Der Film und Fernseh Thread
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25. Februar 2019 um 18:00 #1637013
ChrisKongTeilnehmerAlso ist jede Sexszene der Filmgeschichte plakativ und dient nur dem Zweck, Aufmerksamkeit zu erreichen?
Sag ich zu keinem Zeitpunkt.
Bequemerweise bist du nicht auf meinen Kririkpunkt der schlecht geschriebenen Dialoge eingegangen.
Warum soll ich drauf eingehen? Hat nichts mit Bequemlichkeit zu tun, ich teile deine Ansicht nicht, ganz einfach. Würde auch nicht sagen, dass das die tollsten Dialoge sind.
Es gibt auch Beispiele für Filme, die mit der Aids Thematik der heutigen Zeit angemessen umgegangen sind und bei Kritikern sowie Zuschauern erfolgreich waren. Mir fällt diesbezüglich Dallas Buyers Club ein.
Sry, der Vergleich ist unsinnig, da der Film halt nicht Aids zum Thema hat oder den Krankheitsverlauf thematisiert. Wie ich sagte, ist nicht Wunschkonzert. Das ist genauso müssig wie die überflüssigen Diskussionen zu Buchverfilmungen, was gehört rein, was nicht. Es gibt keine vollständigen Biopics. Frage ist jetzt, ob man mit dem Fokus einverstanden ist oder nicht. Ich hab auch nie geschrieben, dass es das perfekte Freddie Mercury Biopic ist, sondern für Queenfans. Ich versuch mich generell so auf einen solchen Film einzulassen, dass ich akzeptiere, dass die Auswahl und der Schwerpunkt des Films ja festgelegt sind und ich keinen persönlichen Massstab anlege, was den Inhalt betrifft. Mir kommts auf die Umsetzung an. Das ist meine Ansicht, die von niemanden geteilt werden muss.
warum mein Glas halb leer sein sollte. Mit 6/10teln des möglichen Inhalts ist es doch mehr als halb voll. Wenn man aber Filme erst ab einer 8/10 als sehenswert einschätzt, kann ich verstehen, warum es bei meiner Wertung zu Verwirrung kommt.
Das bezog sich nicht auf deine Wertung, die mir egal ist, wie jede andere Wertung auch. Fühl dich also nicht angegriffen oder beleidigt, ist wirklich nicht persönlich gemeint. Eine Zahl sagt nichts aus, ich weiss ja nicht was bei dir eine 10 bedeutet oder bei jemand anderem. Und auch dann bedarf es einer Vergleichbarkeit, die es auch kaum gibt. Darum verzichte ich schon seit geraumer Zeit auf diesen nichtssagenden Quatsch. Wenn jemand aus einem Text nicht schlau wird, kann er nachfragen. Auch Wertungen in Kriterien sind Unsinn, da die Gewichtung daraus auch nicht ersichtlich wird.
Bei dir ist das Glas halb leer, weil du in erster Linie schreibst, was bei dem Film fehlt, nicht was er bietet. Das hätte thematisiert werden sollen und das hat gefehlt. Wie gesagt, du hast da eigentlich einen Anspruch, denn du sowieso nicht erfüllt kriegen wirst. Das ist leider oft der Fall, wenn man am Thema interessiert ist, die Buchvorlage kennt usw. Und genau aus dem Grund lös ich mich von dieser inhaltlichen Anspruchshaltung, denn die Vision der Macher ist deren Sache, sprich, was sie zeigen wollen. Ich urteile nur für mich, ob sie das mMn gut oder schlecht gemacht haben. Ich kann auch einen Film als gelungen beurteilen, mit dem ich mich sonst nicht identifizieren kann, nur geht das eben nicht mit üblichen Wertungsscchemata. Die Subjektivität lässt sich schwer auseinanderdividieren oder die persönliche Be- oder Entgeisterung von der handwerklichen Beurteilung trennen.Einen Fokus auf ein ausgeprägtes Sexualleben hingegen schon. Das definiert zumindest die zeitliche Gestaltung der frei verfügbaren Zeit und den sozialen Umgang, womit es die charakterliche Entwicklung prägt.
Wie gesagt, mir reichen die Andeutungen über die Ausschweifungen völlig, ich seh da keinen Zugewinn, das in voyeuristischer Manier speziell auszuleuchten, wenn es nicht das Thema ist. Und das Thema wird von den Machern bestimmt, wenn man so will. Man hätte natürlich den Schwerpunkt dorthin verlagern können, hat man aber nicht. Darum für mich ein obsoleter Kritikpunkt.
Vermutlich gehen wir einfach ganz unterschiedlich an Filme ran. Daran ist ja auch nichts verkehrt. Wie gesagt, thematisch/inhaltliche Diskussionen haben meist ne geringe Halbwertszeit. Aber über die Qualität können wir gern streiten. Nur damit wir uns nicht falsch verstehen, der inhaltliche Teil kann durchaus auch ein Teil der Qualitätsdiskussion sein, wenn klar ist, was der Macher aussagen will und ob das inhaltlich kongruent ist. Leider fehlen dafür oft überhaupt Informationen, respk. wird die Absicht eines Films nicht immer verdeutlicht, und das oft auch mit voller Absicht.
Ich greif mal dein Beispiel auf, wenn der Film eine Aussage über Mercurys ausschweifendes Leben sein soll, dann gehört es mMn sicher dazu, das zu zeigen. Sonst wäre das wie ein Rambo-Streifen ohne Bodycount (ab Rambo 2 freilich). Nur gibt die Einleitung keinen Anlass zu glauben, es wäre so. Immerhin war es ja die Band, die den Film abgesegnet hat, also deren Vision.
Interessant wäre sicher Baron Cohens Film gewesen, der deutlich anders fokussiert gewesen wäre. Und genauso legitim wäre.25. Februar 2019 um 21:39 #1637018
John SpartanTeilnehmerPersönlich angegriffen habe ich mich nicht gefühlt, dafür glaube ich dich dann doch gut genug zu kennen. So eine hitzige Diskussion kann durchaus Spaß machen 🙂
Thematisch hätte mir die angedachte Version mit Sacha Baron Cohen besser gefallen, weil sie den Fokus auf die Zeit in München gelegt hätte. Den Dallas Buyers Club Vergleich habe ich hauptsächlich deshalb gezogen, weil ich es schade finde, Philadelphia als Tozschlagargument gegen ausgewogen dramatische Aids Filme zu benutzen. Das wird vermutlich auch in Hollywood getan, wodurch aus der Richtung kaum etwas kommt.25. Februar 2019 um 23:05 #1637021
ChrisKongTeilnehmerWeisst du, was an Philadelphia wirklich interessant ist? Denzels Figur sagt im Schlussakt, dass es überhaupt nicht um AIDS geht, sondern um Homophobie, Schwulenhass und das der eigentliche Grund ist, weswegen Hanks Figur entlassen wurde. Trotzdem assoziieren den alle mit AIDS in erster Linie und Bruce Springsteens Welthit.
Aber gut, erwähnst du Dallas Buyers Club, damit hast du meinen nächsten Film ausgesucht, den ich mir ansehen werde, sofern nix auf Netflix dazwischen kommt.Heute gabs nochmals einen Kriegseinsatz,
American Sniper
von Clint Eastwood. Der Film lässt mich ein wenig zwiespältig zurück. Er geht irgendwie den halben Weg auf die Psyche der Figur Chris Kyle zu und bleibt dann merkwürdigerweise stehen. Nicht so, als wäre die Figur nicht dazu fähig, seinen Gefühlen mehr Ausdruck zu verleihen, sondern Eastwood selbst.
Handwerklich ist er ganz ok, interessant auch. Aber die Intensität anderer Werke von Eastwood erreicht er irgendwie nicht. Das Ende kriegt dann auch noch ne feiste Portion Pathos mit auf den Weg, der Abspann verzichtet gar auf den Einsatz von Filmmusik. Eastwood hat wieder selber Stücke zum Score beigesteuert.
Ausser Cooper und Sienna Miller gibts kaum nennenswerte Darsteller. Auch der Bruder bleibt etwas zu blass und wird nur sporadisch eingesetzt. Hier hat der Film auch ein paar Chancen verpasst. Bradley Cooper macht aber wirklich das Beste aus der Rolle und geht in ihr auf. Man wünscht sich einfach, dass er mehr von der Leine gelassen wird. Miller ist zu Beginn interessanter als gegen Ende, wo sie zum konfliktbefreiten Heimchen am Herd mutiert. Ihr Leidensdruck kommt auch ein Stück weit zu kurz, wird aber dennoch thematisiert.
Das Ende wird dann irgendwie sogar hingebogen.
Fazit, gut aber nicht herausragend. Bradley zeigt sein Potenzial, Eastwood verschenkt seines.26. Februar 2019 um 13:39 #1637065
Rudi RatlosTeilnehmerDen fand ich auch nur so ok, hatte mir da wesentlich mehr erwartet :/
Am Wochenende “The Favourite” gesehen – schräges Kostümdrama mit Star-Besetzung, das mitunter recht skurril wirkt. Den Overkill an Oscar-Nominierungen kann ich nicht ganz nachvollziehen, grundsätzlich hat der Film aber Spaß gemacht und bot feine Schauspielleistungen (und eine nackte Emma Stone ;)).
26. Februar 2019 um 13:48 #1637068
John SpartanTeilnehmerCooper sollte auch irgendwann mal ausgezeichnet werden. Aber nicht für American Sniper oder A Star is Born. Auf der anderen Seite, besser so, als bei einem herausragenden Film übergangen. Ich muss mir auf jeden Fall noch Vice ansehen, um beurteilen zu können, ob Malek den Oscar zu 100% verdient hat. Body Transformation hin oder her, Bale soll in dem Film sogar Sam Rockwell an die Wand spielen.
E.T.:
Ein Klassiker, den ich endlich nachgeholt habe. Zu 100% aufmerksam war ich leider nicht, aber was ich gesehen habe, macht Lust auf einen zweiten Durchgang. Spielbergs Treffsicherheit der 80er ist wirklich beeindruckend.26. Februar 2019 um 13:51 #1637069
ChrisKongTeilnehmerAuf den bin ich auch schon sehr gespannt. Hier kann es aber gut sein, dass der in der Originalfassung mehr zündet, weil er scheinbar Modernes mit Shakespear gekonnt mischt. Zumindest wird das behauptet. Wie viel davon in der Synchro noch übrig bleibt, weiss ich nicht.
Eine Vielzahl an Nominationen sagt auch nicht zwingend was aus, zumal er nie alle 10 hätte gewinnen können. Wie in der Vergangenheit auch, schickte er in einer Kategorie gleich zwei Anwärterinnen ins Rennen (Beste Nebendarstellerin). Weiter sind Kostümdramen oft schon bei Maske/MakeUp, Art Direction usw. gesetzt, wenn sie am Oscarrennen teilnehmen.Auf dem Radar ist auch Blaze von Ethan Hawke aufgetaucht, der bei den Oscars nicht dabei war, aber weil viele Kritiker meinen zu Unrecht, hoffentlich auch sein Publikum findet. Allein darum lohnt es sich das Geschehen mitzuverfolgen, weil eben auch die vernachlässigten Sachen Gehör finden können.
@Spartan
E.T. war mein erster Kinofilm. Der Film hat auch heute noch einen Soundtrack, der Gänsehaut verursacht. Aber ich müsste den auch wieder mal sehen, das letzte Mal ist ne gefühlte Ewigkeit her.
26. Februar 2019 um 14:14 #1637071
John SpartanTeilnehmerAlleine das ikonische Bild mit den Fahrrädern am Himmel ist ein weiteres Mal Schauen wert. Der Einstieg wirkt für aktuelle Befindlichkeiten recht ruhig, das tut dem Film insgesamt aber keinen Abbruch. Mein erster Kinofilm war Findet Nemo. Kein E.T. aber es ist kein Wunder, dass wir Filmfans wurden.
26. Februar 2019 um 16:22 #1637081
AnonymInaktivE.T. (oder “Die BMX Bande”) müsste auch einer meiner ersten Kinofilme gewesen sein. Ist auch für mich ein zeitloser Klassiker.
Kennt jemand “Der Flug des Navigators”?
Ich finde, der Film atmet auch ganz gut den Geist der 80er Jahre Kinder und Jugendfilme.26. Februar 2019 um 16:40 #1637083
ChrisKongTeilnehmerJau, den hab ich in der Kindheit geschaut und heuer als Mediabook gekauft. Wär auch noch zum Nachholen. Und wenn wir schon dabei sind, Explorers. Kennt heute auch kaum noch jemand. Da weiss ich gar nicht, was es für Auswertungen gibt oder ob die noch aktuell sind, Stichwort Ablauf von Lizenzen.
Aus der Zeit stammen ein paar gute Filme für Jugendliche, die ich in der Form heute stark vermisse. D.A.R.Y.L. mit Oliver Barrett wäre auch noch so ein Kandidat. Die üblichen Verdächtigen wie Goonies und Stand by me kennt eh jeder.
Die Magie von damals lässt sich mMn auch nur schwer reproduzieren. Filme wie Super 8 versuchen das, aber kriegens mMn nicht wirklich hin. Auch die vielgerühmte Serie Stranger Things meint mit dem blossen Reinpacken von gefälligen Elementen, dieses Gefühl zu erreichen. Klappt bei mir zum Teil in der ersten Staffel, in der zweiten irgendwie so gar nicht. Die schaffen in 10 Episoden nicht, was Stand by me in 90 Minuten schafft.Würd mich in 10, 20 Jahren interessieren, was die Jugendlichen von heute dann sagen werden, was so ihre prägenden Filme gewesen sind. Harry Potter? MCU-Filme??? Ob die sich dann überhaupt noch an was erinnern werden? Welche Szenen werden haften bleiben?
26. Februar 2019 um 16:57 #1637086
SonicFanNerdModeratorJa, der Flug des Navigators ist spitze. 🙂
Meine Frau, die ansonsten auch recht viel Zeugs aus der zeit kennt, kannte den nicht.
Mussten wir dann erstmal nachholen. Ist auch schon wieder ne Weile her. Sie fand ihn ganz ok und Explorers besser. 🙂Explorers hab ich hingehen schon ewig nicht mehr gesehen.
Den angesprochenen D.A.R.Y.L. kenne ich glaube ich nicht oder es ist einfach zu lang her. Allerdings klingeln bei mir entfernt Glocken, wenn ich das Cover sehe.E.T. steht derweil noch als Steelbook-Version im Regal und wartet darauf (seit langer Zeit) mal wieder geschaut zu werden. Ist aber ein Spitze-Film.
26. Februar 2019 um 17:12 #1637088
AnonymInaktivDer Flug des Navigators hab ich auch als Mediabook, hatte den auch davor das letzte mal in meiner Kindheit geschaut.
Explorers und D.A.R.Y.L. müsste ich mal als Kind auf Video aus der Videothek oder im Fernsehen gesehen haben.
Ein bißchen klingelt es da bei mir, richtige Erinnerungen hab ich aber nicht mehr an die Filme.Würd mich in 10, 20 Jahren interessieren, was die Jugendlichen von heute dann sagen werden, was so ihre prägenden Filme gewesen sind. Harry Potter? MCU-Filme??? Ob die sich dann überhaupt noch an was erinnern werden? Welche Szenen werden haften bleiben?
Bei meiner Tochter (10 Jahre) stehen zumindest die Chancen nicht schlecht, das sie vielleicht “Stand by me” und die Zug Szene nennen würde. ?
26. Februar 2019 um 17:37 #1637089
LofwyrTeilnehmerDer Flug des Navigators habe ich als Kind zig mal gesehen. ET kann ich persönlich gar nicht leiden.
26. Februar 2019 um 18:24 #1637095
ChrisKongTeilnehmerVielleicht traut sich ja mal wieder ein Studio an Michael Endes Unendliche Geschichte ran. Heute wäre eine adäquate Verfilmung sicher sehr viel einfacher zu bewerkstelligen. Seinerzeit war der erste Film gar nicht so verkehrt, liess halt aber die komplette zweite Hälfte des Buches weg. War eins meiner ersten Bücher, die ich gelesen habe. Da hat man sich damals schon vorgestellt, wie das wohl so in echt aussehen würde. Gab ja da auch nette Illustrationen drin und die bildhaften Beschreibungen Endes. Das Thema wäre heute irgendwie sogar noch aktueller und liesse sich sehr gut ins Hier und Jetzt transportieren.
Wie sind eigentlich so die neuen Jim Knopf-Filme? Taugen die was?
26. Februar 2019 um 18:31 #1637097
SpacemoonkeyTeilnehmerhab gestern your name. auf netflix geguckt und bin leicht begeistert. toller anime der extrem schön aussieht.
nur die 2-3 songs mit gesang waren ein bischen hart für mich.
trotzdem ein meisterwerk26. Februar 2019 um 19:02 #1637106
LofwyrTeilnehmerThe Garden of Words gibt es auch auf Netflix. Ist vom selben Regisseur. Den fand ich auch sehr gut.
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