hoffnungsvoll, dass in den Krisengebieten der Welt auch Barmherzigkeit seinen Platz hat.
Regisseur Peter Berg muss man zugute halten, dass in all seinen Filmen, die Konflikte behandeln, auch deren Direktbetroffene eine Stimme haben, auch wenn der Film in erster Linie die Ami-Sicht der Dinge darstellt.
Bild und Ton sind ausgezeichnet, manchmal fehlt es etwas an Wumms, dafür stimmt die Direktionalität.Bohemian Rhapsody
Auf den Film war ich als Queen-Kind – bin mit der Musik aufgewachsen und waren auch meine ersten Musikkassetten – sehr gespannt. Die Presse im Vorfeld war zum Teil etwas negativ geprägt, wohl auch wegen der eher turbulenten Entstehungsgeschichte, dem Rauswurf Singers, der Einmischung der Band Queen usw. Oft wirken solche Filme dann halt etwas unrund.
Ich kann aber in der Hinsicht wirklich Entwarnung geben. Ich war regelrecht begeistert. Die elektrisierende Performance von Mercury wird genial eingesetzt, die Schattenseiten seines Erfolgs nicht ausgespart, die Entstehung diverser Queen-Hits näher gebracht. Also für Fans von Queen ist wirklich sehr viel Queen drin.
Davon ab funktioniert der Film auch als Biopic wirklich sehr gut, wird gegen Ende sogar ein wenig rührselig, was ihm aber gar nicht schadet. Am Ende bleibt eigentlich nur ein persönlicher Wermutstropfen, diese Band mit Mercury nie live erlebt zu haben.
Wenn die Oscar-Jury heute Nacht Malek nicht den Oscar gibt, hat sie sich in meinen Augen schlicht disqualifiziert. Die reine Spielfreude und Energie, die Malek auf den Punkt bringt.
Wer Biopics mag, kriegt hier ein sehr gutes, wer Queen mag, ein perfektes. Auch toll, wie die ganzen anderen Darsteller passen, der Humor bei aller Tragik nicht zu kurz kommt und die Stadionatmosphäre toll eingefangen wird.24. Februar 2019 um 21:59 #1636949
MaBecksTeilnehmerAlso bei perfekt kenn ich einige queen-fans die dir widersprechen werden. Dafür sind sehr viele prägende sachen sehr kurz oder gar nicht abgehandelt worden. Ein Beispiel wären die Münchener Jahre. Aber trotzdem ein sehr toller Film!
25. Februar 2019 um 11:48 #1636991
ChrisKongTeilnehmer@Oscars
Die boten naturgemäss nur wenig Überraschungen. Warum man Filme dann auch noch in 2 Kategorien führen muss wie z.B. Roma, erschliesst sich mir nicht. Dann kann man generell Foreign Language und Animated auch weglassen und alles in einen Best Picture Pott werfen. Nur dann wird da ein solcher Film auch kaum je wirkliche Chancen haben beim Voting.
Die Show ohne Moderation oder kleine Schmankerl war wohl die langweiligste Darbietung, seit ich die Oscars schaue. Es gab nicht mal mehr irgendwelche Themen, die filmisch aufbereitet wurden, keine Ehrenoscars – die Zeremonien sind ja ausgelagert, aber die Preisträger und kurze Ausschnitte gabs trotzdem. Das Armutszeugnis schlechthin, gibts doch mittlerweile so viele mögliche Kandidaten für eine Moderation. Das Intro mit Queen war sehr nett, aber Adam Lambert als Performer, Jesses, ne lieber nicht noch mal.
Ich hoffe zudem, dass die Kategorie des Popular Film nicht nur verschoben sondern gleich beerdigt wird und es nächstes Jahr wieder was Gscheiteres gibt, das man tatsächlich auch Show nennen kann. Die werden sicher mit Feedback eingedeckt werden, denn das war wirklich schwach.25. Februar 2019 um 11:56 #1636993
John SpartanTeilnehmer“Du bist eine Legende, Freddie.”
“Wir sind alle Legenden” Das war nur einer von vielen enorm kitschigen Momenten, die es einfach nicht gebraucht hätte. Die Band/Lebensgeschichte ist schon dramatisch genug und eignet sich perfekt für ein Biopic. Von einem perfekten Biopic kann hier aber mMn nicht die Rede sein. Ich hätte mir zum Beispiel am Ende den Kampf mit der auch heute noch sehr ernst zu nehmenden Krankheit gewünscht. Das Live Aid Konzert hätte ich wirklich nicht in fast kompletter Länge gebraucht. Das gibts trotz Maliks starker Leistung besser auf Youtube. Auch dass es kaum homosexuelle Liebesszenen gab, ist für mich ein Armutszeugnis. Da hätte man sich 2018 deutlich mehr trauen können, zumal seine Sexualität und das Ausleben dieser eine große Rolle in Mercurys Leben gespielt hat. Bei IMDB hab ich dem Film eine 6/10 gegeben.25. Februar 2019 um 13:14 #1636997
ChrisKongTeilnehmerDie meisten leben wohl mit der falschen Vorstellung, dass ein Biopic einem Menschen überhaupt gerecht werden kann. Das kann es nie, niemals. Schon gar nicht Spielfilmlänge. Von daher wird gemacht, was immer gemacht wird bei diesen Filmen, sie konzentrieren sich auf gewisse Aspekte und versuchen dort das Wesen der Person ein wenig zu verdichten.
Und hier kann man klar nicht davon sprechen, dass die Essenz von Queen nicht wiedergegeben würde. Da könnte man bei jedem Biopic immer schreiben, warum wurde dies, warum wurde jenes weggelassen. Beispiel homosexuelle Szenen, was gewinnt denn der Film gross dadurch, dass wir Freddie beim Sex mit Männern sehen? Ich seh in Homosexualität auch keinen Charakterzug und halte eine Reduzierung darauf für unsinnig und könnte bei irrigen Annahmen sogar noch negativ konnotiert sein. Der Film macht das hier eigentlich sehr geschickt, dass er den nihilistischen Teil, der aus dem schwulen Umfeld, sprich falsche Freunde, kommt mit den positiven Aspekten seiner neuen Beziehung aufwiegt und obsolet macht.Ich hätte mir zum Beispiel am Ende den Kampf mit der auch heute noch sehr ernst zu nehmenden Krankheit gewünscht.
Einerseits kritisierst du Rührseligkeit, willst dann aber ein zweites Philadelphia? Nein, ich bin froh, dass der Film den Fokus nicht hierauf legt, das Thema aber auch nicht ausspart. Ich glaube auch nicht, dass es in Freddies Sinn gewesen wäre, sich so an ihn zu erinnern, der Schlusspunkt mit Liveaid, dem Konzert mit dem grössten Publikum, der grössten Bühne wenn man so will, das passt perfekt.
Ob die Aussöhnung mit den Eltern so, wie im Film ablief, bezweifle ich mal stark, aber die Szene war hochgradig emotional und hatte was Hoffnungsvolles.
Von mir aus können die ganzen Stänkerer sich ruhig über den Film auslassen und von ihrem Wunschkonzert träumen, dass es sowieso nie geben wird. Die Essenz von Queen wurde mMn perfekt rübergebracht, das elektrisierende ihrer Performance wunderbar eingefangen und Malek zu recht der Oscar überreicht. Aber für manche ist das Glas halt halb leer statt halb voll. ^^
25. Februar 2019 um 14:58 #1637004
John SpartanTeilnehmerAlso ist jede Sexszene der Filmgeschichte plakativ und dient nur dem Zweck, Aufmerksamkeit zu erreichen? Das ist mir zu einseitig gedacht. Bequemerweise bist du nicht auf meinen Kririkpunkt der schlecht geschriebenen Dialoge eingegangen. Es gibt auch Beispiele für Filme, die mit der Aids Thematik der heutigen Zeit angemessen umgegangen sind und bei Kritikern sowie Zuschauern erfolgreich waren. Mir fällt diesbezüglich Dallas Buyers Club ein. Auch erschließt sich mir nicht ganz, warum mein Glas halb leer sein sollte. Mit 6/10teln des möglichen Inhalts ist es doch mehr als halb voll. Wenn man aber Filme erst ab einer 8/10 als sehenswert einschätzt, kann ich verstehen, warum es bei meiner Wertung zu Verwirrung kommt.
Edit:
Homosexualität an sich sehe ich nicht als Charakterzug. Einen Fokus auf ein ausgeprägtes Sexualleben hingegen schon. Das definiert zumindest die zeitliche Gestaltung der frei verfügbaren Zeit und den sozialen Umgang, womit es die charakterliche Entwicklung prägt. -
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